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parteiprogramm

SPD zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „SPD-Regierungsprogramm 2025–2030“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 45 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Jüdisches Leben fördern, Bornplatzsynagoge wieder aufbauen

Die SPD will jüdisches Leben in Hamburg fördern und sichtbar machen und jede Form von Antisemitismus bekämpfen. Die Bornplatzsynagoge am Grindel soll wieder aufgebaut und ihr Umfeld mit der jüdischen Gemeinde neu gestaltet werden.

Die SPD will jüdisches Leben in Hamburg stärken. Sie stellt sich gegen Judenhass. Die Bornplatz-Synagoge soll wieder aufgebaut werden. Das Viertel darum soll neu gestaltet werden. Die jüdische Gemeinde plant dabei mit.

Für den Wiederaufbau soll der Architektenwettbewerb zügig stattfinden; Planung und Bau sollen so früh wie möglich beginnen. Der Bunker am Allende-Platz wird nach dem Programm abgerissen. Die Reste des Tempels an der Poolstraße sollen saniert und zu einem Ort für Erinnerung, Begegnung und Kultur werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir fördern jüdisches Leben in unserer Stadt und wollen Hamburg weiter zu einem lebendigen Ort jüdischen Lebens ausbauen.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Dialog der Religionen und Religionsunterricht für alle fortführen

Die SPD will den Dialog der Religionen und Weltanschauungen fortsetzen und an den Staatsverträgen mit den muslimischen Religionsgemeinschaften festhalten. Der Religionsunterricht für alle soll durch gestärkte Studiengänge und Lehrstühle abgesichert werden.

In Hamburg leben Menschen mit vielen Religionen. Die SPD will weiter mit allen Gemeinschaften sprechen. Die Verträge mit den muslimischen Gemeinschaften sollen bleiben. Kinder lernen gemeinsam etwas über Religionen. Dafür sollen mehr Lehrer ausgebildet werden.

Staat und Kirche bleiben nach dem Programm getrennt, arbeiten aber gegen Extremismus, Diskriminierung, Antisemitismus und antimuslimische Einstellungen zusammen. Für den Religionsunterricht für alle will die SPD die Ausbildung an den Hochschulen stärken: Gemeint sind Lehrstühle und Studienangebote der katholischen und evangelischen Theologie ebenso wie der islamischen, alevitischen und jüdischen Religionslehre. Die Staatsverträge mit den muslimischen Gemeinschaften haben sich aus Sicht der SPD bewährt. Die SPD bekennt sich zum muslimischen Leben als Teil Hamburgs und begrüßt den Evangelischen Kirchentag 2029 in der Stadt.

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„Die Evaluation haben wir durchgeführt, den Dialog mit den Verbänden und Gemeinden setzen wir fort und bauen ihn weiter aus.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt führt die bestehende Zusammenarbeit mit Kirchen und Religionsgemeinschaften fort und verbindet Religionsförderung mit religiöser Vielfalt.

Kulturförderung sichern und Kultur für alle öffnen

Die SPD will Hamburgs kulturelle Infrastruktur erhalten, ausbauen und die institutionelle wie projektbezogene Förderung sichern. Geförderte Häuser sollen gezielt ein vielfältigeres Publikum ansprechen, und kulturelle Bildung soll wachsen.

Die SPD will Theater, Museen und Musik in Hamburg weiter fördern. Kultur soll für alle Menschen da sein. Die Häuser sollen neue Besucher ansprechen. Kinder und Jugendliche sollen mehr Kultur-Angebote bekommen.

Geförderte Einrichtungen sollen die Gewinnung eines vielfältigen Publikums als feste Aufgabe erhalten. Das Rahmenkonzept für Kinder- und Jugendkultur soll zusammen mit jungen Menschen umgesetzt werden, die Kooperation von Kultur und Schule gestärkt und kulturelle Bildung ausgebaut werden. Die Amateurmusik soll gemeinsam mit dem Landesmusikrat gestärkt werden. Die günstigen 12-Euro-Karten der Elbphilharmonie sollen bekannter werden. Aus Sicht des Programms festigt Kultur die Grundlagen einer freien und offenen Gesellschaft.

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„Wir wollen sie in den kommenden Jahren nicht nur sichern, sondern ausbauen und gezielt stärken.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll gesichert und ausgebaut werden, was staatliche Ausgaben im bestehenden System erhöht.

Verlage, Clubs, Film und freie Szene stärker fördern

Die SPD will Kulturschaffende außerhalb der institutionell geförderten Häuser besser unterstützen. Dazu zählen eine neue Förderung für unabhängige Literaturverlage, mehr Geld für Clubs und Film sowie für die freie Kunstszene.

Die SPD will kleine Buch-Verlage mit Geld unterstützen. Auch Musik-Clubs sollen mehr Geld bekommen. Für Filme gibt es ebenfalls mehr Förderung. Freie Künstler und Kunst-Orte bekommen mehr Hilfe.

Die Clubförderung soll erhöht und weiterentwickelt werden; Musiknetzwerke und das Reeperbahn Festival sollen gestärkt werden. Die Filmförderung wird besser ausgestattet, um Reformen auf Bundesebene in Hamburg nutzen zu können, auch das Filmfest erhält mehr Unterstützung. Die Freie Darstellende Szene soll finanziell gestärkt werden. Die Förderung von Kunst im öffentlichen Raum wird mit einer Stadtkuratorin neu geordnet, unabhängige Kunstorte und bildende Kunst werden besser gefördert.

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„Wir werden eine Förderung für unabhängige Literaturverlage einrichten, um die Vielfalt am Buchmarkt zu sichern.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue und höhere staatliche Förderungen für Verlage, Clubs und Film bedeuten mehr öffentliche Unterstützung in marktwirtschaftlichen Kulturbereichen.

Kulturflächen in der Stadtentwicklung sichern

Die SPD will, dass Flächen für Kultur bei jeder Stadtentwicklung mitgeplant, erhalten und neu geschaffen werden. Die Kreativ Gesellschaft soll dafür zentraler Partner werden.

Hamburg wächst und wird dichter bebaut. Die SPD will trotzdem Räume für Kultur erhalten. Es sollen auch neue Räume entstehen. Die Kreativ Gesellschaft der Stadt soll sich darum kümmern.

Erhalt und Neuentwicklung von Kulturflächen sollen in allen Stadtentwicklungsprozessen strukturell berücksichtigt werden. Die Immobilienkompetenz der Kreativ Gesellschaft soll auf Basis der Erfahrungen mit dem Programm „Frei_Fläche“ wachsen. Sie soll zum wichtigsten Partner für die Flächenentwicklung in Kultur und Kreativwirtschaft werden.

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„Wir werden sicherstellen, dass kulturelle Räume auch in einer wachsenden und sich verdichtenden Stadt erhalten bleiben und neu entstehen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bezahlung in Kunst und Kultur verbessern

Die SPD will gute Arbeitsbedingungen im Kulturbereich durchsetzen. Stadtteilkulturzentren sollen genug Geld erhalten, um ihr Personal gemäß den Stellenbewertungen zu bezahlen.

Menschen in der Kultur sollen fair bezahlt werden. Kultur-Zentren in den Stadtteilen bekommen dafür mehr Geld. Künstler sollen Mindest-Honorare erhalten. Die Förderung soll für alle leichter zugänglich sein.

Honoraruntergrenzen und Vergütungen für Ausstellungen werden in der Förderung bereits strukturell berücksichtigt; dieser Weg soll fortgesetzt werden. Die Förderprogramme sollen stärker auf Vielfalt achten. Bestehende Hürden beim Zugang zur Förderung sollen weiter sinken.

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„Wir werden die Stadtteilkulturzentren so ausstatten, dass sie ihre Mitarbeitenden auf Grundlage der Stellenbewertungen vergüten können.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere öffentliche Zuwendungen und Honoraruntergrenzen stärken staatlich gesetzte Vergütungsstandards im Kulturbereich.

Große Kulturbauten und Sanierungen umsetzen

Die SPD will große Kulturvorhaben trotz knapper Kassen fortführen. Dazu gehören das Haus der digitalen Welt, das Deutsche Hafenmuseum, Sanierungen mehrerer Häuser und ein neues Opernhaus mit einer privaten Stiftung.

Die SPD will große Kultur-Projekte weiter bauen. Dazu gehört ein Haus der digitalen Welt in der Innenstadt. Auch ein Hafen-Museum und eine neue Oper sind geplant. Alte Kultur-Häuser werden renoviert.

Im früheren HSH-Nordbank-Gebäude soll mit Bücherhallen und Volkshochschule ein Ort für Information und Begegnung entstehen. Der Neubau des Hafenmuseums auf dem Grasbrook wird auch mit städtischem Geld vorangetrieben. Nach laufenden Sanierungen folgen Kampnagel und das MARKK, wofür ein neues Depot nötig ist. Die Hamburg Music Hall am Diebsteich soll mit einem privaten Betreiber entstehen, die Oper auf dem Baakenhöft mit einer privaten Stiftung. Ein jüdisches Museum wird auf Machbarkeit geprüft, das Konzept für ein Haus der Migration weiterverfolgt.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir bauen an der Zukunft der Kulturstadt und werden die großen Kulturprojekte trotz der angespannten Haushaltslage weiter umsetzen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Stadt soll trotz angespannter Haushaltslage weiter öffentlich in Kulturbauten investieren, teils gemeinsam mit privaten Partnern.

Erinnerungskultur und Denkmalschutz stärken

Die SPD will das Gedenkstättenkonzept umsetzen, die Ausstellungen in Neuengamme erneuern und die koloniale Vergangenheit Hamburgs aufarbeiten. Der Denkmalschutz soll im Dialog mit privaten Initiativen weitergeführt werden.

Die SPD will an die Verbrechen der Nazi-Zeit erinnern. Die Ausstellungen in der Gedenk-Stätte Neuengamme werden erneuert. Hamburg soll auch seine Kolonial-Geschichte aufarbeiten. Alte Gebäude sollen geschützt bleiben.

Eine Koordinierungsstelle Dekolonisierung soll rasch entstehen und mit der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Das Staatsarchiv erhält ein modernes Magazingebäude. Die SPD unterstützt, dass Behörden und öffentliche Einrichtungen ihre NS-Vergangenheit wissenschaftlich untersuchen lassen. Beim Denkmalschutz setzt sie auf Zusammenarbeit mit dem Denkmalverein und will zeigen, wie er sich mit Klimaschutz vereinbaren lässt.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir werden daher das erarbeitete Gedenkstättenkonzept systematisch umsetzen und in den kommenden Jahren vordringlich die Ausstellungen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme erneuern.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mit einer Koordinierungsstelle Dekolonisierung und erneuerten Gedenkstätten wird die kritische Aufarbeitung der Geschichte schrittweise ausgebaut.

Medien- und Games-Standort sowie Journalismus fördern

Die SPD will Hamburg als innovativen Medienstandort stärken, Medienunternehmen beim Einsatz von KI und anderen Technologien unterstützen und die Games-Förderung ausbauen. Zudem sollen journalistische Kompetenz und Nachrichtenkompetenz stärker gefördert werden.

In Hamburg arbeiten viele Medien-Firmen. Die SPD will ihnen bei neuer Technik helfen, zum Beispiel bei KI. Firmen für Computer-Spiele sollen mehr Förderung bekommen. Auch guter Journalismus soll gestärkt werden. Menschen sollen lernen, Nachrichten richtig einzuordnen.

Hamburg soll sich weiter in Medienstaatsverträge sowie Bundes- und EU-Gesetzgebung einbringen. Das Netzwerk nextMedia.Hamburg erhält neue Programme zu generativer KI. Die Games-Förderung der GameCityHH wird weiterentwickelt, auch mit Blick auf Messen, E-Sport und medienpädagogische Festivals; das Netzwerk nextreality.Hamburg wird gestärkt. Die SPD will sich auch mit ethischen und rechtlichen Fragen neuer Technologien befassen. Initiativen wie #UseTheNews sollen ausgebaut werden, was das Programm als demokratiepolitisch notwendig bezeichnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Die wertvolle Arbeit von nextMedia.Hamburg werden wir durch den Ausbau neuer Programme mit Fokus auf das Thema generative KI konsequent unterstützen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Staatliche Förderprogramme für Medien- und Games-Unternehmen sollen ausgebaut werden, was aktive Standortpolitik mit öffentlichen Mitteln bedeutet.

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Alle Programme in Hamburg im Vergleich