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Grüne zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Gute Gründe für Grün. Regierungsprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg ab 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Erhaltungsmanagement für städtische Infrastruktur ausbauen

Die Grünen wollen das Erhaltungsmanagement-System für die städtische Infrastruktur ausbauen und dauerhaft finanzieren. Es soll regelmäßige Wartung, Reparatur und Erneuerung sichern. Die Partei erwartet davon einen guten Zustand der Anlagen und langfristig niedrigere Kosten.

Straßen, Brücken und Parks müssen gepflegt werden. Hamburg hat dafür ein festes System. Die Grünen wollen es ausbauen. Es soll genug Geld dafür geben. So spart die Stadt später Kosten.

Das System reicht laut Programm von der Reparatur von Schlaglöchern über die Sicherheit von Brücken bis zur Pflege von Grünflächen, Parks und Spielplätzen. Auch die Systeme für Wasserversorgung und Abwasser zählt das Programm zur Infrastruktur, die das Funktionieren der Stadt sichert. Die Grünen verweisen darauf, sich für die Einführung des Systems eingesetzt zu haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Deswegen wollen wir dieses System ausbauen, die Ausfinanzierung sicherstellen“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau und die gesicherte Finanzierung der Instandhaltung bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für staatliche Infrastruktur.

Bodenspekulation steuerlich eindämmen

Die Grünen wollen Spekulation mit Grundstücken über das Steuerrecht unattraktiver machen. Im Bund setzen sie sich für eine längere Frist bis zum steuerfreien Verkauf vermieteter Immobilien, das Ende der Share-Deal-Lücke und eine marktnähere Bewertung bei der Erbschaftsteuer ein.

Manche kaufen Grundstücke nur, um sie teurer zu verkaufen. Die Grünen wollen das mit Steuern erschweren. Wer eine vermietete Immobilie verkauft, soll länger Steuern auf den Gewinn zahlen. Große Firmen sollen die Steuer beim Kauf nicht mehr umgehen können.

Die Frist, nach der Gewinne aus dem Verkauf vermieteter Immobilien einkommensteuerfrei sind, soll von 10 auf 15 Jahre steigen. Share Deals, bei denen Anteile an Gesellschaften statt Grundstücken gehandelt werden und so Grunderwerbsteuer entfällt, sollen nicht mehr möglich sein. Bei Erbschaft- und Schenkungsteuer sollen Immobilien näher am tatsächlichen Marktwert bewertet werden. Die Grundsteuer C und die neue Hamburger Grundsteuer werden nach der Einführung ausgewertet, mit Blick auf sehr hohe Grundstückswerte und auf die Belastung der Mieter durch die Umlage.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Genauso machen wir uns dafür stark, dass das Steuerschlupfloch für sogenannte Share Deals bei der Grunderwerbsteuer geschlossen wird.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Steuerfreie Spielräume für Immobilienverkäufer, Investoren und Erben sollen verkleinert werden, was die Abgaben auf Immobilienvermögen schrittweise erhöht.

Kultur- und Tourismustaxe neu ausrichten

Die Grünen wollen die Verwendung der Kultur- und Tourismustaxe überprüfen lassen und das Parlament daran beteiligen. Ein größerer Teil des Geldes soll in neue Konzepte sowie in Ressourcenschonung, Energieeffizienz und Barrierefreiheit der Branche fließen.

Hotel-Gäste in Hamburg zahlen eine Abgabe, die Kultur- und Tourismus-Taxe. Das bringt 25 Millionen Euro im Jahr. Die Grünen wollen prüfen, wofür das Geld ausgegeben wird. Die Bürgerschaft soll mitentscheiden. Mehr Geld soll in neue und umwelt-freundliche Ideen gehen.

Die Taxe bringt laut Programm jährlich 25 Millionen Euro, die bislang fast vollständig in Veranstaltungen aus Tourismus, Sport und Kultur fließen. Künftig soll die Vergabe flexibler werden und sich an erwarteten wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wirkungen orientieren. Ein Fonds soll besonders Hotellerie, Gastgewerbe und wasserseitigen Tourismus wie Barkassenfahrten beim nachhaltigen Wirtschaften unterstützen. Auch die Werbung für Musiktourismus jenseits der großen Musicals soll aus der Taxe stärker finanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„Wir setzen uns dafür ein, dass die Ausgaben der Mittel durch die zuständigen Behörden evaluiert werden und es eine parlamentarische Mitbestimmung gibt.“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Einnahmen aus der Taxe sollen stärker in Energieeffizienz und geringeren Ressourcenverbrauch der Tourismusbranche gelenkt werden.

Solide haushalten und städtische Unternehmen steuern

Die Grünen wollen Kredite für rentable Investitionen weiter zulassen, die Zinslast aber durch langfristige Darlehen begrenzen. Unternehmen der Daseinsvorsorge sollen in öffentlicher Hand bleiben, andere städtische Firmen ohne öffentlichen Zweck verkauft werden.

Die Grünen wollen sorgfältig mit dem Geld der Stadt umgehen. Die Stadt darf Kredite für Investitionen aufnehmen, die sich lohnen. Wichtige Betriebe wie die Hochbahn sollen der Stadt gehören. Andere Firmen ohne öffentlichen Zweck will die Partei verkaufen.

Die Stadt soll langfristige Darlehen aufnehmen, um von kurzfristigen Schwankungen am Finanzmarkt unabhängig zu sein; die Finanz-Service-Agentur soll mittelfristig Zinsen in dreistelliger Millionenhöhe sparen. Die kaufmännische Haushaltsführung (Doppik) soll mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung verknüpft werden, ein digitaler Haushalt soll Transparenz schaffen und ein Budgetbüro die Bürgerschaft stärken. Für städtische Unternehmen sollen messbare Ziele und Kennzahlen vom Parlament beschlossen werden. Ein nichtöffentlicher Ausschuss soll nach Berliner Vorbild die aktuellen Unternehmenszahlen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 138)
„Wir unterstützen weiterhin Kreditaufnahmen für Investitionen, wenn diese sich rechnen – wie beispielsweise im Bereich der städtischen Immobilien oder Infrastruktur.“
Seite 138 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet kreditfinanzierte Investitionen und öffentliches Eigentum an der Daseinsvorsorge mit vorsichtiger Schuldenpolitik und dem Verkauf anderer Staatsunternehmen.

Schuldenbremse reformieren, Investitionsfonds des Bundes schaffen

Die Grünen wollen die Schuldenbremse auf Bundesebene so ändern, dass kreditfinanzierte Investitionen möglich werden. Zusätzlich fordern sie einen Investitionsfonds des Bundes, weil Hamburg die Erneuerung der Infrastruktur nicht allein bezahlen könne.

Die Grünen wollen die Schulden-Bremse im Bund ändern. Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Der Staat soll für Investitionen Kredite aufnehmen dürfen. Der Bund soll außerdem einen Fonds für Investitionen schaffen.

Aus Sicht des Programms verhindert die geltende Schuldenbremse notwendige Investitionen und schwächt Deutschlands Wirtschaftskraft. Gefordert wird eine Schuldenbremse nach kaufmännischer Logik, die Kredite für Investitionen erlaubt. Ein Investitionsfonds auf Bundesebene soll schuldenfinanzierte staatliche und private Mittel für Infrastruktur von Kommunen und Bund bereitstellen. Als Bereiche mit Bedarf nennt das Programm Sport, Hochschulbau, Kultur und große Verkehrsprojekte.

Originalzitat anzeigen (Seite 139)
„Wir setzen uns für eine doppische Schuldenbremse in Bezug auf die Kosten und für kreditfinanzierte Investitionen ein.“
Seite 139 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Schuldenbremse soll für kreditfinanzierte Investitionen geöffnet und um einen Investitionsfonds ergänzt werden, was mehr öffentliche Investitionen auf Kredit ermöglicht.

Vermögensteuer wieder einführen, Steuerschlupflöcher schließen

Die Grünen wollen sich im Bund für die Wiedereinführung der Vermögensteuer und eine Reform der Erbschaftsteuer einsetzen. Schlupflöcher bei Erbschaft-, Grund- und Grunderwerbsteuer sollen geschlossen und die Finanzämter gestärkt werden.

Die Grünen wollen wieder eine Steuer auf große Vermögen. Auch die Steuer auf Erbschaften soll sich ändern. Große Konzerne sollen beim Kauf von Grundstücken keine Vorteile mehr haben. Wer sein erstes eigenes Haus kauft, soll weniger Steuer zahlen. Die Finanz-Ämter sollen stärker werden.

Die Vermögensteuer soll nach dem Programm mit der Verfassung vereinbar sein, viel einbringen, den Mittelstand schonen und wenig Bürokratie verursachen. Die Erbschaftsteuer begünstige derzeit sehr Reiche und Firmenerben und belaste Menschen, die ihre Altersvorsorge vererben. Vorteile großer Konzerne bei der Grunderwerbsteuer sollen enden; mit den Einnahmen soll ein Freibetrag beim Kauf der ersten selbst bewohnten Immobilie finanziert werden. In den Finanzämtern sollen Arbeitsbedingungen, Quereinstieg und Aufstiegschancen weiter verbessert werden, damit alle ihre Steuern zahlen.

Originalzitat anzeigen (Seite 140)
„Wir setzen uns auf Bundesebene für die Wiedereinsetzung der Vermögensteuer ein, die verfassungskonform, ertragreich, mittelstandsfreundlich und bürokratiearm ausgestaltet sein soll.“
Seite 140 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Vermögensteuer wird heute nicht erhoben; ihre Wiedereinführung und eine Reform der Erbschaftsteuer zulasten großer Vermögen bedeuten deutlich mehr Umverteilung.

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