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Grüne zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Gute Gründe für Grün. Regierungsprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg ab 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 13 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 13 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehr Plätze für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Die Grünen wollen mehr passende Unterbringungsplätze für minderjährige Geflüchtete ohne Begleitung schaffen. Damit sollen Versorgung, Integration und Bildung gesichert werden.

Manche Kinder und Jugendliche fliehen ohne Eltern nach Hamburg. Die Grünen wollen mehr gute Plätze für sie schaffen. Dort sollen sie versorgt werden und lernen können. Jeder junge Mensch soll eine Chance bekommen.

Das Programm hebt unbegleitete minderjährige Geflüchtete als Gruppe mit besonderem Augenmerk hervor. Mehr bedarfsgerechte Plätze sollen eine reguläre Versorgung ermöglichen. Die Partei begründet dies damit, dass jeder junge Mensch unabhängig von der Herkunft gute Bildung und eine Zukunftsperspektive verdiene.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir wollen mehr bedarfsgerechte Plätze für ihre Unterbringung schaffen, um eine regelhafte Versorgung, Integration und Bildungsangebote sicherzustellen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Unterbringungsplätze und Bildungsangebote verbessern Schutz und Integration junger Geflüchteter schrittweise.

Zuwanderung und Anerkennung von Fachkräften erleichtern

Die Grünen wollen Fachkräften aus dem Ausland einen schnellen und fairen Zugang zum Hamburger Arbeitsmarkt bieten. Dazu sollen ausländische Abschlüsse leichter anerkannt, Sprach- und Integrationskurse ausgeweitet und Unternehmen bei der Eingliederung unterstützt werden.

Hamburg braucht Fachleute aus anderen Ländern. Die Grünen wollen ihnen den Start leichter machen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller gelten. Es soll mehr Sprach-Kurse geben. Firmen bekommen Hilfe, wenn sie Zugewanderte einstellen.

Die Partei unterstützt die Bemühungen des Bundes um mehr Fachkräftezuwanderung. Bestimmte Qualifikationen und Sprachkenntnisse sollen auch erst nach der Einreise erworben werden können, und die Anerkennungsverfahren der Bundesländer sollen einfacher und einheitlicher werden. Sprachkurse sollen ausgebaut werden, ausdrücklich auch für Berufseinsteiger und Jugendliche, ebenso englischsprachige Studiengänge. Alle Zugewanderten sollen rasch einen Integrationskurs besuchen können. Betriebe, die Menschen mit ausländischer Ausbildung oder Geflüchtete integrieren, sollen weniger Bürokratie und bessere Förderung erhalten; die Anwerbung im Ausland soll fair erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Dazu muss die Anerkennung von Abschlüssen und Berufspraxis beziehungsweise gleichwertigen Qualifikationen erleichtert und eine schnellere Nachqualifizierung ermöglicht werden.“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Zuwanderung in den Arbeitsmarkt soll durch leichtere Anerkennung, nachholbare Qualifikationen und mehr Kurse schrittweise erleichtert werden.

Imamausbildung und Gebetsräume fördern

Die Grünen wollen die Ausbildung von Imamen in Deutschland stärken und die Hamburger Qualifizierungsprogramme ausbauen. So sollen muslimische Gemeinden weniger von ihren Herkunftsländern abhängen. Religionsgemeinschaften sollen zudem Hilfe bei der Suche nach Räumen erhalten.

Imame leiten das Gebet in der Moschee. Die Grünen wollen mehr Imame in Deutschland ausbilden. Das können Männer und Frauen sein. Dann brauchen die Gemeinden weniger Hilfe aus anderen Ländern. Religionen sollen auch leichter Räume zum Beten finden.

Nach Darstellung des Programms fördert die Ausbildung hierzulande das interkulturelle Verständnis und die Integration; sie soll Männern wie Frauen offenstehen. Moscheen, Cem-Häuser, Tempel und andere Gebetshäuser gelten der Partei grundsätzlich als Orte des Friedens und als Bereicherung für die Stadt. Auch die Bestattungsmöglichkeiten für religiöse wie nicht-religiöse Menschen sollen erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„Die in Hamburg bestehenden Qualifizierungsprogramme für Imame wollen wir weiter ausbauen“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Förderung von Imamausbildung, auch für Frauen, und von Gebetsräumen verschiedener Religionen stärkt religiöse Vielfalt schrittweise.

  • Migrationeher offen

    Der Ausbau der Qualifizierungsprogramme wird als Beitrag zur Integration verstanden und erweitert bestehende Angebote für Zugewanderte.

Geflüchtete fair verteilen und besser unterbringen

Die Grünen wollen Geflüchtete gleichmäßiger über das Stadtgebiet verteilen, um die Akzeptanz für neue Unterkünfte zu erhalten. Unterkünfte sollen menschenwürdig sein und höhere Standards erfüllen. Vorrang soll der Ansatz „Housing First“ haben, bei dem zuerst eine eigene Wohnung vermittelt wird.

In Hamburg leben viele Geflüchtete in Unterkünften. Die Grünen wollen sie gerecht auf die Stadtteile verteilen. Die Unterkünfte sollen gut und sicher sein. Geflüchtete sollen möglichst schnell eine eigene Wohnung bekommen.

Bei der Standortplanung soll der Sozialindex der umliegenden Schulen (KESS-Faktor) berücksichtigt werden. Neue Unterkünfte sollen möglichst nach dem Konzept „In Zukunft Wohnen“ entstehen, sodass die Wohnungen bald regulär an die Bewohner vermietet werden können. Die Ankäufe des städtischen Unternehmens Fördern & Wohnen sollen ausgeweitet werden, gezielt auch für große Familien. Für jede Unterkunft sind Pläne zum Schutz vor Gewalt und zum Kinderschutz vorgesehen. Menschen mit Beeinträchtigungen sollen schon bei der Ankunft so erfasst werden, dass sie einen passenden Platz erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„Auch in der öffentlichen Unterbringung wollen wir prioritär auf den Ansatz Housing First setzen“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neubau von Unterkünften und mehr Ankäufe durch ein städtisches Unternehmen bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben.

  • Migrationeher offen

    Bessere Unterbringungsstandards und schneller Zugang zu eigenem Wohnraum erweitern die Leistungen für Geflüchtete.

Sprachförderung und Integrationskurse ausbauen

Die Grünen wollen mehr Angebote zum Deutschlernen für Kinder und Erwachsene schaffen, weil sie die Sprache als Schlüssel zum Ankommen sehen. Integrationskurse sollen häufiger mit Kinderbetreuung stattfinden, und Kursleitende sollen besser bezahlt werden. Zudem sollen mehr Sprachmittler zur Verfügung stehen.

Wer nach Hamburg kommt, soll gut Deutsch lernen können. Die Grünen wollen mehr Sprach-Kurse anbieten. Während der Kurse soll es Betreuung für Kinder geben. Kinder sollen schon in der Kita Deutsch lernen. Lehrkräfte der Kurse sollen besser bezahlt werden.

Der Sprachtest für Kinder soll früher stattfinden, und jede Kita soll Sprachförderung nach einheitlichem, inklusivem Standard anbieten; Einrichtungen mit vielen mehrsprachigen Kindern sollen mehr Personal erhalten. Ein Weiterbildungsgesetz nach Berliner Muster soll eine Bezahlung nach Tarif für Kursleitende ermöglichen, die bisher laut Programm als Honorarkräfte unter prekären Bedingungen arbeiten. Für den öffentlichen Dienst wird der Einsatz von Video- und Telefondolmetschern geprüft, und die Sprachmittlung im Gesundheitswesen soll gesetzlich verankert werden. Das Landessprachenprogramm soll für zusätzliche Kursplätze genutzt werden. Von den Ankommenden erwartet das Programm, dass sie die Angebote auch wahrnehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„Wir wollen Sprachförderprogramme in Kitas, Schulen und für Erwachsene ausweiten.“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tarifbezahlung für Kursleitende per Gesetz und zusätzliches Personal erhöhen öffentliche Ausgaben und Regulierung.

  • Migrationeher offen

    Mehr Sprachkurse, Kinderbetreuung und Sprachmittlung erleichtern Zugewanderten die Teilhabe und bauen Integrationsangebote aus.

Integrationslotsen und verständliche Verwaltung schaffen

Die Grünen wollen eine zentrale Stelle einrichten, die Freiwillige gewinnt und koordiniert, damit jede geflüchtete Person eine Patin, einen Paten oder Integrationslotsen bekommt. Die Verwaltung soll mit einfacher Sprache, mehrsprachigen Formularen und digitalen Verfahren zugänglicher werden. Ziel ist ein schnellerer Zugang zu Behörden, Arbeit und Sprachkursen.

Geflüchtete sollen von Anfang an Hilfe bekommen. Dafür soll jede Person einen Paten oder Lotsen haben. Eine neue Stelle sucht und koordiniert die Freiwilligen. Formulare von Ämtern sollen leichter zu verstehen sein. Es soll sie in mehreren Sprachen geben.

Die Koordinationsstelle soll mit bestehenden Flüchtlingsinitiativen zusammenarbeiten. Integrationslotsen erhalten spezielle Qualifizierungen, Ehrenamtliche mehr Fortbildung und Beratung; das soll nach dem Programm auch die Behörden entlasten. Allen Ankommenden soll die Integrations-App „Integreat“ in einer Hamburger Fassung zur Verfügung stehen, die mehrsprachig über wichtige Angebote informiert. Außerdem fördern die Grünen interkulturelle Trainings für Geflüchtete, Arbeitgeber und Beschäftigte.

Originalzitat anzeigen (Seite 127)
„um allen Geflüchteten einen Paten/eine Patin beziehungsweise ausgebildete Integrationslotsen zur Seite zu stellen“
Seite 127 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Patenschaften, Lotsen und der Abbau sprachlicher Hürden in Behörden bauen die Unterstützung für Geflüchtete aus.

Behördenverfahren für Zugewanderte vereinfachen

Die Grünen wollen die Einwanderung von Fach- und Arbeitskräften unterschiedlicher Qualifikation fördern und die Verfahren in den Behörden verschlanken. Lange Abläufe versperren nach Darstellung des Programms zu lange den Weg in Arbeit und Teilhabe. Ehrenamtliche und hauptamtliche Integrationslotsen sollen Ankommende von Anfang an begleiten.

Die Grünen wollen mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnen. Die Ämter sollen schneller und einfacher arbeiten. Dann finden Menschen schneller eine Arbeit. Helfer sollen neue Menschen in der Stadt begleiten.

Erleichtert werden sollen die Bewilligung von Leistungen, der Wechsel zwischen Rechtskreisen und die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Das Programm kritisiert, dass wiederholte persönliche Termine für kurz laufende Papiere und Bescheide die Verfahren verlängern. Behörden sollen einfacher miteinander kommunizieren, was auch das Personal entlasten soll. Die Qualifizierung von Integrationslotsen soll gefördert, das Ehrenamt über bestehende Flüchtlingsinitiativen besser unterstützt werden. Mehrsprachige Apps sollen weiterentwickelt, die Beratung zur Arbeitsmarktintegration ausgebaut und das Coaching am Arbeitsplatz genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Wir setzen uns dafür ein, die Abläufe bei Leistungsbewilligung, Rechtskreiswechsel und der Anerkennung von Berufsabschlüssen zu erleichtern.“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Arbeitskräfteeinwanderung soll gefördert und Verfahren für Zugewanderte sollen erleichtert werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung Offenheit verschiebt.

Beauftragte für Migration und Integration einsetzen

Die Grünen wollen in Hamburg eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Migration, Integration und Teilhabe einsetzen. Die Person soll die Behörden bei der Koordination beraten und zugleich öffentliche Ansprechperson sein. Zudem soll die behördenübergreifende Koordination der Flüchtlingsaufgaben wieder fest verankert werden.

Die Grünen wollen eine feste Person für das Thema Integration. Diese Person berät die Ämter. Betroffene können sich an sie wenden. Auch die Ämter sollen besser zusammen-arbeiten.

Das Programm verweist auf die bestehende Stabsstelle in der Sozialbehörde und hält eine institutionalisierte, behördenübergreifende Koordination von Unterbringung, Integration und Teilhabe für erneut sinnvoll. Gemeinsam mit dem Integrationsbeirat soll geprüft werden, wo diese Koordination angesiedelt wird und welche Kompetenzen sie erhält. Die neue Beauftragtenstelle soll außerdem Impulse in die Zivilgesellschaft geben. Migrantische Selbstorganisationen und der Integrationsbeirat sollen weiter gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Unser Ziel ist es, eine*n Beauftragte*n für Migration, Integration und Teilhabe einzusetzen“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ein neues Amt und mehr Koordination sollen Integration und Teilhabe Zugewanderter fördern, was die Politik schrittweise in Richtung Offenheit verschiebt.

Einbürgerungen bewerben und erleichtern

Die Grünen wollen die neuen Einbürgerungsmöglichkeiten nach der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts aktiv bewerben und das Verfahren digitalisieren. Hamburger Behörden sollen ihren Ermessensspielraum zugunsten der Antragstellenden nutzen.

Die Grünen wollen, dass mehr Menschen den deutschen Pass bekommen. Die Stadt soll dafür werben. Der Antrag soll digital möglich sein. Die Ämter sollen im Zweifel für die Menschen entscheiden.

Geplant ist eine Hamburger Einbürgerungskampagne. Wer wegen seiner Aufenthaltsdauer die Voraussetzungen erfüllt, soll weiterhin automatisch angeschrieben und persönlich kontaktiert werden. Durch die Digitalisierung sollen mehr Verfahren in derselben Zeit bearbeitet werden. Weil Erleichterungen für Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende, Menschen mit kleiner Rente und unverschuldet Arbeitslose im Bund nicht durchgesetzt wurden, soll ein Leitfaden die Sachbearbeitung anleiten, Bleiberecht und Einbürgerung zu ermöglichen, wo es rechtlich geht.

Originalzitat anzeigen (Seite 128)
„Die neuen Möglichkeiten der Einbürgerung wollen wir aktiv und zielgruppengerecht bewerben, etwa durch eine Hamburger Einbürgerungskampagne.“
Seite 128 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Einbürgerung soll beworben, beschleunigt und im Ermessen großzügig gehandhabt werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung leichterer Einbürgerung verschiebt.

Abschiebemonitoring über Ländergrenzen ausweiten

Die Grünen wollen, dass die unabhängige Beobachtung von Abschiebungen den gesamten Ablauf erfasst, auch außerhalb Hamburgs. Bisher gibt es das Monitoring am Hamburger Flughafen, nicht aber bei der Abholung aus der Haftanstalt in Glückstadt.

In Hamburg beobachtet eine unabhängige Stelle Abschiebungen am Flughafen. Die Grünen wollen diese Beobachtung ausweiten. Sie soll schon bei der Abholung aus der Haft beginnen. Diese Haft liegt in Schleswig-Holstein.

Das Programm bezeichnet Abschiebungen als härtestes Mittel des Ausländerrechts. Die Stadt finanziert die Monitoringstelle, die unabhängig besetzt wird. Laut den Berichten kommt es bei der Abholung aus der Haftanstalt Glückstadt häufig zu kritischen Situationen, sodass Abschiebungen scheitern oder abgebrochen werden. Das Monitoring soll der Wahrung der Menschenrechte und der Transparenz staatlichen Handelns dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 129)
„setzen wir uns für eine Erweiterung des Beobachtungs-Mandats über die Ländergrenzen hinweg ein.“
Seite 129 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Staatliche Zwangsmaßnahmen sollen einer erweiterten unabhängigen Kontrolle unterliegen, was die Rechte des Einzelnen gegenüber Behörden schrittweise stärkt.

  • Migrationeher offen

    Abschiebungen sollen stärker unabhängig beobachtet werden, was den Schutz der Betroffenen schrittweise ausbaut.

Hilfen für Menschen ohne Papiere ausbauen

Die Grünen wollen die Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere ausbauen und die Clearingstelle weiter unterstützen. Für Gewaltopfer ohne Aufenthaltstitel soll es eine anonyme Anlaufstelle mit Unterkunft geben.

In Hamburg leben Menschen ohne gültige Papiere. Die Grünen wollen ihnen bei Krankheit besser helfen. Opfer von Gewalt sollen anonym Hilfe und Schutz bekommen. Sie müssen sich dann nicht sofort beim Amt melden.

Hamburg ermöglicht Kindern ohne Papiere bereits den Besuch von Kita und Schule und unterhält einen Fonds zur Gesundheitsversorgung sowie eine Clearingstelle, die Wege der Legalisierung klärt. Das Programm bemängelt, dass Psychotherapie und die Behandlung chronischer Krankheiten darüber bislang nicht abgedeckt sind. Medizinische Anlaufstellen sollen besser abgesichert werden. Die geplante Anlaufstelle für Gewaltopfer soll Schutz bieten, ohne dass Betroffene ihren Aufenthaltsstatus sofort offenlegen müssen.

Originalzitat anzeigen (Seite 130)
„Schutzbedürftige Personen ohne Aufenthaltstitel brauchen, wenn sie Opfer von Gewalt werden, eine Anlaufstelle, an die sie sich anonym wenden können“
Seite 130 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Leistungen und Schutzangebote für Menschen ohne Aufenthaltsstatus sollen ausgebaut werden, was ihre Rechte schrittweise erweitert.

Landesaufnahmeprogramm für Afghanistan einrichten

Die Grünen wollen ein eigenes Hamburger Aufnahmeprogramm für Menschen aus Afghanistan schaffen. Es soll die aus ihrer Sicht langsame Aufnahme über das Bundesprogramm beschleunigen, weil die Lage unter den Taliban weiterhin gefährlich sei.

Die Grünen wollen ein eigenes Hamburger Programm für Menschen aus Afghanistan. Bedrohte Menschen sollen leichter einreisen können. Das Programm vom Bund ist den Grünen zu langsam. In Afghanistan ist es weiter gefährlich.

Vorbild ist das bestehende Landesaufnahmeprogramm für Menschen aus Syrien. Erleichtert werden sollen Einreise und Aufnahme vor allem für Schutzsuchende, die in ihrer Heimat nachweislich bedroht sind. Das Programm begründet dies mit der Machtübernahme der Taliban.

Originalzitat anzeigen (Seite 130)
„Die schleppende Aufnahme durch das Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan wollen wir durch ein Landesaufnahmeprogramm Afghanistan, orientiert an dem Modell des Landesaufnahmeprogramms für Syrer*innen, beschleunigen.“
Seite 130 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ein zusätzliches Landesprogramm nach bestehendem Vorbild soll die Aufnahme Schutzsuchender erleichtern und erweitert den Schutz schrittweise.

Menschenrechtsbasierte EU-Asylpolitik und Seenotrettung

Die Grünen setzen sich für eine europäische Migrationspolitik ein, die den Zugang zu Asyl und faire, individuelle Verfahren garantiert. Sie verurteilen Pushbacks an den Außengrenzen und wollen, dass Hamburg eine Spendenpatenschaft für ein ziviles Rettungsschiff übernimmt.

Die Grünen wollen, dass Europa das Recht auf Asyl schützt. Jeder Mensch auf der Flucht soll ein faires Verfahren bekommen. Niemand soll an der Grenze rechtswidrig zurück-gedrängt werden. Hamburg soll ein Rettungs-Schiff mit Spenden unterstützen.

Gefordert wird ein europäisches Grenzschutzsystem nach rechtsstaatlichen Maßstäben, das vom Europäischen Parlament wirksam kontrolliert wird. Frontex habe diese Ansprüche laut Programm bisher nicht erfüllt, weshalb eine europäische Debatte über institutionelle Änderungen befürwortet wird. Vorgesehen sind sichere Fluchtwege über Kontingente und eine gerechte Verteilung. Hamburg soll früh Einfluss auf entsprechende EU-Gesetzesvorhaben nehmen. Die Patenschaft soll den Beitritt zum Bündnis „Sichere Häfen“ praktisch untermauern.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Wir stellen uns gegen die Kriminalisierung privater Seenotrettungsorganisationen. Wir wollen sichere Fluchtwege mit Kontingenten und eine gerechte Verteilung.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Sichere Fluchtwege, Unterstützung ziviler Seenotrettung und die Ablehnung von Zurückdrängungen verschieben die Politik schrittweise in Richtung mehr Schutz für Geflüchtete.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich