Justiz entlasten, keine Haft für Bagatelldelikte
Die Grünen wollen die Justiz personell stärken, modernisieren und von Aufgaben entlasten, damit Verfahren schneller werden. Niemand soll in NRW wegen Bagatelldelikten in Haft kommen; Ersatzfreiheitsstrafen sollen weitgehend durch gemeinnützige Arbeit ersetzt werden.
Gerichte sollen mehr Personal bekommen. Für kleine Vergehen soll niemand ins Gefängnis. Fahren ohne Ticket soll nicht mehr angezeigt werden. Wer eine Geldstrafe nicht zahlen kann, soll gemeinnützig arbeiten statt in Haft zu gehen. Bei Cannabis soll die Grenze auf 15 Gramm steigen.
Mit den Verkehrsverbünden soll vereinbart werden, ticketloses Fahren als Vertragskonflikt ohne Anzeige zu behandeln. Die NRW-Richtlinien zu Besitz und Konsum von Cannabis sollen einen Grenzwert von 15 Gramm erhalten. Der Jugendarrest, besonders Freizeit- und Warnschussarrest, soll überprüft werden, weil er aus Sicht der Partei weder abschreckt noch erzieht. Die Justiz soll flexiblere, familienfreundlichere Strukturen bekommen und die Vielfalt der Bevölkerung auch in Führungsebenen abbilden. Die Grünen unterstützen die Verstetigung des Pakts für den Rechtsstaat und einen zusätzlichen Digitalpakt.
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„Ersatzfreiheitsstrafen wollen wir weitgehend abschaffen und durch ein System der Abgeltung durch gemeinnützige Arbeit ersetzen.“Einordnung
- Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst
Weniger Haft für Bagatelldelikte, der weitgehende Ersatz von Ersatzfreiheitsstrafen und ein höherer Cannabis-Grenzwert mildern Strafen, während die Strafverfolgung personell gestärkt wird.