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SPD zum Verkehr

Aus dem Programm „Sozial. Digital. Klimaneutral. – Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein (SPD. Besser ist das.)“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Verkehr

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,9), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 8 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Verkehrsanbindung an Hamburg verbessern

Die SPD will die Unterschiede bei der Verkehrsanbindung zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg abbauen. Dafür soll es eine Strategie für alle Verkehrsarten in der Metropolregion und einen gemeinsamen Tarif im Nahverkehr geben.

Die SPD will bessere Verbindungen zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. S-Bahnen und U-Bahnen im Umland sollen besser werden. Für Bus und Bahn soll es einen gemeinsamen Tarif geben. Das heißt: ein Preis-System für die ganze Region.

Die Strategie soll Verbindungen für Fahrrad, Auto, Lkw, Bus und Bahn in der Metropolregion verbessern. Genannt werden bessere S- und U-Bahn-Strecken rund um Hamburg, ein leichteres Umsteigen zwischen Verkehrsmitteln und ein Verbundtarif. Ziel ist laut Programm, das Potenzial der Region wirksamer zu nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Dazu gehören eine Verbesserung von S- und U-Bahn-Strecken im Hamburger Umland ebenso wie bessere Möglichkeiten der Kombination von Verkehrsmitteln und ein Verbundtarif im öffentlichen Nahverkehr.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und ein Verbundtarif bedeuten mehr öffentliche Leistungen im bestehenden System.

Klimafreundliches Mobilitätssystem bis 2030 aufbauen

Die SPD will bis 2030 im ganzen Land ein modernes, klimafreundliches Verkehrssystem schaffen, das mit Hamburg und Dänemark verknüpft ist. In Städten soll der Individualverkehr sinken, auf dem Land bleibt das Auto Teil des Konzepts, soll aber künftig keine Schadstoffe mehr ausstoßen.

Die SPD will den Verkehr bis 2030 klima-freundlich machen. In Städten sollen weniger Autos fahren. Auf dem Land brauchen viele Menschen weiter ein Auto. Autos sollen aber bald keine Abgase mehr ausstoßen. Auch Menschen mit wenig Geld sollen sich so ein Auto leisten können.

Maßstäbe der Partei sind Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit, Barrierefreiheit und Verlässlichkeit. Autos sollen künftig vor allem mit Strom fahren, teils auch mit Wasserstoff oder synthetischen Kraftstoffen aus erneuerbaren Energien. Das Land sieht seine Aufgabe darin, mit Bund, Kommunen und Unternehmen die Infrastruktur von Autobahnen über Radwege und Schienen bis zu Wasserwegen zu organisieren und die Verkehrsmittel gut zu verknüpfen. Eine übergreifende Verkehrsplanung soll mit Siedlungs- und Flächenplanung verbunden werden; der ÖPNV soll auch über Drittfinanzierung wie das Job-Ticket mehr Geld erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Dafür werden wir die Verkehrswende voranbringen und bis 2030 in ganz Schleswig-Holstein ein modernes und klimafreundliches Mobilitätssystem aufbauen“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der öffentliche Nahverkehr und die Infrastruktur sollen mit mehr öffentlichem Geld und staatlicher Planung gestärkt werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Verkehr soll bis 2030 klimafreundlich umgebaut und der Autoverkehr in Städten verringert werden, ohne dass das Auto auf dem Land infrage gestellt wird.

Günstige Tickets und kostenfreien Nahverkehr für Junge schaffen

Die SPD will, dass Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen langfristig kostenlos Bus und Bahn fahren. Als Zwischenschritt plant sie ein 365-Euro-Ticket für Kinder und Jugendliche, die Abschaffung der Schülerbeförderungskosten und stabile Ticketpreise.

Kinder und Jugendliche sollen später kostenlos Bus und Bahn fahren. Das soll auch für Menschen mit Behinderungen gelten. Zuerst soll es ein Jahres-Ticket für 365 Euro geben. Der Weg zur Schule soll nichts mehr kosten. Die Ticket-Preise sollen nicht weiter steigen.

Das 365-Euro-Ticket soll gemeinsam mit den Kommunen eingeführt werden. Hinzu kommen ein Azubi-Ticket und ein Ticket für Freiwilligendienstleistende. Die SPD strebt einen einheitlichen Tarifverbund im Norden an und will den Schleswig-Holstein-Tarif attraktiver machen, etwa mit preisgünstigen Mehrfachfahrscheinen und vergünstigten Zeittickets. Die Preise im Tarifverbund NAH.SH sollen mittelfristig nicht mehr steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Unser langfristiges Ziel ist es, dass insbesondere Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen Bus und Bahn kostenfrei nutzen können.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergünstigte und langfristig kostenfreie Tickets für bestimmte Gruppen sowie der Wegfall der Schülerbeförderungskosten weiten öffentlich finanzierte Leistungen schrittweise aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Günstigere Tickets sollen den Umstieg auf Bus und Bahn als klimafreundliche Verkehrsmittel fördern.

ÖPNV ausbauen und neue Mobilitätsdienste fördern

Die SPD will den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, auch auf dem Land, und dabei vor allem alternative Antriebe und Schienensysteme fördern. Ein Förderprogramm für Kommunen soll ergänzende Angebote wie Carsharing, Shuttledienste und Anruf-Sammel-Taxis unterstützen, begleitet von einer digitalen Mobilitätsplattform.

Die SPD will mehr Busse und Bahnen, auch auf dem Land. Gemeinden sollen Geld für neue Angebote bekommen. Dazu gehören geteilte Autos und Räder oder Sammel-Taxis. Eine digitale Plattform soll Bus und Bahn besser verbinden. Auch Bürger-Busse sollen mehr Geld bekommen.

Das Förderprogramm richtet sich auf „Mobility as a Service“, also per App buchbare Fahrdienste, Car- und Bikesharing, Shuttles und Anruf-Sammel-Taxis, die den bestehenden Nahverkehr ergänzen, aber nicht schwächen sollen. Gemeinsam mit der Metropolregion Hamburg und Dänemark soll eine öffentliche digitale Plattform entstehen, die Bus und Bahn verknüpft und den Individualverkehr besser steuert, etwa durch abgestimmte Baustellen. Bürgerbusse und ansprechende Haltestellen sollen stärker gefördert werden. Mobilitätsgenossenschaften sollen Beratung, finanzielle Anreize und eine digitale Vernetzungsplattform erhalten; für stark vom Straßenverkehr belastete Wohngebiete will das Land Entlastungslösungen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir werden den Ausbau eines kundenfreundlichen ÖPNV fördern. Dafür sollen vor allem alternative Antriebe sowie schienengebundene Systeme gefördert werden.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förderprogramme für Kommunen, Bürgerbusse und Genossenschaften erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Mobilität.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung von Nahverkehr, alternativen Antrieben und Schienensystemen soll den Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel erleichtern.

Bahnverkehr vollständig dieselfrei machen

Die SPD will, dass in Schleswig-Holstein keine Dieselzüge mehr fahren. Dazu sollen weitere Strecken Oberleitungen bekommen. Weil das teuer ist und lange dauert, setzt das Programm zugleich auf neue Antriebs- und Speichertechnik.

Die SPD will keine Diesel-Züge mehr im Land. Mehr Strecken sollen Strom-Leitungen bekommen. Das dauert lange und kostet viel Geld. Deshalb sollen auch Züge mit neuer Technik fahren, zum Beispiel mit Akku.

Laut Programm ist nur etwa ein Drittel der Schienenwege im Land elektrifiziert. Die SPD will zusätzliche Oberleitungen bauen, hält es aber nicht für möglich, den Rückstand in wenigen Jahren aufzuholen. Parallel sollen deshalb neue Antriebe und Speicher saubere Mobilität auch auf Strecken ohne Oberleitung ermöglichen. Genannt werden unter anderem die Elektrifizierung der Marschbahn sowie der Strecken Itzehoe–Wilster–Brunsbüttel und Lübeck–Kiel.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Wir werden den Bahnverkehr in Schleswig-Holstein komplett dieselfrei machen.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Umstellung verlangt zusätzliche öffentliche Investitionen in die Schieneninfrastruktur.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Bahnverkehr soll schrittweise auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden, was den Klimaschutz im Verkehr innerhalb des bestehenden Systems verstärkt.

Schienennetz und Bahnangebot ausbauen

Die SPD will das Bahnfahren attraktiver machen und das Netz erweitern. Überall im Land soll die nächste Station höchstens 20 Kilometer entfernt sein, und die Nutzung der Bahn soll in fünf Jahren um 20 Prozent steigen. Das soll ländliche Räume stärken und Städte sowie Straßen entlasten.

Die SPD will mehr und bessere Bahn-Verbindungen. Niemand soll weiter als 20 Kilometer bis zum nächsten Bahnhof haben. In fünf Jahren sollen deutlich mehr Menschen Bahn fahren. Züge sollen pünktlicher und schneller werden. In allen Zügen soll es WLAN geben.

Vorgesehen sind mehr Zuverlässigkeit und Tempo, WLAN in allen Zügen und die Fahrradmitnahme in jedem Zug. Stillgelegte Strecken wie die nach Geesthacht sollen wieder in Betrieb gehen, Light-Rail-Angebote sollen erforscht und etwa zwischen Malente und Lütjenburg erprobt werden. Gemeinsam mit Bund und Kommunen will die SPD unter anderem die S4, den Engpass Pinneberg–Elmshorn und mögliche Stadtbahnen in Kiel und Lübeck voranbringen. Bei der Fehmarnbeltquerung sollen die Hinterlandanbindung und zusätzlicher Lärmschutz nach den Forderungen der Region umgesetzt werden. Das landeseigene Bahnunternehmen AKN soll gestärkt werden, Fähren sollen voll in den Nahverkehr eingebunden sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Unser Ziel ist, dass die nächste Bahnstation überall in Schleswig-Holstein nicht weiter als 20 km vom Wohnort entfernt ist.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Programm setzt auf mehr öffentliche Investitionen in die Schiene und auf die Stärkung eines staatlichen Bahnunternehmens.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau des Bahnangebots soll Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern und wird als Beitrag zum Klimaschutz begründet.

Flächendeckendes Ladesäulennetz als öffentliche Aufgabe sichern

Die SPD will, dass das Land ein lückenloses Netz an Ladesäulen für Elektroautos gewährleistet. Sie ordnet das der öffentlichen Daseinsvorsorge zu, weil sich der Betrieb nicht an jedem Standort rechnet. Besonders gefördert werden sollen Ladesäulen in dicht bebauten Wohngebieten.

Die SPD will überall im Land Lade-Säulen für E-Autos. Das Land soll dafür sorgen. Denn nicht überall lohnt sich eine Lade-Säule für Firmen. Besonders viele Säulen soll es bei Mehr-Familien-Häusern geben.

Das Programm sieht klimafreundliche Antriebe für Autos, Busse und Lkw als entscheidend an. Anders als Tankstellen seien Ladesäulen nicht überall wirtschaftlich, weshalb das Land die Versorgung sicherstellen soll. Wer in einem Mehrfamilienhaus ohne eigenen Stellplatz mit Wallbox wohnt, brauche öffentliche Ladepunkte zu bezahlbaren Preisen. Deshalb soll die Aufstellung in verdichteter Wohnbebauung gezielt gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Daher sehen wir das Land in der Verantwortung, dass ein flächendeckendes Netz an E-Ladesäulen sichergestellt wird.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Ladeinfrastruktur wird zur öffentlichen Daseinsvorsorge erklärt und soll dort staatlich abgesichert werden, wo der Markt sie nicht bereitstellt.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Ladepunkte soll den Umstieg auf Elektroautos erleichtern und fördert damit klimafreundliche Antriebe.

Landesstraßen bis 2035 sanieren, gezielt ausbauen

Die SPD stellt beim Straßenbau den Erhalt vor den Neubau und will bis 2035 alle Landesstraßen saniert haben. An einzelnen Stellen sollen Straßen dennoch ausgebaut werden, etwa die A20 mit Elbquerung. Damit Projekte schneller vorankommen, soll der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr mehr Personal erhalten.

Viele Straßen im Land sind kaputt. Die SPD will bis 2035 alle Landes-Straßen reparieren. Reparieren ist ihr wichtiger als neu bauen. Einige Straßen sollen trotzdem größer werden, zum Beispiel die Autobahn A20. Die Straßenbau-Behörde soll mehr Leute bekommen.

Laut Programm ist rund ein Drittel der Landesstraßen in schlechtem Zustand. Als Ausbauprojekte aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 nennt die SPD die A20 samt Elbquerung bei Glückstadt, die B5 an der Westküste, die A21 und einen Ersatz für die Rader Hochbrücke. Aus Sicht der SPD liegt das Problem bei den Antrieben der Fahrzeuge und nicht bei neuen Straßen. Verkehrsprojekte würden bisher zu langsam umgesetzt, was die Kosten erhöhe. Deshalb will die SPD eine starke staatliche Infrastrukturverwaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Wir werden deshalb weiter in die Sanierung investieren. Bis 2035 wollen wir so alle Landesstraßen saniert haben.“
Seite 82 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die SPD will mehr öffentliche Investitionen in Straßen und eine personell stärkere staatliche Bauverwaltung.

  • Klimaausgewogen

    Der Vorrang für den Erhalt und klimafreundliche Antriebe steht neben dem Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen, sodass der Punkt beide Anliegen verbindet.

1.000 Kilometer Radwege sanieren oder bauen

Die SPD will innerhalb von fünf Jahren 1.000 Kilometer Radweg erneuern oder neu anlegen. Velorouten und Radschnellwege sollen besonders gefördert werden. In der Verkehrsplanung soll der Radverkehr gleichrangig mit dem Autoverkehr behandelt werden.

Die SPD will in fünf Jahren 1.000 Kilometer Radwege reparieren oder neu bauen. Es soll schnelle Radwege zwischen Städten geben. Fahrräder sollen bei der Planung so wichtig sein wie Autos. An Bahnhöfen soll man E-Bikes abstellen und laden können.

Überregionale Radschnellwege will die SPD nach Möglichkeit in der Baulast des Landes errichten und betreiben. An Umsteigeorten sollen neue Bike-and-Ride-Stationen entstehen, an denen Räder geschützt stehen und E-Bikes geladen werden können. Die Infrastruktur soll gemeinsam mit den Radverkehrsverbänden weiterentwickelt werden. Geplant ist außerdem ein landesweiter Aktionstag zur Fahrradsicherheit mit Information und Schwerpunktkontrollen, etwa zu zugeparkten Radwegen und Seitenabständen.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Unser Ziel ist es, in den nächsten fünf Jahren 1.000 km Radweg zu sanieren oder, wo nötig, neu zu bauen.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll zusätzlich investieren und Radschnellwege in eigener Verantwortung bauen und betreiben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Radinfrastruktur und die Gleichstellung mit dem Autoverkehr fördern eine klimafreundliche Verkehrsart.

Wasserstraßen, Binnenschifffahrt und Häfen stärken

Die SPD will in Wasserstraßen und Häfen investieren und mehr Güter von der Straße aufs Binnenschiff verlagern. Die Seehäfen sollen bessere Hinterlandanbindungen bekommen und stärker zusammenarbeiten. Das Programm begründet dies mit wirtschaftlicher Stärke, entlasteten Straßen und klimafreundlicherem Transport.

Die SPD will Geld in Kanäle und Häfen stecken. Mehr Waren sollen mit dem Schiff fahren statt mit dem Lkw. Das ist besser für das Klima und macht die Straßen leerer. Die Häfen sollen bessere Verbindungen ins Land bekommen.

Nach Angaben des Programms ersetzt ein modernes Binnenschiff bis zu 150 Lkw, weshalb der Elbe-Lübeck-Kanal als besonders wichtig gilt. Gegen sinkende Pegelstände könnten autonome oder teilautonome Steuersysteme helfen, die kleinere Schiffe mit wenig Tiefgang ermöglichen. Das Land soll dabei und bei nachhaltigen Antrieben vorangehen, was auch den Werften nützen könne. Die Hafenförderung soll vorhandene Stärken der Standorte berücksichtigen, die Interessenvertretung bei Bund und EU soll intensiver werden. Lübeck soll auf die Fehmarnbeltquerung vorbereitet werden, und die Häfen sollen sich für eine mögliche Nordpolar-Route positionieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir werden eine aktive Hafenpolitik mit dem Ausbau entsprechender Hinterlandanbindungen für Seehäfen umsetzen.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vorgesehen sind öffentliche Investitionen in Wasserstraßen und Häfen sowie eine aktive staatliche Hafenpolitik.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Güter sollen von der Straße aufs Schiff verlagert und nachhaltige Antriebe eingesetzt werden, was das Programm mit dem Klimaschutz begründet.

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Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich