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CDU zur Familie

Aus dem Programm „Der Thüringen-Plan – Das Regierungsprogramm: So bringen wir Thüringen wieder in Ordnung“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 83 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kindergarten vollständig beitragsfrei machen

Die CDU hält an der bestehenden Beitragsfreiheit im Kindergarten fest und strebt an, die Beiträge ganz abzuschaffen, sobald Qualität und Personallage verbessert sind. Zudem soll das Essen im Kindergarten günstiger werden.

Ein Teil der Kindergarten-Zeit kostet heute schon nichts. Das soll so bleiben. Später soll der Kindergarten ganz kostenlos sein. Zuerst will die CDU aber mehr Personal und bessere Qualität. Auch das Essen soll billiger werden.

Die vollständige Beitragsfreiheit steht im Programm zeitlich hinter den Verbesserungen bei Qualität und Fachkräften. Für das Essen in Kindergärten will sich die CDU für den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 Prozent einsetzen. Ob Kinder im Kindergarten und in der Grundschule regelmäßig essen und mittags eine warme Mahlzeit bekommen, soll aus Sicht der Partei nicht vom Einkommen der Eltern abhängen. Die Verpflegung soll den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entsprechen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Nach der Verbesserung der Qualitäts- und Fachkräftesituation streben wir eine vollständige Beitragsfreiheit an.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Abschaffung der restlichen Elternbeiträge würde eine öffentliche Leistung ausweiten, ist aber als späteres Ziel formuliert.

Kindergärten zu Familienzentren ausbauen, Förderprogramme sichern

Die CDU will die Thüringer Eltern-Kind-Zentren zu einem landesweiten Netz von Familienzentren weiterentwickeln. Außerdem sollen Landesprogramme für Sprachförderung und Vielfalt fortgeführt und die Kindertagespflege gestärkt werden.

Kindergärten sollen auch Familien beraten und helfen. Solche Familien-Zentren soll es überall in Thüringen geben. Programme für Sprach-Förderung sollen weiterlaufen. Tagesmütter und Tagesväter sollen angemessen bezahlt werden.

In den Familienzentren sollen Familienbildung, Beratung und Unterstützung enger zusammengeführt und mit der Kinder- und Jugendhilfe verknüpft werden. Die Landesprogramme „Sprach-Kitas“ und „Vielfalt vor Ort“ sollen weiterlaufen, weil die Kindergärten laut Programm heterogener geworden sind. Tagespflegepersonen sollen angemessen vergütet und ihre Sachkosten berücksichtigt werden. Hinzu kommen altersgerechte, zeitlich begrenzte Medienbildung sowie Motorik-Tests und Bewegungsprogramme.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Die vorhandenen ThEKiZ wollen wir weiterentwickeln und so ein flächendeckendes Netz an Familienzentren in Thüringen schaffen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Familienzentren und die Fortführung von Landesprogrammen erweitern öffentliche Angebote schrittweise.

Familien und Alleinerziehende steuerlich entlasten

Die CDU will das Ehegattensplitting behalten und zu einem Familiensplitting ausbauen, bei dem jedes Kind die Steuerlast senkt. Betreuungskosten sollen bis 6.000 Euro pro Kind und Jahr absetzbar sein. Alleinerziehende sollen einen höheren Entlastungsbetrag erhalten.

Die CDU will, dass Familien weniger Steuern zahlen. Mit jedem Kind soll die Steuer sinken. Eltern sollen Kosten für Kinder-Betreuung von der Steuer abziehen können. Wer Kinder allein erzieht, soll mehr Entlastung bekommen.

Kinderzahl und Erziehungsleistung sollen in Renten- und Pflegeversicherung stärker zählen. Für Alleinerziehende will sich die CDU im Bund einsetzen: Das Kindergeld soll nur hälftig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet und der Zugang zum Wohngeld erleichtert werden. Geplant sind zudem Familienzeit-Konten, auf denen Beschäftigte einen Teil des Lohns steuerfrei ansparen und in Zeiten mit weniger Arbeit abrufen können. Das soll Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen flexibler machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Das Ehegattensplitting wollen wir erhalten und zu einem Familiensplitting weiterentwickeln, bei dem die Besteuerung der Familie mit jedem weiteren Kind sinkt.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Familiensplitting, absetzbare Betreuungskosten und steuerfreie Zeitkonten senken die Steuerlast innerhalb des bestehenden Systems.

  • Gesellschafteher konservativ

    Das Ehegattensplitting wird gegen die diskutierte Abschaffung verteidigt und die Förderung an Ehe und Kinderzahl geknüpft.

Landesfamilienstrategie und Familienkulturtag einführen

Die CDU will Familien besser über Leistungen informieren, ihre Mitsprache gegenüber der Landesregierung ausbauen und ihnen regelmäßig freien Eintritt in Kultureinrichtungen ermöglichen. Sie begründet das damit, dass viele Familien die vorhandenen Hilfen nicht kennen.

Viele Familien wissen nicht, welche Hilfen es gibt. Die CDU will alle Informationen in einer App sammeln. Familien sollen bei der Politik mehr mitreden. Viermal im Jahr sollen Familien kostenlos in Museen und Theater gehen können.

Informationen zu Angeboten für Familien sollen in der ThüringenApp gebündelt werden. Das Programm kündigt eine Landesfamilienstrategie an, will die Familienvertreter im Landesfamilienrat stärken und dafür das Landesfamilienfördergesetz überarbeiten. Einmal pro Quartal soll es einen Familienkulturtag geben, an dem Familien, Kinder und Jugendliche in staatlich geförderten Kultureinrichtungen keinen Eintritt zahlen. Grundsätzlich betont die CDU die Erziehungsverantwortung der Eltern; der Staat solle nur bei Missbrauch oder Gefährdung des Kindeswohls eingreifen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Zugang zu Informationen hierzu wollen wir verbessern und in der ThüringenApp für die Familien bündeln.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenfreier Kultureintritt für Familien und mehr Familienförderung erweitern öffentliche Leistungen in kleinem Umfang.

Geburtshilfe und Schwangerschaftskonfliktberatung sichern

Die CDU will Geburtskliniken auch im ländlichen Raum erhalten, Familienhebammen fördern und die Beratungsstellen für Schwangerschaftskonflikte verlässlich finanzieren. Die Beratung gehört für die Partei zum Schutz des Lebens und zur Hilfe für ungewollt Schwangere.

Die CDU will, dass es auch auf dem Land Geburts-Kliniken gibt. Hebammen sollen Familien nach der Geburt begleiten. Dafür soll es genug Geld geben. Auch Beratungs-Stellen für ungewollt schwangere Frauen sollen sicher bezahlt werden.

Die Geburtshilfe soll landesweit mit neuen Modellen gesichert werden, etwa Hebammenportalpraxen oder von Hebammen geleiteten Kreißsälen. Gemeinsam mit dem Runden Tisch „Familie und Geburt“ soll ein Geburtshilfekonzept entstehen; die Initiative „Stillfreundliche Kommune“ wird unterstützt. Für Familienhebammen will die CDU mehr Interessenten gewinnen und die Finanzierung unabhängig von der Geburtenzahl sichern. Bei der Schwangerschaftskonfliktberatung soll die Vielfalt der Träger erhalten und ausreichend finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir setzen uns für den Erhalt der Geburtskliniken auch auf dem Land ein.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt ländlicher Geburtskliniken und die gesicherte Finanzierung von Hebammen und Beratungsstellen bedeuten mehr öffentliche Daseinsvorsorge.

  • Gesellschaftausgewogen

    Das bestehende Beratungssystem soll bewahrt werden, verbunden mit Lebensschutz und Hilfe für Schwangere zugleich.

Kinderschutzgesetz und Kinderschutzoffensive auf den Weg bringen

Die CDU plant eine Kinderschutzoffensive mit einem eigenen Kinderschutzgesetz, um Kinder besser vor Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung zu schützen. Dazu gehören neue polizeiliche Befugnisse, mehr Beratung für Eltern und der Ausbau medizinischer Schutzstrukturen.

Die CDU will Kinder besser vor Gewalt schützen. Dafür soll es ein neues Gesetz geben. Die Polizei soll gefährlichen Personen verbieten können, sich Kindern zu nähern. Sie soll das mit einer elektronischen Fuß-Fessel kontrollieren können. Eltern in Not sollen leichter Beratung bekommen.

Das geplante Gesetz soll Kindeswohl und Kindergesundheit ins Zentrum rücken, im analogen wie im digitalen Leben. Bei drohender körperlicher oder sexueller Gewalt sollen Kontakt- und Näherungsverbote sowie die elektronische Fußfessel rechtlich möglich und durchsetzbar werden. Die Kinderschutz-Ambulanzen sollen ausgebaut, der fachliche Austausch unter Ärzten rechtlich abgesichert und eine Landeskoordinierungsstelle für medizinischen Kinderschutz gesetzlich verankert werden. Childhood-Häuser sollen in Thüringen entstehen, in denen Mediziner und Ermittler Fälle gemeinsam und traumagerecht aufarbeiten. Familiengerichtliche Verfahren zum Gewaltschutz will die CDU beschleunigen und überforderten Eltern niedrigschwellige Hilfen anbieten, etwa in Familienzentren.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir werden ein Kinderschutzgesetz“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Polizeiliche Kontakt- und Näherungsverbote samt elektronischer Fußfessel erweitern die Befugnisse der Sicherheitsbehörden.

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