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Grüne zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Gute Gründe für Grün. Regierungsprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg ab 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 5 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Waldflächen erhalten und vergrößern

Die Grünen wollen den natürlichen Klimaschutz in Hamburg verstärken. Bestehende Wälder sollen erhalten bleiben und die Waldfläche insgesamt wachsen. Das Programm verweist darauf, dass Wald kühlt und CO2 bindet.

Die Grünen wollen die Wälder in Hamburg schützen. Es soll auch neue Wälder geben. Wald kühlt die Stadt an heißen Tagen. Wald nimmt außerdem CO2 aus der Luft.

Wälder, Moore und Feuchtgebiete gelten dem Programm als Kohlenstoffspeicher und als wichtig für die Artenvielfalt. Die Nutzung der Waldflächen soll überprüft werden. Wald soll an Hitzetagen stärker der Erholung dienen. Als Ausgangspunkt nennen die Grünen Flächen, die in vier Bezirken neu als Wald ausgewiesen und aufgeforstet wurden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir setzen uns deshalb nicht nur für den konsequenten Erhalt der bestehenden Waldflächen ein, sondern wollen die Waldflächen in Hamburg auch weiter vergrößern.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Waldfläche und eine überprüfte Nutzung stärken natürliche CO2-Speicher gegenüber anderen Flächenansprüchen.

Grünes Netz und Parks ausbauen

Die Grünen wollen das Grüne Netz aus verbundenen Grünflächen und Erholungsräumen ausbauen, Parks aufwerten und nach Möglichkeit erweitern. Jede Person in Hamburg soll eine Grünanlage in fünf Minuten zu Fuß erreichen. Das Programm sieht darin einen Schutz vor Sommerhitze und einen Beitrag zu Gesundheit und Artenvielfalt.

Die Grünen wollen mehr und bessere Parks. Die Grün-Flächen sollen miteinander verbunden sein. Jeder Mensch soll in 5 Minuten zu Fuß im Grünen sein. In jedem Park soll es Blumen-Wiesen für Insekten geben. Das Grün kühlt die Stadt im Sommer.

Die Grünflächen sollen naturnah gepflegt werden, etwa mit heimischen Pflanzen und insektenfreundlichen Blühwiesen in jedem Park. Eigentümerinnen und Eigentümer sollen eine Förderung erhalten, wenn sie ihre Gebäude begrünen. Bei jeder Baumaßnahme im öffentlichen Raum soll die städtische Artenvielfalt mit ausgebaut werden. 2019 schloss die Stadt mit dem NABU einen Vertrag zum Stadtgrün in Hamburg; die Grünen wollen dessen Einhaltung sicherstellen. Das Programm beschreibt ihn als Ausgleich zwischen Wohnungsbau und Grünschutz.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Mit dem Ausbau des Grünen Netzes stellen wir weiterhin sicher, dass alle Hamburger*innen in nur 5 Gehminuten eine Grünanlage erreichen können.“
Seite 14 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Entsiegelungsprogramm auflegen, Neuversiegelung begrenzen

Die Grünen wollen mit einem eigenen Programm mehr befestigte Flächen wieder öffnen und renaturieren. Neue Versiegelung soll so gering wie möglich bleiben; langfristig sollen sich Neuversiegelung und Entsiegelung die Waage halten. Laut Programm hilft das gegen Hitzeinseln und lässt mehr Wasser versickern.

Viele Böden in der Stadt sind mit Asphalt oder Beton bedeckt. Die Grünen wollen solche Flächen wieder öffnen. Dann kann Wasser in den Boden fließen. Die Stadt wird im Sommer kühler. Neue Flächen sollen möglichst wenig zugebaut werden.

Bei Straßenplanungen soll künftig regelmäßig neben der Baumbilanz auch eine Entsiegelungsbilanz vorgelegt werden. Die Grünen wollen rechtliche Instrumente prüfen, mit denen die Stadt Flächen für Entsiegelung und Renaturierung gezielt kaufen oder tauschen kann. Eine Flächenverbrauchsstrategie soll auf das langfristige Gleichgewicht hinwirken. Die stadtentwicklungspolitischen Ziele, etwa beim Wohnungsbau, sollen dabei bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Diesen Weg wollen wir mit einem Entsiegelungsprogramm noch ambitionierter fortführen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Entsiegelung und ein langfristiger Ausgleich von Neuversiegelung schränken Flächennutzung zugunsten von Klimaanpassung schrittweise ein.

Wasserstrategie für sichere Trinkwasserversorgung entwickeln

Die Grünen wollen eine Wasserstrategie für Hamburg erarbeiten. Sie soll die Versorgung mit Trinkwasser trotz Dürre und Starkregen sichern und die Preise bezahlbar halten. Regenwasser soll stärker als Brauchwasser genutzt werden.

Die Grünen wollen einen Plan für das Wasser in Hamburg machen. Alle sollen auch in Zukunft Trinkwasser haben. Es soll bezahlbar bleiben. Die Menschen sollen Wasser sparen. Für die Toilette soll man Regenwasser nutzen können.

Das Programm begründet die Strategie mit häufigeren klimabedingten Extremlagen, die die städtische Versorgung belasten. Zur Strategie gehört, das Bewusstsein für einen sparsamen Umgang mit Wasser zu stärken. Neue Technologien sollen Schadstoffe verringern und beim Wassersparen helfen. Die Nutzung von Regenwasser, etwa für Toilettenspülungen, soll stärker gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir werden eine Wasserstrategie für Hamburg entwickeln, um die Trinkwasserversorgung auch in Zukunft für alle Menschen sicherzustellen und bezahlbar zu halten.“
Seite 12 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Naturschutzgebiete und Biotopverbund ausbauen

Die Grünen wollen das Artensterben stoppen und die biologische Vielfalt in der ganzen Stadt steigern. Dazu sollen Naturschutzgebiete erweitert, der Biotopverbund rechtlich gesichert und das Artenmonitoring ausgebaut werden. Die Partei bekennt sich zur EU-Wiederherstellungsverordnung und zu den Beschlüssen der Weltnaturkonferenz von Montreal.

Die Grünen wollen Tiere und Pflanzen besser schützen. Es soll mehr Schutz-Gebiete für die Natur geben. Die Gebiete sollen miteinander verbunden sein. So können Tiere wandern. Die Stadt soll genauer zählen, welche Arten es gibt.

Zehn Prozent der Landesfläche sollen unter Naturschutz stehen; dafür werden die Gebiete Boberger Niederung und Kirchwerder Wiesen erweitert und die Vollhöfner Weiden neu geschützt. Bisherige Prüfflächen des Biotopverbunds sollen regelmäßig aktualisiert und mehrheitlich zu festen Verbundflächen werden. Projekte wie „UnternehmensNatur“ und „MOIN STADTNATUR“ sollen erhalten bleiben. Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer soll Biosphärenreservat bleiben; für den Elbschlick sucht die Partei Lösungen, die ein Verklappen im oder direkt vor dem Nationalpark überflüssig machen. Altlasten in Böden und Gewässern sollen weiter in transparenten Verfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit behandelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir entwickeln den länderübergreifenden Biotopverbund weiter und setzen die rechtliche Sicherung von Biotopverbundflächen fort.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Die Partei bekennt sich ausdrücklich zur vollständigen Umsetzung der umstrittenen EU-Wiederherstellungsverordnung und stützt damit EU-Vorgaben.

Baumpflanzoffensive starten, Wälder klimafest machen

Die Grünen wollen mit einer Pflanzoffensive den Bestand an Straßenbäumen mindestens wieder auf das Niveau von 2009 bringen. Alte Bäume sollen möglichst nicht gefällt werden, und für jede Fällung soll es mindestens eine Neupflanzung geben. Baumbestand und Wälder sollen an Hitze, Trockenheit und Stürme angepasst werden.

Die Grünen wollen mehr Bäume an den Straßen pflanzen. Es sollen wieder so viele sein wie im Jahr 2009. Das waren fast 233.000 Bäume. Alte Bäume sollen stehen bleiben. Neue Bäume sollen Hitze und Trockenheit gut aushalten.

Das Programm verlangt genügend Geld sowohl für Neupflanzungen als auch für die Pflege junger Bäume. Verstärkt gepflanzt werden sollen sogenannte Zukunftsbäume, also Arten, die mit dem veränderten Stadtklima gut zurechtkommen. Die Naherholungswälder Klövensteen und Niendorfer Gehege sollen auf den Klimawandel vorbereitet werden. Die Grünen unterstützen den vollständigen Erhalt des Pionierwaldes in Wilhelmsburg. Mit Verweis auf über 20.000 genehmigte, aber noch nicht begonnene Wohnungen wollen sie die Bebauung besonders wertvoller Flächen neu prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Unser Ziel ist es, mindestens den Straßenbaumbestand von 2009 mit knapp 233.000 Bäumen wieder zu erreichen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Keine weitere Elbvertiefung, Gewässer renaturieren

Die Grünen lehnen eine weitere Vertiefung der Elbe ab. Eingriffe in den Strom sollen sich künftig an ökologischen Belastungsgrenzen ausrichten und die Ökologie verbessern. Flüsse sollen mehr Raum bekommen, etwa durch Rückdeichungen und wiederhergestellte Auen.

Die Grünen wollen die Elbe nicht noch tiefer ausbaggern. Die Flüsse sollen mehr Platz bekommen. Tiere im Wasser sollen ihre Lebens-Räume zurückbekommen. Schmutziges Wasser von Straßen soll nicht in die Flüsse fließen. Hamburg soll mit den Nachbar-Ländern zusammenarbeiten.

Maßstab ist der gute Gewässerzustand, den die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorschreibt. Als Folgen der bisherigen Vertiefungen nennt das Programm mehr Trübung, Verschlickung und den Rückgang von Fischarten wie dem Stint. Hamburg soll sich stärker für die Sanierung von Altlasten am Oberlauf der Elbe engagieren und den Dialog mit den Nachbarländern wieder aufnehmen, auch zur Fischdurchgängigkeit. Straßenabwasser mit Mikroplastik soll nicht ungeklärt in Gewässer gelangen; die Mittel für Gewässerrandstreifen sollen angepasst werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Eine weitere Vertiefung der Elbe wird es mit uns GRÜNEN nicht geben.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausschluss weiterer Elbvertiefungen und ökologische Grenzen für Strombau stellen Umweltauflagen über die wirtschaftliche Nutzung des Flusses.

Nachhaltigkeitsstrategie und Kreislaufwirtschaft verankern

Die Grünen wollen eine Nachhaltigkeitsstrategie mit klaren Zielen für Hamburg und Nachhaltigkeitsbeauftragte in sämtlichen Behörden und Bezirken. Der städtische Haushalt soll sich an den Nachhaltigkeitszielen ausrichten. Durch Kreislaufwirtschaft sollen vor allem beim Bauen und in der Abfallverwertung Rohstoffe gespart werden.

Nachhaltig heißt: So leben, dass auch später genug für alle da ist. Die Grünen wollen dafür einen Plan mit klaren Zielen. Jede Behörde soll eine zuständige Person bekommen. Beim Bauen soll weniger Abfall entstehen. Die Stadt soll ihr Geld passend zu diesen Zielen ausgeben.

Grundlage sind die 17 UN-Ziele der Agenda 2030. Beim Bauen sollen nachhaltige Materialien gefördert, Cradle-to-Cradle-Verfahren angeregt und Abrisse vermieden werden; für Veranstaltungen soll es verbindliche Nachhaltigkeitskriterien geben. Geplant sind ein Förderprogramm für zivilgesellschaftliches Engagement, eine Plattform für Klimaschutz und Nachhaltigkeit für öffentliche Einrichtungen und ein gemeinsamer Nachhaltigkeitsrat der Hochschulen. Unternehmen und Start-ups sollen bei nachhaltigen Geschäftsmodellen und bei ihren Sorgfaltspflichten in Lieferketten unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Daher fordern wir Nachhaltigkeitsbeauftragte in allen Behörden und Bezirken.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Nachhaltigkeit soll Maßstab für Haushalt, Verwaltung und Bauen werden, was Klima- und Ressourcenschutz schrittweise stärker gewichtet.

Lichtmasterplan gegen Lichtverschmutzung erstellen

Die Grünen wollen einen Lichtmasterplan für Hamburg, der Sicherheit, Kultur und Ökologie zusammenbringt. Die öffentliche Beleuchtung soll schrittweise ganz auf sparsame, insektenfreundliche LED-Leuchten umgestellt und vernetzt gesteuert werden. Das Programm begründet dies mit den Folgen von Lichtverschmutzung für Tiere, Pflanzen und Menschen.

In der Stadt ist es nachts sehr hell. Das schadet Tieren, Pflanzen und Menschen. Die Grünen wollen einen Plan für das Licht in Hamburg. Die Lampen sollen wenig Strom brauchen und Insekten schonen. Natur-Schutz-Gebiete sollen dunkel bleiben.

Intelligente Beleuchtungssysteme sollen zugleich Sicherheitsgefühl, Wegesicherheit, Energieeffizienz und Aufenthaltsqualität verbessern. Mögliche Barrieren für sehbeeinträchtigte Menschen sollen bei Forschung und Planung beachtet werden. In offenen Landschaften und rund um Naturschutzgebiete soll die Belastung von Insekten durch Licht sinken. Außerdem planen die Grünen ein nachhaltiges Lichtfest als Alternative zu Veranstaltungen mit Feuerwerk, bei dem insgesamt mehr Stadtbeleuchtung abgeschaltet als Kunstlicht hinzugefügt wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Hamburg braucht einen eigenen Lichtmasterplan, der Sicherheit, Kultur und Ökologie miteinander vereint!“
Seite 17 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hundeführerschein einführen und Tierheimplätze schaffen

Die Grünen wollen einen verpflichtenden Hundeführerschein für neu angeschaffte Hunde einführen und das Hundegesetz samt Rasseliste überarbeiten. Die Stadt soll an einem weiteren Standort ein zusätzliches Tierheim schaffen. Der illegale Welpenhandel soll konsequent verfolgt werden.

Wer einen neuen Hund kauft, soll eine Prüfung machen müssen. Das nennt man Hunde-Führerschein. Die Grünen wollen ein zweites Tierheim in Hamburg. Das jetzige Tierheim ist oft voll. Die Stadt soll den verbotenen Handel mit Welpen stärker bekämpfen.

Die praktische Prüfung für den Hundeführerschein soll individuell mit dem eigenen Tier abgelegt werden. Das Hundegesetz soll anhand aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse evaluiert werden, um Menschen und Tiere besser vor Gefahren zu schützen. Das Tierheim Süderstraße, das laut Programm immer wieder Aufnahmestopps verhängt, soll einen langfristigen Pachtvertrag erhalten und seine Erweiterungsfläche bebauen dürfen. Die Veterinärämter sollen genügend Personal bekommen, um Tierschutz durchzusetzen und mehr Fälle von Welpenhandel aufzudecken.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Dafür braucht Hamburg auch einen verpflichtenden Hundeführerschein für neu angeschaffte Hunde.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wild- und Stadttiere besser schützen

Die Grünen wollen eine städtisch anerkannte Auffangstation für verletzte Wildtiere schaffen und deren Versorgung stärker aus städtischen Mitteln bezahlen. Streunende Katzen sollen kastriert werden, und die Bestände von Nutrias und Stadttauben sollen tierschutzgerecht kleiner werden.

Verletzte Wildtiere wie Igel sollen eine anerkannte Auffang-Station bekommen. Die Stadt soll dafür mehr Geld geben. Streunende Katzen sollen kastriert werden. Das heißt: Sie können danach keine Jungen mehr bekommen. Auch die Zahl der Tauben und Nutrias soll sinken, ohne die Tiere zu quälen.

Bislang hängt die Hilfe für verletzte Igel oder Eichhörnchen laut Programm an privaten Initiativen; eine anerkannte Station nach dem Bundesnaturschutzgesetz soll das nach dem Vorbild anderer Länder ändern. Für streunende Katzen ist ein Kastrationsprojekt geplant, wie es die Nachbarländer haben. An öffentlichen Gebäuden sollen Glasflächen Vogelschutzmarkierungen erhalten, bei privaten Bauvorhaben wirbt die Partei dafür. Bei Nutrias will sie neben der Jagd andere Wege wie die Sterilisation prüfen, weil die Jagd den Bestand bisher nicht messbar verkleinert habe. Die bestehenden Taubenschläge in Altona, Mitte und Hamburg-Nord sollen ausgewertet, bei Erfolg fortgeführt und um Standorte in den übrigen Bezirken ergänzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die Aufnahme, Versorgung und Auswilderung von Wildtieren in Not soll finanziell von der Stadt verstärkt unterstützt werden.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Tierversuche durch tierfreie Methoden ersetzen

Die Grünen wollen Hamburg zu einem Standort für Forschungsmethoden ohne Tiere machen. Das 3R-Prinzip, also Tierversuche ersetzen, verringern und weniger belastend gestalten, soll weiter umgesetzt und personell gestärkt werden.

Die Grünen wollen weniger Tierversuche in der Forschung. Es gibt neue Methoden ohne Tiere. Hamburg soll bei diesen Methoden vorne sein. Dafür soll es ein Netzwerk aus Forschung und Firmen geben.

Das Programm hält Tierversuche derzeit für nicht vollständig vermeidbar, verweist aber auf neue Verfahren wie Organoide und Organ-on-a-Chip, die auch die Sicherheit von Medikamenten verbessern sollen. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) soll der 3R-Bereich weiterentwickelt werden. Ein Netzwerk aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen soll entstehen. Wegen des hohen Kontrollaufwands bei Veterinärämtern und Justizbehörde soll der Bereich mehr Personal bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Dafür wollen wir den 3R-Bereich gemeinsam mit dem UKE weiterentwickeln und die Gründung eines 3R-Netzwerkes aus wissenschaftlichen Einrichtungen und relevanten Firmen unterstützen.“
Seite 19 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zweites Tierheim und Landestierschutzbeauftragte schaffen

Die Grünen wollen in Hamburg ein zusätzliches Tierheim einrichten, weil das bestehende Haus immer wieder keine Tiere mehr aufnehmen kann. Außerdem soll es das Amt einer oder eines unabhängigen Landestierschutzbeauftragten geben.

Hamburg soll ein zweites Tierheim bekommen. Das jetzige Tierheim ist oft zu voll. Außerdem soll es eine unabhängige Person für den Tierschutz geben. Sie soll für Hamburg beim Tierschutz sprechen.

Als Gründe für die Engpässe im Tierheim Süderstraße nennt das Programm mehr Haustiere, beschlagnahmte Welpen und exotische Tiere aus illegalem Handel sowie abgegebene Tiere mit zuchtbedingten Krankheiten. Die Unterbringung von Fund- und Verwahrtieren sei eine Pflichtaufgabe der Stadt. Die oder der Landestierschutzbeauftragte soll Hamburg in der Zusammenarbeit von Bund und Ländern gegenüber der Bundestierschutzbeauftragten vertreten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir wollen deshalb ein weiteres, zeitgemäßes Tierheim schaffen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zehn Prozent der Landesfläche unter Naturschutz stellen

Die Grünen wollen ein Zehntel der Hamburger Fläche als Naturschutzgebiet ausweisen. Diese Gebiete und die Landschaftsschutzgebiete sollen dauerhaft von Bebauung frei bleiben, und möglichst viel Wald soll erhalten werden.

Zehn Prozent von Hamburg sollen Naturschutz-Gebiet sein. Dort darf niemand bauen. Das gilt auch für die Landschaftsschutz-Gebiete. Die Grünen wollen möglichst viel Wald behalten.

Neben den Naturschutzflächen sollen auch die knapp 19 Prozent der Landesfläche, die als Landschaftsschutzgebiete gesichert sind, dauerhaft nicht bebaut werden. Pläne, Wald für Wohnungsbau zu nutzen, will die Partei überprüfen; als Beispiel nennt sie den Pionierwald in Wilhelmsburg. Weitere Investitionen sollen die Qualität der Natur verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir werden 10 % der Landesfläche unserer Stadt unter Naturschutz stellen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Keine weitere Elbvertiefung, Elbe entlasten

Die Grünen schließen eine weitere Elbvertiefung aus und wollen die ökologischen Folgen der letzten Vertiefung gemeinsam mit Nachbarländern und Bund angehen. Beim Umgang mit Schlick fordern sie ein flexibles Sedimentmanagement und lehnen eine Ablagerung bei Scharhörn ab.

Die Elbe wurde für große Schiffe tiefer gemacht. Seitdem sammelt sich mehr Schlick im Fluss. Die Grünen wollen die Elbe nicht noch tiefer machen. Der Fluss soll sich erholen. Den Schlick wollen sie nicht bei der Insel Scharhörn abladen.

Laut Programm hat die letzte Vertiefung ihre Ziele verfehlt und durch das sogenannte Tidal Pumping zu mehr Verschlickung geführt. Mit der Stiftung Lebensraum Elbe und den Vorschlägen des Forums Tideelbe soll der Naturraum wieder ins Gleichgewicht kommen. Genannt werden mehr Fluträume, bessere Wasserqualität, weniger Trübung, mehr Sauerstoff, Artenschutz und ein stärkerer Katastrophenschutz. Das Sedimentmanagement soll Kreislaufbaggerei vermeiden und unbelastetes Material dort einbringen, wo es in die Nordsee weitertreibt. Geprüft werden sollen ein Baggergut-Depot in der Nordsee sowie die Nutzung für Deichbau und Landschaftserhalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Die nächsten Jahre werden zeigen, welche Fahrwassertiefe verlässlich gewährleistet werden kann. Eine weitere Vertiefung schließen wir aus.“
Seite 94 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Veranstaltungen nachhaltiger gestalten

Die Grünen wollen, dass Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen dem städtischen Nachhaltigkeitsleitfaden folgen und Großveranstaltungen ein Zertifikat vorweisen. Als Alternative zum Feuerwerk schlagen sie ein Lichtfest vor.

Große Feste sollen die Umwelt weniger belasten. Dafür soll es feste Regeln geben. Große Veranstaltungen sollen ein Zertifikat für Nachhaltigkeit haben. Statt Feuerwerk wollen die Grünen ein Licht-Fest anbieten.

Großevents sollen gleichmäßiger über das Jahr verteilt werden. Als Partner nennt das Programm das Netzwerk „Green Events“. Das 2023 gestartete Foodfestival „Open Mouth“ soll ausgebaut werden, und weitere nachhaltige Veranstaltungsformate sollen hinzukommen. Das Lichtfest soll sich an internationalen Beispielen orientieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Daher wollen wir, dass alle Veranstaltungen auf öffentlichen Flächen entlang des Leitfadens für nachhaltige Veranstaltungen durchgeführt werden und insbesondere Großveranstaltungen zukünftig ein Nachhaltigkeits-Zertifikat aufweisen.“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Veranstaltungen sollen künftig Nachhaltigkeitsvorgaben und Zertifikate erfüllen, was neue ökologische Auflagen einführt.

Lokale Strategie für Kreislaufwirtschaft aufstellen

Die Grünen wollen für Hamburg eine eigene Strategie zur Kreislaufwirtschaft entwickeln und sich dabei an Städten wie Amsterdam orientieren. Ziel ist weniger Abfall, weniger Rohstoffverbrauch und weniger Emissionen; langfristig sollen laut Programm auch Kosten sinken.

Die Grünen wollen weniger Müll in Hamburg. Rohstoffe sollen immer wieder benutzt werden. Das nennt man Kreislauf-Wirtschaft. Hamburg soll dafür einen eigenen Plan bekommen. Vorbild ist zum Beispiel Amsterdam.

Das Programm nennt „Zero Waste“, also eine starke Verringerung der Abfallmenge, als zentrales Ziel; dadurch könnten Kapazitäten der Müllverbrennung abgebaut werden. Die Recyclingpflicht aus der Gewerbeabfallverordnung soll wirksam durchgesetzt werden. Der städtische Umweltleitfaden wird zu einem Nachhaltigkeitsleitfaden ausgebaut, der bei Vergabe und Beschaffung stärker auf Lebenszykluskosten und Reparierbarkeit achtet. Unternehmen, die neu unter die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung fallen, sollen eine geförderte Beratung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„Wir wollen aber, dass Hamburg sich schon jetzt an Vorreiterprojekten aus anderen EU-Städten wie zum Beispiel Amsterdam orientiert, um eine lokale Kreislaufwirtschaftsstrategie zu etablieren.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Stadt soll über Beschaffungsvorgaben, Durchsetzung von Pflichten und Förderung stärker lenkend eingreifen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Abfall, Ressourcenverbrauch und Emissionen sollen durch eine städtische Strategie und strengere Durchsetzung von Recyclingpflichten schrittweise sinken.

Reparaturbonus und FabLabs in Hamburg einführen

Die Grünen wollen einen Hamburger Reparaturbonus nach Thüringer Vorbild einführen, der bis zur Hälfte der Kosten einer Gerätereparatur erstattet. Außerdem sollen Reparaturbetriebe und Repair Cafés gestärkt, in jedem Bezirk ein FabLab gefördert und ein Zentrum der Kreislaufwirtschaft eingerichtet werden.

Kaputte Geräte sollen öfter repariert werden. Dafür wollen die Grünen einen Reparatur-Bonus. Die Stadt zahlt dann bis zur Hälfte der Kosten. Man muss nur den Kassenbon zeigen. Es soll auch mehr offene Werkstätten geben.

Der Bonus soll einmal jährlich pro Person für die Reparatur eines Geräts gelten und gegen Vorlage des Kassenbons ausgezahlt werden. Betriebe, die Produkte reparieren oder wiederaufbereiten, sollen leichter auffindbar sein und gestärkt werden; Angebote wie Repair Cafés will die Partei dauerhaft sichern und erweitern. In jedem Bezirk soll ein FabLab gefördert werden, also eine offene Werkstatt mit Geräten wie 3D-Druckern und Lasercuttern. Ein Zentrum der Kreislaufwirtschaft nach dem Vorbild des Berliner Hauses der Materialisierung soll Recycling, Wiederverwendung, Reparatur, Werkstatträume, Werkzeugverleih und Workshops an einem Ort zusammenführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„Jede*r kann sich einmal im Jahr eine Reparatur von einem Gerät zur Hälfte fördern lassen, gegen Vorlage des Kassenbons. Diese Idee wollen wir auch in Hamburg umsetzen.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue städtische Förderung für Reparaturen und öffentlich geförderte Werkstätten erweitert staatliche Leistungen in begrenztem Umfang.

Lebensmittelverschwendung verringern, Containern entkriminalisieren

Die Grünen wollen gemeinsam mit Verbraucherinnen und Verbrauchern weniger Lebensmittel im Müll landen lassen. Lebensmittelspenden sollen leichter weitergegeben werden können, und das Containern soll nicht mehr strafbar sein.

Viele Lebensmittel landen im Müll. Die Grünen wollen das ändern. Spenden von Lebensmitteln sollen einfacher werden. Wer Essen aus Mülltonnen von Supermärkten holt, soll nicht bestraft werden.

Wie sich Lebensmittel sorgsam verwenden lassen, erklären Behörde und Verbraucherzentrale mit Hinweisen für den Alltag. Wachsen soll „aufgefangen“, ein Netzwerk, in dem sich Projekte gegen Verschwendung zusammenschließen. Im Bund will die Partei erreichen, dass lokale Projekte wie Fairteiler ohne Risiken für Ehrenamtliche laufen können. Ein regelmäßiger Dialog soll Praxis und Wissenschaft zu Lösungsansätzen zusammenbringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 134)
„Auf Bundesebene setzen wir uns dafür ein, dass die Weitergabe von Lebensmittelspenden erleichtert wird“
Seite 134 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Das Containern soll nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden, was eine begrenzte Rücknahme von Strafbarkeit bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zu Umwelt und Tierschutz?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich