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SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Regierungsprogramm 2026–2031: Aufschwung, Zusammenhalt und Respekt“

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2026, 20. September 2026Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 7 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräfte aus dem Ausland anwerben und willkommen heißen

Die SPD will die Anwerbung ausländischer Fachkräfte und Auszubildender über eine zentrale Servicestelle fortführen. Zugleich will sie eine Kampagne für Willkommenskultur in der Wirtschaft weiter fördern, weil Rechtsextremismus aus Sicht des Programms ein Standortrisiko ist.

Die SPD will Fachkräfte aus anderen Ländern gewinnen. Eine zentrale Stelle hilft ihnen und den Firmen. Sie hilft bei Aufenthalt, Abschlüssen und Sprache. Die SPD will auch, dass Zugewanderte sich willkommen fühlen.

Die Fachkräfteservicezentrale wurde zusammen mit den Wirtschaftskammern aufgebaut und ist landesweit zuständig für Anerkennung, Anwerbung und Zuzug. Sie berät zu Aufenthaltsrecht, zur Anerkennung von Abschlüssen, zu Sprachförderung, Integration und zum Familiennachzug. Die Kampagne zur Willkommenskultur organisiert die Landesregierung gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden. Das Programm argumentiert, rechtsextreme Übergriffe und fremdenfeindliche Parteien schreckten Fachkräfte ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Arbeitgeber wie Betroffenen erhalten alles Notwendige niedrigschwellig, dienstleistungsorientiert und aus einer Hand.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Partei wirbt ausdrücklich für Vielfalt und eine offene Gesellschaft und fördert dafür eine Kampagne.

  • Migrationeher offen

    Die Zuwanderung von Arbeitskräften soll durch Beratung, Anerkennungshilfe und eine Willkommenskampagne weiter erleichtert werden.

Fachkräfte-Einwanderung und schnellere Anerkennung

Die SPD bekennt sich zur Einwanderung von Auszubildenden, Arbeits- und Fachkräften, weil in der Pflege weiter Personal fehlt. Sie will prüfen, wie ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt werden können.

In der Pflege fehlen Fachkräfte. Die SPD will deshalb Menschen aus dem Ausland gewinnen. Ihre Berufs-Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden. Das gilt für Medizin, Pflege und Verwaltung.

Die schnellere Anerkennung soll für Berufe in Medizin, Pflege und Verwaltung gelten. Die SPD bezeichnet die Zuwanderung von Arbeitskräften als notwendig. In der Gesundheitspolitik will sie zudem die Integration ausländischer Gesundheitsfachkräfte weiter fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Dafür werden wir prüfen, wie wir eine weitergehende Beschleunigung der Anerkennungsverfahren für ausländische Berufsabschlüsse in Medizin-, Pflege- und Verwaltungsberufen erreichen können.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die SPD befürwortet Arbeitsmigration und will Hürden bei der Anerkennung von Abschlüssen senken, was Zuwanderung schrittweise erleichtert.

Interkulturelle Öffnung der Verwaltung fortführen

Die SPD will Verwaltung, Bildung, Polizei und soziale Einrichtungen weiter interkulturell öffnen und diskriminierungsfrei gestalten. Beteiligungsgremien für Menschen mit Einwanderungsgeschichte sollen gestärkt werden, und gegen Hass im Netz will die Partei vorgehen.

Behörden sollen alle Menschen gleich gut behandeln. Die Mitarbeiter sollen sich mit verschiedenen Kulturen auskennen. Das gilt auch für Schulen und Polizei. Menschen mit Einwanderungs-Geschichte sollen mehr mitreden. Die SPD will etwas gegen Hass im Internet tun.

Nach Ansicht der SPD braucht eine Einwanderungsgesellschaft eine dienstleistungsorientierte und interkulturell kompetente Verwaltung. Beiräte für Menschen mit Einwanderungsgeschichte, Jugendgremien und Migrantenräte sollen gestärkt werden. Gegen Falschinformationen setzt das Programm auf faktenbasierte Aufklärung. Die Partei wendet sich gegen jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Diese interkulturelle Öffnung führen wir konsequent fort – in Verwaltung, Bildung, Polizei und sozialen Einrichtungen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Vielfalt und Schutz vor Diskriminierung sollen in öffentlichen Einrichtungen weiter verankert werden, was zum progressiven Pol passt.

  • Migrationeher offen

    Mehr Mitsprache und eine auf Zugewanderte eingestellte Verwaltung stärken schrittweise die Stellung von Menschen mit Einwanderungsgeschichte.

Geflüchtete Kinder und Familien schnell integrieren

Die SPD will, dass Mecklenburg-Vorpommern Schutz gewährt und geltendes Recht konsequent umsetzt. Geflüchtete Kinder und Jugendliche sollen rasch in Kitas, Schulen, Sport und Kultur ankommen, Familien früh aus der Erstaufnahme in die Kommunen wechseln.

Die SPD will Menschen auf der Flucht weiter Schutz geben. Kinder sollen schnell in Kita und Schule kommen. Familien sollen nur kurz in der ersten Unterkunft bleiben. Die SPD erwartet, dass alle die Regeln achten.

Das Programm beschreibt Integration als gemeinsame Aufgabe von Staat und Gesellschaft: Regeln sollen eingehalten und Angebote genutzt werden, während Sprache, Bildung und Arbeit nicht an Wohnort, Herkunft oder Geld scheitern sollen. Stadtviertel mit hoher Integrationsleistung sollen nicht überfordert werden; Ziel sind gemischte Quartiere. Das Amt der Integrationsbeauftragten soll bestehen bleiben. Über das Startchancen-Programm sollen Integrationsfachkräfte an Schwerpunktschulen Kinder, Eltern und Lehrkräfte begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Aufenthalte in der Erstaufnahme sollen so kurz wie möglich sein, Familien früh in die Kommunen umziehen können.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Kürzere Erstaufnahme und schneller Zugang zu Kita und Schule erweitern die Teilhabe Geflüchteter schrittweise, verbunden mit der Erwartung, dass Regeln eingehalten werden.

Sprachförderung und Integrationsberatung ausbauen

Die SPD will Sprachförderung und Sprachmittlung ausbauen und die Beratungsangebote für Zugewanderte erhalten und erweitern. Sprache gilt dem Programm als Voraussetzung für Teilhabe.

Die SPD will mehr Hilfe beim Deutsch-Lernen. In Kitas, Schulen und Ämtern soll es mehr Übersetzer geben. Beratung für Zugewanderte soll bleiben und wachsen. Auch freiwillige Helfer sollen Unterstützung bekommen.

Für Übersetzungen sollen feste Budgets bereitstehen. Die vorhandenen Beratungsstellen sollen erhalten, digitalisiert und gezielt erweitert werden. Landesprogramme für Beratung und Begleitung sollen ausreichend Geld bekommen, und der Integrationsfonds läuft mit klaren inhaltlichen Schwerpunkten weiter. Das Ehrenamt in der Integrationsarbeit soll bessere Rahmenbedingungen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir bauen die Sprachförderung weiter aus, stärken Sprachmittlung in Kitas, Schulen und Behörden und stellen verlässliche Budgets für Übersetzungen bereit.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Sprachförderung, Sprachmittlung und Beratung bauen bestehende Integrationsangebote für Zugewanderte aus.

Zugewanderte schneller in Arbeit bringen

Die SPD will Zugewanderten den Weg in Arbeit erleichtern, unter anderem durch den Wechsel vom Asylverfahren in die Erwerbsmigration und eine schnellere Anerkennung von Abschlüssen. Das Programm begründet dies mit dem Bedarf an Arbeits- und Fachkräften und mit der Entlastung öffentlicher Kassen.

Die SPD will, dass Zugewanderte schneller arbeiten können. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Besonders Frauen sollen Hilfe bekommen. Das Land braucht nach Ansicht der SPD mehr Arbeitskräfte.

Beratungsangebote wie das IQ-Netzwerk sollen gestärkt und Betriebe bei der Integration von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte begleitet werden. Geprüft wird, wie bestehende Strukturen verbindlicher abgestimmt und Verfahren verkürzt werden können. Im Bund will sich die SPD weiter für eine frühe Arbeitsaufnahme einsetzen und Hindernisse in Verwaltung und Praxis im Blick behalten. Als Bereiche mit Bedarf nennt das Programm unter anderem Pflege, Handwerk, Tourismus und den öffentlichen Dienst.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir erleichtern Übergänge aus dem Asylsystem in die Erwerbsmigration, beschleunigen die Anerkennung von Berufsabschlüssen und unterstützen insbesondere Frauen beim Zugang zu Sprachkursen, Ausbildung und Beschäftigung.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Der erleichterte Wechsel vom Asylverfahren in die Erwerbsmigration und frühere Arbeitsaufnahme erweitern die Bleibe- und Teilhabemöglichkeiten gegenüber heute schrittweise.

Freiwilliges integrierendes Jahr im Bund einführen

Die SPD will sich im Bund für ein neues freiwilliges Jahr einsetzen, das Sprachförderung mit sozialem Engagement und Praxiserfahrung verbindet. Es soll jungen Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte offenstehen und Begegnung fördern.

Die SPD will ein neues freiwilliges Jahr für junge Menschen. Dort lernen sie Deutsch und helfen in sozialen Einrichtungen. Junge Menschen mit und ohne Zuwanderung können mitmachen. Niemand muss teilnehmen.

Vorbild ist das Freiwillige Soziale Jahr. Vorgesehen sind intensive Sprachförderung, soziales Engagement, Praxis in Betrieben und Einsätze in öffentlichen Einrichtungen. Zusätzlich sollen Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr für die Begleitung von Zugewanderten geöffnet werden. Alle Angebote sollen freiwillig, gut begleitet und fair gestaltet sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir machen uns auf Bundesebene stark für ein „Freiwilliges integrierendes Jahr“ nach dem Vorbild des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ).“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ein neues freiwilliges Angebot mit Sprachförderung schafft zusätzliche Integrationswege für junge Zugewanderte, ohne Pflichten einzuführen.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich