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parteiprogramm

SPD zur Familie

Aus dem Programm „Zukunft für Bayern. Soziale Politik für Dich.“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Freiräume für Jugendliche und Jugendherbergen fördern

Die SPD will, dass alle bayerischen Kommunen Jugendlichen Plätze für Freizeit und Ausgleich bieten können, an denen man kein Geld ausgeben muss. Außerdem soll der Freistaat Jugendherbergen finanziell unterstützen.

Die SPD will mehr Orte für Jugendliche. Dort sollen sie ihre Freizeit verbringen können, ohne Geld auszugeben. Niemand soll sie von dort vertreiben. Bayern soll auch Geld für Jugend-Herbergen geben.

Als Beispiele nennt das Programm Fußballplätze, Skaterplätze, Pumptrack-Anlagen und Spielplätze. Jugendliche sollen diese Orte nutzen können, ohne Vertreibung oder Verdrängung befürchten zu müssen. Freiräume versteht die SPD auch als freie Zeit, etwa für ein Ehrenamt, ein Freiwilligenjahr oder einen Auslandsaufenthalt. Erhalt, Modernisierung und Ausbau der Jugendherbergen sollen mit Landesmitteln gefördert werden, weil sie für die Jugendverbände wichtig seien.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Darum werden wir uns als BayernSPD im nächsten Bayerischen Landtag dafür einsetzen, dass der Jugend Freiräume zur Verfügung gestellt werden“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche, kostenfreie Freizeitangebote und Landesmittel für Jugendherbergen bedeuten mehr staatliche Leistungen als heute.

Kita gebührenfrei machen und Betreuungsplätze ausbauen

Die SPD will Kitas für alle Kinder gebührenfrei machen, besser finanzieren und verbindliche Qualitätskriterien festlegen. Zugleich sollen mehr Plätze in Kitas, Horten und Ganztagsangeboten entstehen, um Beruf und Familie besser vereinbar zu machen.

Die SPD will: Die Kita soll für alle Kinder kostenlos sein. Es soll mehr Plätze in Kita, Hort und Ganztag geben. Kitas sollen mehr Geld bekommen. Für alle Kitas sollen feste Regeln für gute Qualität gelten.

Kürzungen bei Kitas und Kindergärten lehnt die SPD ab, weil sonst Frauen mehr unbezahlte Sorgearbeit leisten müssten. Den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder will sie aktiv umsetzen und für Alleinerziehende flexiblere Betreuung schaffen. Sprachförderung soll fester Teil der frühkindlichen Angebote werden, Sprach-Kitas und Deutsch-Vorkurse sollen weiterlaufen. Geplant sind zudem ein Landeselternbeirat, digitale Ausstattung, Inklusion und der Umbau von Kitas zu Familienkompetenzzentren als Anlaufstelle für Familien.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Unser Ziel ist es, die Kita als wichtigen Entwicklungs- und Bildungsort gebührenfrei für alle Kinder zugänglich zu machen“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Wegfall der Elternbeiträge und der Ausbau der Plätze erweitern die öffentlich finanzierte Betreuung über die bestehenden Zuschüsse hinaus.

Fachkräfteoffensive für Kitas und Jugendhilfe starten

Die SPD will die Qualität der Kinder- und Jugendhilfe durch bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für pädagogisches Personal erhöhen. Mehr Ausbildungs- und Studienplätze sollen den Beruf attraktiver machen und neue Fachkräfte bringen.

In Kitas und in der Jugend-Hilfe fehlen Fachleute. Die SPD will die Arbeit dort besser machen. Es soll mehr Personal für die Kinder geben. Es soll auch mehr Plätze für die Ausbildung geben.

Geplant sind bessere Personalschlüssel, multiprofessionelle Teams sowie Zeiten für Vor- und Nachbereitung. Einrichtungsleitungen sollen verbindlich freigestellt werden, wobei die Kosten erstattet werden. Berufsabschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Die Ausbildung soll inhaltlich erneuert, in den Einrichtungen besser angeleitet und in Richtung des Berufsbildungsgesetzes weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir bauen Ausbildungs- und Studienplätze im Erziehungswesen aus, verbessern die Ausbildungsanleitung in den Einrichtungen, modernisieren die Ausbildungsinhalte“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, refinanzierte Freistellungen und zusätzliche Ausbildungsplätze erhöhen die öffentlichen Ausgaben für soziale Dienste.

Hilfen für Familien in Notlagen ausbauen

Die SPD will Familien in Notsituationen schnell und unbürokratisch unterstützen. Dafür sollen vorbeugende Hilfen, Sozialarbeit an Schulen, Beratung und Krisendienste ausgebaut werden, sodass Familien von der Geburt des Kindes bis zu dessen Berufseinstieg begleitet werden.

Manche Familien brauchen Hilfe. Die SPD will, dass sie diese Hilfe schnell und einfach bekommen. Es soll mehr Beratung und mehr Sozial-Arbeit an Schulen geben. Auch bei seelischen Krisen soll es mehr Hilfe geben.

Die „Frühen Hilfen“ sollen gestärkt, Jugendsozialarbeit an Schulen ausgebaut und die Kinderschutzstellen weiterentwickelt werden. Unterstützung ist für Pflegefamilien, junge Menschen aus Heimen auch nach ihrem Auszug (Care Leaver) und pflegende Kinder und Jugendliche vorgesehen. Die Berufseinstiegsbegleitung soll dauerhaft bestehen, die Beratung besonders Alleinerziehende in den Blick nehmen. Für psychische Krisen plant die SPD psychosoziale Lotsen im Wohnviertel und mehr Krisendienste für Kinder und Jugendliche. Ärmere Familien sollen digitale Endgeräte gestellt bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Die sozialpädagogische Familienhilfe setzen wir stärker als bisher und präventiv ein und etablieren durchgängige Präventionsketten.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Beratung, Sozialarbeit, Krisendienste und Sachleistungen für ärmere Familien sollen ausgebaut werden, also mehr öffentliche Leistungen.

Kinderrechte in Verfassung verankern, Kinderarmut bekämpfen

Die SPD will Kinderrechte in die Bayerische Verfassung aufnehmen und eine Kinderrechteagentur einrichten. Gegen Kinderarmut soll ein bayerischer Zusatzbetrag die Kindergrundsicherung des Bundes ergänzen, und Kinder sollen besser vor Gewalt geschützt werden.

Die SPD will die Rechte von Kindern in die Verfassung von Bayern schreiben. Eine neue Stelle soll sich um diese Rechte kümmern. Arme Kinder sollen in Bayern zusätzliches Geld bekommen. Kinder sollen besser vor Gewalt geschützt sein.

Den Zusatzbetrag begründet das Programm mit den hohen Lebenshaltungskosten in Bayern und dem Ziel, allen Kindern Teilhabe zu ermöglichen. Anliegen von Kindern sollen auch bei Stadt- und Bauplanung berücksichtigt werden. Kinder und Jugendliche mit Behinderung sollen ihre Unterstützung gebündelt von einer Stelle erhalten. Zum Schutz vor Gewalt plant die SPD flächendeckende Schutzkonzepte, mehr Hilfsangebote und Childhood-Häuser als ambulante, kindgerechte Anlaufstellen mit mehreren Fachrichtungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Kinder und Jugendliche haben Rechte, die wir in Bayern in der Bayerischen Verfassung verankern und durch eine Kinderrechteagentur im Alltag sichtbar machen werden.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzlicher Landesbetrag zur Kindergrundsicherung erweitert die Sozialleistungen für Familien über die Bundesleistung hinaus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Kinderrechte in der Landesverfassung und eine Agentur dafür stärken die Rechtsstellung und Mitsprache von Kindern gegenüber heute.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Bayern im Vergleich