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AfD zur Familie

Aus dem Programm „Alles für Thüringen! Wahlprogramm der AfD Thüringen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 148 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Corona-Maßnahmen parlamentarisch aufarbeiten

Die AfD will die Folgen der Corona-Maßnahmen für Familien im Parlament aufarbeiten lassen und vergleichbare Eingriffe künftig verhindern. Das Programm wertet die damalige Politik als Verletzung von Grundrechten, die Kindern, Eltern und älteren Menschen geschadet habe.

Die AfD will die Corona-Regeln im Landtag untersuchen lassen. Es geht um die Folgen für Familien. Die AfD sagt: Die Regeln haben Kindern und alten Menschen geschadet. So etwas soll es nie wieder geben.

Das Programm nennt geschlossene Schulen und Kindergärten, Verbote bei Sport und Vereinen sowie Kontaktbeschränkungen. Nach Darstellung der Partei waren Kinder durch das Virus nicht ernsthaft gefährdet. Eltern seien durch Arbeit und Unterricht zu Hause überlastet worden, ältere Menschen in Pflegeheimen vereinsamt. Die AfD sieht es als ihre Pflicht, solche Eingriffe künftig zu verhindern.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Die familienschädigenden Wirkungen der Corona-Maßnahmen müssen Gegenstand der parlamentarischen Aufarbeitung werden.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Aufarbeitung und das Ziel, solche Eingriffe künftig zu verhindern, stellen Freiheitsrechte über staatliche Zwangsmaßnahmen.

Kinderbegrüßungsgeld von 10.000 Euro einführen

Die AfD will in Thüringen ein Kinderbegrüßungsgeld einführen: 10.000 Euro pro neugeborenem Kind, steuerfrei und auf fünf Jahre verteilt. Erhalten sollen es Eltern, die wegen ihrer Erwerbsarbeit Einkommensteuer zahlen müssen. Im Bund will sich die Partei für einen Ausgleich zwischen Eltern und Kinderlosen bei Steuern und Rente einsetzen.

Die AfD will ein Kinder-Begrüßungs-Geld einführen. Eltern bekommen für jedes neue Baby 10.000 Euro. Das Geld kommt verteilt über fünf Jahre. Es gilt nur für Eltern, die arbeiten und Einkommen-Steuer zahlen müssen.

Anspruch sollen angestellte wie selbstständige Eltern haben, sofern sie einkommensteuerpflichtig sind. Das Programm begründet die Leistung damit, dass Familien von ihrer eigenen Arbeit leben können sollen. Erziehungszeiten und Teilzeit dürften nach Ansicht der Partei nicht in Altersarmut münden. Auf Bundesebene will die AfD deshalb Eltern gegenüber Kinderlosen bei Steuern und Rente besserstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„sollen für jedes neugeborene Kind insgesamt 10.000 Euro – über fünf Jahre gestreckt – steuerfrei erhalten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Landesleistung für Familien erhöht die staatlichen Ausgaben, ist aber auf einkommensteuerpflichtige Eltern begrenzt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Geburtenprämie fördert Familiengründung und folgt dem Leitbild der Familie aus Mutter, Vater und Kindern.

Wahlfreiheit der Eltern bei der Kinderbetreuung

Die AfD verlangt, dass Eltern frei über Erziehung und Betreuung entscheiden können und die Betreuung zu Hause nicht schlechter gestellt wird. Zugleich sollen Krippen und Kindergärten durch einen angemessenen Betreuungsschlüssel eine hohe Qualität bieten. Die Partei beruft sich auf das Elternrecht im Grundgesetz.

Die AfD will, dass Eltern selbst über die Betreuung entscheiden. Wer sein Kind zu Hause betreut, soll keinen Nachteil haben. Kitas sollen genug Personal für die Kinder haben. Erzieher sollen gut bezahlt werden.

Das Programm betont die Bedeutung einer engen Bindung zwischen Eltern und Kind in den ersten drei Lebensjahren. Eine Aushöhlung des Elternrechts aus Artikel 6 des Grundgesetzes lehnt die Partei ab. Für Erzieherinnen und Erzieher fordert sie eine leistungsgerechte Bezahlung und die Möglichkeit zur Vollzeitarbeit. Das Essen in Kindergärten soll gesund, bezahlbar, regional und saisonal sein und möglichst von Anbietern aus der Region kommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Eine Betreuung ihrer Kinder durch die Eltern darf de facto nicht benachteiligt werden.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Aufwertung der Betreuung durch die Eltern gegenüber der Kita betont ein traditionelles Familienbild, ohne das Betreuungssystem umzubauen.

Kinderrechte in der Verfassung ablehnen

Die AfD lehnt es ab, eigene Kinderrechte in die Verfassung zu schreiben. Aus ihrer Sicht haben Kinder bereits Grundrechte, und ein solcher Schritt würde das Erziehungsrecht der Eltern zugunsten des Staates schwächen.

Die AfD will keine eigenen Kinder-Rechte in der Verfassung. Sie sagt: Kinder haben schon Grundrechte. Die Eltern sollen über die Erziehung entscheiden. Der Staat soll nur eingreifen, wenn Eltern versagen.

Nach dem Programm sind zuerst die Eltern für Minderjährige verantwortlich; der Staat dürfe und müsse nur eingreifen, wenn das Kindeswohl durch elterliches Versagen gefährdet ist. Kinderrechte in der Verfassung würden aus Sicht der AfD dazu führen, dass Kinder gegen ihre Eltern ausgespielt werden. Als Beispiele nennt sie Forderungen, Kinder sollten sich ohne Zustimmung der Eltern impfen lassen oder ihr Geschlecht ändern können. Außerdem verlangt die AfD, jedes Gesetz und jede Verordnung vor dem Inkrafttreten auf die Folgen für Familien zu prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Die Einführung sogenannter Kindergrundrechte zielt darauf ab, das Erziehungsrecht der Eltern zugunsten einer staatlichen Verfügungsgewalt über unsere Kinder zu untergraben. Das lehnen wir ab.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die AfD verteidigt die bestehende Verfassungslage gegen die diskutierte Aufnahme von Kinderrechten und betont den Vorrang der elterlichen Erziehung.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich