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Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Wir sind Stadt. Land. Schleswig-Holstein. Programm zur Landtagswahl am 8. Mai 2022“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 212 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kindertagespflege aufwerten

Die Grünen wollen die Kindertagespflege durch bessere Beratung und Fortbildung aufwerten. Sie soll als Betreuungsform neben der Kita stets mitberücksichtigt werden.

Tagesmütter und Tagesväter betreuen auch Kinder. Die Grünen finden diese Arbeit wichtig. Es soll mehr Beratung und Fortbildung für sie geben. Sie sollen sich besser austauschen können.

Aus Sicht des Programms leistet die Kindertagespflege einen unverzichtbaren Beitrag zur Betreuung. Beratungs- und Fortbildungsangebote sollen laufend verbessert, Austausch und Vernetzung gestärkt werden. Für die Kommunen will die Partei Handlungsempfehlungen erarbeiten, etwa zu Vertretungsregelungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir setzen uns für eine kontinuierliche Verbesserung der Beratungs- und Fortbildungsangebote und damit einhergehende Aufwertung der Kindertagespflege ein.“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kita-Gebühren senken, Beitragsfreiheit anstreben

Die Grünen wollen Eltern bei den Kita-Kosten entlasten: Die Geschwisterermäßigung soll zu einer Familienermäßigung werden und der Gebührendeckel schrittweise sinken. Mittelfristig soll die Kita beitragsfrei sein.

Die Kita soll für Eltern billiger werden. Familien mit mehreren Kindern sollen weniger zahlen. Die höchste erlaubte Gebühr soll nach und nach sinken. Später soll die Kita gar nichts mehr kosten.

Nach dem Programm dürfen Gebühren niemanden von frühkindlicher Bildung ausschließen, zugleich soll die Qualität gesichert bleiben. Die Ermäßigung soll nicht mehr nur für Geschwister gelten, die gleichzeitig eine Kita besuchen. Die Sozialstaffel, also die Staffelung der Beiträge nach Einkommen, soll verbessert werden. Der Gebührendeckel soll samt Verpflegungskosten schrittweise sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Um Familien finanziell zu entlasten, werden wir die Geschwisterermäßigung deutlich ausweiten, weg von einem System nur für Kitakinder hin zu einer Familienermäßigung. Mittelfristig streben wir die Beitragsfreiheit an.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Elternbeiträge sollen schrittweise sinken und die Kita stärker öffentlich finanziert werden; die Beitragsfreiheit ist nur ein mittelfristiges Ziel.

Kitaplätze ausbauen und Schulstart vorbereiten

Die Grünen wollen so viele zusätzliche Kitaplätze schaffen, dass der Rechtsanspruch ab dem ersten Lebensjahr überall im Land erfüllt wird. Im Jahr vor der Einschulung sollen alle Kinder gleiche Startchancen erhalten.

Jedes Kind ab einem Jahr hat ein Recht auf einen Kita-Platz. Dafür fehlen noch Plätze. Die Grünen wollen mehr Plätze bauen. Geld für den Bau soll leichter zu bekommen sein. Kita und Schule sollen eng zusammen-arbeiten.

Das Land soll weiter in neue Plätze investieren, und Träger sowie Kommunen sollen Bauzuschüsse einfacher beantragen können. Auch nach einem Umzug oder Zuzug soll ein Kind einen Platz bekommen. Für das letzte Jahr vor der Grundschule sieht das Programm flexible Modelle mit guter Sozialstaffel vor. Fließende Übergänge und enge Kooperationen von Kita und Schule sollen unterstützt werden, weil Kinder unterschiedlich weit entwickelt sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Wir investieren weiterhin in den Ausbau von Plätzen und wollen, dass Träger und Kommunen Bauzuschüsse leichter beantragen können.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weitere öffentliche Investitionen in Kitaplätze bauen das staatliche Betreuungsangebot schrittweise aus.

Betreuungszeiten in Kitas flexibler machen

Die Grünen wollen die Trennung von Kern- und Randzeiten bei den Kita-Gebühren abschaffen und eine monatliche statt wöchentliche Höchststundenzahl einführen. Eltern mit sehr frühen oder späten Arbeitszeiten sollen keine finanziellen Nachteile haben.

Manche Eltern arbeiten sehr früh oder sehr spät. Sie sollen für die Kita nicht mehr zahlen als andere. Die Betreuungs-Zeiten sollen flexibler werden. Auch Kinder in verschiedenem Alter sollen am Nachmittag zusammen betreut werden können.

Als Beispiele für betroffene Berufe nennt das Programm Medizin, Einzelhandel und Handwerk; die Gebühren für Nachtschlafzeiten sollen zugunsten der Eltern überprüft werden. In der Nachmittagsbetreuung sollen Familiengruppen Krippen-, Elementar- und Hortkinder gemeinsam aufnehmen können. Kita-Räume könnten in Randzeiten für Tagespflegepersonen oder Eltern geöffnet werden. Eine Kampagne soll die Akzeptanz von Betreuung zu ungewöhnlichen Uhrzeiten erhöhen. Geprüft wird, ob statt fester Schließzeiten eine individuelle dreiwöchige Familienzeit auch in kleinen Einrichtungen möglich ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Zudem wollen wir im Gebührensystem die Unterteilung der Betreuungszeit in Kern- und Randzeiten abschaffen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Betreuung zu ungewöhnlichen Zeiten soll erleichtert und gesellschaftlich stärker akzeptiert werden, was die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unterschiedliche Lebensmodelle fördert.

Unterstützung für Familien ausbauen und bündeln

Die Grünen wollen Familien im Alltag stärker unterstützen und ein Landesgesetz zur Familienförderung prüfen. Beratung, Hilfen und Förderangebote sollen gebündelt und leichter erreichbar werden.

Die Grünen wollen Familien mehr helfen. Sie prüfen ein neues Gesetz für Familien im Land. Beratung und Hilfe sollen leichter zu finden sein. Es soll weniger Papierkram geben.

Zusammen mit den Kommunen soll ein Hilfsnetz für alle Eltern entstehen, das Kitas, Tagespflege, Ganztag, Vereine, Frühe Hilfen, Familienhebammen, Familienzentren und Familienbildungsstätten umfasst. Auf Landesebene soll ein Konzept für bessere Familienunterstützung entstehen, das Ideen wie Familienbüros aus anderen Ländern aufgreift. Frühe Hilfen wie Elternkurse und Beratung sollen wachsen. Vorgesehen sind außerdem mehr Dolmetscherinnen und Dolmetscher für Fremdsprachen und Gebärden sowie mehrsprachige Angebote in den Gemeinden, die auch Kitas und Schulen nutzen können. Die geplante Kindergrundsicherung des Bundes will die Partei auswerten und prüfen, ob sie Bedarfe wie Lernmittel abdeckt.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Aus diesem Grund werden wir die Unterstützung für Familien ausbauen und ein Familienförderungsgesetz auf Landesebene prüfen.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Hilfs- und Beratungsangebote für Familien sollen ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärken

Die Grünen wollen, dass Familie und Beruf besser zusammenpassen, und setzen dafür auf Betreuungsangebote und flexible Arbeitszeiten. Im Bund wollen sie sich für eine verkürzte Vollzeit für Eltern einsetzen.

Eltern sollen Arbeit und Familie besser verbinden können. Die Grünen wollen mehr Geld für Betreuung ausgeben. Firmen sollen flexible Arbeits-Zeiten anbieten. Eltern sollen auch kürzer in Vollzeit arbeiten können.

Das Land soll in Betreuungsangebote investieren. Unternehmen sollen bei einer geschlechtergerechten Familienfreundlichkeit unterstützt werden, indem flexible Arbeitszeitmodelle gefördert werden. Ziel ist nach dem Programm eine gerechtere Aufteilung der Arbeit zwischen den Geschlechtern in Familien. Für die kurze Vollzeit will sich die Partei auf Bundesebene einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Wir setzen uns auf Bundesebene für eine kurze Vollzeit ein, die es Eltern aller Geschlechter ermöglicht, Beruf und Familie gut zu vereinbaren.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen in Betreuung und ein neues Arbeitszeitmodell erweitern die Rolle des Staates schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Arbeitsteilung in Familien soll gleichmäßiger zwischen den Geschlechtern verteilt werden, was eine Verschiebung zu Gleichstellung ist.

Jugendstrategie und Jugend-Check einführen

Die Grünen wollen eine eigene jugendpolitische Strategie für Schleswig-Holstein entwickeln und neue Gesetze künftig auf ihre Folgen für junge Menschen prüfen. Außerdem soll der Bund einen Digitalpakt für die Jugendarbeit auflegen.

Die Grünen wollen einen Plan für die Jugend im Land machen. Neue Gesetze sollen geprüft werden: Was bedeuten sie für junge Menschen? Diese Prüfung heißt Jugend-Check. Die Jugendarbeit soll Geld für digitale Technik vom Bund bekommen.

Die Strategie soll auf der Jugendstrategie der Bundesregierung aufbauen und die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ins Zentrum rücken. Beteiligt werden sollen unter anderem der Landesjugendring und die Landesvertretungen der Schülerinnen und Schüler. Wie der Jugend-Check aussieht, soll zusammen mit jungen Menschen erarbeitet werden. Der geforderte Digitalpakt des Bundes soll offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendverbände und Jugendhilfe umfassen. Fachkräfte in den Kommunen sollen einen datenschutzrechtlichen Rahmen für medienpädagogische Arbeit erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Um Gesetzesfolgen für junge Menschen abschätzen zu können, soll perspektivisch bei neuen Gesetzen ein Jugend-Check eingeführt werden.“
Seite 68 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Jugendzentren und Freizeitangebote fördern

Die Grünen wollen Jugendzentren und offene Jugendarbeit finanziell fördern und mit einem Programm klimaneutral modernisieren, erweitern und neu eröffnen. Junge Menschen sollen eigene Aufenthaltsräume im öffentlichen Raum und mehr Kultur-, Sport- und Freizeitangebote bekommen.

Die Grünen wollen Jugend-Zentren mit Geld unterstützen. Sie sollen erneuert werden und neue sollen öffnen. Junge Menschen sollen eigene Orte zum Treffen bekommen. Es soll mehr Angebote für Sport, Kultur und Freizeit geben.

Im öffentlichen Raum sollen Rückzugs- und Treffpunkte für junge Menschen entstehen. Jugendgerechte Angebote sollen vor allem auf dem Land und in armutsgefährdeten Stadtteilen stärker gefördert werden. Sportvereine und Jugendzentren sollen E-Sport anbieten können. Die Bedürfnisse junger Menschen sollen in die Stadtplanung einfließen. Ein Aktionsplan gegen Rassismus, Gewalt und Sucht soll Schulen und Träger bei der Vorbeugung unterstützen, und die Ansprüche auf Beratung nach dem Sozialgesetzbuch VIII sollen umgesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Diese Orte wollen wir finanziell unterstützen und ein Programm aufsetzen, um diese klimaneutral zu erneuern, auszubauen und neu zu eröffnen.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Förderprogramm und mehr öffentliche Mittel für Jugendeinrichtungen bauen staatliche Leistungen aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Jugendeinrichtungen sollen klimaneutral erneuert werden, was Klimaschutz in die öffentliche Förderung einbezieht.

Jugendämter und Pflegekinderhilfe besser ausstatten

Die Grünen wollen die Personalausstattung der Allgemeinen Sozialen Dienste in den Jugendämtern verbessern und dafür mit den Kommunen feste Standards vereinbaren. Aus Sicht des Programms ist genug Personal die Voraussetzung für wirksamen Kinderschutz.

Die Jugend-Ämter sollen mehr Personal bekommen. Dafür soll es feste Regeln geben. Die Grünen sagen: Nur so kann man Kinder gut schützen. Ein Portal im Internet soll alle Hilfen zeigen.

Kommunen sollen Unterstützung und Förderung erhalten, wenn sie sozialraumorientierte Konzepte und Sozialraumanalysen einführen. Ein landesweites Portal soll alle stationären, teilstationären und ambulanten Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch VIII auflisten, damit Ämter und Familien sie leichter finden. In der Pflegekinderhilfe sollen die Vorgaben des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes umgesetzt und eine Qualitätsoffensive begonnen werden. Geprüft wird, wie die sechzehn Pflegekinderdienste besser zusammenarbeiten und Fortbildungen über Kreisgrenzen hinweg anbieten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„Im Kontext dessen wollen wir gemeinsam mit den Kommunen konkrete Qualitätsstandards für die Personalbemessung einführen.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Personalstandards und mehr Förderung für Jugendämter bedeuten einen Ausbau öffentlicher Leistungen.

Verpflichtende Schutzkonzepte gegen Gewalt an Kindern

Die Grünen wollen, dass alle Einrichtungen mit Kontakt zu Minderjährigen verpflichtend Schutzkonzepte gegen Gewalt und Missbrauch einführen. Zusätzlich soll eine Kinderschutzkommission für Schleswig-Holstein eingerichtet werden.

Die Grünen wollen Kinder besser vor Gewalt schützen. Kitas, Schulen und Vereine sollen einen Schutz-Plan haben müssen. Erwachsene dort sollen Schulungen bekommen. Eine Kommission soll sich um Kinder-Schutz kümmern.

Die Pflicht soll außer für Schulen und Kitas auch für Musikschulen, Sportvereine und Freizeitstätten wie Schwimmbäder gelten; die Einrichtungen erhalten Hilfe beim Erarbeiten der Konzepte. Haupt- und ehrenamtlich tätige Erwachsene sollen Schulungen bekommen. Die Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche beim Landtag soll bei Missbrauchsfragen ausgebaut und für alle zugänglich werden. Das Landesprogramm zur Vorbeugung sexualisierter Gewalt wird fortgeführt und die Fachaufsicht des Landesjugendamts gestärkt. Aufklärung über sexualisierte Gewalt und manipulative Gesprächstechniken soll auch im Schulunterricht stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„auch Sportvereine, Musikschulen und Freizeiteinrichtungen wie zum Beispiel Schwimmbäder, verpflichtend Schutzkonzepte einführen und diese wirksam umsetzen und leben.“
Seite 70 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich