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SPD zur Bildung

Aus dem Programm „Zukunftsprogramm zur Landtagswahl 2023 (Unser Zukunftsprogramm)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 88 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 16 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Meister-, Fachwirt- und Technikerprüfung kostenfrei machen

Die SPD will die Prüfungen zum Meister, Fachwirt und Techniker in Hessen kostenlos machen. Das soll das Handwerk und die Wirtschaft beim Fachkräftenachwuchs unterstützen und Gesellinnen und Gesellen hohe Kredite ersparen. Im Vorwort verspricht die Partei außerdem, Ausbildungsstandorte und Berufsschulen zu sichern.

Die SPD will die Meister-Prüfung kostenlos machen. Das gilt auch für Fachwirte und Techniker. Dann muss niemand dafür einen Kredit aufnehmen. So sollen mehr Menschen diese Abschlüsse machen. Das soll gegen den Mangel an Fachkräften helfen.

Auch die berufsbegleitende Qualifizierung zu diesen Abschlüssen soll gefördert werden. Das Aufstiegs-BAföG, eine staatliche Förderung für berufliche Fortbildungen, soll in Hessen ausgebaut und leichter nutzbar werden. Das Programm nennt die Ausbildung von Führungskräften, die Betriebe weiterführen und Nachwuchs ausbilden, eine zentrale Aufgabe. Das Vorwort beziffert den Bedarf auf 180.000 fehlende Fachkräfte in fünf Jahren und kündigt mehr Berufsorientierung, Weiterbildung für alle und die Anwerbung von Fach- und Arbeitskräften an.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Dafür machen wir die Meister-, Fachwirt- und Technikerprüfungen kostenfrei.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Prüfungskosten übernehmen, die bisher die Teilnehmenden tragen, und die Fortbildungsförderung ausbauen, also öffentliche Leistungen erweitern.

Berufsschulen flächendeckend erhalten und stärken

Die SPD will Berufsschulen und Ausbildungsstandorte in ganz Hessen sichern, besonders auf dem Land. Dafür soll die Mindestzahl an Schülerinnen und Schülern sinken, und das Konzept der Landesregierung zur „zukunftsfähigen Berufsschule“ soll gestoppt werden. Die Schulen sollen mehr Lehrkräfte und eine bessere digitale Ausstattung bekommen.

Die SPD will Berufsschulen überall in Hessen erhalten. Das gilt auch für Schulen auf dem Land. Dafür sollen auch kleine Klassen erlaubt sein. Die Schulen sollen mehr Lehrkräfte bekommen. Sie sollen auch bessere Technik bekommen.

Die Mindestschülerzahl für Berufsschulen soll gesenkt werden, damit Standorte im ländlichen Raum bestehen bleiben. Das Ampelsystem der Landesregierung zur „zukunftsfähigen Berufsschule“ hält die SPD für gescheitert und will dafür ein Moratorium verhängen; stattdessen soll ein neuer Prozess mit Schulen, Gewerkschaften, Kammern, Arbeitgebern, Schulträgern und Hochschulen beginnen. Geplant sind eine Lehrkräfteoffensive für berufliche Schulen, ein Modellversuch „virtuelle Berufsschule“ und eine eigene Abteilung „Berufliche Schulen“ im Kultusministerium. Die Schulen sollen Glasfaser, WLAN und mobile Endgeräte erhalten. Berufliche und akademische Bildung gelten im Programm als gleichwertig.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Die Mindestschüler*innenzahl für Berufsschulen muss gesenkt werden, um den Bestand im ländlichen Raum weiter garantieren zu können.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel und Personal für Berufsschulen sowie der Erhalt kleiner Standorte bauen staatliche Leistungen aus.

Dual Studierende rechtlich mit Auszubildenden gleichstellen

Die SPD will, dass dual Studierende in ihren Praxisphasen im Betrieb rechtlich wie Auszubildende behandelt werden. Dafür soll sich Hessen im Bund einsetzen. Bis dahin sollen landesweite verbindliche Regeln die Qualität der Ausbildung und eine Mindestvergütung sichern.

Manche Menschen studieren und arbeiten zugleich in einem Betrieb. Das heißt duales Studium. Für sie gibt es bisher wenige feste Regeln. Die SPD will sie wie Auszubildende behandeln. Hessen soll bis dahin eigene Regeln machen.

