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Grüne zur Bildung

Aus dem Programm „Gute Gründe für Grün. Regierungsprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg ab 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 15 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Einstellungsoffensive und bezahlte Ausbildung starten

Die Grünen wollen dem Personalmangel in Hamburgs Kitas mit einer Einstellungsoffensive begegnen. Angehende Fachkräfte sollen in der Ausbildung Geld bekommen, und es soll mehr Ausbildungsplätze geben. Kurzfristig soll das vorhandene Personal bei Aufgaben jenseits der Gruppenarbeit entlastet werden.

In Hamburgs Kitas fehlen Fachkräfte. Die Grünen wollen deshalb mehr Personal einstellen. Wer den Beruf lernt, soll dafür Geld bekommen. Es soll auch mehr Ausbildungs-Plätze geben. Die Fachkräfte von heute sollen weniger Neben-Aufgaben haben.

Kurzfristig sollen Fachkräfte bei Tätigkeiten außerhalb der Gruppe entlastet werden; zusammen mit Unfallversicherungsträgern und Krankenkassen sollen Kitas Belastungsschwerpunkte erkennen und abbauen. Mittelfristig will die Partei stark in Ausbildung investieren: mehr Plätze an öffentlichen Fachschulen und Hochschulen, eine Vergütung während der Ausbildung, gestärkte berufsbegleitende Qualifizierung und geförderte Quereinstiege. Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt und angeworbene Fachkräfte mit Sprachkursen unterstützt werden, außerdem soll der Anteil akademisch ausgebildeter Fachkräfte steigen. Erarbeitet werden sollen die Schritte in einem Bündnis namens „Allianz für gute Bildung und verlässliche Betreuung“, dem Träger, Eltern, Fachkräfte und Gewerkschaften angehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir wollen die Ausbildungskapazitäten an öffentlichen Fachschulen und Hochschulen ausbauen sowie Ausbildungsentgelte einführen.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Ausbildungsplätze und eine neue Ausbildungsvergütung bedeuten zusätzliche staatliche Ausgaben für die Kinderbetreuung.

Kitas mit hohem Förderbedarf besser ausstatten

Die Grünen wollen Kitas mit besonders vielen förderbedürftigen Kindern zusätzliche Mittel geben. Vorbild ist der Sozialindex (Kess-Faktoren), nach dem Hamburg Schulen ausstattet. Das Programm sieht gute frühe Bildung als Frage sozialer Gerechtigkeit.

Manche Kitas haben viele Kinder, die mehr Hilfe brauchen. Diese Kitas sollen mehr Geld und Personal bekommen. Bei Schulen gibt es so eine Regel schon. Die Grünen wollen sie auch für Kitas.

Die Qualität der Kindertagesbetreuung soll nach Bedarf weiter ausgebaut werden. Die Förderung für Kinder mit Behinderung oder drohender Behinderung, aus sozial benachteiligten Verhältnissen oder mit Sprachförderbedarf soll ausgeweitet und vereinfacht werden. Dazu soll ein Verteilsystem nach dem Muster der Kess-Faktoren entstehen, das einzelnen Standorten mit höherem Bedarf mehr Ressourcen zuweist.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Daher wollen wir ein System analog zu den Kess-Faktoren im Schulbereich entwickeln, sodass einzelne Standorte mit erhöhten pädagogischen wie auch Sprachförderbedarfen mit zusätzlichen Ressourcen ausgestattet werden.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel sollen gezielt an Kitas mit benachteiligten Kindern fließen, was die staatliche Förderung nach sozialem Bedarf ausbaut.

Sprachstand früher prüfen, Sprachförderung verpflichtend machen

Die Grünen wollen die Pflichtvorstellung von Kindern ein Jahr vorziehen, auf das Alter von dreieinhalb Jahren. Wer Förderbedarf hat, soll verpflichtend Sprachförderung erhalten, damit alle Kinder mit gleichen Chancen in die Schule starten. Zugleich soll Mehrsprachigkeit von klein auf gefördert werden.

Kinder müssen sich heute mit viereinhalb Jahren vorstellen. Die Grünen wollen das schon mit dreieinhalb Jahren. So sieht man früher, welches Kind Hilfe braucht. Sprach-Förderung soll dann Pflicht sein. Kinder mit mehreren Sprachen sollen auch gefördert werden.

Das Programm begründet den Schritt damit, dass das dritte Lebensjahr für die Sprachentwicklung entscheidend sei. Die frühere Vorstellung soll durch passende Förderangebote ergänzt werden. Mehrsprachigkeit soll im Bildungssystem einschließlich der Kitas verankert werden. Für Sprachförderkräfte sollen Ausbildungsanforderungen nach dem Vorbild der heilpädagogischen Zusatzqualifikation festgelegt und in die reguläre Ausbildung aufgenommen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Die verpflichtende Vorstellung der 4,5-Jährigen wollen wir auf das Alter 3,5 vorziehen, um noch früher feststellen zu können, wo Kinder Unterstützung benötigen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Frühere Pflichtvorstellung und verpflichtende Förderung erweitern staatliche Bildungsleistungen und Vorgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehrsprachigkeit soll in Kitas und Schulen ausdrücklich gefördert werden, was kulturelle Vielfalt im Bildungssystem stärker verankert.

Mehr Mittel für Schulen in schwieriger sozialer Lage

Die Grünen wollen, dass alle Schulen mit Sozialindex 1 und 2 zusätzliche Ressourcen bekommen. Dafür sollen das Bund-Länder-Programm „Startchancen“ und das Hamburger Programm „D23+ Starke Schulen“ ausgebaut werden. Der Anteil der Kinder ohne grundlegende Kompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen soll deutlich sinken.

Viele Kinder können nicht gut lesen, schreiben oder rechnen. Die Grünen wollen das ändern. Schulen mit vielen armen Kindern sollen mehr Geld bekommen. Keine Schule im Programm soll weniger bekommen als vorher.

Das Programm verweist darauf, dass rund 20 Prozent der Kinder am Ende der Grundschule nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen können, und will in der kommenden Legislaturperiode eine Trendwende einleiten. Die zusätzlichen Mittel sollen in guten Unterricht und Berufsorientierung fließen. Keine an „D23+“ beteiligte Schule soll bei der Weiterentwicklung schlechter gestellt werden; bei Bedarf sollen Landesmittel das Bundesprogramm ergänzen. Nach zwei Jahren ist eine Evaluation vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Diesen müssen wir so ausbauen, dass alle Schulen, die eher Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen beschulen (Sozialindex 1 und 2), zusätzliche Ressourcen erhalten.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Landesmittel sollen gezielt an Schulen mit sozial benachteiligter Schülerschaft gehen, was die öffentliche Förderung nach Bedarf ausweitet.

Ganztag enger verzahnen und Berufsorientierung stärken

Die Grünen wollen das Lernen am Vormittag und am Nachmittag an den Ganztagsschulen stärker verbinden. Angebote für Bewegung, Kultur und Demokratieprojekte sollen individuelle Förderung ermöglichen, auch gemeinsam mit Vereinen. Außerdem soll die Berufsorientierung im Ganztag ausgebaut werden.

Alle Schulen in Hamburg sind Ganztags-Schulen. Die Grünen wollen Vormittag und Nachmittag besser verbinden. Es soll Angebote für Sport, Kultur und Demokratie geben. Vereine sollen mitmachen. Schüler sollen auch mehr über Berufe lernen.

Die Partei sieht im Ganztag Potenzial für mehr Bildungsgerechtigkeit. Motivierende Angebote sollen Persönlichkeit und Selbstwertgefühl stärken, die Hamburger Vereine sollen stärker einbezogen werden. Für die Berufsorientierung nennt das Programm Praxisklassen, eine engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und berufspraktische Module.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Darüber hinaus wollen wir auch im Rahmen des Ganztags die Berufsorientierung stärken“
Seite 47 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulstruktur des Schulfriedens beibehalten

Die Grünen wollen die im „Schulfrieden“ vereinbarte Schulstruktur mit Stadtteilschulen und Gymnasien fortführen. Schulen sollen sich auf die Qualität des Unterrichts konzentrieren statt auf Strukturdebatten. Eine bloße Verlängerung der Schulzeit an Gymnasien hält die Partei nicht für eine Lösung.

In Hamburg gibt es Stadtteil-Schulen und Gymnasien. Die Grünen wollen das so lassen. Die Schulen sollen sich um guten Unterricht kümmern. Über neue Schul-Formen will die Partei nicht streiten.

Der „Schulfrieden“ ist eine parteiübergreifende Hamburger Vereinbarung über die Schulstruktur. Das Programm nimmt Sorgen über Stoffdichte und Überlastung, vor allem an Gymnasien, auf. Statt einer längeren Gymnasialzeit sieht es einen von der Schulform unabhängigen Bedarf, die Lernkultur zu verändern.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir stehen dazu, die Schulstruktur, wie sie im Rahmen des sogenannten „Schulfriedens“ vereinbart wurde, weiterzuführen – einschließlich der Stadtteilschulen und Gymnasien.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Die bestehende zweigliedrige Schulstruktur soll unverändert bleiben, während die Lernkultur innerhalb davon modernisiert werden soll.

Stoffdichte senken, Zukunftskompetenzen in den Mittelpunkt

Die Grünen wollen die Stoffmenge in den Bildungsplänen verringern. Stattdessen sollen Kreativität, Zusammenarbeit, kritisches Denken und Kommunikation zum Leitbild des Unterrichts werden. Besonders wichtig ist der Partei die Urteilsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern in einer digitalen Welt.

Schüler müssen heute sehr viel Stoff lernen. Die Grünen wollen weniger Stoff. Dafür sollen Kinder kreativ sein und im Team arbeiten. Sie sollen kritisch denken und gut miteinander reden. Sie sollen Infos im Internet gut beurteilen können.

Die Kürzung soll die geltenden Vereinbarungen der Kultusministerkonferenz beachten. Das Programm begründet sie mit dem gesellschaftlichen Wandel, der überfachliche Fähigkeiten und Werteorientierung verlange. Dazu zählt die Partei auch die Umsetzung des Masterplans BNE 2030, also des Hamburger Plans für Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„die Stoffdichte in den Bildungsplänen zugunsten der sogenannten „vier Kompetenzen des 21. Jahrhunderts” (Kreativität, Kollaboration, kritisches Denken und Kommunikation) reduzieren“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der klassische Fächerstoff soll zugunsten neuer überfachlicher Kompetenzen zurücktreten, was das Bildungsverständnis in Richtung Wandel verschiebt.

Projektlernen und Selbstlernzeiten im Stundenplan verankern

Die Grünen wollen fächerübergreifenden Unterricht, Projektlernzeiten und feste Selbstlernzeiten an den Schulen ermöglichen. Schülerinnen und Schüler sollen im eigenen Tempo lernen und dabei von Lehrkräften begleitet werden. Raum-, Zeit- und Gruppenstrukturen sollen dafür flexibler werden.

Kinder lernen unterschiedlich schnell. Die Grünen wollen feste Zeiten zum Selbst-Lernen im Stundenplan. Dort lernt jedes Kind in seinem Tempo. Lehrer helfen und beraten. Es soll auch mehr Projekte über mehrere Fächer geben.

Projektlernzeiten sollen vertieftes Lernen über längere Zeiträume erlauben und den häufigen Fächerwechsel ersetzen. Als Anregung nennt das Programm Pilotversuche mit „Deeper Learning“ in anderen Bundesländern und die Praxis an Berufsschulen. Studienzeiten oder Lernbüros sollen in der Sekundarstufe I und der Vorstufe systematisch eingeplant werden, damit Jugendliche an eigenen Lücken oder Interessen arbeiten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Darum wollen wir in der Sekundarstufe I und der Vorstufe Selbstlernmöglichkeiten (Studienzeiten/Lernbüros) systematisch in den Stundenplan einbauen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Prüfungen flexibler und vielfältiger gestalten

Die Grünen wollen, dass Tests und Klausuren zu unterschiedlichen Zeitpunkten geschrieben werden können, vor allem in der Grundschule und in den Klassen 5 und 6. Nachprüfungen und Wiederholungen von Leistungsnachweisen sollen möglich sein. Alternative Prüfungsformate sollen erhalten bleiben.

Heute schreiben alle Kinder einer Klasse die Arbeit am gleichen Tag. Die Grünen wollen das lockern. Kinder sollen Arbeiten zu verschiedenen Zeiten schreiben können. Sie sollen Fehler verbessern und Prüfungen wiederholen dürfen.

Die Partei begründet das damit, dass Lernprozesse individuell verlaufen und rein schriftliche Klausuren oft nicht alle Kompetenzen abbilden. Sie verweist darauf, mit einem Bündnis die von der Schulbehörde geplante Streichung alternativer Prüfungsformate verhindert zu haben. Eine ausgeprägte Feedbackkultur gilt dem Programm als Voraussetzung. In der Profiloberstufe sollen Schulen zu mehr Innovation bei Lernangeboten ermutigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Prüfungsformate wie Tests und Klausuren, insbesondere in der Grundschule und der 5. und 6. Klasse, zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu ermöglichen“
Seite 48 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Individuell kürzere oder längere Wege zum Abitur

Die Grünen wollen flexiblere Bildungswege für Jugendliche, die das Abitur schneller oder langsamer erreichen. Geplant sind ein Modellversuch für einen achtjährigen Weg an Stadtteilschulen, die Prüfung einer dreijährigen Studienstufe und ein Pilotkonzept für eine Oberstufe mit wählbaren Kursmodulen.

Manche Schüler brauchen weniger Zeit bis zum Abitur, andere mehr. Die Grünen wollen beides möglich machen. An Stadtteil-Schulen soll ein Test mit 8 Jahren laufen. Die letzten 2 Jahre sollen auch 3 Jahre dauern dürfen. Schüler sollen Kurse freier wählen können.

Der Modellversuch soll einzelnen Schülerinnen und Schülern an Stadtteilschulen über Zusatzstunden in den Kernfächern der Jahrgänge 7 bis 9/10 das Abitur nach acht Jahren ermöglichen, nach Bremer Vorbild. Bei einer gestreckten Studienstufe müssten die in jedem Jahr erworbenen Kursleistungen auf das Abitur anrechenbar sein. Die Modularisierung würde feste Stunden durch Kurswahl wie an Hochschulen ersetzen. Das Konzept für ein Pilotprojekt soll mit Schulen, Kammern und Verbänden erarbeitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„In der Studienstufe wollen wir die individuelle Möglichkeit einer Streckung der vorgegebenen Zeit von 2 auf 3 Jahre prüfen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Campus-Schulen mit G8 und G9 weiterentwickeln

Die Grünen unterstützen Campus-Schulen, die einen acht- und einen neunjährigen Weg zum Abitur unter einem Dach anbieten. Das Konzept soll so weiterentwickelt werden, dass neue pädagogische Ansätze entstehen, die auch andere Schulen übernehmen können.

An einer Campus-Schule gibt es zwei Wege zum Abitur. Einer dauert 8 Jahre, einer 9 Jahre. Beide haben eine Leitung und ein Lehrer-Team. Die Grünen finden das gut. Andere Schulen sollen von den Ideen lernen.

Im Mittelpunkt stehen projektorientierte und stark individualisierte Lernformen sowie das Lernen im eigenen Takt. In die Entwicklung sollen sowohl Standorte einbezogen werden, an denen Stadtteilschulen und Gymnasien schon lange kooperieren, als auch neu gegründete Schulen. Aufbereitete Praxisbeispiele sollen allen Schulen zugänglich sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir unterstützen das Konzept einer „Campus-Schule“, das einen G8- und einen G9-Zweig in einer Schule mit einer Schulleitung und einem Kollegium vorsieht.“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusion mit mehr Personal und festen Schulbegleitungen

Die Grünen wollen für inklusive Schulen mehr Personal aufbauen. Lehramtsstudiengänge sollen einen verpflichtenden sonderpädagogischen Anteil bekommen, und Schulen sollen einen festen Pool an Schulbegleitungen erhalten. Hilfe bei Lernauffälligkeiten soll es auch ohne Diagnose geben.

Kinder mit Behinderung dürfen auf eine Regel-Schule gehen. Oft fehlt dafür Personal. Die Grünen wollen mehr Fachleute. Alle künftigen Lehrer sollen Sonder-Pädagogik lernen. Schulen sollen feste Schul-Begleiter haben. Kinder sollen auch ohne Diagnose Hilfe bekommen.

Der sonderpädagogische Pflichtanteil soll für das Lehramt an Grundschulen, weiterführenden allgemeinbildenden Schulen und in der Berufsbildung gelten. Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter sollen feste Tarifverträge erhalten und in die pädagogische Arbeit eingebunden werden können. Eine systemische Mittelzuweisung soll sicherstellen, dass Kinder unbürokratisch Unterstützung erhalten. Das Programm verweist auf die Einigung mit der Initiative „Gute Inklusion“ als ersten Schritt.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Das System Schulbegleitungen wollen wir dahingehend reformieren, dass Schulen ein fester, verlässlicher Personalstamm für die Schulbegleitung (systemische Ressource, Pool-Lösung) zukommt.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Feste tarifliche Stellen und pauschale Mittel für Schulen erhöhen die öffentlichen Ausgaben für Bildungspersonal.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung soll durch mehr Personal und Pflichtinhalte im Studium gestärkt werden.

Politische Bildung an Schulen ausbauen

Die Grünen wollen politische Bildung von der Grundschule an fest im Schulalltag verankern. Das Programm begründet dies mit der Verbreitung von Extremismus und dem Einfluss von Plattformen wie TikTok, X und Telegram.

Die Grünen wollen mehr politische Bildung an Schulen. Das soll schon in der Grundschule beginnen. Kinder sollen lernen, wie Demokratie funktioniert. Die Partei findet das wegen der sozialen Medien wichtig.

Projekte zur politischen Bildung, etwa gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung, der Bürgerschaft und den Bezirksversammlungen, sollen ausgebaut und zum festen Bestandteil an Schulen werden. An Grundschulen sind dafür zum Beispiel Projektwochen vorgesehen. Bei der Evaluation der Bildungspläne soll geprüft werden, wie das Fach Politik/Gesellschaft/Wirtschaft vor allem in der Oberstufe gestärkt werden kann. Das Programm versteht politische Bildung als Pflicht des Staates gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir wollen die politische Bildung von Anfang an in unseren Schulen mitdenken.“
Seite 51 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mitbestimmung von Schülerinnen und Schülern stärken

Die Grünen wollen Schülerinnen und Schülern mehr Mitsprache beim Lernen und bei der Organisation des Schullebens geben. Dazu soll mit der Schüler*innenkammer Hamburg ein Leitfaden entstehen.

Schülerinnen und Schüler sollen in der Schule mehr mitbestimmen. Die Grünen wollen dafür einen Leitfaden schreiben. Die Schüler-Kammer soll dabei mitarbeiten. So sollen junge Menschen Demokratie selbst erleben.

Das Programm nennt die Schüler*innenkammer Hamburg (SKH) als Partnerin der Bildungspolitik und will sie stärken. Schülerinnen und Schüler sollen stärker am Lerngeschehen und an der Gestaltung des Schullebens beteiligt werden. Begründet wird dies damit, dass frühe Mitbestimmung Selbstwirksamkeit erfahrbar macht und das Verständnis für Demokratie fördert.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Dafür wollen wir gemeinsam mit der SKH einen Leitfaden für die Mitbestimmung an Schulen entwickeln.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Mitsprache von Kindern und Jugendlichen in der Schule erweitert Selbstbestimmung schrittweise.

Internationalen Schüleraustausch fördern

Die Grünen wollen Austauschprogramme weiter fördern und leichter zugänglich machen, besonders für Jugendliche aus ärmeren Familien. Schulen sollen außerdem die Bedeutung der EU und globales Lernen vermitteln.

Die Grünen wollen Austausch mit anderen Ländern fördern. Auch Jugendliche mit wenig Geld sollen mitmachen können. Sie sollen dafür Geld bekommen. Schulen sollen erklären, warum die EU wichtig ist.

Die Förderung von Austauschprogrammen soll erhalten bleiben, damit sie nicht nur Kindern aus akademischen Elternhäusern offenstehen. Informationen zu den Programmen sollen gebündelt werden. Ein Pilotprojekt mit Internationalen Koordinatorinnen und Koordinatoren an Schulen mit Sozialindex 1 und 2 soll ausgewertet und dauerhaft fortgeführt werden. Schulen sollen bei der Teilnahme an Erasmus+ unterstützt werden, und Schülerinnen und Schüler aus sozial schwächerem Umfeld sollen finanzielle Hilfe erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir unterstützen die Teilnahme von Schulen am Erasmus+-Programm und möchten den internationalen Austausch intensivieren“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Zuschüsse für Jugendliche aus ärmeren Familien bauen eine staatliche Förderung schrittweise aus.

Medienbildung ab der Grundschule verankern

Die Grünen wollen, dass Kinder schon in der Grundschule regelmäßig über ihren Umgang mit Handy, sozialen Medien und Online-Spielen nachdenken. Das Programm verweist auf Gefahren wie Falschnachrichten, sexualisierte Gewalt und Sucht.

Kinder nutzen früh Handy und Internet. Dort gibt es auch Gefahren. Die Grünen wollen, dass schon Grundschulen darüber sprechen. Lehrerinnen und Lehrer sollen dafür besser ausgebildet werden.

Medienpädagogik gilt im Programm als Aufgabe aller Lehrkräfte und soll bereits in der Ausbildung vorkommen. Die Ausbildung von Grundschullehrkräften soll entsprechend angepasst und durch gezielte Fortbildungen ergänzt werden. Zusätzlich sieht das Programm eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern vor.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Daher soll bereits in Grundschulen der Umgang mit Handy, Tablet sowie Onlinemedien wie Messenger, Social Media und Online-Spielen regelhaft reflektiert werden.“
Seite 52 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen mehr Eigenverantwortung geben

Die Grünen wollen Schulen mehr Gestaltungsspielraum und ein eigenes Profil ermöglichen, statt sie zentral zu steuern. Aus Sicht des Programms entsteht daraus Verantwortung und Qualität; wo die Qualität nicht stimmt, soll die Freiheit enden.

Schulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Die Behörde soll Ziele vorgeben, aber weniger Einzelheiten regeln. Jede Schule soll ein eigenes Profil haben. Die Qualität soll trotzdem geprüft werden.

Die Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen Behörde und Schulen sollen neu ausgerichtet werden. Ein Innovationsfonds soll Schulen auf Bewerbung befristet zusätzliche Mittel und Begleitung bei der Schulentwicklung geben. Vorgesehen sind mehr Zeit für Teamarbeit, mehr Flexibilität bei der Stundentafel innerhalb der KMK-Vorgaben und eine Schulwahl, die teilweise auch nach Profil und Interesse erfolgt. Neue Aufgaben sollen mit Ressourcen verbunden sein, und eine Aufgabenkritik soll klären, was dafür entfallen kann. Ein wissenschaftlich fundiertes Qualitätsmanagement soll die Freiräume begleiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen stärker mit Zielvorgaben arbeiten, statt Prozessdetails zu reglementieren“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Neue Schulbauoffensive starten

Die Grünen wollen Schulen modernisieren und weiter ausbauen und dabei auch bestehende Gebäude einbeziehen. Schulen sollen als Orte für das ganze Quartier geplant und Schulgelände naturnah gestaltet werden.

Die Grünen wollen Schulen neu bauen und alte Schulen modernisieren. Die Schulhöfe sollen grüner werden. Auch Sportvereine und Nachbarn sollen die Schulen nutzen können. Schulen sollen bei der Planung mehr Hilfe bekommen.

Der Schulentwicklungsplan von 2019 soll weiterentwickelt und umgesetzt werden. Bedarfe sollen gemeinsam mit den Schulen und anderen Nutzern von Räumen und Sporthallen ermittelt werden; bei Sportflächen soll auch der Bedarf des Stadtteils zählen. Naturnahe Schulgelände sollen laut Programm Naturerfahrung ermöglichen, Starkregen aufnehmen, kühlen und die Artenvielfalt erhöhen. Für Bauvorhaben sind längere Vorlaufzeiten, mehr Transparenz und fachliche Begleitung in der frühen Planungsphase vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir werden daher eine neue Schulbauoffensive starten, die auch bestehende Schulen in den Blick nimmt“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Bauprogramm für Schulen erhöht öffentliche Investitionen innerhalb des bestehenden Systems.

Mehr Lehrkräfte ausbilden und gewinnen

Die Grünen wollen dem Lehrkräftemangel mit mehr Studienplätzen, weniger Studienabbrüchen und neuen Zugangswegen begegnen. Auch Quer- und Seiteneinstiege sollen erprobt werden.

Hamburg braucht mehr Lehrerinnen und Lehrer. Die Grünen wollen mehr Studien-Plätze schaffen. Weniger Menschen sollen das Studium abbrechen. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen Lehrkraft werden können.

Für das Lehramtsstudium sollen neben dem Numerus Clausus weitere Zulassungswege entstehen. Pilotprojekte für den Quer- und Seiteneinstieg wie die Ein-Fach-Lehrkraft sollen getestet, ausgewertet und bei Erfolg auf mehr Fächer übertragen werden. Der Vorbereitungsdienst soll mehr Plätze erhalten und zugleich nach Umfang, Intensität und Inhalt überprüft werden. Beratung und Förderung sollen die Abbruchquote senken. Der Studiengang Pflegepädagogik gilt als mögliches Modell für die Lehrkräftebildung in weiteren Berufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Neben einem Ausbau von Studienplatzkapazitäten wollen wir die Studienerfolgsquote erhöhen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrkräfte entlasten und gesund halten

Die Grünen wollen Lehrkräfte von Verwaltungs- und IT-Aufgaben befreien und ihre Belastung systematisch erheben. Ziel ist, dass Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf über viele Jahre gesund und mit Motivation ausüben.

Viele Lehrerinnen und Lehrer haben zu viel Arbeit. Die Grünen wollen mehr Personal für die Verwaltung an Schulen. Fachleute sollen sich um die Computer kümmern. Lehrkräfte sollen regelmäßig Beratung bekommen.

Die Lehrerarbeitszeitverordnung soll überprüft werden, ebenso Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Teilzeit, die auf Überlastung zurückgeht, soll seltener werden. Geplant sind regelmäßige Supervision und der Abbau von Hürden, die Lehrkräfte bei Krankheit oder Belastung von Hilfe abhalten. Verwaltungsstellen an Schulen sollen ausgebaut und attraktiver werden; über Eingruppierung und Finanzierung soll mit den Schulleitungen gesprochen werden. Beim Schulbau sollen Ruhe-, Aufenthalts- und Arbeitsräume für das Personal mitgeplant werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Damit der Aufwand für Verwaltungsaufgaben im Alltag der Lehrer*innen reduziert wird, müssen wir die Verwaltungsstellen, auch -leitungen, an den Schulen ausbauen und attraktiver machen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Verwaltungs- und Fachpersonal an Schulen weitet öffentliche Ausgaben schrittweise aus.

Berufsorientierung an Schulen verbessern

Die Grünen wollen, dass alle Jugendlichen die Schule ausbildungsreif verlassen und eine begründete Berufswahl treffen können. Dazu soll die Berufsorientierung praxisnäher werden, auch an Gymnasien.

Jugendliche sollen nach der Schule gut auf eine Ausbildung vorbereitet sein. Die Grünen wollen mehr Einblicke in Betriebe geben. Azubis sollen in Schulen von ihrer Arbeit erzählen. Das soll auch an Gymnasien passieren.

Laut Programm beginnen rund 45 Prozent der Jugendlichen nach der Schule zunächst eine Ausbildungsvorbereitung; dieser Anteil soll deutlich sinken. Eine weiterentwickelte Lernkultur soll Fähigkeiten wie Motivation, Lernbereitschaft und Konfliktfähigkeit stärken. Praktika, Betriebserkundungen und Besuche von Betriebs- und Gewerkschaftsvertretern sollen in den Orientierungsunterricht einfließen. Die Orientierungsmanager bei der Handelskammer sollen gestärkt und Azubi-Botschafter häufiger an Schulen eingesetzt werden. Kampagnen und Orientierungsangebote sollen fortgesetzt und erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Darüber hinaus wollen wir die Berufsorientierung in den allgemeinbildenden Schulen – insbesondere auch in Gymnasien – zielorientierter gestalten.“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ausbildungsplatzgarantie mit Umlage einführen

Die Grünen wollen bald eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz für alle jungen Menschen einführen. Eine Umlage soll vor allem kleine und mittlere Betriebe beim Ausbilden unterstützen.

Jeder junge Mensch soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Die Grünen wollen das garantieren. Betriebe sollen dafür in einen gemeinsamen Topf zahlen. Das Geld soll vor allem kleinen Betrieben beim Ausbilden helfen.

Das Programm nennt es als zentrales Ziel, allen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bereitzustellen. Die Umlagefinanzierung soll kleinen und mittleren Unternehmen helfen, hochwertige Ausbildung anzubieten. Nach Darstellung der Partei verbessert sich dadurch der Ausbildungsmarkt für junge Menschen erheblich.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Deswegen wollen wir zeitnah eine Ausbildungsplatzgarantie einführen. Durch eine Umlagefinanzierung unterstützen wir vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen, qualitativ hochwertige Ausbildungen anzubieten.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Eine Garantie auf einen Ausbildungsplatz und eine Umlage für Betriebe gibt es heute nicht; beides führt einen neuen staatlichen Anspruch und eine neue Abgabe ein.

Berufsausbildung und Meisterabschluss attraktiver machen

Die Grünen wollen die Berufsausbildung als gleichwertige Alternative zum Studium stärken. Dazu sollen Ausbildungsgebühren sinken, Vergütungen in schulischen Mangelberufen geprüft und die Meisterausbildung stärker gefördert werden.

Eine Ausbildung soll attraktiver werden. Die Grünen wollen Gebühren für Ausbildungen senken. Wer Meisterin oder Meister wird, soll mehr Geld bekommen. Die Ausbildung soll so gut sein wie ein Studium.

Bei rein schulischen Ausbildungen in Mangelberufen, etwa in Gesundheit, Sozialpädagogik und Pflege, will die Partei Vergütungen prüfen und fördern. Mehr Ausbildungen sollen sich mit Aufstiegsfortbildungen zum Fachwirt oder Meister verbinden lassen. Die Meisterprämie soll steigen und zusammen mit dem Meister-BAföG wirken. Auszubildende sollen eigene Interessen einbringen können, zum Beispiel durch zusätzliche Fremdsprachen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Die Meister*innenausbildung in Hamburg wollen wir durch die Kombination aus Meister*in-BAföG und einer erhöhten Meister*innenprämie verstärkt fördern.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Prämien, geringere Gebühren und geförderte Vergütungen weiten staatliche Förderung schrittweise aus.

Übergang in Ausbildung begleiten, Abbrüche senken

Die Grünen wollen junge Menschen beim Wechsel von der Schule in den Beruf enger begleiten und Ausbildungsabbrüche verringern. Die Produktionsschulen für Jugendliche mit hohem Förderbedarf sollen gestärkt werden.

Kein junger Mensch soll nach der Schule ohne Hilfe bleiben. Azubis sollen ihre Rechte kennen und Probleme früh melden können. Es soll mehr Beratung und Begleitung geben. Besondere Schulen für Jugendliche mit großen Problemen sollen mehr Unterstützung bekommen.

Schulen, Kammern, Innungen, Betriebe und Hochschulen sollen enger zusammenarbeiten. Auszubildende sollen über Rechte und Alternativen informiert werden und barrierefrei Probleme melden können. Betriebe sollen geschult und Beratungs-, Coaching- und Mentoringprogramme ausgebaut werden. Das Programm verweist auf bestehende Hilfen wie Jugendberufsagentur, Verbundausbildung und Einzelfallförderung. Der Zugang zu Produktionsschulen soll leichter und ihre Finanzierung überprüft werden, damit sie verlässlich planen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Um die hohen Abbruchquoten in einigen Ausbildungsberufen zu senken, wollen wir negative Ausbildungsbedingungen schneller identifizieren“
Seite 56 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung entwickeln

Die Grünen wollen Angebote zum Lesen, Schreiben, Rechnen und zu digitalen Fähigkeiten für Erwachsene jeden Alters öffnen und besser bündeln. Dazu soll eine regionale Strategie entstehen.

Viele Erwachsene können nicht gut lesen und schreiben. Die Grünen wollen mehr Kurse dafür anbieten. Eine Stelle soll alle Angebote in Hamburg ordnen. Dafür soll es einen gemeinsamen Plan geben.

Das Programm geht rechnerisch von etwa 145.000 betroffenen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren in Hamburg aus. Die bestehenden Angebote decken nach Darstellung der Partei die Nachfrage nicht und haben keine gemeinsame Struktur. Die bereits eingerichtete Koordinierungsstelle soll Angebote bündeln, Schulungen weiterentwickeln, Betroffene beraten und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Auch finanzielle Bildung soll zu den Angeboten gehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„sollte als Grundlage für die Koordinierungsstelle eine regionale Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung in enger Zusammenarbeit mit den Akteur*innen aus der Praxis entwickelt werden“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lebenslanges Lernen und digitale Hilfe für Ältere

Die Grünen wollen Aus- und Weiterbildung in jedem Lebensalter ermöglichen. Ältere Menschen sollen kostenlose Schulungen für Tablet und Smartphone erhalten, und digitale Angebote der Stadt sollen stets eine analoge Anlaufstelle haben.

Die Grünen wollen: Menschen sollen ihr ganzes Leben lang lernen können. Ältere Menschen bekommen kostenlose Kurse für Handy und Tablet. Die Stadt soll auch ohne Internet erreichbar bleiben.

Aus Sicht des Programms ist die Aufteilung des Lebens in Ausbildung, Arbeit und Ruhestand überholt. Unternehmen sollen Unterstützung bekommen, wenn sie Beschäftigte weiterbilden oder umschulen, die körperlich schwere Arbeit nicht mehr leisten können. Die kostenlosen Kurse des Projekts „digital dabei“ mit Digitalmentorinnen und -mentoren sollen weiterlaufen. Außerdem sollen die digitalen Plattformen der Stadt auf Barrierefreiheit überprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Gleichzeitig brauchen alle digitalen Angebote der Stadt eine analoge Servicestelle, die unterstützt und weiterhilft.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kostenlose öffentliche Schulungen und staatliche Hilfe für betriebliche Weiterbildung erweitern öffentliche Leistungen.

Freier Schwimmbad-Eintritt für Kinder, früher Schwimmunterricht

Die Grünen wollen erreichen, dass jedes Kind während der Grundschulzeit sicher schwimmen lernt. Dafür sollen Kinder bis zehn Jahre die Bäder von Bäderland gratis besuchen können. Der Pflicht-Schwimmunterricht soll in die ersten beiden Klassen vorgezogen werden.

Jedes Kind soll in der Grundschule sicher schwimmen lernen. Kinder bis 10 Jahre sollen nichts für das Schwimmbad zahlen. Der Schwimm-Unterricht soll schon in Klasse 1 und 2 beginnen. Bisher findet er in Klasse 3 und 4 statt.

Als sicher schwimmfähig gilt nach der im Programm genannten DLRG-Definition, wer das Jugendschwimmabzeichen in Bronze hat. Die nutzbaren Wasserflächen sollen wachsen, und Vereine sollen Hilfe bei der energetischen Sanierung eigener Bäder erhalten, um Betriebskosten zu senken. Die Eintrittspreise öffentlicher Bäder sollen bezahlbar bleiben. Der Gratis-Eintritt soll Kinder früh und unabhängig vom Einkommen der Eltern ans Wasser gewöhnen. An staatlichen Grundschulen soll der verpflichtende Schwimmunterricht von den Klassen 3 und 4 auf die Klassen 1 und 2 wechseln.

Originalzitat anzeigen (Seite 70)
„werden wir den kostenfreien Eintritt für Kinder bis 10 Jahre in allen von Bäderland Hamburg geführten Schwimmflächen einführen.“
Seite 70 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bisher kostenpflichtiges öffentliches Angebot soll für Kinder gebührenfrei werden, was eine öffentliche Leistung ausweitet.

Hochschulen verlässlich finanzieren und Hochschulbau ausbauen

Die Grünen wollen die Investitionen in Wissenschaft und Forschung halten und steigern. Die staatlichen Hochschulen sollen ab 2027 über neue Zukunftsverträge eine wachsende Grundfinanzierung bekommen, und in den Hochschulbau sollen über zwei Jahrzehnte mehr als 6 Milliarden Euro fließen.

Die Grünen wollen mehr Geld für Hochschulen und Forschung ausgeben. Ab 2027 soll es neue Verträge mit den Hochschulen geben. Das feste Geld für die Hochschulen soll weiter steigen. Für Gebäude sind in 20 Jahren mehr als 6 Milliarden Euro geplant.

Die Mittel sollen Hochschulen und außeruniversitärer Forschung, Studium, Bau und Infrastruktur zugutekommen. Bei Neubau und Sanierung setzen die Grünen auf hohe Nachhaltigkeitsstandards und, wo möglich, auf modulare Bauweise. Außerdem soll die Lehre verbessert werden, etwa durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz samt rechtlichem Rahmen, durch Barrierefreiheit und familienfreundliche Hochschulen. Die Hochschulen sollen zudem mehr internationale Studierende gewinnen, unter anderem mit mehr englischsprachigen Studiengängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Auch und gerade in schwierigen Zeiten brauchen unsere staatlichen Hochschulen eine verlässliche und weiterhin aufwachsende Grundfinanzierung.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Steigende Grundfinanzierung und milliardenschwere Bauinvestitionen bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für Hochschulen.

Studium bezahlbar halten, BAföG reformieren, Wohnheime bauen

Die Grünen lehnen Studiengebühren ab und wollen die Zuschüsse an das Studierendenwerk an die Inflation koppeln. Auf Bundesebene setzen sie sich für eine BAföG-Reform ein, und bis 2030 sollen in Hamburg 2.000 neue Wohnheimplätze entstehen.

Studieren soll nicht vom Geld der Eltern abhängen. Die Grünen wollen keine Gebühren für das Studium. Mehr Studierende sollen BAföG bekommen. Bis 2030 soll es 2.000 neue Plätze in Wohnheimen geben.

Die BAföG-Reform soll den Kreis der Berechtigten vergrößern, etwa durch höhere Altersgrenzen, und Notfallmechanismen enthalten. Die Wohnkostenpauschale soll sich nach dem Wohnort richten, weil sie laut Programm in Hamburg nicht für ein WG-Zimmer reicht. Bildungskredite der KfW sollen einen festen Zinssatz von 1 Prozent ohne Sicherheiten bekommen. Mentoringprogramme für Studierende aus nicht-akademischen Familien sollen stärker unterstützt werden. Am UKE soll eine psychotherapeutische Ambulanz für Studierende entstehen, und das Deutschlandticket als Semesterticket soll bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Studieren muss sozialverträglich bleiben – auch wenn die Preise steigen. Studiengebühren lehnen wir ab.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr BAföG-Berechtigte, steigende Zuschüsse und öffentlich geförderte Wohnheimplätze bauen staatliche Leistungen für Studierende aus.

Wissenschaftsfreiheit schützen und Diskriminierung entgegentreten

Die Grünen wollen die Bedingungen für freie Wissenschaft sichern und Hochschulen als Orte offener Debatten erhalten. Zugleich sollen die Hochschulen Schutzvorkehrungen gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Diskriminierung aufbauen.

Forschende sollen frei entscheiden, woran sie forschen. Die Grünen wollen diese Freiheit schützen. An Hochschulen soll man auch über strittige Themen reden können. Gleichzeitig soll es Schutz vor Judenhass und Rassismus geben.

Das Programm beschreibt die im Grundgesetz verankerte Wissenschaftsfreiheit als Grundlage des Wissenschaftssystems und der demokratischen Gesellschaft. Sie sichert Forschenden Unabhängigkeit bei der Wahl von Themen und Methoden. Auch kontroverse Themen sollen an Hochschulen Platz haben. Für wirksamen Schutz vor Diskriminierung hält das Programm starke Mitbestimmungsstrukturen an den Hochschulen für nötig.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir stehen dafür, die strukturellen und politischen Voraussetzungen für diese Freiheit zu schützen und wo notwendig weiter zu verbessern.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Zusätzliche Schutzvorkehrungen gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung an Hochschulen bauen den Schutz von Vielfalt schrittweise aus.

Hamburgs Hochschulen und das UKE gezielt weiterentwickeln

Die Grünen wollen die einzelnen Hochschulen der Stadt in ihren Schwerpunkten fördern. Die Universität Hamburg soll zusätzliche Mittel für ihren Exzellenzstatus erhalten, und das Universitätsklinikum UKE soll bei Forschung, Lehre und Bau weiter unterstützt werden.

Die Grünen wollen Hamburgs Hochschulen einzeln stärken. Die Universität Hamburg soll besonders gut bleiben und mehr Geld bekommen. Auch die Uni-Klinik UKE soll weiter wachsen. An einer Hochschule sollen mehr Menschen Pflege studieren können.

Die TUHH soll auf ihrem Weg unterstützt werden, Spitzenforschung mit Lösungen für gesellschaftliche Aufgaben zu verbinden. Die HAW bekommt Hilfe beim neuen Promotionsrecht, einen Gesundheitscampus in Oberbillwerder und mehr Pflegestudiengänge. Die Kunst- und Musikhochschulen sollen bei künstlerischer Forschung und räumlichem Wachstum gefördert werden. Am UKE soll unter anderem die Psychiatrie baulich erneuert werden, und im Bund wollen die Grünen eine ausreichende Krankenhausfinanzierung für die Universitätsmedizin erreichen. Die Staats- und Universitätsbibliothek soll einen Forschungsbau erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Die Universität Hamburg werden wir dabei unterstützen, ihren Status als Exzellenzuniversität zu verteidigen, ihre Exzellenzbereiche weiter auszubauen und neue zu erschließen.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Landesmittel für Exzellenz, Bauvorhaben und das Universitätsklinikum erhöhen die öffentlichen Investitionen in Hochschulen.

Forschung zu Klima, Infektionen und Quantentechnik ausbauen

Die Grünen wollen Hamburgs Forschungsschwerpunkte stärken: Klima- und Nachhaltigkeitsforschung, Infektionsforschung, Quantentechnologien und Materialforschung. Erkenntnisse sollen schneller und in größerem Umfang in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen.

In Hamburg wird viel zum Klima geforscht. Die Grünen wollen das ausbauen. Auch die Forschung zu Krankheiten und zu neuer Technik soll wachsen. Die Ergebnisse sollen schneller bei Firmen und Menschen ankommen.

In der Klimaforschung sollen bestehende Einrichtungen wie der Exzellenzcluster CLICCS, das Max-Planck-Institut für Meteorologie und das Klimarechenzentrum enger vernetzt werden. In der Infektionsforschung sollen Universität, UKE und zwei Leibniz-Institute gestärkt und Kooperationen mit dem Globalen Süden ausgebaut werden. Die Quantenforschung soll mit Partnern aus der Wirtschaft verbunden werden. Die Grundlagenforschung gilt dem Programm als Basis, aus der Anwendungen und Produkte entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Wir bauen unsere Stadt weiter zum deutschlandweit führenden Standort der Klima- und Nachhaltigkeitsforschung aus.“
Seite 82 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Forschungsförderung und Wissenschaftskommunikation ausbauen

Die Grünen wollen die Forschungsförderung des Landes erweitern, vor allem den Teil ohne Themenvorgabe. Außerdem sollen Hochschulen und Forschungseinrichtungen enger vernetzt werden und ihre Arbeit stärker in die Öffentlichkeit tragen. Das Programm sieht in starker Grundlagenforschung eine Basis für den künftigen Wohlstand der Stadt.

Die Grünen wollen mehr Geld für Forschung in Hamburg geben. Forscher sollen ihre Themen auch frei wählen können. Hochschulen sollen besser zusammenarbeiten. Die Wissenschaft soll ihre Ergebnisse den Menschen besser erklären.

Die Landesforschungsförderung soll wachsen, insbesondere ihre themenoffene Säule. Das Netzwerk PIER PLUS, das Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbindet, soll gestärkt werden, damit Innovationen schneller entstehen. Das Institut für Sicherheits- und Friedensforschung soll auf dem Weg zu einem Leibniz-Institut Unterstützung erhalten. Die Wissenschaftskommunikation wird als Transferaufgabe der Hochschulen gestärkt; das Programm begründet das mit Populismus, Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir wollen das Programm der Landesforschungsförderung, insbesondere auch die themenoffene Säule, ausbauen“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Forschungsförderung des Landes soll ausgebaut werden, was mehr staatliche Ausgaben im bestehenden System bedeutet.

Forschungsdaten sicher teilen, Hochschul-IT schützen

Die Grünen wollen den Austausch von Forschungsdaten per Landesgesetz regeln, ohne die Rechte Einzelner an ihren Daten einzuschränken. Zugleich sollen wissenschaftliche Einrichtungen bei ihrer IT enger zusammenarbeiten, um gegen Cyberangriffe gerüstet zu sein.

Forscher sollen Daten sicher miteinander teilen können. Die Rechte der einzelnen Menschen an ihren Daten sollen bleiben. Dafür wollen die Grünen neue Landes-Gesetze machen. Hochschulen sollen ihre Computer besser gegen Angriffe schützen.

Als Beispiel für neue landesgesetzliche Regeln nennt das Programm Medizindaten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen Hilfe beim Aufbau gemeinsamer IT-Infrastrukturen bekommen. Genannt werden ein einrichtungsübergreifendes Security Operation Center und ein IT-Notfallmanagement.

Originalzitat anzeigen (Seite 83)
„Wir stärken eine offene Wissenschaft, die einen sicheren Austausch von Daten für den Fortschritt nutzt, ohne dabei Rechte an individuellen Daten zu beschneiden.“
Seite 83 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen

    Der Punkt verbindet eine breitere Nutzung von Daten für die Forschung mit dem Erhalt individueller Datenrechte.

Berufliche Bildung und Weiterbildung ausbauen

Die Grünen wollen die Wege in Ausbildung, Weiterbildung und Umschulung erweitern, um Fachkräfte zu gewinnen. Hochschulen sollen kurze Weiterbildungsangebote für Berufstätige anbieten, und Schulen sollen Berufsorientierung in allen Fächern umsetzen.

Hamburg braucht mehr Fachleute. Die Grünen wollen deshalb mehr Angebote zum Lernen im Beruf. Hochschulen sollen kurze Kurse für Berufstätige anbieten. Schulen sollen mehr über Berufe informieren. Auch ein neuer Beruf in der Lebensmitte soll leichter werden.

Mikrozertifikate sind kurze, abgeschlossene Lern- und Studienangebote, die sich neben dem Beruf absolvieren lassen. Fachlehrkräfte sollen geschult werden, um Unterricht mit Praxisbeispielen zu verbinden; Werkstatträume an allgemeinbildenden Schulen sollen erhalten bleiben. Für die Energiewende will die Partei die Renewable Energy Academy an der HAW stärken, vor allem in Elektrotechnik und Software Engineering. Hinzu kommt eine Offensive für vereinfachte Umschulungen, besonders in Klimaberufen und für Menschen, deren Arbeitsplätze durch den Strukturwandel gefährdet sind. Ältere Erwerbstätige sollen bessere Möglichkeiten und Zuverdienstmodelle erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„sollen die Hamburger Hochschulen künftig auch sogenannte Mikrozertifikate zur Weiterbildung anbieten“
Seite 101 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Religionsunterricht für alle weiter öffnen

Die Grünen wollen den Hamburger „Religionsunterricht für alle“ (RUfa) für weitere Religionen und für nicht-religiöse Weltsichten öffnen. Die Lehrerlaubnis für das Fach soll künftig nicht mehr von der Zustimmung einer Religionsgemeinschaft abhängen. Begründet wird dies damit, dass ein großer Teil der Hamburger Bevölkerung konfessionsfrei ist.

In Hamburg lernen Kinder aller Religionen gemeinsam im Fach Religion. Die Grünen wollen das Fach weiter öffnen. Auch Menschen ohne Religion sollen es unterrichten dürfen. Dafür soll keine Religions-Gemeinschaft mehr zustimmen müssen. Die Sicht von Menschen ohne Religion soll gleich viel zählen.

Weitere Religionsgemeinschaften und Vertreterinnen und Vertreter nicht-religiöser Weltsichten sollen an den Bildungsplänen mitarbeiten können. Kritische und konfessionsfreie Sichtweisen sollen gleichrangig neben den Religionen stehen. Eltern sollen früher und umfassender über das Recht auf Abmeldung informiert werden, und für abgemeldete Kinder soll es ein pädagogisch sinnvolles Angebot geben. Der Fachbereich Religionen der Universität Hamburg soll wachsen, sodass auch Bahaitum, Buddhismus und Hinduismus in der akademischen Ausbildung vertreten sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„dass die Lehrer*innenerlaubnis für das Fach Religion unabhängig von der Zustimmung der zuständigen Religionsgemeinschaft erteilt werden kann“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Die Lehrerlaubnis von der Zustimmung der Religionsgemeinschaften zu lösen und konfessionsfreie Sichtweisen gleichzustellen, baut den Religionsunterricht grundlegend um.

Juristische Ausbildung reformieren

Die Grünen wollen das Jurastudium und das Referendariat modernisieren und den Prüfungsdruck senken. Dazu gehören ein in das Studium eingebauter Bachelor-Abschluss, mildere Prüfungsregeln und weniger Pflichtstoff. Hamburg soll bei der Reform eine Vorreiterrolle übernehmen und so Nachwuchs für die Justiz gewinnen.

Das Jura-Studium ist sehr anstrengend. Wer die Prüfung nicht besteht, hat keinen Abschluss. Die Grünen wollen deshalb einen Bachelor im Studium einführen. Auch die Prüfungen sollen weniger Druck machen. Der Lernstoff soll kleiner werden.

Die Frist für den Verbesserungsversuch soll gelockert und ein dritter Prüfungsversuch im ersten Staatsexamen geprüft werden. Gegen mögliche Diskriminierung in mündlichen Prüfungen schlagen die Grünen vor, dass Prüfende die Vornoten nicht mehr kennen und handschriftliche Lebensläufe entfallen. Das Juristenausbildungsgesetz soll geändert werden, damit Auslandssemester leichter angerechnet werden und der Schwerpunkt vollständig an einer EU-Partneruniversität absolviert werden kann. Im Referendariat sollen Abläufe digitaler werden, und Hamburg soll bei der Unterhaltsbeihilfe im Ländervergleich mithalten. Ein Reformdialog mit Fakultäten und Studierenden ist als Modellprozess geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Ein integrierter Bachelor of Laws während des Studiums kann diesen Druck abmildern, sodass wir seine Einführung unterstützen.“
Seite 124 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich