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Grüne zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Zukunft möglich machen! Bürgerschaftswahlprogramm 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 249 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 12 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 23 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Klimaschutz zuerst, 21 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Land Bremen vor Klimafolgen schützen

Die Grünen wollen die Menschen in Bremen und Bremerhaven mit Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel vor dessen Folgen schützen. Dazu zählen Deiche gegen Sturmfluten, Bäume gegen Hitze und Verkehrswege für klimafreundliche Mobilität. Der Ausbau erneuerbarer Energien soll zudem unabhängig von Energieimporten machen.

Die Grünen wollen die Menschen vor den Folgen der Klima-Krise schützen. Deiche sollen vor Sturm-Fluten schützen. Bäume sollen bei Hitze kühlen. Neue Wege sollen klimafreundliches Fahren leicht machen. Es soll mehr Strom aus Wind und Sonne geben.

Das Programm nennt drei Wege gegen die Klimakrise: mehr erneuerbare Energien, Anpassungsmaßnahmen in beiden Städten und einen Strukturwandel der Wirtschaft. Erneuerbare Energien sollen aus Sicht der Grünen die Abhängigkeit von Importen aus autokratisch regierten Staaten beenden. Konkret genannt werden Deichbau, Baumpflanzungen zur Kühlung und neue Verkehrswege. Außerdem sollen Bremen und Bremerhaven eine zentrale Rolle in der entstehenden europäischen Wasserstoffwirtschaft übernehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Mit einer effektiven Klimaschutz- und Klimaanpassungspolitik wollen wir die Menschen im Land Bremen vor den bedrohlichen Auswirkungen der Klimakrise schützen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Klimaschutz, Anpassung und der Ausbau der Erneuerbaren sollen innerhalb des bestehenden Rahmens verstärkt werden, was dem Klimaschutz Vorrang gibt.

Wärmeversorgung mit kommunaler Wärmeplanung umstellen

Die Grünen wollen beim Heizen möglichst schnell auf erneuerbare Energien umsteigen und setzen dabei auf Fernwärme und Wärmepumpen. Eine kommunale Wärmeplanung soll zeigen, wo und wann ein Fernwärmeanschluss kommt. Das soll Eigentümern und Mietern Planungssicherheit geben.

Die Grünen wollen, dass Häuser ohne Öl und Gas warm werden. Dafür soll es mehr Fernwärme und Wärme-Pumpen geben. Die Städte sollen einen Plan machen. Der Plan zeigt, wo es wann Fernwärme gibt.

Das Programm nennt Fernwärme und Wärmepumpen als bevorzugte Lösungen, weil sie aus Sicht der Partei günstig und klimaneutral sind und vor Preisschocks schützen. Über die Wärmeplanung sollen Menschen in Bremen und Bremerhaven leicht herausfinden können, ob und wann ihr Standort ans Fernwärmenetz kommt. Wo das nicht geht, sollen Heizungen so früh wie möglich auf Wärmepumpen oder andere erneuerbare Technik umgestellt werden. Ziel ist mittelfristig die Unabhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern. Im Bund und in der EU will sich die Partei für bezahlbare Energiekosten und Sparanreize einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Mithilfe einer kommunalen Wärmeplanung sollen Bremer*innen und Bremerhavener*innen einfach ermitteln können, an welchen Standorten zu welchem Zeitpunkt mit einer Anbindung an das Fernwärmenetz zu rechnen ist.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Umstieg auf erneuerbare Wärme soll über Planung und Umstellung der Heizungen beschleunigt werden, was den Klimaschutz schrittweise voranbringt.

Sanierungen sozial fördern und Energieberatung ausbauen

Die Grünen wollen für soziale Härtefälle eine zusätzliche Landesförderung für energetische Sanierungen schaffen. Damit soll verhindert werden, dass hohe Sanierungskosten auf Mieter umgelegt werden. Außerdem soll die Beratung zu Sanierung und Energiesparen deutlich wachsen.

Ein Haus zu sanieren kostet viel Geld. Die Grünen wollen dafür mehr Geld geben, wenn Menschen wenig haben. Mieter sollen die Kosten nicht tragen müssen. Es soll auch mehr Beratung geben. Energie-Lotsen sollen in ärmeren Vierteln beim Sparen helfen.

Die neue Förderung soll die bestehenden Bundesprogramme ergänzen. Beratungsangebote wie das Klima-Bau-Zentrum sollen deutlich ausgebaut und durch Fortbildungen aktuell gehalten werden, bei möglichst wenig Bürokratie. Nachbarschaftsinitiativen, die ihre Wärmeversorgung gemeinsam organisieren, etwa über kalte Nahwärmenetze, will die Partei unterstützen. Über das Landesprogramm „Lebendige Quartiere“ sollen Energielotsen in armutsgefährdeten Vierteln eingesetzt werden. Sie sollen Haushalte mit geringem Einkommen erreichen, die bisherige Beratungen nicht nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Neben bereits bestehenden Förderungen durch den Bund werden wir für soziale Härtefälle eine weitere finanzielle Förderung entwickeln.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine zusätzliche öffentliche Förderung und mehr staatlich finanzierte Beratung sollen Mieter vor Kosten schützen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Energetische Sanierungen und Energiesparen sollen durch Förderung und Beratung häufiger werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Hitzeaktionsplan und Hitzeschutz einführen

Die Grünen wollen die Bevölkerung mit einer an das Klima angepassten Infrastruktur und einem Hitzeaktionsplan vor den gesundheitlichen Folgen heißer Sommer schützen. Hitzeschutz soll bei großen Sommerveranstaltungen Pflicht werden, Arbeitsschutzregeln bei Hitze sollen strenger überprüft werden.

Die Sommer werden heißer. Das ist gefährlich für die Gesundheit. Die Grünen wollen einen Plan gegen Hitze. Behörden sollen vor Hitze warnen. Große Feste im Sommer müssen Schutz vor Hitze einplanen.

Das Programm begründet den Vorschlag mit einer alternden Bevölkerung und steigenden Temperaturen, die unter anderem Tropenkrankheiten und neue Pandemien wahrscheinlicher machten. Der Hitzeaktionsplan soll amtliche Warnungen, Verhaltenshinweise auf öffentlichen Anzeigetafeln und organisierte Nachbarschaftshilfe umfassen. Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie Kliniken sollen gezielt angesprochen werden. Besonders bei körperlicher Arbeit soll die Einhaltung der Arbeitssicherheitsregeln stärker kontrolliert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Bei Großveranstaltungen im Sommer, für die ein Sicherheitskonzept verlangt wird, soll dieses in Zukunft verpflichtend auch Maßnahmen zum Hitzeschutz enthalten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Neue Pflichten und Kontrollen zur Anpassung an die Erderwärmung räumen dem Schutz vor Klimafolgen Vorrang ein, auch mit Auflagen für Veranstalter und Betriebe.

Umbauordnung für bestehende Gebäude einführen

Die Grünen wollen bestehende Gebäude klimaneutral oder klimapositiv umbauen und dafür die Regeln für das Planen und Bauen ändern. Eine „Umbauordnung“ soll den Bestand gegenüber dem Neubau bevorzugen, damit vorhandene Bausubstanz erhalten bleibt.

Die Grünen wollen alte Gebäude umbauen statt abreißen. Die Gebäude sollen dem Klima nicht mehr schaden. Dafür soll es neue Regeln geben. Diese Regeln heißen Umbau-Ordnung. Bremen soll sich beim Bund dafür einsetzen.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass der Gebäudesektor fast 40 Prozent der deutschen Treibhausgase und 60 Prozent des Abfalls verursache, Letzteres durch Abriss. Bestandsgebäude sollen rechtlich und technisch anders bewertet werden als Neubauten, weil sie Neubaustandards oft nicht erfüllen können und sonst der Abriss drohe. Die im Bestand bereits gebundene „graue Energie“ soll als Vorteil zählen. Mit einer „Bremer Initiative Umbauordnung“ wollen die Grünen auf Bundesebene für geänderte Gesetze werben und bestehende Aktivitäten dazu unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 150)
„Der Gebäudebestand ist mit seiner bereits gebundenen „grauen Energie“ gegenüber dem Neubau in diesem Sinne zu privilegieren. Dafür wollen wir eine „Umbauordnung“ einführen.“
Seite 150 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das Baurecht soll so geändert werden, dass Umbau statt Abriss und Neubau begünstigt wird, um Emissionen im Gebäudesektor zu senken.

Hochschulen klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass alle Hochschulen im Land klimaneutral werden, beim Studium wie auf dem Campus. Dafür soll eine verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie für alle Hochschulen entstehen und das Klimaschutzmanagement dauerhaft gesichert werden.

Die Hochschulen sollen dem Klima nicht mehr schaden. Das soll für das Studium und für die Gebäude gelten. Die Grünen wollen dafür einen festen Plan für alle Hochschulen. Fachleute für Klimaschutz sollen dort dauerhaft arbeiten.

Der Weg dorthin soll über Studien- und Forschungsprojekte zu Klimaforschung, Klimaanpassung, Klimaneutralität und Klimagerechtigkeit führen. Die Grünen unterstützen den klimagerechten Umbau der Wissenschaftseinrichtungen sowie nachhaltiges Lernen, Lehren und Forschen. Die Strategien für den Umbau der Standorte sollen auch in die Gesellschaft hineinwirken. Das Klimaschutzmanagement der Hochschulen soll gestärkt und verstetigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 168)
„Unser Ziel ist ein klimaneutrales Studium und ein klimaneutraler Campus an allen Hochschulen.“
Seite 168 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Eine verbindliche Nachhaltigkeitsstrategie und der klimagerechte Umbau der Hochschulen verschieben den heutigen Stand schrittweise in Richtung mehr Klimaschutz.

Energiewende für mehr Energiesicherheit beschleunigen

Die Grünen wollen die Energiewende in Europa weiter beschleunigen und internationale Energiequellen breiter aufstellen. Ziel ist die Unabhängigkeit von fossilen Energien, insbesondere aus Russland. Das soll nach Ansicht der Partei auch die außenpolitische Handlungsfreiheit Deutschlands und der EU stärken.

Die Grünen wollen die Energie-Wende in Europa schneller machen. Energie soll aus mehr verschiedenen Ländern kommen. Deutschland soll nicht mehr von Öl und Gas aus Russland abhängen. So kann Russland weniger Druck machen.

Nach Darstellung des Programms konnte Russland die EU-Staaten und vor allem Deutschland wegen der Abhängigkeit von seinen fossilen Energieträgern politisch unter Druck setzen. Als Antwort nennt die Partei zwei Schritte: den Ausbau erneuerbarer Energien und eine stärkere Streuung der internationalen Bezugsquellen. Daraus soll eine nachhaltige Energiesicherheit entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 191)
„Um diese energie- und sicherheitspolitische Krise zu überwinden, muss das Tempo der Energiewende in Europa nochmals erhöht werden.“
Seite 191 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Energiewende soll schneller vorankommen als bisher, ohne dass ein neues Instrument genannt wird.

Bremen bis 2038 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass das Land Bremen bis 2038 klimaneutral wird, und dafür alle Empfehlungen der Klima-Enquete-Kommission umsetzen. Die Verwaltung soll mehr Personal bekommen, und ein Steuerungssystem auf höchster politischer Ebene soll die CO2-Einsparung überwachen. Die Klimaschutzstrategie soll im Gesetz verankert werden.

Bremen soll bis 2038 klimaneutral sein. Das heißt: Bremen schadet dem Klima dann nicht mehr. Eine Kommission hat dafür Vorschläge gemacht. Die Grünen wollen alle Vorschläge umsetzen. Dafür soll es mehr Personal und feste Kontrollen geben.

Der Enquete-Bericht gilt der Partei als Mindestmaß, das nicht unterschritten werden darf. Vorrang haben die Umstellung des Stahlwerks, das laut Programm die Hälfte der Bremer CO2-Emissionen verursacht, eine CO2-arme Mobilität, der Ausbau von Nah- und Fernwärme sowie Gebäudesanierungen. Bis Ende 2024 soll ein Personalplan für die Projekte stehen, und die nötigen Stellen sollen besetzt werden. Ein Aktionsplan soll festlegen, welche Projekte in welchem Jahr starten und bezahlt werden. Das Bremische Klima- und Energiegesetz soll überarbeitet werden; das Klimastadtbüro Bremerhaven und die Agentur energiekonsens erhalten Landesmittel.

Originalzitat anzeigen (Seite 193)
„Unser Bundesland wird bis zum Jahr 2038 klimaneutral. Dafür setzen wir die Empfehlungen der Klima-Enquete-Kommission konsequent und vollständig um.“
Seite 193 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das bereits beschlossene Ziel 2038 soll mit Personal, Controlling und gesetzlicher Verankerung konsequenter umgesetzt werden.

Landeswärmegesetz für Heizen ohne fossile Brennstoffe

Die Grünen wollen mit einem Landeswärmegesetz das Heizen auf Fernwärme, Nahwärme und Wärmepumpen umstellen. Nach Abschluss der kommunalen Wärmeplanung soll beim Heizungstausch erneuerbare Wärme Pflicht werden. Fernwärmeanbieter sollen bis 2030 fast vollständig CO2-neutral produzieren.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für das Heizen. Häuser sollen nicht mehr mit Gas oder Öl heizen. Sie sollen Fernwärme oder eine Wärme-Pumpe nutzen. Wer eine neue Heizung einbaut, muss sich später daran halten. Die Partei will den Menschen beim Umstieg helfen.

Bremen und Bremerhaven sollen bis Mitte 2025 eine Wärmeplanung vorlegen, die Größe, Ausbau und Reihenfolge des Netzes festlegt. Geht eine Heizung kaputt, bevor Fernwärme anliegt, sind übergangsweise Heizkessel als Ausnahme erlaubt. Bis 2038 sollen 220 Kilometer Leitungen hinzukommen, über Ausschreibungen oder gemeinsame Projekte mit dem Versorger swb; daneben sollen kleine Nahwärmenetze aus Solarthermie, Abwasser oder Erdwärme entstehen. Geprüft werden Weserwasser als Wärmequelle und Erdwärmebohrungen auf öffentlichem Grund. Wo kein Netz möglich ist, sollen Wärmepumpen eingebaut und Abstandsregeln dafür angepasst werden. Pellets und Wasserstoff hält die Partei zum Heizen nur in Ausnahmefällen für geeignet.

Originalzitat anzeigen (Seite 196)
„Sobald die Wärmeplanung abgeschlossen ist, werden wir die Beheizung auf Basis von erneuerbaren Energien oder Fernwärme beim Heizungstausch verbindlich machen.“
Seite 196 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Versorger und Eigentümer erhalten neue Pflichten, und das Land treibt den Netzausbau mit öffentlicher Planung und Hilfen voran.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine neue Pflicht zu erneuerbarer Wärme beim Heizungstausch und CO2-neutrale Fernwärme bis 2030 sind neue verbindliche Klimavorgaben.

Wind- und Solarstrom bis 2030 ausbauen

Die Grünen wollen bis 2030 die Windkraft im Land Bremen auf 300 Megawatt und die Solarenergie auf 500 Megawatt ausbauen. So soll mehr erneuerbarer Strom im eigenen Bundesland entstehen. Bestehende Windkraftstandorte sollen erhalten bleiben.

Die Grünen wollen mehr Strom aus Wind und Sonne. Bis 2030 soll es in Bremen deutlich mehr Wind-Räder und Solar-Anlagen geben. Alle Orte mit Wind-Rädern sollen bleiben. Dort sollen neue, bessere Anlagen stehen.

Nach Angaben des Programms hat Bremen das Ziel, zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft zu nutzen, fast erreicht. Dennoch sollen alle weiteren Möglichkeiten für Windenergie genutzt werden, auf Gewerbe- wie auf Freiflächen. Jeder heutige Standort soll bestehen bleiben und neue, leistungsfähigere Anlagen erhalten. Bei der Solarenergie verweist die Partei auf die bereits eingeführte Solardachpflicht, mit der Bremen und Bremerhaven zu „Solar Cities“ werden sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 194)
„Wir wollen die Windkraft auf 300 Megawatt und die Solarkraft auf 500 Megawatt bis zum Jahr 2030 ausbauen, um mehr erneuerbaren Strom in unserem Bundesland zu produzieren.“
Seite 194 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Feste Ausbauziele für Wind und Solar bis 2030 treiben den bestehenden Ausbau erneuerbarer Energien weiter voran.

Klimavorbehalt für staatliche Projekte umsetzen

Die Grünen wollen den bereits beschlossenen Klimavorbehalt konsequent anwenden. Für alle größeren neuen Projekte von Senat und Bürgerschaft soll eine CO2-Bilanz erstellt werden. Zusätzlich plant die Partei jährliche Ziele und verpflichtende Pläne für alle Sektoren.

Der Staat soll bei neuen Projekten auf das Klima achten. Bei jedem größeren Projekt wird der CO2-Ausstoß berechnet. Auch die Schäden für das Klima werden in Geld berechnet. Für alle Bereiche soll es jedes Jahr Ziele geben.

Ein Klimavorbehalt bedeutet, dass staatliche Vorhaben vor der Entscheidung auf ihre Folgen für das Klima geprüft werden. Die Klimaschäden sollen mit einem CO2-Preis berechnet werden, der den tatsächlichen Schadenskosten entspricht. Die jährlichen Ziele und Pflichtpläne sollen die Klimawirkung in sämtlichen Sektoren verbessern. Die Partei begründet das damit, dass man für die Klimaneutralität den Einfluss von Projekten auf das Klima kennen muss.

Originalzitat anzeigen (Seite 196)
„Wir werden den von uns beschlossenen Klimavorbehalt konsequent umsetzen, inklusive einer CO2-Bilanzierung aller größeren vom Senat und der Bürgerschaft beschlossenen neuen Projekte.“
Seite 196 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein bestehendes Instrument soll strenger angewandt und um jährliche Sektorziele und Pflichtpläne ergänzt werden.

Windkraft und Flächen für die Energiewende ausbauen

Die Grünen wollen mehr Standorte für Windkraft erschließen und neue Gewerbegebiete in der Stadt Bremen nur noch zulassen, wenn dort das Potenzial für Windräder vollständig genutzt wird. Auch für Speicher, Leitungen und andere Anlagen der Energiewende sollen Flächen bereitgestellt werden, verbunden mit ökologischem Ausgleich.

Die Grünen wollen mehr Wind-Räder in Bremen. Neue Gewerbe-Gebiete soll es nur mit Wind-Rädern geben. Die Grünen wollen alle möglichen Standorte noch einmal prüfen. Auch für Speicher und Leitungen braucht es Platz. Für Schäden an der Natur soll es einen Ausgleich geben.

Alle denkbaren Standorte sollen erneut auf ihre Eignung geprüft werden, auch Flächen in Landschaftsschutzgebieten, die nicht in EU-Vogelschutzgebieten liegen. Ein Gutachten soll weitere mögliche Flächen ermitteln. Gebiete, die sich nach neuen Bundesvorgaben eignen, sollen geöffnet werden, sofern der Bestand von Vogelarten nicht gefährdet wird. Gewerbetreibende sollen mehr Beratung zur Windkraft auf ihren Standorten erhalten. Für Wärmespeicher, Solarthermie-Felder, Großwärmepumpen, Elektrolyse-Anlagen sowie Strom- und Wasserstoffleitungen will die Partei Flächen mit geringerem ökologischem Wert suchen und Ausgleichsmaßnahmen an anderer Stelle verlangen.

Originalzitat anzeigen (Seite 198)
„Neue Gewerbegebiete in der Stadt Bremen genehmigen wir nur noch, wenn die Nutzung der Windkraft dabei voll ausgeschöpft wird.“
Seite 198 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Genehmigung neuer Gewerbegebiete wird an eine zusätzliche Auflage geknüpft, also stärker reguliert.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Windkraft soll durch neue Flächen und eine Bedingung für Gewerbegebiete beschleunigt werden, was dem Klimaschutz Vorrang gibt.

Solarpflicht auf Dächern und Parkplätzen durchsetzen

Die Grünen wollen eine Solarpflicht für Dächer bei Neubau und Dachsanierung sowie Photovoltaik über größeren Parkplätzen. Bis 2030 sollen auf Bremer Dächern Anlagen mit rund 500 Megawatt Leistung stehen. Dazu kommen Freiflächenanlagen und weniger Hürden für Balkonkraftwerke.

Die Grünen wollen viel mehr Solar-Anlagen in Bremen. Bei neuen Häusern und neuen Dächern sind Solar-Anlagen Pflicht. Auch über großen Parkplätzen soll es Solar-Anlagen geben. Die Menschen bekommen dafür Beratung. Kleine Solar-Anlagen für den Balkon sollen einfacher werden.

Bei Neubauten sollen mindestens 70 Prozent, bei Dachsanierungen im Bestand mindestens 50 Prozent der Dachfläche mit Solartechnik belegt werden. Nach einem Eigentümerwechsel soll binnen drei Jahren eine Anlage installiert werden. Parkplätze ab 25 Pkw-Stellplätzen sollen überdacht werden, wobei auch deren Inhaber verpflichtet werden. Hinzu kommen Anlagen an Autobahnrändern, auf Konversionsflächen und in Kombination mit Landwirtschaft, wofür ein Modellprojekt geplant ist. Im Bund will die Partei erreichen, dass Mieterstrom einfacher wird, die Vergütung für Volleinspeisung steigt und Auflagen für Balkonkraftwerke wie die gesonderte Steckdose entfallen. Wo möglich, sollen Solaranlagen mit Dachbegrünung kombiniert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 198)
„Bei Neubau und bei Dachsanierungen müssen Dächer im Land Bremen mindestens zu 70 Prozent (Neubau) und 50 Prozent (Bestand) mit Solarpanelen oder Solarthermie bestückt werden.“
Seite 198 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eigentümerinnen und Eigentümer werden zu Investitionen verpflichtet, was mehr staatliche Regulierung bedeutet.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Neue Pflichten für Dächer, Eigentümerwechsel und Parkplätze führen verbindliche Vorgaben zugunsten des Klimaschutzes ein.

Öffentliche Gebäude bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass das Land Bremen bei seinen eigenen Gebäuden vorangeht und diese bis 2035 klimaneutral werden. Für Sanierungen und Neubauten sollen strenge Energiestandards gelten, und auch die öffentlichen Wohnungsgesellschaften sollen höhere Standards erfüllen.

Alle öffentlichen Gebäude sollen bis 2035 klima-neutral sein. Das heißt: Sie schaden dem Klima nicht mehr. Neue Gebäude sollen aus Holz sein und wenig Energie brauchen. Neue Heizungen laufen nicht mehr mit Gas oder Öl. Auch öffentliche Wohnungs-Firmen sollen besser sanieren.

Sanierungen öffentlicher Gebäude sollen sofort den Standard Effizienzhaus 40 erreichen. Neubauten sollen als Passivhäuser aus Holz entstehen und eine Photovoltaikanlage erhalten. Ist kein Anschluss an Fern- oder Nahwärme möglich, ist eine Wärmepumpe vorgesehen; neue Heizungen mit Erdgas oder Öl schließt die Partei aus. Die Gebäude der Wohnungsgesellschaften GEWOBA, BREBAU und STÄWOG sollen durchgängig mindestens den Standard Effizienzhaus 55 erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 200)
„Bis zum Jahr 2035 sollen alle öffentlichen Gebäude klimaneutral sein.“
Seite 200 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Vorhaben setzt auf öffentliche Investitionen in den eigenen Gebäudebestand und in öffentliche Wohnungsgesellschaften.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Für den öffentlichen Gebäudebestand werden ein festes Zieljahr und strengere Energiestandards gesetzt, was den Klimaschutz stärkt.

Sanierungsoffensive für private Gebäude starten

Die Grünen wollen die energetische Sanierung privater Wohn- und Gewerbegebäude mit Förderprogrammen, Krediten und mehr Beratung voranbringen. Begründet wird das damit, dass der Energieverbrauch beim Heizen sinken müsse, weil Strom und Fernwärme begrenzt seien.

Private Häuser sollen weniger Energie zum Heizen brauchen. Dafür wollen die Grünen Geld und Beratung geben. Arme ältere Menschen sollen besondere Kredite bekommen. Diese Kredite müssen sie zu Lebzeiten nicht zurückzahlen. Energie-Berater sollen zu allen Häusern kommen.

Im Mittelpunkt stehen Gebäude mit schlechter Energieeffizienzklasse; als Mindeststandard nennt das Programm Effizienzhaus 55 und Holzbauweise. Die Bremer Aufbaubank soll Sanierungskredite vergeben, die bedürftige Seniorinnen und Senioren lebenslang nicht tilgen müssen. Sanierungen und Solaranlagen an denkmalgeschützten Gebäuden sollen erleichtert, Aufstockungen und Dachausbauten stärker genutzt werden. Das Klima-Bau-Zentrum soll wachsen, einen Standort in Bremerhaven bekommen und aufsuchende Beratung für Eigentümer, Mieter und Firmen anbieten. Mit großen Wohnungsunternehmen sind Pilotprojekte zum seriellen Sanieren mit Bundesförderung geplant.

Originalzitat anzeigen (Seite 200)
„Gebäudeeigentümer*innen werden wir hierbei über Förderprogramme für Gebäudesanierung und Photovoltaikanlagen unterstützen.“
Seite 200 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Sanierungen mit öffentlichen Fördermitteln und Krediten der landeseigenen Bank unterstützen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Förderung, Kredite und Beratung sollen die energetische Sanierung beschleunigen und den Heizenergieverbrauch senken.

Klimaschutz in Quartieren und Unternehmen verankern

Die Grünen wollen Klimaschutzprojekte in den Stadtteilen dauerhaft fördern und in allen Quartieren Anlaufstellen schaffen. Öffentliche Unternehmen sollen zu mehr Nachhaltigkeit verpflichtet werden, und das Land soll eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie bekommen.

Die Grünen wollen Klima-Schutz in jedem Stadtteil. Dort soll es Beratung, Kurse und Repair-Cafés geben. In einem Repair-Café repariert man kaputte Dinge gemeinsam. Öffentliche Firmen müssen mehr für Umwelt und Soziales tun. Bremen soll einen Plan für Nachhaltigkeit bekommen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt Stadtteilen mit großen sozialen Problemen, wo mit Beteiligten vor Ort Maßnahmen auf öffentlichen Flächen entstehen sollen. Als Beispiele für Angebote nennt das Programm Sanierungsberatung, Kurse zu klimaneutraler Ernährung und Repaircafés. Öffentliche Unternehmen sollen ihren Betrieb ökologisch und sozial nachhaltiger gestalten, wo sinnvoll mit Nachhaltigkeitsbeauftragten. Für private Firmen sollen Fortbildung und Beratung wie die Klimalotsen ausgebaut werden. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie soll personell und finanziell auf Dauer gesichert sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 201)
„Hierfür werden wir Förderprogramme für Klimaschutz im Quartier verstetigen und ausweiten.“
Seite 201 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Bestehende Förderprogramme für Klimaschutz sollen ausgeweitet und öffentliche Unternehmen stärker auf Nachhaltigkeit verpflichtet werden.

Moorschutzprogramm auflegen und Moore wiedervernässen

Die Grünen wollen ein Moorschutzprogramm für Bremen starten, das geeignete Flächen für die Wiedervernässung ermittelt. Das Programm begründet dies damit, dass Moorböden pro Fläche deutlich mehr CO2 speichern als Wälder.

Moore speichern sehr viel CO2. Deshalb wollen die Grünen Moore besser schützen. Trockene Moore sollen wieder nass werden. Das Land soll solche Flächen kaufen oder Bauern Geld geben. Das Fehrmoor in Bremerhaven soll geschützt werden.

Das Programm soll Daten erheben und Flächen finden, die sich wieder vernässen lassen. Diese Flächen will das Land entweder zurückkaufen oder mit Geld für andere Formen der Bewirtschaftung unterstützen. Dafür sollen auch Bundesmittel eingeworben werden. Das Fehrmoor in Bremerhaven soll Schutzstatus erhalten und wiedervernässt werden. Die bisherige moorschonende Bewirtschaftung beruht laut Programm auf der Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Umweltbehörde.

Originalzitat anzeigen (Seite 202)
„Wir wollen daher in Zukunft ein Moorschutzprogramm in Bremen auflegen, das Daten sammelt und Potenzialflächen für Wiedervernässung identifiziert.“
Seite 202 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Flächen ankaufen oder öffentliche Mittel für neue Bewirtschaftungsformen bereitstellen.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein neues Programm zur Wiedervernässung soll die CO2-Speicherung in Moorböden sichern und stärkt damit den Klimaschutz.

Neubauten zu Begrünung und Regenvorsorge verpflichten

Die Grünen wollen die Umweltvorgaben für Neubauten, den „Bremer Standard“, umsetzen und verschärfen. Jedes neue Gebäude soll eine begrünte Fassade bekommen, weil diese laut Programm günstig ist, kühlt, Wasser speichert und Insekten Lebensraum bietet.

Die Grünen wollen strengere Regeln für neue Häuser. Jedes neue Haus soll Pflanzen an der Fassade haben. Neue Häuser sollen starken Regen besser aushalten. In neuen Vierteln soll es genug Grünfläche für alle geben.

Neubauvorhaben sollen höhere Anforderungen bei Starkregen erfüllen und Flächen zum Versickern bereithalten, bei Bedarf auch für die schon bebaute Umgebung. In neuen Quartieren sollen mindestens sechs Quadratmeter öffentliches Grün pro Bewohnerin oder Bewohner und 1,5 Quadratmeter pro Beschäftigtem eingeplant werden. Fehlt Grün in den Nachbarquartieren, sollen die Vorgaben für Entwickler steigen. Öffentliche Gebäude sollen auch im Bestand Vorbild sein, etwa mit Gründächern, vogelsicheren Glasscheiben und insektenfreundlicher Beleuchtung.

Originalzitat anzeigen (Seite 207)
„Wir wollen zudem eine verpflichtende Fassadenbegrünung für jedes neue Gebäude einführen.“
Seite 207 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Pflichten für Bauherren zu Fassadengrün, Versickerung und Grünflächen erweitern die Regulierung des Bauens.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Verbindliche Vorgaben zur Klimaanpassung bei Neubauten stellen den Klima- und Umweltschutz vor niedrigere Baukosten.

Wasserstoffinfrastruktur in Bremen und Bremerhaven aufbauen

Die Grünen wollen Bremen und Bremerhaven zu einem zentralen Teil einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur machen. Geplant sind Elektrolyseanlagen, eine Pipeline und der Umbau von Gasnetzen, wofür die Partei hohe öffentliche Investitionen zusagt. Wasserstoff soll nur dort in großem Maßstab eingesetzt werden, wo eine Elektrifizierung nicht möglich ist.

Die Grünen wollen Anlagen und Leitungen für Wasserstoff bauen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichern kann. Das Stahlwerk, Schiffe und Flugzeuge sollen ihn nutzen. Dafür will die Partei viel öffentliches Geld ausgeben. Wasserstoff soll nur dort helfen, wo Strom nicht reicht.

Als zentrale Schritte nennt das Programm die Genehmigung und Unterstützung von Elektrolyseanlagen in Mittelsbüren, eine Pipeline nach Huntorf zum Anschluss an norddeutsche Kavernenspeicher und die Umrüstung von Gasnetzen. Weil das Stahlwerk sehr viel Wasserstoff benötigen werde, soll die örtliche Elektrolysekapazität steigen; ein großer Teil müsse dennoch importiert werden. Die Partei will prüfen, ob dafür Importstrukturen in den bremischen Häfen nötig werden. Die Geschäftsstelle Wasserstoff soll ausgebaut und nach Bremerhaven verlegt werden, um Aktivitäten zu koordinieren und überregional zu vernetzen. Grüner Wasserstoff soll der Stahlproduktion, der Luft- und Schifffahrt sowie als Speicher für überschüssigen Strom dienen.

Originalzitat anzeigen (Seite 225)
„werden wir zügig die Voraussetzungen zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur schaffen“
Seite 225 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Partei kündigt hohe öffentliche Investitionen und eine staatlich koordinierte Infrastruktur an, also eine stärkere Rolle des Staates.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Aufbau einer Infrastruktur für grünen Wasserstoff soll fossile Energieträger in Industrie und Verkehr ersetzen und treibt den Klimaschutz voran.

Öffentliche Gewerbeflächen nur mit Klimaauflagen vergeben

Die Grünen wollen öffentliche Flächen in der Stadt Bremen nur nach strengen Klima- und Umweltkriterien an Unternehmen vergeben. Wer sich ansiedeln oder erweitern will, soll einen Plan für Klimaneutralität bis spätestens 2038 vorlegen.

Die Stadt Bremen vergibt Flächen an Betriebe. Die Grünen wollen dafür strenge Regeln zum Klimaschutz. Betriebe sollen zeigen, wie sie bis 2038 klima-neutral werden. Neue Gewerbe-Gebäude sollen Solar-Anlagen bekommen.

Als Vorbild nennt das Programm den Kriterienkatalog der Bremerhavener Wirtschaftsförderung BIS. Der Klimaplan soll sowohl die Geschäftsprozesse als auch den Betrieb vor Ort umfassen, etwa Bürogebäude, Kantinen und Mobilität. Standorte sollen mit begrünten Dächern und Fassaden, wenig Versiegelung und Blühwiesen gestaltet werden. Photovoltaik soll auf allen neuen Gewerbegebäuden verpflichtend sein. Wo es möglich ist, sollen in neuen Gewerbegebieten oder an deren Rand Windräder entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 228)
„Aus unserer Sicht müssen interessierte Unternehmen zudem einen konkreten Plan vorlegen, wie sie bis spätestens 2038 klimaneutral werden.“
Seite 228 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Unternehmen erhalten zusätzliche Auflagen als Bedingung für die Vergabe öffentlicher Flächen, was die Regulierung ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Für Ansiedlungen auf öffentlichen Flächen sollen strengere Klimavorgaben und eine Solarpflicht gelten, begrenzt auf neue Vergaben und Neubauten.

Windenergiebranche in Bremerhaven wieder aufbauen

Die Grünen wollen der Windenergie in Bremerhaven zu einem neuen Aufschwung verhelfen, nachdem dort nach ihrer Darstellung tausende Arbeitsplätze verloren gingen. Dafür setzen sie auf Förderung durch Bund und EU und auf eine Strukturpolitik, die Windstandorte besonders berücksichtigt.

In Bremerhaven gab es viele Arbeitsplätze in der Wind-Energie. Viele davon sind verloren gegangen. Die Grünen wollen, dass die Branche dort wieder wächst. Bund und EU sollen die Wind-Energie weiter fördern.

Das Programm führt die Jobverluste auf aus seiner Sicht falsche Vorgaben des Bundes zurück. Bei der Neuordnung der deutschen Strukturpolitik sollen frühere und künftige Windstandorte wie Bremerhaven bedacht werden. Genannt werden mögliche Finanzhilfen, mehr Wissenschaft und Forschung sowie eine stärkere Hafeninfrastruktur. Im Container Terminal 1 soll zudem Kompetenz für das Recycling von Offshore-Windanlagen aufgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 232)
„Wir setzen uns daher auf Bundes- und EU-Ebene für eine weitere Förderung der Windenergie und gute Rahmenbedingungen ein.“
Seite 232 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Punkt setzt auf staatliche Förderung und strukturpolitische Hilfen für eine Branche und einen Standort.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Windenergie soll weiter gefördert und ihre Industrie am Standort ausgebaut werden, was den Ausbau erneuerbarer Energien schrittweise stärkt.

Bremerhaven zum Standort für Windkraft-Recycling machen

Die Grünen wollen in Bremerhaven Kompetenzen für das Erneuern und Recyceln von Offshore-Windanlagen aufbauen. So soll die Stadt vom erwarteten Ausbau der Windkraft auf See profitieren. Den Neubau eines offenen Hafenbeckens in der Weser lehnen sie aus ökologischen Gründen ab.

Auf dem Meer stehen viele Windräder. Alte Windräder muss man später abbauen oder erneuern. Die Grünen wollen: Bremerhaven soll das übernehmen. Das soll Arbeit in die Stadt bringen. Ein neues Hafen-Becken in der Weser wollen die Grünen nicht.

Das Programm erwartet, dass gegen Ende des Jahrzehnts deutlich mehr Offshore-Anlagen wegen Alter oder Leistung zurückgebaut werden. Flächen am Container-Terminal 1 könnten für die Verschiffung beim Repowering, also dem Ersatz alter durch leistungsstärkere Anlagen, und für das Zerlegen von Altanlagen dienen. Das Offshore-Terminal Bremerhaven gilt nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts als erledigt. Den sogenannten Greenport lehnen die Grünen ab, weil bei Häfen der Erhalt Vorrang vor Neubauten haben soll.

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„plädieren wir für den Aufbau einer Repowering- und Recyclingkompetenz, damit Bremerhaven an den ökonomischen Potenzialen des Offshore-Booms teilhaben kann“
Seite 238 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Infrastruktur für Erneuerung und Recycling von Windanlagen soll ausgebaut werden, was den Ausbau der Windenergie im bestehenden Rahmen unterstützt.

Schifffahrt und Hafenverkehr auf klimafreundliche Antriebe umstellen

Die Grünen wollen Schiffe, Fähren und Fahrzeuge im Hafen von Diesel auf klimafreundliche Antriebe umstellen. Alle Bremer Fähren sollen so schnell wie möglich klimaneutral werden. Der Schiffbau soll vom Umbau vorhandener Schiffe und von neuen Antriebstechniken profitieren.

Viele Schiffe und Fahrzeuge im Hafen fahren mit Diesel. Die Grünen wollen das ändern. Sie sollen mit Strom oder anderen sauberen Antrieben fahren. Alle Fähren in Bremen sollen klimaneutral werden. Klimaneutral heißt: Sie schaden dem Klima nicht mehr. Das soll auch den Werften neue Aufträge bringen.

Für öffentliche Hafenfahrzeuge wie Fähren, Arbeitsschiffe und Rangierloks sollen vor allem batterieelektrische Antriebe geprüft werden, je nach Wirtschaftlichkeit und Fahrzeugtyp. Landstromanlagen sollen weiter ausgebaut werden, und mit den Terminalbetreibern soll eine Strategie für Umschlagsgeräte mit nachhaltigem Antrieb entstehen. Die Infrastruktur von Bremenports soll bereits 2023 treibhausgasneutral sein. Beim Bund will Bremen auf neue Förderprogramme für den Umbau von Schiffen, weniger Bürokratie bei bestehender Förderung und die dauerhafte Erprobung klimaneutraler Treibstoffe in Bremerhaven dringen. Die Grünen sehen zudem Chancen in Windantrieben und wollen Tankinfrastruktur für wasserstoffbasierte Treibstoffe für Forschungsschiffe.

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„Wir erwarten die Umstellung der hafeneigenen Schiffsflotte auf klimafreundliche Antriebskonzepte.“
Seite 239 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue staatliche Förderprogramme und die Umrüstung öffentlicher Flotten bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben und Lenkung.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Dieselantriebe im Hafen und in der Schifffahrt sollen schrittweise durch klimafreundliche Antriebe und Treibstoffe ersetzt werden.

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