Aus Sicht des Programms befinden sich dual Studierende in einer Grauzone ohne verbindliche Regeln zur Ausbildungsqualität. Hessen soll sich auf Bundesebene für eine gesetzliche Gleichstellung mit Auszubildenden in den Praxisphasen einsetzen. Als Übergang plant die SPD hessenweite Vorgaben, die auch die Mindestausbildungsvergütung umfassen. Das duale Studium gilt dem Programm als wichtiger Baustein neben Ausbildung und Studium.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Daher setzen wir uns als Land Hessen auf Bundesebene für eine gesetzliche Gleichstellung von dual Studierenden und Auszubildenden während der betrieblichen Praxisphasen ein.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Vorgaben und eine Mindestvergütung für dual Studierende erweitern die Regulierung von Betrieben zugunsten der Beschäftigten.

Berufsorientierung an allen Schulformen verankern

Die SPD will Berufsorientierung früher beginnen lassen und in allen Schulformen anbieten. Themen wie betriebliche Ausbildung, Mitbestimmung im Betrieb und Gewerkschaften sollen in die Lehrpläne der allgemeinbildenden Schulen kommen. Die Berufsberatung soll überprüft und bei Bedarf neu aufgestellt werden.

Schüler sollen früher etwas über Berufe lernen. Das soll an allen Schulen so sein. Sie sollen auch über Ausbildung und Gewerkschaften sprechen. Die Berufs-Beratung soll besser zu den Jugendlichen passen.

Berufliche Bildung und Berufsorientierung sollen in jeder Schulform stattfinden und früher einsetzen als bisher. In den Lehrplan der allgemeinbildenden Schulen sollen die betriebliche Ausbildung, Demokratie im Betrieb sowie Geschichte und Rolle der Gewerkschaften aufgenommen werden. Die Berufsberatung soll Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen berücksichtigen. Die bisherige Form der Beratung soll evaluiert und gegebenenfalls umgebaut werden. Das Land soll außerdem die Berufseinstiegsbegleitung fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„An allen Schulformen sollen berufliche Bildung und Berufsorientierung stattfinden, die die Jugendlichen tatsächlich in ihrer Berufswahl unterstützt.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kostenfreie Bildung und gleiche Chancen sichern

Die SPD will, dass Bildung von der frühkindlichen Betreuung bis zum Meister- oder Masterabschluss nichts kostet. Der Bildungserfolg soll weder vom Einkommen der Eltern noch vom Wohnort abhängen. Der Lehrkräftemangel in Hessen soll beendet werden.

Bildung soll für alle kostenlos sein. Das soll schon in der Krabbel-Gruppe beginnen. Es soll bis zum Meister-Titel oder Master-Abschluss reichen. Alle Kinder sollen gleiche Chancen haben. Der Wohnort soll dabei keine Rolle spielen. Es soll genug Lehrkräfte geben.

Das Programm verspricht, dass sozialer Aufstieg durch Qualifikation möglich sein soll. Kinder sollen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sozialem Hintergrund oder Behinderung gleiche Bildungschancen haben. Um lange Schulwege zu vermeiden, nennt die SPD altersgemischte Grundschulklassen und gemeinsame Sekundarschulen. Schulträger sollen bei der Modernisierung ihrer Schulen gezielt unterstützt werden, um regionale Unterschiede abzubauen. Eine Aufteilung von Kindern in möglichst einheitliche Gruppen lehnt die Partei im Grundsatz ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Von der Krabbelgruppe bis zum Meister oder Master muss Bildung für alle kostenfrei zur Verfügung stehen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gebührenfreiheit über die gesamte Bildungskette und mehr Mittel für Schulen erweitern öffentlich finanzierte Leistungen über den heutigen Stand hinaus.

Ganztagsschulen nach festem Plan ausbauen

Die SPD will einen konkreten Plan vorlegen, um Schulen zu Ganztagsschulen auszubauen, bevorzugt in gebundener oder teilgebundener Form. Der Rechtsanspruch auf Ganztag im Grundschulalter soll überall erfüllt und im Schulgesetz abgesichert werden. Die Partei sieht darin einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit.

Die SPD will mehr Ganztags-Schulen. Dort lernen Kinder auch am Nachmittag. Jedes Grundschul-Kind soll einen Platz bekommen. Das soll in jedem Dorf und Stadtteil gelten. Dafür soll es feste Regeln im Schul-Gesetz geben.

Der Ausbau soll nicht nur mehr Plätze bringen, sondern auch den Schultag neu gliedern, mit einem Wechsel aus Unterricht, Freiarbeit und Freizeit. Vereine und andere externe Partner sollen beteiligt werden. Dafür ist laut Programm mehr und gut qualifiziertes Personal nötig. Im Schulgesetz sollen Standards für Qualifikation, Personalschlüssel, Gebäude und Ausstattung festgelegt werden. Beim Bau und bei der Sanierung von Schulen setzt die SPD auf vielseitig nutzbare Räume sowie Lern- und Bewegungslandschaften.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Der Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter muss in jedem Dorf und in jedem Stadtteil erfüllt werden, vor allem durch die Grundschulen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Ganztagsschulen mit gesetzlichen Standards und mehr Personal erweitert das öffentliche Bildungs- und Betreuungsangebot.

Digitalen Unterricht und digitale Lernmittelfreiheit ausbauen

Die SPD will digital gestützten Unterricht in jedem Klassenraum möglich machen. Die Lernmittelfreiheit soll auch für digitale Geräte und Plattformen gelten. Ein Masterplan Digitalisierung und ein neues „Zentrum für Bildung in der Digitalen Welt“ sollen den Wandel steuern.

Schulen sollen mehr mit digitalen Medien arbeiten. Schüler und Lehrkräfte bekommen die nötigen Geräte kostenlos. Lehrkräfte bekommen Fortbildungen dazu. Ein neues Zentrum soll den Schulen dabei helfen. Kinder sollen auch lernen, sicher mit Medien umzugehen.

Gemeinsam mit den Schulträgern sollen die Schulen so ausgestattet werden, dass Lernende zwischen Büchern und Onlineangeboten wechseln können. Dazu gehören IT-Support und eine Fortbildungsoffensive für alle Lehrkräfte; Landesfachschaften sollen sie inhaltlich unterstützen. Ein Masterplan Digitalisierung soll auch Lehrpläne und Didaktik anpassen. Das geplante Zentrum (ZBDW) soll den digitalen Wandel analysieren und fachliche, technische und pädagogische Kompetenzen vermitteln. Module zum Jugendmedienschutz und zur Vorbeugung von Mediensucht sollen verbindlich bearbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir weiten die Lernmittelfreiheit auf den digitalen Bereich aus. Lernende und Lehrende erhalten die notwendigen Geräte und Plattformen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose digitale Geräte für Lernende und Lehrende sowie eine neue Landeseinrichtung erweitern öffentlich finanzierte Leistungen.

Schulen mehr Freiheit und Alternativen zu Noten geben

Die SPD will Schulen mehr pädagogische und organisatorische Selbstständigkeit geben. Schriftliche Beschreibungen der Lernleistung sollen als gleichwertige Alternative zu Noten möglich werden, weil Noten aus Sicht der Partei nur begrenzt aussagekräftig sind. Die Qualität soll über einen hessischen Bildungsbericht gesichert werden.

Schulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Sie sollen auch neue Wege im Unterricht testen können. Statt Noten sollen Schulen auch Texte über die Leistung schreiben dürfen. Die Texte sagen, was ein Kind schon kann. Sie zeigen auch die nächsten Lern-Schritte.

Schulen sollen Zeit- und Finanzbudgets für ihre Entwicklung erhalten; Schul- und Modellversuche gelten als wichtig. Rückmeldungen nach Kompetenzen sollen zum Regelfall werden und die nächsten Lernschritte benennen, transparent für Lernende und Eltern. Geplant sind ein eigener hessischer Bildungsbericht und eine regelmäßige, verbindliche Fortschreibung des Referenzrahmens Schulqualität. Die Bildungsverwaltung soll vor allem Schulen und Lehrkräfte bei der Unterrichtsqualität unterstützen. Die Lehrpläne sollen auf Stimmigkeit und Wiederholungen überprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Deshalb werden wir die Entwicklung von kompetenzorientierten Lernleistungsbeschreibungen fördern, und als gleichwertige Möglichkeit statt der Notengebung für die Schulen etablieren.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Leistungsbeschreibungen als gleichwertige Alternative zur herkömmlichen Notengebung lösen eine überlieferte Schulpraxis schrittweise ab.

Religionsunterricht und freie Schulträger beibehalten

Die SPD bekennt sich zum Religionsunterricht, den das Land gemeinsam mit Kirchen und Religionsgemeinschaften verantwortet, und will ihn für möglichst viele Konfessionen anbieten. Das Angebot freier Schulträger soll gesichert bleiben. Zugleich soll regelmäßig geprüft werden, ob Privatschulen das Sonderungsverbot einhalten.

Die SPD will den Religions-Unterricht behalten. Es soll ihn für viele Glaubens-Richtungen geben. Auch private Schulen sollen bleiben. Sie dürfen Kinder aber nicht nach dem Geld der Eltern auswählen. Das will die SPD regelmäßig prüfen.

Der Religionsunterricht soll von gegenseitigem Wissen und Verständnis geprägt sein. Freie Schulträger sichern nach dem Programm die religiöse und weltanschauliche Vielfalt des Schulangebots. Das Sonderungsverbot untersagt Privatschulen, Kinder nach den Besitzverhältnissen der Eltern auszuwählen. Dessen Einhaltung will die SPD regelmäßig und konsequent kontrollieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir bekennen uns zu einem religiösen Unterricht, der in der gemeinsamen Verantwortung des Landes Hessen und der Kirchen und Religionsgemeinschaften für möglichst viele Konfessionen erteilt“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt bewahrt den konfessionellen Religionsunterricht und öffnet ihn zugleich für möglichst viele Bekenntnisse, verbindet also Tradition und Vielfalt.

Inklusion und längeres gemeinsames Lernen stärken

Die SPD will inklusiven Unterricht in allen Schulformen ausbauen und alle Schulen baulich, sachlich und personell dafür ausstatten. Kinder sollen länger gemeinsam lernen, vor allem in integrierten Gesamtschulen. Schulen in schwierigen Lagen sollen über einen Sozialindex kleinere Klassen und mehr Unterstützung erhalten.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Alle Schulen sollen das können. Dafür gibt es mehr Personal und kleinere Klassen. Kinder sollen länger gemeinsam in einer Schule lernen. Schulen mit vielen Problemen bekommen mehr Hilfe.

Multiprofessionelle Teams und kleinere Klassen sollen Lehrkräfte beim Umgang mit unterschiedlichen Leistungsniveaus entlasten. Es sollen mehr Stellen für Inklusion entstehen und jede Schule eine Grundversorgung zur besonderen Förderung erhalten; Beratungs- und Förderzentren werden mit dem schulpsychologischen Dienst zu Unterstützungsagenturen. Für längeres gemeinsames Lernen setzt die SPD auf Binnendifferenzierung in integrierten Gesamtschulen, möglichst ohne Querversetzungen, sowie auf flexible Eingangsstufen und altersgemischte Klassen. Geplant ist ein Modellversuch für eine flexible, modularisierte Oberstufe. Ein schulscharfer Sozialindex soll die Verteilung zusätzlicher Mittel steuern, und die Vertretungsreserve soll aufgestockt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir werden den inklusiven Unterricht in allen Schulformen stärken, strukturelle Hindernisse abbauen und sicherstellen, dass ausnahmslos alle Lehrkräfte über inklusive Grundkompetenzen verfügen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Stellen, kleinere Klassen und eine gezielte Mittelverteilung nach Sozialindex bedeuten mehr öffentliche Ausgaben mit ausgleichender Wirkung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Inklusion und längeres gemeinsames Lernen statt früher Aufteilung verschieben das gegliederte Schulsystem schrittweise in Richtung Gleichstellung und Vielfalt.

Arbeitslehre an Gymnasien einführen

Die SPD will die Berufs- und Lebensweltorientierung an allen Schulformen ausbauen und dafür an Gymnasien das Fach Arbeitslehre einführen. Das soll Schülerinnen und Schülern nach Darstellung des Programms mehr Wahlfreiheit für ihren weiteren Weg geben.

Die SPD will ein neues Fach an Gymnasien. Das Fach heißt Arbeitslehre. Dort lernen Schüler etwas über Berufe. Alle Schulen sollen auch Alltags-Themen behandeln. Zum Beispiel Mietverträge und die Steuer-Erklärung.

In allen Schulformen sollen Themen der selbstständigen Lebensführung behandelt werden, darunter Mietverträge, Steuererklärung, wirtschaftlicher Wandel sowie Leben und Arbeiten in der digitalen Welt. Zusätzlich setzt das Programm Schwerpunkte bei politischer Bildung und Nachhaltigkeit. Ausbildung und Studium gelten der SPD dabei als gleichwertig.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Dafür werden wir an den Gymnasien das Fach Arbeitslehre einführen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Erwachsenen- und Weiterbildung ausbauen

Die SPD will Kommunen und gemeinnützige Träger unterstützen, damit Volkshochschulen und andere Angebote der Erwachsenenbildung erhalten bleiben und wachsen. Sprachförderung, Grundbildung und politische Bildung sollen ausgebaut werden. Unsichere Arbeitsverhältnisse in der Weiterbildung lehnt die Partei ab.

Die SPD will mehr Bildung für Erwachsene. Volks-Hochschulen sollen Hilfe vom Land bekommen. Es soll mehr Sprach-Kurse geben. Auch digitale Kurse sollen dazukommen. Wer in der Weiterbildung arbeitet, soll bessere Bedingungen haben.

Neben dem bestehenden Angebot sollen neue digitale Formate entstehen. Die Schulen für Erwachsene sollen unter anderem durch bessere Arbeitsbedingungen gestärkt werden. Für Menschen mit Fluchtgeschichte will die SPD ein lehrplanmäßiges Angebot in der Bildungssprache Deutsch schaffen, damit sie Abschlüsse erreichen und beruflich teilhaben können. Zu den Arbeitsbedingungen in der Weiterbildung will sie alle Träger zu einem Dialog einladen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Niedrigschwellige Sprachfördermaßnahmen und die Angebote der Grundbildung sollen ebenso wie die politische Bildung weiter ausgebaut werden.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Förderung für Weiterbildung und der Einsatz gegen prekäre Beschäftigung erweitern die Rolle des Staates schrittweise.

  • Migrationeher offen

    Ein zusätzliches Deutschangebot für Geflüchtete soll deren berufliche und gesellschaftliche Teilhabe erleichtern.

Lehrkräftemangel beenden, A13 für alle

Die SPD will den Mangel an Lehrkräften und den Unterrichtsausfall beenden. Dafür sollen der Quereinstieg stark ausgebaut, mehr Studienplätze geschaffen und alle Lehrkräfte beim Berufseinstieg nach A13 bezahlt werden. Die Partei begründet das damit, dass die Arbeit aller Lehrkräfte gleichwertig sei.

Die SPD will mehr Lehrer für Hessen. Es soll kein Unterricht mehr ausfallen. Alle neuen Lehrer sollen das gleiche Einstiegs-Gehalt bekommen. Das Gehalt heißt A13. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen leichter Lehrer werden.

Der berufsbegleitende Quereinstieg mit Qualifizierung soll auch Vertretungslehrkräften eine Perspektive geben. Das Studium soll für alle Lehrämter zehn Semester dauern, das Praxissemester vergütet werden. Jede Schule soll mindestens zwei Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst aufnehmen können, ohne Anrechnung auf ihre Wochenstunden. Ein Stipendienprogramm soll Anreize für Mangelfächer setzen. Zusätzlich plant die SPD ein eigenes Studium der Schulsozialpädagogik und Aufstiegsmöglichkeiten für Lehrkräfte arbeitstechnischer Fächer.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir wollen Hierarchien abbauen, die Studiendauer aller Lehrämter auf 10 Semester festschreiben und alle Lehrkräfte als Einstieg nach A13 bezahlen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Einstiegsbesoldung, vergütetes Praxissemester und mehr Studienplätze erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Personal und Bildung.

Lehrkräfte entlasten und Gesundheit schützen

Die SPD will Lehrkräfte und Schulleitungen von Verwaltungsaufgaben entlasten und ihre tatsächliche Arbeitszeit stärker berücksichtigen. Geplant sind zusätzliche Verwaltungsstellen, ein Institut für Lehrkräftegesundheit und eine unabhängige Ombudsstelle. Das Programm verweist auf die Fürsorgepflicht des Landes als Arbeitgeber.

Die SPD will Lehrern Arbeit abnehmen. Schulen sollen mehr Personal für die Verwaltung bekommen. Es soll ein Institut für die Gesundheit von Lehrern geben. Überlastete Lehrer sollen sich an eine unabhängige Stelle wenden können. Verträge ohne Bezahlung in den Sommerferien sollen enden.

Wer besondere Aufgaben übernimmt, soll weniger unterrichten müssen. Befristete Verträge ohne Bezahlung in den Sommerferien sollen wegfallen, freie Stellen schnell wieder besetzt werden. Die Ombudsstelle ist für Lehrkräfte gedacht, die Überlastung melden oder Gewalt erleben; in besonderen Fällen soll eine zeitlich begrenzte Stundenreduzierung ohne Gehaltseinbuße möglich sein. Gemeinsam mit den Vertretungen der Lehrkräfte will die SPD eine Arbeitszeitstudie anstoßen. Personalräte sollen für ihre Arbeit Anrechnungsstunden erhalten, Teilzeitkräfte Anreize zum Aufstocken.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Deshalb werden wir Stellen für Verwaltungsfachkräfte und Bibliothekar*innen an Schulen ausbauen.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Stellen im öffentlichen Dienst und besser abgesicherte Arbeitsverhältnisse stärken Beschäftigtenrechte und erhöhen die Staatsausgaben.

Drittelparität in der Schulkonferenz einführen

Die SPD will die Mitbestimmung an Schulen ausbauen. In der Schulkonferenz sollen Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler jeweils gleich viele Sitze erhalten. Demokratiepädagogik soll in den Lehrplänen aller Schulformen verankert werden.

Die SPD will mehr Mitbestimmung an Schulen. In der Schul-Konferenz sollen drei Gruppen gleich viele Sitze haben. Die Gruppen sind Lehrer, Eltern und Schüler. Schüler sollen in der Schule Demokratie lernen.

Klassenräte und Schülervertretungen sollen auf allen Ebenen mehr Gewicht bekommen. Das Programm beschreibt Schule als einen Ort ohne Angst, an dem Toleranz, Solidarität und Respekt auch außerhalb des Unterrichts vermittelt werden. Demokratiepädagogische Angebote sollen als fächerübergreifende Aufgabe gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Klassenräte und die Selbstvertretung der Schüler*innen auf allen Ebenen stärken sowie in der Schulkonferenz eine Drittelparität“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Stimmgewicht für Schülerinnen und Schüler verschiebt die Entscheidungsstrukturen an Schulen hin zu mehr Selbstbestimmung junger Menschen.

Schulsozialarbeit an allen Schulen fördern

Die SPD will Schulsozialarbeit an allen Schulen fördern und die Arbeit in Teams aus verschiedenen Berufen unterstützen. Schulen sollen enger mit Vereinen, Musikschulen und anderen Partnern zusammenarbeiten. Die außerschulische Jugendarbeit soll dabei eigenständig bleiben.

Die SPD will Sozial-Arbeit an jeder Schule. Schulen sollen mehr mit Vereinen zusammen arbeiten. Auch Musik-Schulen sollen dazugehören. Ehrenamt von Schülern soll im Zeugnis stehen. Die SPD will auch mehr Schüler-Austausch.

Im Ganztag sollen die Angebote von Musikschulen, Vereinen und karitativen Organisationen aufeinander abgestimmt werden. Ehrenamtliches Engagement von Schülerinnen und Schülern soll in Zeugnissen vermerkt werden. Schulpartnerschaften und Austausche will die SPD fördern und dabei den europäischen Gedanken betonen. Für Bildung für nachhaltige Entwicklung sollen Schulen mit lokalen Partnern wie Seniorenheimen oder Familienzentren kooperieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir fördern flächendeckende Schulsozialarbeit in allen Schulen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulsozialarbeit an jeder Schule weitet ein öffentlich finanziertes Angebot aus.

Kostenlose Lernmittel, Schulessen und Gesundheitsschutz

Die SPD will Lernmittel vollständig kostenfrei und werbefrei stellen und strebt ein kostenloses Mittagessen an Schulen an. Damit soll Kinderarmut entgegengewirkt werden. Zudem sollen Schulpsychologie, Schulgesundheitsfachkräfte und der Schutz vor sexuellem Missbrauch ausgebaut werden.

Die SPD will, dass Lern-Material nichts kostet. Auch das Mittag-Essen in der Schule soll kostenlos werden. Das soll armen Kindern helfen. Schulen sollen mehr Fachleute für Gesundheit bekommen. Schulen sollen Kinder besser vor Missbrauch schützen.

Hessen soll am Schulobstprogramm der EU teilnehmen, Projekte gegen Lebensmittelverschwendung sollen gefördert werden. Schulgesundheitsfachkräfte sollen landesweit eingesetzt und Gesundheitsaufklärung an allen Schulen fest verankert werden. Schulen sollen Schutzkonzepte gegen sexuellen Missbrauch erhalten, Soforthilfen für Opfer sollen ausgeweitet werden. Die SPD will außerdem die Suizidprävention stärken und den Umgang mit Emotionen und Konflikten zum Lernstoff machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir streben ein kostenloses und qualitativ hochwertiges Mittagessen an unseren Schulen an.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vollständige Lernmittelfreiheit und ein angestrebtes kostenloses Mittagessen erweitern öffentlich finanzierte Leistungen für Familien.

Studium gebührenfrei und für alle zugänglich machen

Die SPD will das Studium gebührenfrei halten und den hessischen Verwaltungskostenbeitrag streichen. Der Hochschulzugang soll weniger vom Elternhaus abhängen, weshalb ein Landesprogramm für Kinder aus Nichtakademikerfamilien geplant ist. Ausbildung und Studium sollen durchlässiger werden.

Die SPD will, dass das Studium nichts kostet. Ein Beitrag für die Verwaltung soll wegfallen. Kinder von Eltern ohne Studium sollen Hilfe bekommen. Mehr Menschen sollen ohne Abitur studieren können. Auch ein Studium in Teilzeit soll leichter werden.

Das Studieren ohne Abitur soll erweitert und der Wechsel zwischen Ausbildung und Studium in beide Richtungen erleichtert werden. Teilzeitstudiengänge sollen erheblich ausgeweitet werden, etwa für Berufstätige und Alleinerziehende, und finanzielle Hürden beim dualen Studium werden geprüft. Die SPD will Studienplätze ausbauen und einen Rechtsanspruch auf einen Masterplatz nach dem Bachelor schaffen. Mehr internationale Studierende und Promovierende sollen ihren Abschluss erreichen. Hochschulen sollen stärker in der Fläche vertreten sein, unter anderem durch eine Ansiedlung in Limburg.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir garantieren das gebührenfreie Studium für alle – dazu gehört die Abschaffung des hessischen Verwaltungskostenbeitrags.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bestehender Beitrag entfällt und Studienplätze werden öffentlich ausgebaut, was staatliche Leistungen im bestehenden System erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Hochschulzugang soll unabhängiger von der Herkunft werden, was auf mehr Chancengleichheit zielt.

Studierende finanziell und sozial besser absichern

Die SPD will die Studierendenwerke mit mehr Geld ausstatten und das Semesterticket durch Zuschüsse des Landes verbilligen. Ein Hessen-Stipendium soll Studierende für Berufe mit anhaltendem Fachkräftemangel fördern. Beim Bund will die Partei auf eine BAföG-Reform drängen.

Die SPD will Studierenden mehr helfen. Die Studierenden-Werke sollen mehr Geld bekommen. Sie kümmern sich um Wohnheime und Mensen. Das Semester-Ticket soll billiger werden. Es soll ein Hessen-Stipendium für Mangel-Berufe geben.

Nach Auffassung der SPD brauchen Studierende bezahlbaren Wohnraum, günstige Mensen, Mobilität und gute Beratung, damit das Studium allen offensteht. Das Semesterticket soll zum 49-Euro-Ticket passen. Als Beispiele für das Hessen-Stipendium nennt das Programm Landärztinnen und Landärzte sowie Lehrkräfte. Das BAföG soll an die realen Lebenshaltungskosten angepasst werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Das Semesterticket wollen wir durch Landeszuschüsse für alle bezahlbar und mit dem 49-Euro-Ticket kompatibel machen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Landesgeld für Studierendenwerke, Ticketzuschüsse und ein neues Stipendium bauen öffentliche Leistungen aus.

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbindlich verbessern

Die SPD will den bislang freiwilligen Kodex für gute Arbeit an den Hochschulen verpflichtend machen und für alle Beschäftigtengruppen gelten lassen. Befristungen sollen deutlich zurückgehen. Studentische Hilfskräfte sollen einen Tarifvertrag und kurzfristig 15 Prozent mehr Lohn erhalten.

Viele Beschäftigte an Hochschulen haben nur befristete Verträge. Die SPD will mehr feste Stellen. Regeln für gute Arbeit sollen Pflicht werden. Studentische Hilfskräfte sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ihr Lohn soll schnell um 15 Prozent steigen.

Gegen Befristungen plant die SPD eine Mindestquote für Tenure-Track-Zusagen an Postdocs, mehr feste Stellen an den Fachbereichen und eine stärkere Bindung staatlicher Drittmittel an unbefristete Arbeitsverhältnisse. Der Tarifvertrag des Landes (TV-H) soll auf studentische Hilfskräfte ausgedehnt werden, die zudem eine Vertretung im Personalrat bekommen. Ein Sofortprogramm nach einem Regierungswechsel soll ihre Bezahlung um 15 Prozent anheben. Promovierenden soll rechtlich zugesichert werden, mindestens die halbe Arbeitszeit für die eigene Promotion nutzen zu können. Das Promotionsrecht an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften soll schrittweise wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir werden den bisher unverbindlichen „Kodex für gute Arbeit“ an Hessens Hochschulen verbindlich ausgestalten und auf alle Gruppen ausweiten.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Arbeitsregeln, Tarifbindung für Hilfskräfte und mehr Dauerstellen stärken Regulierung und Arbeitnehmerrechte im öffentlichen Wissenschaftsbetrieb.

Hochschullehre aufwerten und digital weiterentwickeln

Die SPD will die Lehrverpflichtungen der Lehrenden senken und das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden verbessern. Digitale Lehre soll verbindliche Standards bekommen, und Hochschulen sollen digitale Kompetenzen vermitteln. Gute Lehre verkürzt nach Darstellung des Programms das Studium und senkt Abbruchquoten.

Lehrende an Hochschulen in Hessen müssen sehr viel unterrichten. Die SPD will diese Last senken. Auf eine Lehrkraft sollen weniger Studierende kommen. Für digitale Lehre soll es feste Regeln geben. Studierende sollen lernen, wie etwa künstliche Intelligenz funktioniert.

Vorgesehen sind bessere Bedingungen für die didaktische Aus- und Fortbildung der Lehrenden. Wer neue Lehrinhalte und Methoden vorbereitet, soll dafür mehr Anerkennung erhalten. E-Learning und Blended Learning sollen über verbindliche Standards weiterentwickelt werden. Hochschulen sollen Wissen über KI, Algorithmen und Datenökonomie vermitteln; dazu will die SPD mit ihnen fachübergreifende Kurse und Praxisaustausch entwickeln, begleitet vom neuen Zentrum für Bildung in der Digitalen Welt. Die Mittel des Digitalpakts für Hochschulen sollen steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Die Überlastung vieler Lehrender durch im Bundesvergleich sehr hohe Lehrdeputate wollen wir abbauen.“
Seite 82 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mitbestimmung an Hochschulen ausweiten

Die SPD will Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeitenden und nichtwissenschaftlichem Personal mehr Mitsprache in den Hochschulen geben. Als Orientierung nennt das Programm Bundesländer mit Viertelparität, bei der alle vier Gruppen gleich stark in Gremien vertreten sind. Ehrenamtliches Engagement soll sich leichter mit dem Studium verbinden lassen.

An Hochschulen sollen mehr Gruppen mitentscheiden. Das gilt für Studierende und für Beschäftigte. Die Studierenden sollen eine Vertretung für ganz Hessen bekommen. Sie soll sich auch zu allgemeiner Politik äußern dürfen. Wer sich ehrenamtlich engagiert, soll im Studium mehr Zeit bekommen.

Die studentische Mitbestimmung soll durch ein allgemeinpolitisches Mandat und eine landesweite Studierendenvertretung fest verankert werden. Ein allgemeinpolitisches Mandat erlaubt Studierendenvertretungen, sich auch zu Themen jenseits der Hochschule zu äußern. Für Engagement in Hochschulgremien sowie in gemeinnützigen Vereinen und Verbänden plant die SPD Urlaubssemester und gelockerte Regelstudienzeiten. Für die Arbeit in Hochschulgremien soll es eine Aufwandsentschädigung geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir werden die Mitbestimmung von Studierenden, Mittelbau und nichtwissenschaftlichen Beschäftigten ausweiten.“
Seite 83 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulen verlässlich und höher finanzieren

Die SPD will die Finanzierung der hessischen Hochschulen auf das Niveau der von Bund und Ländern gemeinsam getragenen Institute heben. Ein Sofortprogramm soll die gestiegenen Preise ausgleichen. Das Programm betont Planbarkeit für Forschung und Lehre.

Die Hochschulen in Hessen sollen mehr und sicheres Geld bekommen. Wegen der gestiegenen Preise soll es schnell ein Sofort-Programm geben. Die SPD will nicht bis zum Jahr 2025 warten. Auch mehr feste Stellen will sie bezahlen.

Bei der Mittelverteilung sollen wieder die tatsächlichen, je nach Fach unterschiedlichen Kosten eines Studienplatzes zählen. Das Sofortprogramm soll direkt nach einem Regierungswechsel kommen, weil die Hochschulen aus Sicht der SPD nicht auf das Ende des Hochschulpakts 2025 warten können. Das Verhältnis von Studierenden zu Lehrenden soll sich verbessern. Zusätzliche Mittel sind vorgesehen, um den Kodex für gute Arbeit verbindlich zu machen und mehr Dauerstellen zu schaffen.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir werden dafür sorgen, dass die hessische Hochschul- und Wissenschaftsfinanzierung zukünftig nicht mehr hinter derjenigen von Bund-Länder-finanzierten Instituten zurückbleibt.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Landesmittel und ein Sofortprogramm für Hochschulen bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für Bildung.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Hessen im Vergleich