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Grüne zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Zukunft möglich machen! Bürgerschaftswahlprogramm 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 249 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturgebäude klimaneutral umgestalten

Die Grünen wollen die Gebäude der Kultureinrichtungen klimaneutral umbauen. Nach ihrer Auffassung ist der ökologische Wandel nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch der Kultur und der Ästhetik.

Theater, Museen und andere Kultur-Häuser sollen dem Klima nicht mehr schaden. Die Grünen wollen diese Gebäude dafür umbauen. Sie sagen: Klimaschutz ist auch eine Frage der Kultur. Bremen soll bei diesem Thema mitreden.

Bremen soll sich an den bundesweiten und weltweiten Debatten über das Verhältnis von Ästhetik und Nachhaltigkeit beteiligen. Die europäische Initiative „New European Bauhaus“ soll für Bremen geprüft werden. Das Programm versteht diesen Diskurs als Teil der Klimaschutzpolitik.

Originalzitat anzeigen (Seite 139)
„Die klimaneutrale Umgestaltung der Gebäude der Kulturinstitutionen ist unser Ziel.“
Seite 139 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Bremen soll die Beteiligung an einer EU-Initiative prüfen, was eine leichte Hinwendung zu gemeinsamer europäischer Politik ist.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der klimaneutrale Umbau öffentlicher Kulturgebäude verstärkt den Klimaschutz im Gebäudebestand schrittweise.

Kulturelle Teilhabe für alle ermöglichen

Die Grünen wollen, dass Kulturangebote Menschen jeden Alters, Geschlechts, Bildungsstands und aus allen Quartieren erreichen. Dazu sollen kulturelle Bildung, Angebote an ungewöhnlichen Orten und Kultur in den Stadtteilen beitragen. Geplant sind auch ein Kulturticket für Auszubildende und längere Öffnungszeiten der Bibliotheken.

Alle Menschen sollen Kultur erleben können. Kultur soll es in allen Stadtteilen geben. Auch im Park oder im Altenheim soll es Angebote geben. Auszubildende sollen ein günstiges Kultur-Ticket bekommen. Bibliotheken sollen auch am Sonntag öffnen können.

Nach dem Vorbild des Kultursemestertickets für Studierende soll ein Azubi-Kulturticket eingeführt werden. Das Konzept Open Library soll möglichst flächendeckend umgesetzt und die Sonntagsöffnung von Bibliotheken ermöglicht werden. Die Partei will Teilhabeforschung und Befragungen von Menschen einführen, die Kulturangebote nicht besuchen, und Teilhabe zu einem Kriterium der Förderung machen. Kultur soll fester Bestandteil der Stadtentwicklung sein; Initiativen für neue Kulturorte in den Quartieren sollen Förderung erhalten. Menschen sollen ermutigt werden, selbst künstlerisch tätig zu werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 140)
„Wir möchten allen Menschen in Bremen und Bremerhaven kulturelle Teilhabe ermöglichen.“
Seite 140 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Vergünstigte Tickets, längere Bibliotheksöffnung und Förderung neuer Kulturorte erweitern öffentliche Angebote schrittweise.

Bibliotheken auch sonntags und digital öffnen

Die Grünen wollen, dass Bibliotheken länger zugänglich sind, auch an Sonntagen und außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Davon sollen unter anderem Familien und Menschen in Schichtarbeit profitieren. In Bremen-Blumenthal soll ein neuer Standort der Stadtbibliothek entstehen.

Die Grünen wollen Bibliotheken länger öffnen. Sie sollen auch am Sonntag offen sein. Das hilft zum Beispiel Familien und Schicht-Arbeitern. In Blumenthal soll es eine neue Bibliothek geben.

Für die Randzeiten unter der Woche setzt das Programm auf das Modell Open Library, bei dem Angebote auch ohne anwesendes Personal nutzbar sind. Für die Sonntagsöffnung sollen eine rechtliche Regelung für die Beschäftigten und zusätzliches Personal geschaffen werden. Im Bremer Norden sieht das Programm eine Versorgungslücke, die ein gut ausgestatteter Standort in Blumenthal schließen soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„sollen Bibliotheken endlich auch an Sonntagen öffnen, um bspw. Familien einen besseren Zugang zu ermöglichen“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Bibliotheksangebot soll mit mehr Personal und einem neuen Standort ausgebaut werden, was mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

Kulturhäuser in allen Stadtteilen und mehr Teilhabe

Die Grünen wollen Kultur leichter zugänglich machen und in jedem Stadtteil Kulturhäuser schaffen, etwa durch die Öffnung von Schulräumen. Die Kulturförderung soll sich künftig stärker daran ausrichten, ob Angebote viele Bevölkerungsgruppen erreichen.

Die Grünen wollen Kultur in jedem Stadtteil. Dafür sollen Schulen ihre Räume öffnen. Die Stadt soll fragen, welche Angebote den Menschen fehlen. Das Kultur-Ticket soll bekannter werden.

Schulen sollen neben Sporthallen auch Aula, Gruppen- und Probenräume für Kultur öffnen, unterstützt etwa durch zusätzliche Hausmeisterinnen und Hausmeister. Initiativen für niedrigschwellige Kultur in den Quartieren sollen stärker gefördert werden, und der Einsatz von Kultur- und Bildungskoordinatoren wird geprüft. Eine kulturelle Teilhabeforschung soll auch Menschen befragen, die Kulturangebote bisher nicht nutzen. Große Kulturinvestitionen befürwortet das Programm vor allem bei Jugend-, Pop-, Sub- und Clubkultur. Das Bremer Kulturticket soll bekannter werden und auch popkulturelle Konzerte umfassen, und eine zentrale Anlaufstelle mit gemeinsamem Fördertopf soll Trägern kultureller Bildung Bürokratie abnehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 142)
„Wir setzen uns daher dafür ein, Kulturangebote für die verschiedensten Zielgruppen auch in den jeweiligen Quartieren zu verankern: Kulturhäuser in allen Stadtteilen.“
Seite 142 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll in den Stadtteilen ausgebaut und stärker auf breite Teilhabe ausgerichtet werden.

Clubs und Freiluftpartys vor Verdrängung schützen

Die Grünen wollen ein Clubkataster einführen, damit Musikspielstätten und andere Kulturorte bei Planungen berücksichtigt und nicht verdrängt werden. Sie halten am Freiluftpartygesetz fest und wollen kulturelle Zwischennutzungen erleichtern.

Die Grünen wollen Clubs schützen. Ein Verzeichnis soll alle Clubs und Kultur-Orte zeigen. So kann die Stadt sie bei Bau-Plänen beachten. Partys im Freien sollen weiter möglich sein.

Das Programm hält am Agent-of-Change-Prinzip fest, nach dem neu hinzukommende Nutzungen auf bestehende Rücksicht nehmen müssen. Eine vom Bund geplante Experimentierklausel im Baurecht soll Bremen umfassend nutzen, außerdem befürworten die Grünen eine Überarbeitung der Lärmschutzvorschrift TA-Lärm. Neue Clubs und Spielstätten sollen Unterstützung erhalten. Nichtkommerzielle Partys von Kollektiven sollen nicht durch strengere Auflagen erschwert werden, Konflikte will die Partei im Gespräch mit der Szene lösen. Parkplätze und Parks sollen leichter für kostenlose Kulturangebote nutzbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Wir werden mit einem Clubkataster Musik-Spielstätten und weitere kulturelle Nutzungen in Planungsprozessen besser sichtbar machen, um sie mit Hilfe dieser Informationen vor Verdrängung zu schützen.“
Seite 144 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Dauerhaftes Festivalgelände für Bremen schaffen

Die Grünen wollen in Bremen ein festes Gelände für Festivals einrichten und dessen Träger und Unterhalt aus der Kulturförderung grundfinanzieren. Das soll Festivals einfacher machen und Bremens Ruf in der Szene stärken. Zugleich sollen die Bedingungen für freie Kulturschaffende besser werden.

Die Grünen wollen einen festen Platz für Festivals in Bremen. Die Stadt soll dafür Geld geben. So werden Festivals einfacher. Auch freie Künstler sollen bessere Bedingungen bekommen.

Das Gelände soll an einem geeigneten Ort entstehen, die Grundfinanzierung für Trägerstruktur und Unterhalt soll als Kulturförderung bereitstehen. Für Kunst im öffentlichen Raum, darunter Urban Arts, prüft die Partei Finanzierungswege. Die Grünen unterstützen Künstlerinnen und Künstler bei der Forderung nach Mindesthonoraren und wollen nach Wegen für dauerhafte Förderprogramme suchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Wir wollen ein dauerhaftes Festivalgelände an einem geeigneten Ort in Bremen umsetzen“
Seite 144 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein Festivalgelände soll mit öffentlicher Grundfinanzierung betrieben werden, was zusätzliche öffentliche Ausgaben für Kultur bedeutet.

Erinnerungspolitische Strategie für Bremen entwickeln

Die Grünen fordern eine Strategie für die Erinnerungskultur und wollen die Landeszentrale für politische Bildung dafür mit mehr Geld und Personal ausstatten. Die Erinnerung an die NS-Verbrechen soll für jüngere Generationen erlebbar bleiben, auch wenn die letzten Zeitzeugen nicht mehr leben.

Die Grünen wollen einen Plan für das Erinnern an die Geschichte. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll mehr Geld und Personal bekommen. Junge Menschen sollen von den Verbrechen der Nazi-Zeit erfahren. Auch die Geschichte queerer Menschen soll bekannter werden.

Im Bremer Westen, einem Schwerpunkt von Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit, soll mit örtlichen Akteuren ein Gesamtkonzept entstehen. Geprüft wird, ob dort neben dem Denkort Bunker Valentin ein weiterer Gedenkort möglich ist. Queere Erinnerungskultur soll gestärkt werden, unter anderem im Geschichtsunterricht. In der Verwaltung soll eine mit Personal ausgestattete Zuständigkeit für die Initiativen der Erinnerungskultur geschaffen werden. Außerdem will die Partei prüfen, wie Prävention gegen sexistische oder rassistische Übergriffe bei Großveranstaltungen besser verankert werden kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 145)
„Wir fordern eine erinnerungspolitische Strategie für Bremen und setzen uns für die Stärkung von erinnerungspolitischen Themen und Strategien bei der Landeszentrale ein.“
Seite 145 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Erinnerungskultur soll ausgebaut und um queere Geschichte im Schulunterricht erweitert werden, was Vielfalt stärker sichtbar macht.

Dokumentationszentrum Kolonialismus einrichten

Die Grünen wollen in Bremen ein Dokumentationszentrum zum Kolonialismus und seinen Nachwirkungen schaffen. Koloniale Spuren im Stadtbild sollen nicht unverändert bleiben, sondern eingeordnet und aufgearbeitet werden.

Die Grünen wollen ein Zentrum zur Kolonial-Zeit bauen. Dort soll man gedenken und sich informieren können. Statuen aus dieser Zeit sollen eine Erklärung bekommen. Die Stadt soll zeigen, dass sie diese Politik heute ablehnt.

Das Zentrum soll ein zentraler Ort für Gedenken und Dokumentation zum Kolonialismus und zu kolonialen Kontinuitäten sein. Bei Kunstwerken und Statuen mit kolonialem Hintergrund soll dieser sichtbar gemacht werden. Zusätzlich soll im öffentlichen Raum mindestens ebenso deutlich werden, dass die damalige Politik aus heutiger Sicht abgelehnt wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 146)
„wollen wir ein Dokumentationszentrum Kolonialismus Wirklichkeit werden lassen.“
Seite 146 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Koloniale Denkmäler sollen kritisch eingeordnet und ein neues Dokumentationszentrum geschaffen werden, was das überlieferte Geschichtsbild im Stadtraum verändert.

Online-Börse und Messe für Kulturflächen schaffen

Die Grünen wollen freie Plätze und Flächen der Innenstadt in einer Online-Börse auflisten und regelmäßig eine „Möglichkeitenmesse Innenstadt“ veranstalten. Damit sollen Kulturschaffende leichter Räume im Zentrum finden. Bisher bevorzugen viele von ihnen laut Programm Leerstände außerhalb der Innenstadt.

Die Grünen wollen eine Internet-Seite mit freien Flächen in der Innenstadt. Dort können Künstler passende Orte finden. Außerdem soll es regelmäßig eine Messe geben. Dort lernen Künstler und Haus-Besitzer sich kennen.

Die Börse soll Freiluftflächen zeigen, öffentliche ebenso wie private, jeweils mit kurzen Steckbriefen und möglichen Nutzungen. Als Vorbild nennt das Programm das Berliner Verzeichnis „Draußen Stadt“. Zur Messe soll ein offener Rundgang durch leer stehende Räume gehören. Eigentümer könnten dort mit vielen Interessierten auf einmal über Projektideen sprechen.

Originalzitat anzeigen (Seite 159)
„Mit einer Online-Börse für Plätze und Flächen sowie einer Möglichkeitenmesse Innenstadt erleichtern wir es (neue) Orte für die kulturelle Nutzung zu erschließen.“
Seite 159 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Junge Kultur in der City absichern

Die Grünen wollen in der Innenstadt mehr Angebote für jüngere Menschen und für jene schaffen, die klassische Kultur weniger anspricht. Erfolgreiche Kulturprojekte sollen bei ihrer Etablierung unterstützt werden. Für den Güterbahnhof fordert das Programm langfristige Planungssicherheit und finanzielle Hilfe.

Die Grünen wollen mehr Kultur für junge Menschen in der Innenstadt. Dazu gehören Konzerte, Clubs und Ateliers. Gute Projekte sollen Hilfe bekommen. Die Künstler am Güterbahnhof sollen sicher dort bleiben können.

Das Programm sieht eine Lücke bei Popkonzerten, Clubs, soziokulturellen Zentren sowie Ateliers und Galerien für junge Künstler. Ziel ist eine Kulturpolitik, die auf Teilhabe und Vielfalt ausgerichtet ist. Am Güterbahnhof soll Planungssicherheit Investitionen in die Infrastruktur und eine bessere Nutzbarkeit des Geländes ermöglichen. Die Zwischennutzung des Jakobushauses durch subkulturelle Gruppen soll mindestens im bisherigen Umfang zugesagt bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 162)
„Dort muss dauerhafte Planungssicherheit für die Kulturschaffenden ermöglicht und finanziell unterstützt werden“
Seite 162 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Mittel für zusätzliche Kulturorte und deren Absicherung weiten die staatliche Kulturförderung schrittweise aus.

Rundfunkkontrolle stärken und Radio Bremen fördern

Die Grünen bekennen sich zu Pressefreiheit und öffentlich-rechtlichem Rundfunk und wollen dessen Aufsicht durch die Gremien verbessern. Bei Radio Bremen sollen zwei ausgeloste Bürgerinnen und Bürger in den Rundfunkrat einziehen, dazu soll ein Publikumsrat entstehen.

Die Grünen wollen den öffentlichen Rundfunk erhalten. Die Sender sollen aber besser kontrolliert werden. Bei Radio Bremen sollen zwei Menschen per Los in den Rundfunk-Rat kommen. Der Rundfunk-Rat ist das Gremium, das den Sender überwacht. Ein Publikums-Rat soll den Sender beraten.

Als Anlass nennt das Programm Vorfälle bei rbb und NDR sowie die gewachsenen Aufgaben der Rundfunkräte. Über den Medienstaatsvertrag wollen die Grünen Kompetenz und Akzeptanz der Rundfunkratsmitglieder verbessern. Die ausgelosten Mitglieder bei Radio Bremen sollen die Beitragszahlenden vertreten, der Publikumsrat soll nach dem Vorbild von Bürgerräten arbeiten. Radio Bremen soll gestärkt werden, mit Schwerpunkt auf Nachwuchsförderung und Medienkompetenz. Bürgermedien will die Partei weiter fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 185)
„Bei Radio Bremen wollen wir zusätzlich zu den bestehenden Mitgliedern auch zwei per Los gezogene Bürger*innen als Vertreter*innen der Beitragszahler*innen in den Rundfunkrat entsenden.“
Seite 185 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Geflohene Autoren und Forschende unterstützen

Die Grünen wollen geflohene Schriftstellerinnen, Journalisten und Forschende mit Stipendien unterstützen. Das geplante Literaturhaus soll ein Zentrum für Exilliteratur erhalten.

Manche Autoren und Forscher müssen vor Krieg und Verfolgung fliehen. Die Grünen wollen ihnen in Bremen helfen. Sie sollen Stipendien bekommen. Ein Stipendium ist Geld zum Leben und Arbeiten. Im neuen Literatur-Haus soll es einen Ort für ihre Bücher geben.

Das Zentrum für Exilliteratur soll das Literaturhaus im Projekt „Stadtmusikantenhaus“ ergänzen. In die Planung sollen die lokale Literatur- und Kulturszene, die künftigen Träger des Hauses und überregionale Einrichtungen einbezogen werden. Daran soll ein Stipendienprogramm für Autorinnen und Autoren in Not anschließen. Das bestehende Stipendienprogramm für politisch verfolgte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler will die Partei weiter fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 187)
„Wir wollen daher, dass das geplante Literaturhaus im Rahmen des Projekts „Stadtmusikantenhaus“ um ein Zentrum für Exilliteratur ergänzt wird.“
Seite 187 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Neue und fortgeführte Stipendien für geflohene Autorinnen, Autoren und Forschende bauen den Schutz für Verfolgte schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Bremen im Vergleich