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Grüne zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Gute Gründe für Grün. Regierungsprogramm von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Landesverband Hamburg ab 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 3 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaausgewogen (-0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Science City Bahrenfeld zur Sonderinnovationszone machen

Die Grünen wollen die Science City Bahrenfeld weiterentwickeln und zur ersten Sonderinnovationszone Hamburgs machen. Dort sollen hemmende Regeln gezielt erkannt und abgebaut werden, damit Forschung und Unternehmen leichter zusammenarbeiten. Kernstück soll das Röntgenmikroskop PETRA IV werden, für das der Bund weiter mitzahlen soll.

In Bahrenfeld entsteht ein Stadtteil für die Wissenschaft. Er heißt Science City. Dort sollen besondere Regeln gelten, damit neue Ideen leichter entstehen. Ein sehr starkes Röntgen-Mikroskop soll dort gebaut werden. Der Bund soll dabei helfen.

Die Planung des Stadtteils soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit weitergehen; Bauweise und Energieversorgung sollen beim Klimaschutz Vorbild sein. Die Zone soll als Modell für weitere dienen, etwa im Hafen, in Harburg, Bergedorf oder Oberbillwerder. Das DESYUM ist als zentrales Besuchszentrum vorgesehen. PETRA IV gilt dem Programm als Standortfaktor für Hamburg und Deutschland und als nationale Aufgabe.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„In der Science City Hamburg Bahrenfeld wollen wir die erste Sonderinnovationszone schaffen“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Abbau hemmender Regeln in einer Sonderzone mit hohen öffentlichen Investitionen in Forschungsinfrastruktur.

Ausgründungen aus der Wissenschaft erleichtern

Die Grünen wollen es Forschenden leichter machen, aus Hochschulen heraus Unternehmen zu gründen. Dafür sollen bestehende Innovationsstrukturen gebündelt, eine zentrale Beratungsstelle geschaffen und ein Transfer-Fonds eingerichtet werden.

Forscher sollen leichter eine eigene Firma gründen können. Eine zentrale Stelle soll bei Fragen zu Recht und Verwaltung helfen. Für die besten Ideen gibt es Geld aus einem Fonds. Erfahrene Gründer sollen neue Gründer beraten.

Die vorhandenen Innovationsstrukturen sollen zusammengeführt und nutzerfreundlicher werden. Eine zentrale Unterstützungsstelle soll rechtliche und administrative Fragen übernehmen. Ein Transfer-Fonds soll die besten Start-up-Ideen aus der Wissenschaft finanzieren. Geplant sind außerdem eine Vernetzungsplattform, ein Mentoring-Netzwerk und weitere Sonderinnovationszonen.

Originalzitat anzeigen (Seite 84)
„Wir werden Ausgründungen aus der Wissenschaft leichter machen, denn noch zu häufig werden Gründende durch strukturelle Hürden ausgebremst.“
Seite 84 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Hürden für Gründungen sollen sinken, zugleich soll ein öffentlicher Fonds Start-up-Ideen finanzieren.

Festen Dialog zwischen Senat und Wirtschaft einrichten

Die Grünen wollen ein neues, regelmäßiges Gesprächsformat zwischen Senatsspitze, Behörden und Hamburger Wirtschaft schaffen. Darin soll vor allem der Weg der Wirtschaft zur Klimaneutralität abgestimmt werden, den die Stadt mit Infrastruktur und niedrigeren Energiekosten begleiten will.

Der Senat und die Firmen in Hamburg sollen sich regelmäßig treffen. Sie sollen gemeinsam über große Aufgaben sprechen. Dazu gehört der Schutz des Klimas. Die Grünen wollen auch, dass Energie für Firmen billiger wird.

Die Ergebnisse einer von der Wirtschaft beauftragten OECD-Studie zur Klimaneutralität bis 2040 sollen mit Klimaplan und Sektorzielen der Stadt abgeglichen und in Maßnahmen übersetzt werden. Weitere Themen des Dialogs sind Fachkräftemangel, Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungen und Digitalisierung. Die Grünen wollen sich weiter für niedrigere Energiekosten der Wirtschaft einsetzen. Zudem soll die duale Ausbildung gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 85)
„ein institutionalisierter, regelmäßiger Dialog zwischen den Spitzen des Hamburger Senats, allen betroffenen Behörden sowie der Hamburger Wirtschaft“
Seite 85 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt hält an den Klimazielen fest und verbindet sie mit niedrigeren Energiekosten und Abstimmung mit der Wirtschaft.

