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Grüne zur Landwirtschaft

Aus dem Programm „Zukunft möglich machen! Bürgerschaftswahlprogramm 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 249 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Landwirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Regionale und ökologische Landwirtschaft fördern

Die Grünen wollen regionale Erzeugung und Vermarktung stärken, um dem Rückgang der Höfe entgegenzuwirken, und den Ökolandbau ausbauen. Neben der bestehenden Weideprämie soll eine Hirtenprämie für Tierhaltung eingeführt werden, die allein der Landschaftspflege und dem Naturschutz dient.

In Bremen gibt es immer weniger Bauernhöfe. Die Grünen wollen Höfe aus der Region stärken. Es soll mehr Bio-Landwirtschaft geben. Bauern sollen Geld bekommen, wenn ihre Tiere die Landschaft pflegen. Das heißt Hirten-Prämie.

Das Programm nennt einen Rückgang von über 400 Betrieben Anfang der 1990er Jahre auf heute etwa 140. Die Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Naturschutzverbänden soll in der laufenden EU-Förderperiode weitergehen, und mit diesen Gruppen soll ein Entwicklungskonzept für die Landwirtschaft entstehen. Die Weideprämie für ökologische Weidehaltung bleibt bestehen. Die Hirtenprämie soll Landwirten den Ausstieg aus der Lebensmittelerzeugung erlauben und zugleich die Kulturlandschaft im Umland sichern. Der Anteil ökologisch bewirtschafteter Flächen soll bis 2035 von 32 auf 50 Prozent steigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 212)
„Als zusätzliches Modell soll eine Hirtenprämie für eine Tierhaltung eingeführt werden, deren alleiniger Zweck die Landschaftspflege sowie der Arten- und Naturschutz ist.“
Seite 212 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine zusätzliche Prämie und die Fortführung bestehender Förderung bauen die staatliche Unterstützung der Landwirtschaft schrittweise aus.

Agrarförderung an Umwelt- und Tierschutzleistungen binden

Die Grünen wollen, dass Agrargelder nicht mehr vor allem nach Fläche verteilt werden, sondern Leistungen für Umwelt, Klima und Tierwohl belohnen. Dafür setzen sie sich in Berlin und Brüssel für eine punktebasierte Gemeinwohlprämie ein. Das Programm sieht darin einen zentralen Baustein, um die Agrarwende zu finanzieren.

Bauern bekommen heute Geld vor allem für die Größe ihrer Felder. Die Grünen wollen das ändern. Geld soll es für Umwelt-Schutz und Tier-Schutz geben. Dafür soll es eine neue Prämie geben. Eine Prämie ist eine Zahlung als Belohnung.

Das Programm fordert, die Direktzahlungen umzuwidmen und reine Flächenprämien stark zu kürzen. Auf Bundes- und EU-Ebene wollen die Grünen einen Systemwechsel zu einer Gemeinwohlprämie nach Punkten erreichen. Für Bremen kündigen sie neue Modelle an: eine Öko-Prämie, wenn Betriebe ihre Flächen ökologisch aufwerten, und eine Hirtenprämie für Tierhaltung in Landschaftspflege und Naturschutz. Begründet wird das mit den Vorteilen des Ökolandbaus für Boden, Grundwasser, Artenvielfalt, Klima und Tierhaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 213)
„Die rein flächengebundenen Prämien und Subventionen sind stark zu reduzieren. Landwirt*innen sollen für die ökologische Aufwertung ihres Landes gut entlohnt werden.“
Seite 213 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die bestehende Agrarförderung soll stärker an Klima- und Umweltleistungen geknüpft werden, was Klimaschutz innerhalb des Fördersystems höher gewichtet.

Regionalen Gemüseanbau und schonende Bewirtschaftung fördern

Die Grünen wollen zusammen mit Niedersachsen ein Förderprogramm für den Anbau und die Verarbeitung von (Bio-)Gemüse und Obst in der Region auflegen. Außerdem sollen Alternativen zur Milch- und Fleischproduktion, klimafreundlichere Fütterung und Gewässerschutz unterstützt werden. Das Programm begründet dies mit Klimaanpassung und mehr Unabhängigkeit von weltweiten Lieferketten.

Die Grünen wollen mehr Gemüse und Obst aus der Region. Dafür soll es Förder-Geld geben, gemeinsam mit Niedersachsen. Bauern sollen ihre Tiere freiwillig ohne Soja aus Übersee füttern. Das Grundwasser soll sauberer werden. Dafür gibt es Beratung für Bauern.

Das gemeinsame Förderprogramm soll auch Hülsenfrüchte und Kartoffeln sowie die Verarbeitung umfassen. Die Weidetierhaltung in Bremen soll klimafreundlicher werden, indem Betriebe freiwillig auf Soja und Mais aus Übersee als Futter verzichten. Wo der Standort es zulässt, wollen die Grünen Alternativen zu Milch und Fleisch voranbringen, vor allem Gemüseanbau, und Formen wie Urban Farming unterstützen. Über das Förderprogramm AUKM sollen schonendere Flächennutzung, effiziente Düngung und Gewässerschutz gefördert werden. Gegen Nitrat im Grundwasser setzt das Programm auf alternative Bewirtschaftung gemeinsam mit den Betrieben und auf eine Gewässerschutzberatung.

Originalzitat anzeigen (Seite 213)
„wollen wir gemeinsam mit Niedersachsen ein Förderprogramm zur Entwicklung von (Bio-)Gemüse- und Obstanbau (inkl. Hülsenfrüchten und Kartoffeln) und Verarbeitung in und um das Land Bremen herum einrichten.“
Seite 213 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues staatliches Förderprogramm soll den regionalen Anbau lenken, was öffentliche Förderung schrittweise ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Fütterung und Bewirtschaftung sollen durch Förderung und freiwillige Schritte klimafreundlicher werden, ohne neue Verbote.

Öffentliche Kantinen auf Bio und pflanzliche Kost umstellen

Die Grünen wollen, dass alle öffentlichen Einrichtungen vollwertiges, biologisch erzeugtes vegetarisches und veganes Essen zu fairen Preisen anbieten. In Krankenhäusern soll der Bio-Anteil bis 2027 auf 100 Prozent steigen. Das Programm begründet dies mit Gesundheit und den Klimazielen.

In Kantinen von Stadt und Land soll es gesundes Essen geben. Das Essen soll bio sein und wenig Fleisch enthalten. Es soll nicht teuer sein. Krankenhäuser sollen bis 2027 nur noch Bio-Essen anbieten. Schulen und Kitas sollen eigene Gärten bekommen.

Alle öffentlichen Kantinen sollen die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit wenig tierischen Produkten einhalten, künftig auch in Bremerhaven; die Umsetzung soll besonders an Schulen überprüft werden. Schulen und Kitas sollen Gärten zum Anbau von Lebensmitteln erhalten, soweit der Platz reicht. Eine Vernetzungsstelle für Schulverpflegung soll wieder eingerichtet werden und auch Alten- und Pflegeheimen offenstehen. Das Kompetenzzentrum „Forum für Küche im Wandel“, die Biostadt Bremen und das Programm „Essbare Stadt“ sollen fortgeführt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen zudem mehr Produkte aus der Region beziehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 219)
„Darum sorgen wir dafür, dass alle öffentlichen Einrichtungen eine vollwertige, biologisch erzeugte vegetarische und vegane Ernährung zu einem guten Preis ermöglichen.“
Seite 219 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Einrichtungen sollen strengere Vorgaben für ihr Essensangebot erhalten und die öffentliche Hand Beratungsstellen finanzieren, was staatliche Steuerung ausbaut.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die öffentliche Verpflegung soll schrittweise auf pflanzenreiche Kost mit weniger Treibhausgasen umgestellt werden, was Klimaziele bei der Beschaffung höher gewichtet.

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Alle Programme in Bremen im Vergleich