Wahlrecht und politische Vertretung für Zugewanderte schaffen
Die SPD will Menschen ohne deutschen Pass nach drei Jahren Aufenthalt bei Kommunal- und Landtagswahlen wählen lassen. Dazu sollen eine landesweite Vertretung für Migrantinnen und Migranten, Integrationsbeiräte vor Ort und ein Teilhabegesetz kommen. Nach Ansicht der Partei gelingt Integration nur durch Teilhabe.
Die SPD will: Auch Menschen ohne deutschen Pass sollen wählen dürfen. Das soll nach drei Jahren in Deutschland gelten. Es geht um Wahlen in Gemeinden und zum Landtag. Außerdem soll es eine Vertretung für Zugewanderte in Bayern geben. Die SPD sagt: Integration klappt nur, wenn alle mitmachen können.
Das Wahlrecht soll ab dem dritten Aufenthaltsjahr für Kommunal- und Landtagswahlen gelten; über den Bundesrat will die SPD zudem ein bundesweites Wahlrecht für Zugewanderte anstoßen. Auf Landesebene soll eine Vertretung der Migrantinnen und Migranten entstehen, die bei allen sie betreffenden Themen beteiligt werden muss. In sämtlichen Kommunen und Landkreisen sollen Integrationsbeiräte gebildet werden, ein Teilhabegesetz soll den Rahmen setzen. Die Zuständigkeit für Integration soll vom Innen- zurück ins Sozialministerium wechseln, das bayerische Integrationsgesetz soll gründlich reformiert werden. Die doppelte Staatsbürgerschaft unterstützt die Partei.
Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir streben das Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass ab dem dritten Aufenthaltsjahr für Kommunal- und Landtagswahlen an.“Einordnung
- Gesellschafteher progressiv
Mehr Repräsentanz und Mitsprache für Zugewanderte durch neue Gremien zielt auf Gleichstellung und Vielfalt.
- Migrationdeutlich offen
Ein Wahlrecht für Menschen ohne deutschen Pass nach drei Jahren gibt es heute nicht; es würde die Rechte Zugewanderter grundlegend erweitern.