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AfD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Hamburg wieder normal. Wahlprogramm der AfD Hamburg für die Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 48 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 3 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationdeutlich restriktiv (+1,8), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 6 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Ausländische Straftäter bei jeder Haftstrafe ausweisen

Die AfD will über den Bundesrat erreichen, dass ausländische Straftäter bei jeder Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe zwingend ausgewiesen werden, auch bei Bewährung. Begründet wird dies mit hohen Rückfallquoten.

Ausländer, die zu einer Haftstrafe verurteilt werden, sollen das Land verlassen müssen. Das soll auch gelten, wenn die Strafe auf Bewährung ist. Heute gilt das erst ab drei Jahren Haft. Die AfD will das Gesetz über den Bundesrat ändern.

Die Ausweisung soll als grundsätzlich zwingende Nebenfolge jeder Freiheitsstrafe ins Gesetz kommen. Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt ist, soll keine Rolle spielen. Das Programm verweist darauf, dass eine zwingende Ausweisung heute erst ab drei Jahren Freiheitsstrafe vorgesehen ist. Polizisten, die Abschiebungen durchführen, sollen volle politische Rückendeckung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„dass Ausweisungen ausländischer Straftäter bei einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe als grundsätzlich zwingende Nebenfolge in das Gesetz aufgenommen werden“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Strafrechtliche Verurteilungen sollen schärfere Folgen haben.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Die Schwelle für die zwingende Ausweisung soll von drei Jahren Haft auf jede Freiheitsstrafe sinken, eine grundlegende Verschärfung.

Alle Ausreisepflichtigen abschieben

Die AfD will, dass Hamburg alle ausreisepflichtigen Ausländer abschiebt. Dafür sollen unter anderem Abschiebehaftplätze vervielfacht, Ausreisepflichtige mit Fußfesseln überwacht und Integrationsangebote für nur vorübergehend Anwesende beendet werden.

Manche Ausländer müssen Deutschland verlassen. Die AfD will, dass Hamburg alle davon abschiebt. Es soll viel mehr Plätze in Abschiebe-Haft geben. Manche sollen eine elektronische Fuß-Fessel tragen. So können sie nicht untertauchen.

Das Programm nennt für 2023 rund 400 erfolgreiche und 300 gescheiterte Abschiebungen sowie fast 10.000 Ausreisepflichtige. Alle Asylbewerber sollen per Fingerabdruck erfasst und angeblich Minderjährige verpflichtend auf ihr Alter untersucht werden. Die 19 Abschiebehaftplätze sollen vervielfacht und Abschiebehaft auch in regulären Gefängnissen möglich werden, volljährige Ausreisepflichtige sollen regelhaft elektronische Fußfesseln tragen. Daten sollen automatisiert mit anderen Behörden im In- und Ausland abgeglichen, die Förderung von Abschiebebeobachtungen beendet und Migrationshintergrund sowie Mehrstaatigkeit in Statistiken erfasst werden. Über Konsulate und Botschaften sollen Abschiebungen erleichtert, Integrationsangebote für vorübergehend Anwesende durch Rückkehrvorbereitung ersetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Hamburg muss gegenüber allen Ausreisepflichtigen eine Abschiebequote von 100 Prozent erreichen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Elektronische Überwachung und umfassender Datenabgleich erweitern staatliche Kontrollbefugnisse.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Vervielfachte Abschiebehaft, Fußfesseln und vollständiger Vollzug aller Ausreisepflichten verschärfen die Abschiebepraxis grundlegend.

Keine Integration für Asylsuchende, kein Spurwechsel

Die AfD versteht Asyl als vorübergehenden Schutz, der mit der Rückkehr endet. Sie will keine Integrationsbemühungen für Asylsuchende fördern und lehnt den „Spurwechsel“ vom Asyl- in ein Arbeitsaufenthaltsrecht ab.

Asyl ist für die AfD nur Schutz auf Zeit. Wenn die Gefahr vorbei ist, sollen die Menschen zurückgehen. Darum will die AfD kein Geld für ihre Integration ausgeben. Asylbewerber sollen auch nicht zu Arbeits-Migranten werden können.

Asyl und Zuwanderung sollen strikt getrennt werden. Entfallen die Fluchtgründe, soll der Ausländer das Land verlassen. Ausnahmen sind bei unverhältnismäßigen Härten möglich. Den Spurwechsel sieht die AfD als nachträgliche Legalisierung früherer Asylpolitik; ein illegaler Grenzübertritt soll aus ihrer Sicht nicht zu legalem Aufenthalt führen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Die AfD Hamburg wird keinerlei Bemühungen unterstützen oder finanzieren, die darauf abzielen, diese Gruppe zu „integrieren“.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Das Ende der Integrationsförderung für Asylsuchende und die Ablehnung bestehender Wechselmöglichkeiten verschärfen die Bedingungen grundlegend.

Aufenthaltsrecht nach australischem Vorbild verschärfen

Die AfD will über den Bundesrat ein deutlich restriktiveres Einwanderungssystem durchsetzen. Für Fluchtmigration soll ein System nach australischem Vorbild gelten, für qualifizierte Zuwanderung ein Punktesystem.

Die AfD will viel strengere Regeln für Zuwanderung. Bei Flüchtlingen soll Deutschland wie Australien handeln. Fachkräfte sollen nach einem Punkte-System ausgewählt werden. Die Grenzen sollen streng geschützt werden.

Das Punktesystem soll kulturelle und wirtschaftliche Gegebenheiten berücksichtigen. Aus Sicht des Programms sind die Aufnahmekapazitäten nach 2015 für Jahrzehnte erschöpft. Legale Zuwanderung soll der aufnehmenden Gemeinschaft nützen, illegale Migration in jedem Fall verhindert werden. Dafür will die AfD die Grenzen Deutschlands und Europas konsequent schützen. Außerdem soll eine Werbekampagne von illegaler Migration abhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Im Hinblick auf die Fluchtmigration muss es ein System nach australischem Vorbild geben.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Ein Umbau des Asylsystems nach australischem Vorbild und eine deutlich restriktivere Zuwanderung ändern das System grundlegend.

Nur Sachleistungen für Schutzsuchende

Die AfD will Leistungen für Schutzsuchende ausschließlich als Sachleistungen gewähren. Die Bezahlkarte hält sie für einen ersten, aber unzureichenden Schritt gegen aus ihrer Sicht wirtschaftlich motivierten Asylmissbrauch.

Flüchtlinge sollen kein Geld mehr bekommen. Sie sollen nur Sachen bekommen, zum Beispiel Essen und ein Bett. Die Bezahl-Karte reicht der AfD nicht. Sie will so verhindern, dass Menschen nur wegen Geld kommen.

Laut Programm stehen Schutzsuchenden Essen, eine Unterkunft, ärztliche Versorgung und Sicherheit zu. Einen gleichwertigen Zugang zu Sozialleistungen sieht die AfD nicht. Die Behörden sollen angewiesen werden, nur Sachleistungen zu erbringen, notfalls nach Gesetzesänderung.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„humanitär gebotene Leistungen, die an schutzsuchende Ausländer erbracht werden, ausschließlich in Form von Sachleistungen zu erbringen“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Die vollständige Umstellung auf Sachleistungen geht über die heutige Bezahlkarte deutlich hinaus und verschärft die Leistungsbedingungen grundlegend.

Asylbewerber zentral nach dänischem Vorbild unterbringen

Die AfD will Asylbewerber nach dänischem Vorbild zentral unterbringen. Das soll aus ihrer Sicht bessere Kontrolle ermöglichen und Anreize zur freiwilligen Ausreise setzen.

Asylbewerber sollen an einem zentralen Ort wohnen. Vorbild ist Dänemark. Die AfD meint: So gibt es mehr Kontrolle. Mehr Menschen sollen dann freiwillig ausreisen. Manche Unterkünfte in Hamburg sollen schließen.

Das Programm verweist auf Dänemark, das vor allem illegale Migranten auf der Insel Lindholm untergebracht habe. Dies schütze aus Sicht der AfD Bürger wie Schutzsuchende und fördere die freiwillige Ausreise. Besonders problematische Unterkünfte, etwa am Überseering in der City Nord, sollen geschlossen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Die AfD Hamburg wird sich am dänischen Vorbild orientieren.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Zentrale Unterbringung mit dem Ziel freiwilliger Ausreise verschärft die Aufnahmebedingungen.

Königsteiner Schlüssel zugunsten Hamburgs ändern

Die AfD will den Königsteiner Schlüssel, nach dem Asylsuchende auf die Bundesländer verteilt werden, deutlich ändern, sodass Hamburgs besondere Lage berücksichtigt wird. Ziel ist aus Sicht des Programms, den deutschen und mitteleuropäischen kulturellen Charakter der Stadt zu erhalten.

Asyl-Suchende werden nach einer Regel auf die Bundesländer verteilt. Diese Regel heißt Königsteiner Schlüssel. Die AfD will die Regel ändern. Hamburg soll dabei besser wegkommen. Die AfD will so die Kultur der Stadt bewahren.

Die Forderung steht neben dem allgemeinen Ziel der AfD, die Zuwanderung nach Deutschland zu verringern. Der Verteilungsschlüssel soll die spezifische Situation des Stadtstaats Hamburg abbilden. Als Begründung nennt das Programm den Erhalt des deutschen und mitteleuropäischen kulturellen Charakters Hamburgs.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„für eine maßgebliche Änderung des Königsteiner Schlüssels einsetzen, die Hamburgs spezifische Situation berücksichtigt“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Begründet wird die Änderung mit dem Erhalt einer gewachsenen deutschen und mitteleuropäischen Kultur.

  • Migrationeher restriktiv

    Hamburg soll weniger Asylsuchende zugewiesen bekommen, was die Aufnahme in der Stadt begrenzt.

Seenotrettungsschiffe aus Hamburger Hafen verbannen

Die AfD will verhindern, dass private Seenotrettungsschiffe, die sie als Schlepperschiffe bezeichnet, den Hamburger Hafen anlaufen oder verlassen. Hamburger Behörden sollen sie beschlagnahmen können. Aus Sicht des Programms fördern diese Schiffe illegale Migration und bringen Menschen in Lebensgefahr.

Private Schiffe retten Menschen auf dem Mittelmeer. Die AfD nennt sie Schlepper-Schiffe. Diese Schiffe sollen nicht mehr in den Hamburger Hafen. Die Behörden sollen sie beschlagnahmen dürfen. Den Vereinen dahinter will die AfD Vorteile wegnehmen.

Als Beispiel nennt das Programm die „Sea-Watch 2“, die von Hamburg abgelegt habe. Solche Schiffe sollen weder ein- noch auslaufen dürfen, und die AfD will eine Rechtsgrundlage für ihre Beschlagnahme schaffen. Den Trägervereinen soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden, außerdem soll ein Vereinsverbot geprüft werden. Begründet wird dies damit, dass die Schiffe aus Sicht der AfD Migration nach Europa antreiben und in Hoheitsgebiete anderer Staaten wie Italien eindringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Die AfD Hamburg wird darüber hinaus die rechtlichen Voraussetzungen schaffen, damit die Hamburger Behörden diese Schiffe beschlagnahmen können.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Behörden sollen neue Befugnisse zur Beschlagnahme erhalten, und Vereinsverbote werden geprüft.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Private Seenotrettung soll von Hamburg aus unterbunden werden, um Migration über das Mittelmeer zu verhindern.

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