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SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „SPD-Regierungsprogramm 2025–2030“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationausgewogen (-0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 2 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Arbeitsmarktzugang für Zugewanderte erleichtern

Die SPD will Fachkräften aus dem Ausland und Geflüchteten den Weg in Arbeit erleichtern. Dazu sollen das Welcome-Center mehr Mittel bekommen, ausländische Berufsabschlüsse schneller anerkannt und Sprachkurse ausgebaut werden.

Hamburg braucht Fachkräfte. Die SPD will, dass Menschen aus dem Ausland schneller arbeiten können. Auch Geflüchtete sollen leichter Arbeit finden. Dafür soll es mehr Sprachkurse und schnellere Anerkennung von Abschlüssen geben.

Im Welcome-Center sind Arbeitsvermittlung, Ausländerbehörde, Spracherwerb und Qualifizierung zusammengefasst, hier will die SPD mehr investieren. Für Geflüchtete sollen im Rahmen der Hamburger Möglichkeiten Hürden sinken und Einstiegswege in Berufe breiter werden. Die Anerkennungsberatung soll weiterentwickelt werden, und im Bund will die SPD einfachere und schnellere Anerkennungsverfahren erreichen. Die Anwerbung soll zu fairen Bedingungen erfolgen, weshalb die Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit weiter gefördert wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir wissen um die Attraktivität unseres Arbeitsmarktes und wollen den Zugang für Fachkräfte deutlich erleichtern.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Leichterer Arbeitsmarktzugang für ausländische Fachkräfte und Geflüchtete sowie schnellere Anerkennung öffnen die Zuwanderung in Arbeit schrittweise.

Arbeitskräfte gezielt anwerben, ungesteuerte Zuwanderung begrenzen

Die SPD will die gezielte Zuwanderung von Arbeitskräften ausbauen und ungesteuerte Zuwanderung eindämmen. Sie unterstützt eine rasche Umsetzung der neuen EU-Asylregeln und bekennt sich zum Schutz von Verfolgten und Kriegsflüchtlingen.

Hamburg braucht Arbeitskräfte aus anderen Ländern. Die SPD will mehr von ihnen gezielt holen. Zuwanderung ohne Regeln will sie begrenzen. Sie ist für die neuen Asyl-Regeln der EU. Verfolgte Menschen sollen weiter Schutz bekommen.

Aus Sicht des Programms braucht Zuwanderung Regeln und Steuerung, damit die Integrationskraft der Stadt nicht leidet. Zu den neuen EU-Asylregeln zählt die SPD eine Begrenzung ungesteuerter Migration, funktionierende Kontrollen der Außengrenzen und eine faire Verteilung Asylsuchender in Europa. Zugleich betont das Programm, dass Hamburg ohne Zuwanderung nicht denkbar sei und Menschen aus allen Ländern mit Respekt begrüße.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir werden daher die gezielte Zuwanderung von Arbeitskräften für den Hamburger Arbeitsmarkt, auf die unsere Wirtschaft dringend angewiesen ist, stärken und ausbauen und zugleich ungesteuerte Zuwanderung eindämmen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die SPD unterstützt die gemeinsamen EU-Asylregeln samt europäischer Verteilung der Asylsuchenden.

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Arbeitsmigration und Schutz für Verfolgte mit der Begrenzung ungesteuerter Zuwanderung.

Ausreisepflicht durchsetzen, Straftäter vorrangig abschieben

Die SPD will die Ausreisepflicht durchsetzen, wenn kein Aufenthaltsrecht besteht. Die Zahl der vorrangigen Abschiebungen von Straftätern soll weiter steigen.

Manche Menschen dürfen nicht in Deutschland bleiben. Die SPD will, dass sie das Land auch verlassen. Straftäter ohne Bleiberecht sollen zuerst abgeschoben werden. Dafür bekommt eine Ermittlungs-Gruppe mehr Personal.

Das Programm hält fest, dass 2024 weniger Ankünfte registriert wurden, während die Zahl der Rückführungen deutlich zunimmt. Die gemeinsame Ermittlungsgruppe GERAS von Landeskriminalamt und Ausländerbehörde soll verstärkt werden. Damit will die SPD mehr priorisierte Abschiebungen von Straftäterinnen und Straftätern erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wenn kein Aufenthaltsrecht besteht, setzen wir die Ausreisepflicht konsequent durch.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Mehr Abschiebungen und eine verstärkte Ermittlungsgruppe verschieben die Praxis schrittweise in Richtung strengerer Durchsetzung.

Landesintegrationsgesetz erarbeiten

Die SPD will ein Landesintegrationsgesetz schaffen, das Integrationsangebote dauerhaft und verbindlich absichert. Sprachförderung, menschenwürdige Unterbringung Geflüchteter und Einladungen zur Einbürgerung sollen weitergeführt werden.

Die SPD will ein Gesetz für Integration in Hamburg. Es soll Angebote für Zugewanderte dauerhaft sichern. Sprach-Kitas sollen bleiben. Wer Deutscher werden kann, soll eine Einladung zum Antrag bekommen.

Das Gesetz soll auch die rechtliche Grundlage für den Hamburger Integrationsbeirat und die Integrationsräte der Bezirke bilden. Geflüchtete sollen weiterhin im ganzen Stadtgebiet menschenwürdig untergebracht werden. Mit Informationskampagnen und Erfolgsgeschichten will die SPD einer Stigmatisierung Geflüchteter entgegenwirken. Die Sprach-Kitas, die Hamburg seit dem Ende der Bundesförderung selbst bezahlt, sollen bestehen bleiben. Wer die Voraussetzungen erfüllt, soll zur Einbürgerung eingeladen werden und die Urkunde feierlich im Rathaus erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Um Integrationsangebote zu verstetigen und ihre Verbindlichkeit abzusichern, werden wir ein Landesintegrationsgesetz erarbeiten.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Gesetzlich abgesicherte Integrationsangebote und aktive Einladungen zur Einbürgerung stärken die Teilhabe Zugewanderter.

Menschenwürdiges Asylsystem mit fairer Verteilung in der EU

Die SPD will ein offenes Europa mit einem menschenwürdigen Asylsystem erhalten. Nach ihrer Auffassung gelingt das nur, wenn die Lasten innerhalb der EU fair verteilt werden.

Die SPD will, dass Europa offen bleibt. Menschen auf der Flucht sollen würdig behandelt werden. Die Länder der EU sollen die Aufgaben gerecht teilen. Das gilt für Geld, Unterbringung und Hilfe.

Das Programm nennt humanitäre, finanzielle und materielle Belastungen, die zwischen den EU-Staaten gerecht aufgeteilt werden sollen. Ein offenes und tolerantes Europa lässt sich aus Sicht der SPD nur unter dieser Bedingung verteidigen. Die Forderung steht im Zusammenhang mit dem Bekenntnis zu einem geeinten Europa.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Wir wollen, dass Europa offen und tolerant bleibt. Dazu gehört für uns selbstverständlich auch ein menschenwürdiges Asylsystem.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Eine faire Verteilung der Lasten innerhalb der EU setzt mehr gemeinsame europäische Asylpolitik voraus.

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt will den Schutz für Geflüchtete bewahren und knüpft ihn zugleich an eine faire Lastenverteilung, ohne den heutigen Stand in eine Richtung zu verschieben.

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