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SPD zur Familie

Aus dem Programm „Sozial. Digital. Klimaneutral. – Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein (SPD. Besser ist das.)“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familien-App und Familienzentren ausbauen

Die SPD will eine App entwickeln, über die Familien sämtliche staatlichen Leistungen an einem Ort finden und leichter beantragen können. Daneben sollen Familienbildungsstätten, Familienzentren und frühe Hilfen für Eltern kleiner Kinder gestärkt werden.

Die SPD will eine App für Familien machen. Dort finden Familien alle Hilfen vom Staat. Kinder sehen dort auch Angebote für Freizeit. Außerdem sollen Familien-Zentren mehr Geld bekommen.

In der App sollen auch Kultur- und Sporteinrichtungen digitale Gutscheine anbieten können, damit Kinder ihre Freizeitmöglichkeiten auf einen Blick sehen. Die mehr als 30 Familienbildungsstätten und über 100 Familienzentren im Land will die SPD weiter fördern und nach Bedarf ausbauen. Die frühen Hilfen sollen verbessert werden, mit Angeboten schon für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern. Das Programm begründet dies mit dem Ziel, dass die Herkunft nicht über den Lebensweg entscheiden soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir entwickeln daher eine App, die alle staatlichen Leistungen für Familien bündelt und einfacher abrufbar macht.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Angebote für Familien sollen weiter gefördert und ausgebaut werden, was die staatlichen Leistungen schrittweise erweitert.

Jugendarbeit und benachteiligte Kinder fördern

Die SPD will Jugendverbände unterstützen, die Offene Kinder- und Jugendarbeit landesweit koordinieren und benachteiligte Kinder gezielt fördern. Kein Kind soll aus Geldmangel von Angeboten ausgeschlossen sein. Zudem will sie gegen Kinder- und Jugendarmut vorgehen.

Die SPD will Jugend-Verbände unterstützen. Kein Kind soll wegen Geld ausgeschlossen sein. Arme Kinder sollen mehr Hilfe bekommen. Auch junge Geflüchtete sollen bei der Jugend-Arbeit mitmachen können.

Jugendverbände sollen passende Hilfe erhalten, um Folgen der Pandemie wie den Verlust von Mitgliedern und Ehrenamtlichen aufzufangen. Für Projekte, die junge Geflüchtete zur Jugendarbeit bringen, will die SPD Geld bereitstellen. Stationäre Jugendhilfeeinrichtungen sollen besser ausgestattet werden, und ein neuer Landesrahmenvertrag mit den Trägern soll den Kommunen Orientierung geben. Zu gleichen Chancen zählt das Programm einen jugendgerechten Nahverkehr, schnelles Internet überall und Jugendarbeit in Wohnortnähe. Aus den Einschulungsuntersuchungen sollen gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung abgeleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir fördern daher benachteiligte Kinder und Jugendliche, damit sie selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben können.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Hilfen und öffentliche Angebote für benachteiligte Kinder und die Jugendarbeit sollen besser ausgestattet werden, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Landesprogramm für Kinderschutz auflegen

Die SPD will ein Landespräventionsprogramm entwickeln, das Kinder und Jugendliche vor jeder Form von Gewalt schützen soll. Kinderschutzzentren und Mädchenhäuser sollen ausreichend Geld erhalten, und der Kinderschutz auf dem Land soll gestärkt werden.

Die SPD will Kinder besser vor Gewalt schützen. Dafür plant sie ein Programm für das ganze Land. Kinder-Schutz-Zentren und Mädchen-Häuser sollen genug Geld bekommen. Auch auf dem Land soll der Schutz besser werden.

Das Programm soll Bereiche wie Familie, Schule, Kita, Sport, Behinderung, offene Jugendarbeit und Jugendhilfe einbeziehen. Es soll Schutzkonzepte überall fördern, wo Fachkräfte oder Ehrenamtliche mit jungen Menschen arbeiten, und die Vernetzung der Beteiligten vor Ort ausbauen. Gespräche über den eigenen Körper und über Einvernehmen sollen schon in Kita und Grundschule stattfinden. Kinder und Eltern mit Behinderung sollen eigene Beratungs- und Hilfsangebote bekommen. Die SPD begründet das Vorhaben unter anderem mit den Erfahrungen der Corona-Pandemie.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Deshalb müssen wir gemeinsam das Netz aus Prävention, Intervention und Hilfen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene dringend weiter ausbauen und dauerhaft stärken. Wir werden ein Landespräventionsprogramm entwickeln.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesprogramm und eine gesicherte Finanzierung von Schutzeinrichtungen erweitern die öffentlichen Ausgaben für soziale Dienste.

Kita-Gebühren bis 2027 abschaffen

Die SPD will bis 2027 die Elternbeiträge für Kita, Krippe und Kindertagespflege abschaffen. Sie begründet das damit, dass Gebühren schon Familien mit mittlerem Einkommen den Zugang erschweren.

Die SPD will: Eltern zahlen kein Geld mehr für die Kita. Das gilt auch für Krippe und Tagespflege. Bis 2027 soll es so weit sein. Die SPD findet die Gebühren ungerecht.

Das Programm verweist darauf, dass Schleswig-Holstein als einziges norddeutsches Land noch Kita-Gebühren verlangt. Aus Sicht der SPD sind die Gebühren sozial ungerecht, weil sie auch für Familien mit mittlerem Einkommen eine Hürde darstellen. Die Beitragsfreiheit soll bis 2027 für Kitas, Krippen und die Kindertagespflege gelten. Die SPD kritisiert zugleich, die Kita-Reform der bisherigen Landesregierung habe Eltern, Kommunen und Fachkräfte nicht entlastet.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen bis 2027 die gebührenfreie Kinderbetreuung in den Kitas, Krippen und der Kindertagespflege einführen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung sollen vollständig entfallen und vom Staat getragen werden, was eine öffentliche Leistung grundlegend ausweitet.

Fachkräfte für Kitas gewinnen und qualifizieren

Die SPD will dem Personalmangel in Kitas mit einer bezahlten, praxisnahen Ausbildung und einem leichteren Quereinstieg begegnen. Außerdem sollen Tagespflegepersonen gestärkt und mehr gemischte Fachteams in Kitas eingesetzt werden.

In Kitas fehlen Fachkräfte. Die SPD will die Ausbildung bezahlen. Der Wechsel aus anderen Berufen soll leichter werden. Auch Tagesmütter und Tagesväter sollen mehr Hilfe bekommen.

Die Ausbildung zur sozialpädagogischen Assistenz soll praxisorientiert werden und eine Vergütung enthalten. Wer in diesem Beruf Erfahrung hat, soll sich bezahlt zur Erzieherin oder zum Erzieher weiterbilden können. Für Quereinsteiger sollen landesweit leichter Ausbildungsplätze zu finden sein. Kindertagespflegepersonen sollen bessere Fort- und Weiterbildung erhalten. Für mehr Qualität will die SPD Teams aus Sozialpädagogik, Heilpädagogik und Assistenzkräften fördern und mit den Trägern ein Konzept für inklusive Kitas erarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen die Ausbildung der sozialpädagogischen Assistent*innen zu einer praxisorientierten Ausbildung inklusive Ausbildungsvergütung weiterentwickeln.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergütete Ausbildung und Weiterqualifizierung bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für soziale Berufe innerhalb des bestehenden Systems.

Kita-Plätze und Betreuungszeiten ausbauen

Die SPD will zusätzliche Betreuungsplätze für Kinder unter und über drei Jahren schaffen und dafür mehr Landesgeld für Investitionen bereitstellen. Betreuungszeiten sollen besser zum Berufsleben der Eltern passen, und Kitas in sozial schwierigen Lagen sollen besondere Unterstützung bekommen.

Es gibt zu wenige Kita-Plätze. Die SPD will neue Plätze schaffen. Das Land soll dafür mehr Geld geben. Die Kitas sollen länger offen sein. Kitas in armen Stadtteilen sollen mehr Hilfe bekommen.

Nach Darstellung des Programms wächst der Bedarf an Plätzen schneller als das Angebot. Die SPD will mit Kommunen und Trägern einen Ausbau vereinbaren, bei dem Barrierefreiheit als Qualitätsmerkmal gilt. Geld soll auch in längere Betreuungszeiten fließen, Angebote am frühen Morgen und späten Nachmittag sollen besser bezahlt werden. Für Kitas in Brennpunkten ist ein Rahmenkonzept nach dem Vorbild der Perspektivschulen geplant, etwa mit Mitteln für Sprachförderung, Gesundheit, Ernährung und Sport. Zudem setzt sich die SPD für diskriminierungsfreie, gendersensible Lernmaterialien und passende Fortbildungen ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir werden deshalb neue Kita-Plätze schaffen und gemeinsam mit Kommunen und Trägern eine Ausbauoffensive für U3- und Ü3-Plätze vereinbaren.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr Geld in den Ausbau öffentlicher Kinderbetreuung investieren, was staatliche Leistungen schrittweise erweitert.

  • Gesellschafteher progressiv

    Längere Betreuungszeiten für berufstätige Eltern und gendersensible Lernmaterialien stützen Gleichstellung und Vielfalt.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich