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parteiprogramm

SPD zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Zukunftsprogramm zur Landtagswahl 2023 (Unser Zukunftsprogramm)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 88 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landwirtschaft auf ganzer Fläche nachhaltiger machen

Die SPD will, dass alle landwirtschaftlichen Flächen nachhaltiger bewirtschaftet werden, und orientiert sich dabei an der Zukunftskommission Landwirtschaft. Förderprogramme sollen einfacher werden, die Umstellung auf Ökolandbau wird weiter unterstützt. Böden und Wasser sollen durch weniger Stickstoff und Pflanzenschutzmittel geschützt werden.

Die SPD will eine Landwirtschaft, die die Natur mehr schont. Bauern sollen leichter an Förder-Geld kommen. Wer auf Bio umstellt, bekommt weiter Hilfe. Es soll weniger Dünger und Pflanzen-Schutz-Mittel geben. Das schützt Boden und Wasser.

Förderprogramme sollen vereinfacht und von Bürokratie entlastet werden. Die Partei will breitere Fruchtfolgen, vernetzte Biotope und den Aufbau von Humus fördern, damit Böden fruchtbar bleiben, CO2 binden und Wasser speichern. Stickstoffüberschüsse und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollen weiter sinken. Neu versiegelte Flächen sollen durch Entsiegelung ausgeglichen werden, langfristig soll netto keine Fläche mehr verbraucht werden. Mit Beratung und einem neuen praxisnahen Netzwerk will die SPD Betriebe beim Einsatz digitaler Technik (Smart Farming) unterstützen. Landwirtinnen und Landwirte sollen ein verlässliches Einkommen haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Wir wollen, dass auf der gesamten Landwirtschaftsfläche nachhaltiger gewirtschaftet wird.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Humusaufbau, weniger Stickstoff und ein langfristiger Stopp des Netto-Flächenverbrauchs verschieben die Landwirtschaft schrittweise in Richtung Klima- und Umweltschutz.

Familienbetriebe gegenüber Investoren stärken

Die SPD will die in Hessen üblichen familiengeführten Höfe stärken und dem Rückgang der Betriebe entgegenwirken. Beim Kauf und bei der Pacht von Land sollen selbstständige Landwirte stärker Vorrang vor Investoren von außerhalb der Branche bekommen.

Die SPD will Bauernhöfe von Familien stärken. Es gibt immer weniger Höfe. Das will die SPD ändern. Bauern sollen Land leichter kaufen und pachten können als fremde Geld-Geber. Neue Höfe sollen Hilfe bekommen.

Die Unterstützung soll auch bei der Sicherung der Existenz und bei der Übernahme eines Betriebs greifen. Wer selbst Landwirtschaft betreibt, soll bei Kauf und Pacht von Flächen stärker bevorzugt werden als Investoren ohne landwirtschaftlichen Hintergrund. Der Aufbau neuer Betriebe soll gefördert werden. Als Grund nennt das Programm die sinkende Zahl landwirtschaftlicher Betriebe.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Den Vorrang von selbstständigen Landwirten gegenüber Investoren, die nicht aus der Landwirtschaft sind, bei Kauf und Pacht wollen wir stärken.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein stärkerer Vorrang für Landwirte vor Investoren greift regulierend in den Bodenmarkt ein und baut bestehende Regeln aus.

Regionale Lebensmittelerzeugung und Tierwohl fördern

Die SPD will regionale Lebensmittelbetriebe wie Bäckereien, Metzgereien, Molkereien und Schlachthöfe erhalten und fördern. In der Tierhaltung sollen die Vorschläge des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung umgesetzt und ihre Einhaltung regelmäßig geprüft werden. Öffentliche Kantinen sollen nach Qualitätsstandards regional und saisonal einkaufen.

Die SPD will Lebensmittel aus der Region stärken. Bäcker, Metzger und Gasthöfe auf dem Land sollen bleiben. Kleine Molkereien und Schlacht-Betriebe sollen Geld bekommen. Tiere sollen besser gehalten werden. Das soll regelmäßig geprüft werden.

Das Programm verweist auf die Pandemie, den Krieg in der Ukraine und unsichere Lieferketten, die den Bedarf an regionaler Erzeugung gezeigt hätten. Dezentrale Molkereien und Schlachtbetriebe sollen gefördert werden, um Wertschöpfung vor Ort zu halten und lange Transporte zu vermeiden; in Schlachtbetrieben sollen gute Arbeitsbedingungen gelten. Die flächengebundene Tierhaltung wird weiter unterstützt. Qualitätsstandards für Gemeinschaftsverpflegung sollen bessere Preise für Erzeuger ermöglichen, vegetarische und vegane Angebote gelten als selbstverständlich. Die Lebensmittelverschwendung soll deutlich sinken, Fairtrade-Initiativen und solidarische Landwirtschaft werden unterstützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Die SPD setzt sich daher vorrangig dafür ein, dass das regionale Ernährungshandwerk, wie lokale Bäckereien, Metzgereien und ländliche Gastronomie erhalten bleiben.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderung für regionale Betriebe, Standards für die öffentliche Beschaffung und Kontrollen in der Tierhaltung bedeuten mehr staatliche Steuerung.

Was sagen die anderen Parteien zur Landwirtschaft?

Alle Programme in Hessen im Vergleich