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Grüne zum Verkehr

Aus dem Programm „Wir sind Stadt. Land. Schleswig-Holstein. Programm zur Landtagswahl am 8. Mai 2022“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 212 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Klimaschutz zuerst, 9 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mobilitätswendegesetz und klimaneutraler Verkehr bis 2035

Die Grünen wollen den Verkehr im Land bis 2035 klimaneutral machen und die Emissionen bis 2030 um 70 Prozent senken. Ein Mobilitätswendegesetz soll dafür den rechtlichen Rahmen schaffen und verbindliche Ausbauziele für Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehr festlegen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für den Verkehr. Mehr Menschen sollen zu Fuß gehen, Rad fahren oder Bus und Bahn nutzen. Bis 2035 soll der Verkehr dem Klima nicht mehr schaden. Die Straßenbau-Behörde soll sich um alle Verkehrs-Arten kümmern.

Das Gesetz soll feste Ausbauziele und einen eigenen landesweiten Planungsstandard für Fuß- und Radwege bringen. Zuständigkeiten der Planungsbehörden sollen gebündelt und Pilotprojekte über eine Innovationsklausel ermöglicht werden. Der Landesbetrieb Straßenbau soll zum Landesbetrieb für Mobilitätswende werden, mit Vorrang für Radschnellwege und Radwege. Aus- und Fortbildungsangebote für Planungsberufe sollen ausgebaut werden, auch mit Schulungen zu intersektionalen Perspektiven. In der Metropolregion ist eine enge Zusammenarbeit mit Hamburg vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 135)
„Dafür setzen wir uns zum Ziel, bis 2030 bereits 70 Prozent der Emissionen im Verkehr zu reduzieren, um Klimaneutralität bis 2035 im Verkehr zu erreichen.“
Seite 135 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Klimaneutralität im Verkehr bis 2035 liegt weit vor dem bundesweiten Ziel 2045 und soll per Gesetz mit verbindlichen Zielen verankert werden.

Nahverkehrsabgabe für Kommunen ermöglichen

Die Grünen wollen Kommunen erlauben, eine Nahverkehrsabgabe zu erheben. Damit sollen solidarische Mobilitätsangebote finanziert werden, etwa ein Mobilitätspass nach dem Vorbild Baden-Württembergs.

Städte und Gemeinden sollen eine neue Abgabe erheben dürfen. Das Geld soll in Bus und Bahn fließen. Damit können sie zum Beispiel einen Mobilitäts-Pass anbieten. So einen Pass gibt es in Baden-Württemberg.

Die neuen Möglichkeiten sollen im Mobilitätswendegesetz verankert werden. Die Kommunen entscheiden demnach selbst, ob sie solche Angebote schaffen und die Abgabe einführen. Die Einnahmen sollen den Kommunen als eigene Mittel zustehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 136)
„Zur Finanzierung werden wir den Kommunen ermöglichen, eigene Einnahmen über eine Nahverkehrsabgabe zu generieren.“
Seite 136 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue kommunale Abgabe zur Finanzierung öffentlicher Verkehrsangebote bedeutet mehr Abgaben und öffentliche Leistungen.

Mobilitätsgarantie von 6 bis 23 Uhr einführen

Die Grünen wollen eine Mobilitätsgarantie mit Mindeststandards: Jeden Tag von 6 bis 23 Uhr soll überall im Land ein Verkehrsangebot verfügbar sein. Ziel ist, dass mehr Menschen vom eigenen Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen.

Die Grünen wollen eine Garantie für Mobilität. Jeder soll täglich von 6 bis 23 Uhr fahren können. Auf dem Land sollen Ruf-Busse und geteilte Autos helfen. Eine App soll alle Angebote zeigen.

In dicht besiedelten Gebieten sollen höhere Mindeststandards gelten. Lücken auf dem Land und in Randzeiten sollen digitale On-Demand-Angebote sowie Car- und Bikesharing schließen, eingebunden in günstige Nahverkehrstarife. Vorgesehen sind Anschlussgarantie, dichte Takte, Mobilitätsstationen sowie eine App mit einem durchgehenden Ticket von Tür zu Tür. Der finanzielle „Rettungsschirm“ für Verkehrsbetriebe soll weiterlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 137)
„Täglich zwischen 6 und 23 Uhr soll allen Menschen in Schleswig-Holstein künftig ein Mobilitätsangebot zur Verfügung stehen.“
Seite 137 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein garantiertes öffentliches Verkehrsangebot im ganzen Land erweitert öffentliche Leistungen und deren Finanzierung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau soll Menschen zum Umstieg vom privaten Auto auf klimafreundliche Verkehrsmittel bewegen.

Pakt für die Schiene: ausbauen, reaktivieren, elektrifizieren

Die Grünen wollen einen Pakt für die Schiene mit den Schwerpunkten Netzausbau, Reaktivierung und Elektrifizierung. Bis spätestens 2030 soll der gesamte Bahnverkehr elektrisch fahren. Bahnstrecken sollen nicht mehr entwidmet werden.

Die Grünen wollen mehr Bahn im Land. Alte Strecken sollen wieder genutzt werden. Bis 2030 sollen keine Diesel-Züge mehr im Fahrplan fahren. Ungenutzte Strecken soll das Land übernehmen.

Das Gutachten zur Optimierung des Schienenverkehrs soll im nächsten Landesnahverkehrsplan umgesetzt und Vorhaben, die erst nach 2027 vorgesehen sind, sollen beschleunigt werden. Vorrang haben belastete Korridore und Umleitungsstrecken. Ungenutzte Strecken sollen in Landeseigentum übergehen, eine Eisenbahnentwicklungsgesellschaft wird geprüft. Für Reaktivierungen sollen Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz genutzt und RegioTram-Konzepte beschleunigt werden. Wo keine Oberleitung möglich ist, sollen vorerst andere emissionsfreie Antriebe fahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 138)
„Für die Klimabilanz des Schienenverkehrs ist es unerlässlich, dass der gesamte Bahnverkehr bis spätestens 2030 auf elektrischen Betrieb umgestellt wird und keine planmäßigen Schienenleistungen mit Dieseltraktion betrieben werden.“
Seite 138 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ungenutzte Strecken sollen in Landeseigentum übergehen und mit Landesmitteln ausgebaut werden, also mehr staatliches Engagement.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Bahnverkehr soll bis 2030 vollständig emissionsfrei fahren und das Netz ausgebaut werden, was den Klimaschutz im Verkehr beschleunigt.

Nahverkehr mit besseren Tarifen und Bahnhöfen attraktiver machen

Die Grünen wollen den öffentlichen Nahverkehr mit verlässlichen Takten, besseren Bahnhöfen und einfacheren Tarifen attraktiver machen. Die BahnCard 50 soll im SH-Tarif gelten, und mit Hamburg soll ein gemeinsames Tarifgebiet entstehen.

Bus und Bahn sollen angenehmer werden. Die BahnCard 50 soll im Landes-Tarif gelten. Mit Hamburg soll es einen gemeinsamen Tarif geben. Bahnhöfe sollen Schutz vor Wetter und WLAN bekommen.

Das gemeinsame Tarifgebiet soll langfristig auch Norddeutschland und Süddänemark umfassen. Kurkarten sollen in Tourismusgebieten als Nahverkehrsticket gelten, für Eintrittskarten wird das geprüft. Bahnhöfe und Haltestellen sollen unter anderem Wetterschutz und WLAN erhalten, auch das Umfeld mit Rad- und Fußwegen soll besser werden. Die Fahrradmitnahme in Zügen, Fähren und Überlandbussen soll günstiger gestaltet werden. Außerdem soll das Land stärker ans europäische Nachtzugnetz angebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 138)
„Wir wollen die BahnCard 50 im SH-Tarif anerkennen und werden uns weiter für ein gemeinsames Tarifgebiet mit Hamburg sowie perspektivisch Norddeutschland und Süddänemark einsetzen.“
Seite 138 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Bessere Tarife und Angebote sollen mehr Menschen zum klimafreundlichen Nahverkehr bringen.

Güterverkehr auf die Schiene verlagern

Die Grünen wollen den Güter- und Schwerlastverkehr rasch klimaneutral machen. Vorrang haben weniger Verkehr und der Wechsel von der Straße auf die Schiene. Für den verbleibenden Lkw-Verkehr setzt das Programm auf elektrische Antriebe, grünen Wasserstoff und synthetische Kraftstoffe.

Die Grünen wollen mehr Waren mit dem Zug transportieren. Dafür soll es mehr Verlade-Stellen und Gleis-Anschlüsse geben. Lastwagen sollen nur noch kurze Strecken fahren. Die übrigen Lastwagen sollen ohne Diesel fahren.

Verladestellen und Werksgleisanschlüsse sollen reaktiviert oder neu gebaut werden, und neue größere Gewerbegebiete und Logistikzentren sollen einen Gleisanschluss bekommen. Mehr Hochleistungsterminals sollen den Kombinierten Verkehr stärken, damit Lkw langfristig auf Strecken über 50 Kilometer nicht mehr nötig sind. Auf Bundesebene wollen die Grünen ein Konzept zur Regionalisierung des Schienengüterverkehrs erreichen. Den Feldversuch zum E-Highway auf der A1 wollen sie gemeinsam mit den norddeutschen Nachbarländern zu einem „E-Highway-Nord“ erweitern. Beim Ausbau sollen Bürgerinnen und Bürger früh beteiligt und Lärmschutz beachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 139)
„Priorität hat für uns Verkehrsvermeidung und die Verlagerung der Schwerlastverkehre auf die Schiene.“
Seite 139 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Güterverkehr soll schrittweise von der Straße auf die Schiene und auf klimaneutrale Antriebe umgestellt werden, was den Klimaschutz im Verkehr ausbaut.

Landesweites Bildungsticket für 365 Euro einführen

Die Grünen wollen ein Bildungsticket einführen, das rund um die Uhr im ganzen Land gilt und 365 Euro im Jahr kostet. Es soll junge Menschen und ihre Familien bei den Fahrtkosten entlasten und die Mobilitätswende bezahlbarer machen.

Die Grünen wollen ein neues Ticket für junge Menschen. Es kostet 365 Euro im Jahr. Es gilt im ganzen Land und zu jeder Zeit. Familien sollen so weniger für Fahrten zahlen.

Das Ticket richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und alle unter 21 Jahren in Schleswig-Holstein. Für Menschen mit geringem Haushaltseinkommen streben die Grünen einen Rabatt von 50 Prozent an. Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass die Kosten der Schülerbeförderung oft kaum oder gar nicht übernommen werden und Familien belasten. Das Land soll eine Anschubfinanzierung leisten.

Originalzitat anzeigen (Seite 139)
„Für 365 Euro jährlich können junge Schleswig-Holsteiner*innen von einem günstigen landesweiten Mobilitätsangebot profitieren.“
Seite 139 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues, vom Land anfinanziertes vergünstigtes Ticket mit Sozialrabatt erweitert öffentliche Leistungen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Günstiger Nahverkehr für junge Menschen soll den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel fördern.

Infrastrukturoffensive für den Radverkehr starten

Die Grünen wollen stark in Radwege und Abstellanlagen investieren, auch in den Kommunen. Radwege sollen in ebenso gutem Zustand sein wie die Straße daneben. Das Fahrrad gilt dem Programm als günstiges und emissionsfreies Verkehrsmittel.

Die Grünen wollen viel Geld für das Fahrrad ausgeben. Rad-Wege sollen so gut sein wie die Straßen daneben. Es soll mehr sichere Stell-Plätze für Räder geben. Auch Leih-Räder will die Partei fördern.

Gefördert werden sollen Radanlagen, die den aktuellen Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) entsprechen; Fahrradstraßen sollen deutlich einfacher genehmigt werden. Bei jeder Straßeninstandsetzung sollen auch die Radwege saniert und möglichst barrierefrei ausgebaut werden, neue Zweirichtungsradwege müssen breit genug für Lastenräder und Handbikes sein. Geschützte Radstreifen (Protected Bike Lanes) und ausreichend Stellplätze sollen durch Änderungen im Bau-, Straßen- und Wegerecht möglich werden. Geplant sind Förderprogramme für überdachte, abschließbare Abstellanlagen und für regionale Fahrradverleihsysteme. Geeignete Wirtschaftswege sollen ins Radwegenetz aufgenommen werden, und Landesgebäude sollen bei Stellplätzen, Duschen und Umkleiden Vorbild sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 140)
„wollen wir in den nächsten Jahren kräftig investieren und damit die größte Infrastrukturoffensive fürs Rad in der Geschichte Schleswig-Holsteins starten“
Seite 140 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vorgesehen sind höhere öffentliche Investitionen und neue Förderprogramme des Landes.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Radinfrastruktur soll emissionsfreie Mobilität gegenüber dem Auto stärken.

Fußverkehr und barrierefreie Wege stärken

Die Grünen wollen das Zufußgehen als klimafreundliche und gesunde Fortbewegung auf kurzen Wegen fördern. Fußwege sollen breit, barrierefrei und vom Radverkehr getrennt sein. Die Rechte von Fußgängerinnen und Fußgängern sollen auf allen Ebenen gestärkt werden.

Die Grünen wollen das Gehen zu Fuß leichter machen. Fuß-Wege sollen breit sein und keine Hindernisse haben. Räder sollen getrennt davon fahren. Dunkle Unterführungen sollen verschwinden.

Genannt werden mehr Querungshilfen, niedrigere Geschwindigkeiten und Ampelschaltungen mit Vorrang für den Fußverkehr. Bodenleitsysteme und Doppelquerungen sollen Menschen mit Sinnes- oder Mobilitätseinschränkungen helfen. Sogenannte Angsträume wie dunkle Unterführungen sollen beseitigt werden, auch mithilfe intelligenter Beleuchtung. Bei der Planung sollen künftig auch die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 141)
„Auf kommunaler Ebene unterstützen wir die Herstellung und den Ausbau von barrierefreien und breiten Fußwegen.“
Seite 141 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weniger Autos, mehr E-Mobilität und Carsharing

Nach dem Willen der Grünen soll das private Auto künftig eine kleinere Rolle im Verkehr spielen und emissionsfrei fahren. Dafür sollen Ladeinfrastruktur und Carsharing ausgebaut werden. Die Zahl der Autos soll durch gute öffentliche Angebote sinken.

Die Grünen wollen, dass es weniger Autos gibt. Autos sollen keine Abgase mehr ausstoßen. Dafür soll es mehr Lade-Stationen geben. Auch das Teilen von Autos soll leichter werden.

Das Programm verweist darauf, dass Schleswig-Holstein bei den Neuzulassungen von Elektroautos bundesweit vorn liege, und will diese Position ausbauen. Zum Ausbau der Ladeinfrastruktur gehören ausdrücklich Lösungen für Mehrfamilienhäuser. Carsharing soll in Stadt und Land dauerhaft gesichert und erweitert werden. Die Umrüstung von Dieselbussen auf Elektroantrieb wollen die Grünen weiter unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 141)
„Den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden wir weiter forcieren, denn sie ist eine wichtige Klimaschutzinfrastruktur.“
Seite 141 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Autoverkehr soll schrumpfen und auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden, gestützt durch mehr Ladepunkte und Carsharing.

Keine neuen Fernstraßen, Erhalt vor Neubau

Die Grünen wollen Geld vorrangig in den öffentlichen Verkehr und die Schiene lenken, weil das Straßennetz im Land bereits gut ausgebaut sei. Neue Bundesfernstraßen lehnen sie ab. Landesstraßen sollen erhalten, aber nicht neu gebaut werden.

Die Grünen wollen keine neuen Autobahnen im Land. Das Geld soll lieber in Bus und Bahn fließen. Das Land soll seine Straßen pflegen. Neue Landes-Straßen soll es nicht bauen.

Über Bundesfernstraßen entscheidet der Bund; die Grünen verweisen auf den im Ampel-Koalitionsvertrag vereinbarten Dialogprozess und die Überprüfung des Bedarfsplans. In diesem Rahmen bekräftigen sie ihre Kritik am Weiterbau der A 20 über den Anschluss an die A 7 hinaus sowie am Ausbau der A 23. Für Landesstraßen gilt der Grundsatz, Bestehendes zu erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„Daher wünschen wir uns keine neuen Bundesfernstraßen vom Bund, der die Entscheidungen hierüber trifft.“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Ablehnung geplanter Autobahnprojekte und der Vorrang für Schiene und öffentlichen Verkehr stellen Klimaschutz vor den Straßenausbau.

Vision Zero: Tempo 80 und Tempo 30

Die Grünen verfolgen das Ziel, dass im Straßenverkehr niemand mehr stirbt. Dazu wollen sie sich, wo es möglich ist, für Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 30 in Ortschaften einsetzen.

Die Grünen wollen, dass niemand mehr im Verkehr stirbt. Dafür sollen Autos langsamer fahren. Auf Land-Straßen soll Tempo 80 gelten. In Orten soll Tempo 30 gelten.

Das Ziel heißt im Programm „Vision Zero“, also null Verkehrstote. Die Grünen wollen dafür die größeren Spielräume im Straßenverkehrsrecht nutzen, die die neue Bundesregierung angekündigt hat. Kommunen, die Modellversuche mit flächendeckendem Tempo 30 starten wollen, sollen unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„werden wir uns dafür einsetzen, die Höchstgeschwindigkeiten 80 km / h auf Landstraßen und 30 km / h innerorts festzulegen“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Niedrigere Höchstgeschwindigkeiten schränken den Autoverkehr gegenüber heute ein, sollen aber nur dort gelten, wo es rechtlich möglich ist.

Häfen bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass alle größeren Häfen des Landes bis 2035 klimaneutral arbeiten. Der Hafenbetrieb soll emissionsfrei werden, und klimaneutrale Schiffsantriebe sollen auf lange Sicht Bedingung sein. Weitere Vertiefungen von Flüssen und Kanälen lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen saubere Häfen bis zum Jahr 2035. Häfen sollen dem Klima dann nicht mehr schaden. Schiffe sollen dort Strom oder Wasserstoff tanken können. Flüsse und Kanäle sollen nicht tiefer werden.

Das „World Ports Climate Action Program“ soll verbindlich umgesetzt werden. Ab 2025 soll Ladeinfrastruktur für vollelektrische Schiffe bereitstehen, dazu kommt eine Tankinfrastruktur für grünen Wasserstoff. Schiffe mit guter Bewertung im Environmental Ship Index sollen Vorteile erhalten, und die Emissionskontrollgebiete (ECA) sollen ausgeweitet werden. Vertiefungen oder Verbreiterungen etwa des Elbe-Lübeck-Kanals lehnen die Grünen ab: Sie seien nicht wirtschaftlich, und die Ökosysteme sollen geschützt bleiben. Wasserstraßen wie der Nord-Ostsee-Kanal sollen aber regelmäßig instand gehalten werden. Fähren für Rad- und Fußverkehr sollen emissionsfrei fahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„Unser Ziel ist es, dass bis 2035 alle größeren Häfen in Schleswig-Holstein klimaneutral werden.“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Ein festes Zieljahr für klimaneutrale Häfen, verbindliche Vorgaben und klimaneutrale Antriebe als künftige Bedingung führen neue Pflichten zum Schutz des Klimas ein.

Was sagen die anderen Parteien zum Verkehr?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich