Wahlrecht für alle dauerhaft hier Wohnenden
Die Grünen wollen erreichen, dass alle Menschen ab 16 Jahren mit dauerhaftem Wohnsitz im Land wählen dürfen. Zugleich sollen Menschen mit Migrationsgeschichte in öffentlichen Einrichtungen angemessen vertreten sein und ihre Selbstorganisationen Geld erhalten.
Die Grünen wollen ein Wahl-Recht für alle ab 16 Jahren. Es soll für alle gelten, die dauerhaft hier wohnen. Vereine von Zugewanderten sollen Geld bekommen. In Polizei, Schulen und Parlamenten sollen mehr Menschen mit Migrations-Geschichte arbeiten.
Das Programm leitet aus der Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte ein Recht auf Selbstvertretung und Mitwirkung ab. Dafür soll das Integrationsgesetz des Landes weiterentwickelt werden. Als Beispiele für Institutionen mit angemessener Repräsentation nennt die Partei Parlamente, Polizei, Justiz und Lehrkräfte. Außerdem sollen die Ursachen des hohen Armutsrisikos von Menschen mit Migrationsgeschichte im Land wissenschaftlich untersucht und daraus Maßnahmen abgeleitet werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass alle Menschen ab 16 Jahren, die hier dauerhaft wohnen, wählen dürfen.“Einordnung
- Gesellschafteher progressiv
Mehr Repräsentation einer vielfältigen Gesellschaft in staatlichen Institutionen und die Förderung migrantischer Selbstorganisationen zielen auf Vielfalt und Teilhabe.
- Migrationdeutlich offen
Ein Wahlrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit gibt es heute für Nicht-EU-Bürger nicht; es würde die politischen Rechte Zugewanderter grundlegend erweitern.