Innovationsförderung in einem Haus der Innovationen bündeln

Die Grünen wollen die Innovationsförderung der Stadt systematisch ordnen und Doppelstrukturen abbauen. Eine zentrale Anlaufstelle, das Haus der Innovationen, soll alle Beteiligten zusammenbringen. Aus Sicht des Programms fehlt der Stadt bisher eine strategische Innovationspolitik.

In Hamburg gibt es viele Stellen, die neue Ideen fördern. Manche machen das Gleiche. Die Grünen wollen das ordnen. Es soll eine zentrale Stelle geben. Sie heißt Haus der Innovationen.

Förderbedingungen sollen verbessert und Kräfte auf die Stärken und Schwerpunkttechnologien der Stadt konzentriert werden. Überflüssige Strukturen sollen einem transparenten Fördersystem weichen. Das Haus der Innovationen soll in einem partnerschaftlichen Verfahren mit allen Akteuren am Standort entstehen. Auch Innovationsförderung aus der Metropolregion soll dort eingebunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Dafür schaffen wir eine zentrale und gut sichtbar Anlaufstelle, ein Haus der Innovationen“
Seite 86 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hamburger Zukunftsstiftung gründen

Die Grünen schlagen eine Zukunftsstiftung vor, die Stadt und Wirtschaft gemeinsam tragen. Privates Kapital und ein städtischer Beitrag sollen dauerhaft Fördergeld für vielversprechende Technologien und Forschungsinfrastruktur sichern.

Die Grünen wollen eine neue Stiftung gründen. Die Stadt und Firmen geben gemeinsam Geld hinein. Mit dem Geld fördert die Stiftung neue Technik und Forschung. So soll es dauerhaft Förder-Geld geben.

Das Stiftungsvermögen soll aus privatem Kapital und einem Anteil der Stadt bestehen. Gefördert werden sollen zukunftsweisende Technologien und die dafür nötige Forschungsinfrastruktur. Auch das Einrichten von Sonderinnovationszonen soll zum Stiftungszweck gehören. Das Programm begründet den Vorschlag mit dem Innovationsbedarf des klimaneutralen und digitalen Wandels.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Dazu schlagen wir die Gründung einer Hamburger Zukunftsstiftung vor, die gemeinsam von der Stadt und der Wirtschaft gegründet werden soll.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die neue Stiftung verbindet einen städtischen Beitrag mit privatem Kapital und nimmt damit keine Seite zwischen Staat und Markt ein.

Start-ups und Gründerinnen stärker fördern

Die Grünen wollen eine Start-up-Strategie für Hamburg, die mit der Innovationsstrategie verknüpft ist. Beratung, Förderprogramme und Wachstumsfonds sollen dauerhaft finanziert und mehr privates Beteiligungskapital gewonnen werden. Frauen als Gründerinnen sollen gezielt unterstützt werden, weil sie laut Programm weiter unterrepräsentiert sind.

Die Grünen wollen neue Firmen in Hamburg besser fördern. Beratung und Förder-Programme sollen dauerhaft Geld bekommen. Private Geldgeber sollen mehr in neue Firmen investieren. Frauen, die eine Firma gründen, sollen besondere Hilfe bekommen.

Beratung und Coaching im Startup Port sollen langfristig finanziert und mit unbefristeten Stellen ausgestattet werden. Die Wachstumsfonds InnoVentureFonds und HamburgInnoGrowth sollen abgesichert, das Investorennetzwerk gestärkt und Finanzierungsrunden für Co-Investitionen unterstützt werden. Ein großes Start-up-Event soll den Standort sichtbarer machen. Für Gründerinnen soll das Hamburg Investors Network einen Schwerpunkt beim Zugang zu Risikokapital setzen, und das Female-Founders-Programm soll weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„Die Unterstützung der Hamburger Start-ups wollen wir über ihre gesamte Entwicklungsdauer sicherstellen, um sie langfristig in Hamburg zu halten.“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Förderprogramme, Fonds und Beratungsstellen für Start-ups sollen ausgebaut und dauerhaft finanziert werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gezielte Förderprogramme für Gründerinnen sollen ausgebaut werden, um die Gleichstellung bei Unternehmensgründungen voranzubringen.

Sozialunternehmen fördern, Vergabe sozial-ökologisch ausrichten

Die Grünen wollen Hamburgs Strategie für Sozialunternehmen dauerhaft fortführen und erweitern. Das Zuschussprogramm InnoImpact soll weiterlaufen, und öffentliche Aufträge sollen stärker nach sozialen und ökologischen Kriterien vergeben werden.

Manche Firmen wollen vor allem Probleme der Gesellschaft lösen. Man nennt sie Sozial-Unternehmen. Die Grünen wollen diese Firmen weiter fördern. Die Stadt soll beim Einkaufen mehr auf Soziales und Umwelt achten.

Die Social-Entrepreneurship-Strategie soll verstetigt und ausgebaut werden, ebenso die Hamburger Allianz für Social Entrepreneurship als Impulsgeberin. Verwaltung und sozial-innovative Akteure sollen besser verbunden werden. Zusätzlich setzen sich die Grünen für ein Finanzierungsinstrument ein, das nachweislich wirksame gesellschaftliche Innovationen verbreiten hilft. Gefördert werden sollen auch Geschäftsmodelle nach regenerativen Prinzipien.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass die öffentliche Auftragsvergabe und Beschaffung noch stärker sozial-ökologisch ausgerichtet sind.“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Zuschüsse für Sozialunternehmen und zusätzliche soziale und ökologische Kriterien bei der Vergabe erweitern die staatliche Steuerung.

Wirtschaftsförderung überprüfen und neu aufstellen

Die Grünen wollen die Wirtschaftsförderung der Stadt überprüfen und neu ausrichten. Die Cluster sollen einer Gesamtstrategie folgen, Start-ups stärker einbinden und sich untereinander vernetzen. Bei Ansiedlungen sollen erneuerbare Zukunftstechnologien Vorrang haben.

Die Stadt fördert Firmen auf verschiedene Arten. Die Grünen wollen prüfen, ob das gut funktioniert. Die Förderung soll einem klaren Plan folgen. Firmen mit Technik für erneuerbare Energie sollen schnell Flächen bekommen.

Gemeinsam mit Kammern, Verbänden und der Metropolregion soll geprüft werden, ob Cluster sinnvoll sind, die nur Branchenverbände abbilden. Ziele und Maßnahmen der Clusterarbeit sollen an einer ganzheitlichen Strategie gemessen und bei Bedarf angepasst werden. Für erneuerbare Zukunftstechnologien sollen kurzfristig Flächen ausgewiesen werden. Auch die verschiedenen Marketing-Aktivitäten der Stadt sollen auf Wirksamkeit und Doppelungen hin untersucht werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Die Hamburger Wirtschaftsförderungspolitik muss evaluiert und neu aufgesetzt werden.“
Seite 87 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Luftfahrtstandort auf klimaneutrales Fliegen ausrichten

Die Grünen wollen Hamburg als Luftfahrtstandort stärken und auf fossilfreies Fliegen ausrichten. Forschung an neuen Antrieben soll gefördert und die Flugzeugindustrie mit Wasserstoff, nachhaltigen Kraftstoffen und Ökostrom versorgt werden. Die Stadt soll den Weg zur klimaneutralen Luftfahrt unterstützen, einfordern und beschleunigen.

In Hamburg arbeiten viele Menschen im Flugzeug-Bau. Die Grünen wollen diese Branche stärken. Flugzeuge sollen in Zukunft ohne Öl fliegen. Dafür soll mehr geforscht werden. Die Firmen sollen genug Wasserstoff und sauberen Strom bekommen.

Eine Innovations- und Förderstrategie soll Antriebe wie die Brennstoffzelle voranbringen; das Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung gilt dem Programm als Vorreiter. Die Flugzeugindustrie soll an das Wasserstoffnetz angeschlossen werden. Für den Standort Finkenwerder sind schnellere Genehmigungen für Bauten und ein besserer Nahverkehr vorgesehen. Das Studienangebot zu „Green Aviation“ soll wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Wir unterstützen die Forschung an neuen, klimafreundlichen Antriebstechnologien wie der Brennstoffzelle mit einer Innovations- und Förderstrategie.“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Stadt soll die Branche mit öffentlicher Förderung und Infrastruktur aktiv lenken und unterstützen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Forschung und Infrastruktur für fossilfreies Fliegen sollen gefördert werden, was den Klimaschutz in der Luftfahrt schrittweise voranbringt.

Hafen mit Bundesgeld und Kooperation stärken

Die Grünen wollen den Hamburger Hafen als Universalhafen wirtschaftlich stärken und dafür deutlich mehr Geld vom Bund verlangen. Zusätzlich sollen neue Geschäftsmodelle jenseits des Containerumschlags entstehen und die norddeutschen Häfen enger zusammenarbeiten.

Die Grünen wollen den Hamburger Hafen stärken. Der Bund soll dafür viel mehr Geld geben. Der Hafen soll nicht nur Container verladen. Hamburg, Bremen und Niedersachsen sollen besser zusammen-arbeiten.

Nach dem Programm haben andere Häfen beim reinen Containerumschlag bessere Voraussetzungen, weshalb Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze über neue Geschäftsmodelle gesichert werden sollen. Der Hafenentwicklungsplan 2040 soll um eine vertiefte Potenzialanalyse ergänzt werden. Die Partei will konkrete Projekte benennen, die der Bund finanzieren soll, und beruft sich dabei auf die Nationale Hafenstrategie. Hamburg, Bremen und Niedersachsen sollen kooperieren, was laut Programm mehr Kompromissbereitschaft aller Beteiligten verlangt. Mit den Häfen der Nordrange, also den großen Nordseehäfen des Kontinents, ist eine engere Zusammenarbeit bei der Klimaneutralität und für faire Wettbewerbsregeln in der EU geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„Wir werden einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, vom Bund eine deutliche Erhöhung der Mittel einzufordern, die der Bedeutung der Seehäfen und insbesondere Hamburgs für die deutsche Volkswirtschaft gerecht wird.“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll deutlich mehr öffentliches Geld für die Seehäfen bereitstellen, was staatliche Investitionen ausweitet.

Hafenflächen dichter nutzen und zur Stadt öffnen

Die Grünen wollen Hafenflächen intensiver nutzen, Branchen räumlich bündeln und ungenutzte Areale für Innovation und in Einzelfällen für Stadtentwicklung freigeben. Unter dem Leitbild „Hafen ist Stadt“ soll der Hafen außerdem zugänglicher werden, auch zu Fuß, mit dem Rad und per Fähre.

Im Hafen liegen viele Flächen brach. Die Grünen wollen diese Flächen besser nutzen. Manche Flächen sollen für neue Firmen und Forschung da sein. Menschen sollen den Hafen leichter besuchen können. Rad-Wege und Fähren sollen besser werden.

Geplant ist ein Konzept für eine intensivere Flächennutzung samt der im Hafenentwicklungsplan angelegten Bündelung von Branchen; Störfallbetriebe sollen weiter von Wohngebieten entfernt im inneren Hafen liegen. Die Grenzen des Hafengebiets sollen überprüft und unter Umständen geändert werden. Im östlichen Hafen sollen Flächen für Logistik-Innovation, Forschung und Start-ups bereitstehen. Historisch bedeutsame Gebäude sollen durch Denkmalschutz und geänderte Pachtverträge vor Abriss bewahrt werden. Bei Ansiedlung und Pacht zählen Innovation, Klimaschutz, sparsamer Flächenverbrauch und Wertschöpfung. Der Masterplan Radverkehr im Hafen soll schneller kommen, die HADAG-Fähren sollen gestärkt und einzelne Betriebe für Besucher geöffnet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Im Hafen soll das Konzept der Verdichtung verstärkt Einzug halten, um Flächen effizienter zu nutzen.“
Seite 92 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Private Beteiligung an Terminals nutzen

Die Grünen befürworten die Beteiligung privater Unternehmen am Terminalbetrieb, damit in Digitalisierung und Automatisierung investiert wird. Moderne Terminals gelten im Programm als Voraussetzung für einen klimaneutralen und wirtschaftlichen Hafen.

Terminals sind die Anlagen, an denen Schiffe be- und entladen werden. Die Grünen finden es gut, wenn private Firmen sich daran beteiligen. Diese Firmen sollen Geld in moderne Technik stecken. Der Bund soll eine größere Wende-Stelle für Schiffe bezahlen.

Für die Zufahrt zum Waltershofer Hafen wollen die Grünen beim Bund erreichen, dass er einen größeren Drehkreis für sehr große Schiffe bezahlt. Die damit verknüpfte Westerweiterung sieht das Programm wegen bestehender Überkapazitäten als unternehmerisches Risiko, das der spätere Terminalbetreiber übernehmen soll. Für Steinwerder-Süd ist eine klimaneutrale Nutzung mit Anbindung an die Wasserstraßen vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Beim Betrieb der Terminals sehen wir in der Beteiligung von privaten Unternehmen große Vorteile, um in die dringend notwendige Digitalisierung und Automatisierung zu investieren.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Private Unternehmen sollen am Terminalbetrieb beteiligt werden und das Risiko der Westerweiterung selbst tragen, was auf mehr Markt setzt.

Handwerk mit Masterplan und Gewerbehöfen stärken

Die Grünen wollen den Masterplan Handwerk 2030 gemeinsam mit der Handwerkskammer weiterführen und den Bau mehrgeschossiger Gewerbehöfe fördern. Fachkräfte für das Klimahandwerk sollen leichter im Ausland angeworben und ausgebildet werden können.

Das Handwerk ist wichtig für Hamburg, zum Beispiel für Heizungen und Solar-Dächer. Die Grünen wollen das Handwerk weiter unterstützen. Sie wollen Gewerbe-Höfe mit mehreren Stockwerken fördern. Fachkräfte aus dem Ausland sollen leichter kommen können.

Das Programm sieht im Handwerk eine Schlüsselrolle für Wärmewende, Solarausbau und Wohnungsbau und nennt den Fachkräftemangel als besonderes Problem. Der Runde Tisch für das Klimahandwerk soll weiterarbeiten. Die Handwerker- und Gewerbehofstrategie soll Flächen für mittelständische Betriebe schaffen, Verdrängung bremsen und die wohnortnahe Versorgung verbessern. Bei der Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen und Geschäftsgebieten sollen die Interessen ansässiger Handwerksbetriebe beachtet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Den Masterplan Handwerk 2030 mit seinem themenbezogenen Arbeitsprogramm werden wir deshalb gemeinsam mit der Handwerkskammer fortführen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die Anwerbung und Ausbildung ausländischer Fachkräfte im Klimahandwerk soll vereinfacht werden, was Zuwanderung in Arbeit erleichtert.

Bürokratie für kleine und mittlere Betriebe abbauen

Die Grünen wollen Melde-, Dokumentations- und Nachweispflichten für Unternehmen überprüfen und das Once-Only-Prinzip einführen. Dazu kommen ein einheitliches Vergabesystem und fortgeführte Förderprogramme für die Digitalisierung kleiner Betriebe.

Firmen müssen viele Formulare ausfüllen. Die Grünen wollen das verringern. Firmen sollen Angaben nur einmal an die Behörden geben müssen. Für öffentliche Aufträge soll es ein gemeinsames System geben. Kleine Betriebe sollen weiter Hilfe bei der Digitalisierung bekommen.

Beim Once-Only-Prinzip müssen Unternehmen Daten, die der Verwaltung schon vorliegen, mit ihrer Zustimmung nicht erneut einreichen. Die Kernverwaltung soll ein Vergabemanagementsystem einsetzen, das auch andere öffentliche Auftraggeber der Stadt verwenden können, damit Bieter leichter Angebote abgeben und der Wettbewerb steigt. Das Programm „Hamburg Digital“ soll dauerhaft bestehen, und Beratungsangebote sollen das Ende des Bundesprogramms „Mittelstand Digital“ überdauern. Nach niedersächsischem Vorbild soll zudem eine Innovationsförderung für kleine und mittlere Betriebe erprobt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Wir wollen den Bürokratieaufwand für Unternehmen reduzieren und dazu die Auswirkungen von bestehenden und künftigen Gesetzen und Verwaltungsvorschriften mit Blick auf Melde-, Dokumentations- und Nachweispflichten untersuchen und diese hinterfragen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Pflichten für Unternehmen sollen überprüft und der Verwaltungsaufwand gesenkt werden, was Regulierungslasten schrittweise verringert.

Tourismus steuern und Hotelentwicklung regulieren

Die Grünen wollen den Stadttourismus als Querschnittsaufgabe der Stadtentwicklung verankern und das Wachstum von Hotels regulieren. Besucherströme sollen gleichmäßiger über die Stadt verteilt und einzelne Quartiere entlastet werden.

Viele Gäste kommen nach Hamburg. Manche Stadtteile sind dadurch sehr voll. Die Grünen wollen den Bau neuer Hotels steuern. Gäste sollen auch andere Stadtteile und das Umland besuchen. Der Tourismus soll auch den Menschen in Hamburg nutzen.

Mit Hilfe des Bundes soll eine Steuerungsmöglichkeit für die Hotelentwicklung in Großstädten entstehen; die Bezirke werden bei Hotelentwicklungsplänen unterstützt. Ein rein marktgetriebenes Wachstum auf engem Raum kann nach Ansicht der Partei Quartieren schaden. Hotels sollen sich ökologisch zertifizieren lassen, ein Hamburger Dach-Siegel für Nachhaltigkeit wird geprüft, und die Nachhaltigkeitsstrategie der Hamburg Tourismus GmbH soll regelmäßig erneuert werden. Bezirkliche Tourismusstrukturen, weniger besuchte Stadtteile und das Umland der Metropolregion sollen stärker erschlossen werden. Die Messe soll sich mehr zur Nachbarschaft hin öffnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Wir setzen uns für ein regulierendes Einwirken auf die Entwicklung von Beherbergungskapazitäten und Hotels ein“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Hotelmarkt soll stärker planerisch gesteuert werden, statt allein dem Markt überlassen zu bleiben.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich