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SPD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Krankenhäuser in allen Regionen erhalten

Die SPD will in jeder Region des Landes eine Grundversorgung im Krankenhaus sichern. Gleichzeitig sollen sich Kliniken stärker spezialisieren und enger zusammenarbeiten, um die Qualität in besonderen Bereichen zu erhöhen.

Die SPD will Kliniken in allen Regionen sichern. Jeder soll eine Klinik in der Nähe haben. Manche Kliniken sollen sich um bestimmte Krankheiten besonders kümmern. Die Kliniken sollen mehr miteinander arbeiten.

Aus dem Sondervermögen des Bundes sollen die Krankenhäuser im Land insgesamt 250 Millionen Euro erhalten. Dabei sollen auch Krisenfestigkeit, Bevölkerungsschutz sowie Hitze- und Klimaschutz berücksichtigt werden. Die Luftrettung soll einen zusätzlichen Hubschrauber in Westmecklenburg bekommen. Ziel ist außerdem ein landesweites Netz von Defibrillatoren mit Kataster und Ersthelfer-App. Im Bund will sich die SPD dafür einsetzen, dass Menschen mit wenig Geld nicht wegen Eigenanteilen oder Medikamentenkosten auf nötige Behandlung verzichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Konkret werden wir eine flächendeckende stationäre Versorgung in der Regel- und Grundversorgung in allen Regionen unseres Landes gewährleisten“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Alle Klinikstandorte sollen mit öffentlichem Geld gesichert und Eigenanteile für Geringverdiener abgefedert werden, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Ärzte und Gesundheitsfachkräfte gewinnen

Die SPD will mit Landesprogrammen mehr Ärztinnen, Ärzte und weitere Gesundheitsfachkräfte gewinnen, vor allem für ländliche Gebiete. Dazu soll unter anderem die Landarztquote beim Medizinstudium fortgeführt werden.

Die SPD will mehr Ärzte für das Land gewinnen. Vor allem auf dem Dorf fehlen Ärzte. Dafür gibt es die Landarzt-Quote. Das heißt: Wer später auf dem Land arbeitet, bekommt leichter einen Studienplatz in Medizin.

Die SPD sieht die Kassenärztliche und die Kassenzahnärztliche Vereinigung in der Pflicht, die ambulante Versorgung zu sichern, und will dies mit eigenen Programmen begleiten. Gesucht werden auch Psychotherapeuten, Physiotherapeuten sowie Fach- und Pflegepersonal. Mit Hochschulen, Kammern und Kassen soll geprüft werden, wie mehr Weiterbildungsplätze für Psychotherapie entstehen. Weiterbildungsverbünde sollen mehr Unterstützung erhalten, KI und Digitalisierung stärker genutzt und mehr ärztliche Aufgaben an Gesundheitsfachkräfte übertragen werden. Außerdem will die SPD Gemeindekrankenschwestern wieder einführen und die Weiterqualifizierung in der Pflege stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Die Sicherstellung fordern wir als SPD MV konsequent ein und werden diese Aufgabe durch Programme zur Gewinnung und Ansiedlung von Ärztinnen und Ärzten unterstützen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mit eigenen Förderprogrammen in die ärztliche Versorgung eingreifen, statt sie allein der Selbstverwaltung zu überlassen.

Gemeinwohlorientierte Versorgungszentren und Telemedizin ausbauen

Die SPD will Medizinische Versorgungszentren fördern, die nicht auf Gewinn ausgerichtet sind, und Kommunen die Gründung eigener Zentren erleichtern. Zusammen mit mobilen Ärzteteams und Telemedizin sollen so auch abgelegene Orte versorgt werden.

Die SPD will mehr Ärzte-Zentren auf dem Land. Gemeinden sollen solche Zentren leichter gründen können. Von dort fahren Ärzte-Teams in die Dörfer. Auch Sprechstunden per Video sollen helfen.

Die Zentren sollen als Stützpunkte für mobile Teams dienen und Angebote wie Physiotherapie, Fußpflege und Apotheke einbeziehen. Nach Ansicht der SPD darf mit Gesundheit kein privater Gewinn auf Kosten von Kassen, Patienten und Beschäftigten erzielt werden. Die Fristen der Terminservicestelle von höchstens 35 Tagen für einen Arzttermin und zwei Wochen bei akutem Bedarf an Psychotherapie sollen eingehalten und möglichst verkürzt werden. Telemedizin soll Krankenhäuser, Rettungsdienst, Praxen, Reha-Kliniken und Pflegeheime vernetzen. Die SPD will sich zudem für eine Reform der Bedarfsplanung einsetzen und eine Koordinierungsstelle für die Patientenvertretung prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Dazu werden wir den Ausbau von Medizinischen Versorgungszentren in gemeinwohlorientierter Trägerschaft, insbesondere in ländlichen Räumen, unterstützen“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gefördert werden sollen gemeinwohlorientierte und kommunale statt gewinnorientierter Träger, was die öffentliche Rolle in der ambulanten Versorgung stärkt.

Anonymen Behandlungsschein für Unversicherte einführen

Die SPD will sich für ein landesweites Modell einsetzen, das Menschen ohne ausreichende Krankenversicherung den Weg zum Arzt erleichtert. Kern sind ein anonymer Behandlungsschein und ambulante Angebote.

Manche Menschen haben keine Kranken-Versicherung. Die SPD will ihnen helfen. Sie sollen einen Schein für den Arzt bekommen. Dabei müssen sie ihren Namen nicht nennen. Beratungs-Stellen helfen ihnen zurück in die Versicherung.

Clearingstellen sollen Betroffene dabei beraten, wieder regulär versichert zu werden oder vorhandene Ansprüche geltend zu machen. Daneben will die SPD die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort sichern. Auf Bundesebene setzt sie sich dafür ein, dass die Vergütung der Apotheken mit den allgemeinen Preisen steigt.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Für die Menschen ohne oder unzureichender Krankenversicherung wollen wir uns für die Einführung eines landesweiten Modells einsetzen, das den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern soll.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues öffentlich getragenes Angebot soll Menschen ohne Versicherung versorgen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Prävention und öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die SPD will die Gesundheitsvorsorge im Land fortsetzen und fordert vom Bund ein Programm zur Suchtvorbeugung, dessen Geld an die Kommunen geht. Außerdem setzt sie sich für mehr Forschung zu Long Covid und verwandten Krankheiten sowie für einen starken öffentlichen Gesundheitsdienst ein.

Die SPD will, dass Menschen gesund bleiben. Kinder sollen gesundes Essen kennenlernen. Der Bund soll Geld gegen Sucht geben. Krankheiten wie Long Covid sollen besser erforscht werden. Die Gesundheits-Ämter sollen stark bleiben.

Das Landesprogramm zur Prävention soll Gesundheitswissen, Wege aus der Sucht, seelische Gesundheit und Bewegungsangebote fördern. Schulhöfe sollen außerhalb der Unterrichtszeit in der Regel offen stehen. In Kita, Schule und Familie sollen gesundes Essen und Gesundheitskompetenz vermittelt und in allen Bildungskonzeptionen verankert werden. Das Suchtprogramm soll Folgen von Mediensucht, Alkohol, Nikotin, Cannabis und illegalen Drogen verringern. Die SPD will die Zusammenarbeit mit Initiativen zu ME/CFS, PostVac, Long Covid und Post Covid fortführen und bundesweit mehr Forschung erreichen. Psychische Erkrankungen sollen nicht mehr stigmatisiert und besser behandelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir setzen uns auf Bundesebene für ein Suchtpräventionsprogramm ein, dass - ähnlich wie die frühen Hilfen - an die Kommunen ausgereicht wird, um Präventionsarbeit vor Ort zu leisten.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues, vom Bund finanziertes Präventionsprogramm und ein gestärkter öffentlicher Gesundheitsdienst bedeuten mehr öffentliche Leistungen.

Pflegeversicherung reformieren und Pflege zu Hause stärken

Die SPD will im Bund auf eine umfassende Reform der Pflegeversicherung drängen, weil Pflegebedürftigkeit aus ihrer Sicht ein Armutsrisiko ist. Im Land soll der Pakt für Pflege dauerhaft weiterlaufen und die Versorgung in der gewohnten Umgebung Vorrang haben.

Pflege kostet viel Geld. Manche Menschen werden dadurch arm. Die SPD will die Pflege-Versicherung deshalb ändern. Menschen sollen möglichst zu Hause gepflegt werden. Dafür soll es neue Wohnformen und mehr Hilfe von Nachbarn geben.

Der Pakt für Pflege soll verstetigt werden und stärker auf Vorbeugung setzen, um Pflegebedarf zu vermeiden oder hinauszuzögern. Die Pflegesozialplanung soll gestärkt werden. Die SPD will neue Wohnformen für Pflegebedürftige wie Pflege-Wohngemeinschaften weiter fördern und die Nachbarschaftshilfe ausbauen. Ein Modellprojekt namens Pflegefinder soll freie ambulante Pflegeplätze sichtbar machen und vermitteln. Arbeit in der Pflege soll gut bezahlt und durch Tarifverträge abgesichert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Es bedarf daher einer umfassenden Reform der Pflegeversicherung. Hierfür werden wir uns weiterhin intensiv auf Bundesebene einsetzen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Reform soll Pflegebedürftige finanziell stärker absichern und Pflegearbeit tariflich binden, was mehr soziale Absicherung und Regulierung bedeutet.

Pflegezeit mit Lohnersatz für Angehörige

Die SPD will sich für eine gesetzlich garantierte Pflegezeit einsetzen, in der pflegende Angehörige einen Ersatz für ihren Lohn erhalten. Sie begründet das damit, dass der größte Teil der Pflege zu Hause geleistet wird.

Viele Menschen pflegen Angehörige zu Hause. Die SPD will ihnen helfen. Sie sollen eine Pflege-Zeit bekommen. In dieser Zeit bekommen sie Geld als Ersatz für ihren Lohn.

Nach Angaben des Programms findet mehr als achtzig Prozent der Pflege im häuslichen Umfeld statt, meist durch An- und Zugehörige. Diese sollen aus Sicht der SPD Anerkennung, finanzielle Absicherung und Entlastung erhalten. Die Pflegezeit soll gesetzlich abgesichert sein. Auch Pflegebedürftige selbst sollen weiter entlastet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Hierzu werden wir uns für eine gesetzlich garantierte Pflegezeit einsetzen, in welcher pflegende Angehörige Lohnersatzzahlungen in Anspruch nehmen können.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Lohnersatzleistung für pflegende Angehörige gibt es heute in dieser Form nicht; sie wäre eine neue Sozialleistung.

Universitätsmedizin Greifswald und Rostock stärken

Die SPD will die beiden Universitätsmedizinen in Greifswald und Rostock weiter ausbauen und in Gebäude und Geräte investieren. Sie sollen eine zentrale Rolle in der Versorgungsplanung des Landes bekommen. Außerdem sollen sie Fachkräfte ausbilden und im Land halten.

Die SPD will die Uni-Kliniken in Greifswald und Rostock stärken. Das Land soll Geld für Gebäude und Geräte geben. Die Kliniken sollen wichtig für die Versorgung im ganzen Land sein. Sie sollen auch Ärzte und Pflegekräfte ausbilden.

Als Beispiel nennt das Programm eine Bauoffensive an der Universitätsmedizin Rostock, die in den kommenden 15 Jahren zur größten Baustelle des Landes werden soll. Die Forschungsschwerpunkte sollen weiterentwickelt und Forschung, Lehre und Versorgung eng verbunden werden. Den Fachkräftebedarf will die SPD unter anderem über einen Ausbau des Pflegestudiums und attraktive Arbeitsbedingungen decken. Beide Standorte sollen enger zusammenarbeiten und als Anker der regionalen Versorgung dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir investieren weiterhin in beide Standorte, um die bauliche Infrastruktur und die Geräteausstattung auf Spitzenniveau zu erhalten und zu modernisieren.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll weiter in öffentliche Kliniken investieren und ihnen eine zentrale Rolle in der Versorgung geben, was öffentliche Leistungen ausbaut.

Gesundheitsdaten-Plattform und Telemedizin ausbauen

Die SPD befürwortet eine Plattform für Gesundheitsdaten im Land, damit Forschende Daten besser austauschen können. Die Telemedizin soll ausgebaut werden, weil aus Sicht des Programms nur so eine flächendeckende Versorgung auf Dauer gelingt.

Die SPD will eine Plattform für Gesundheits-Daten. Forscher sollen dort Daten leichter austauschen können. Auch die Tele-Medizin soll wachsen. Tele-Medizin heißt: Ärzte behandeln über Video oder Internet. Das soll die Versorgung auf dem Land sichern.

Einer bundesweiten Lösung für die Datenplattform steht die SPD offen gegenüber. Zusammen mit den Akteuren der Selbstverwaltung sollen die Telematik-Infrastruktur, telemedizinische Plattformen und die Infrastruktur für Forschungsdaten weiterentwickelt werden. Die Digitalisierung soll für bessere Vernetzung, effizientere Abläufe und mehr Zeit für Patientinnen und Patienten sorgen. Das Programm sieht darin auch eine Stärkung der Gesundheitswirtschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Wir befürworten die Errichtung einer Gesundheitsdaten-Plattform in Mecklenburg-Vorpommern, um den Austausch von Gesundheitsdaten für Forscherinnen und Forscher zu optimieren“
Seite 76 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Steuer auf stark zuckerhaltige Lebensmittel einführen

Die SPD will sich beim Bund für eine Steuer auf Softdrinks und andere Lebensmittel mit viel Zucker einsetzen. Der höhere Preis soll das Kaufverhalten lenken. Als Vorbild nennt das Programm andere europäische Staaten.

Die SPD will eine Steuer auf Getränke und Essen mit viel Zucker. Dann kosten diese Produkte mehr. So sollen Menschen weniger davon kaufen. Andere Länder in Europa haben so eine Steuer schon. Darüber entscheidet der Bund.

Die Forderung richtet sich an die Bundesebene, weil das Land eine solche Steuer nicht selbst einführen kann. Erfasst werden sollen Softdrinks sowie weitere Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt. Ziel ist laut Programm eine Steuerungswirkung über den Preis.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir setzen uns auf Bundesebene für eine Besteuerung von Softdrinks und anderen Nahrungsmitteln mit hohem Zuckergehalt ein“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, eng begrenzte Lenkungssteuer auf zuckerreiche Produkte bedeutet einen zusätzlichen staatlichen Eingriff in Preise und Markt.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich