Bestand vor Neubau und nachhaltige Baustoffe vorschreiben
Die Grünen wollen den Wechsel von Abriss und Neubau durch eine Kultur des Umbauens ersetzen. Neue Gebäude sollen künftig nur noch mit wiederverwerteten und nachhaltigen Baustoffen entstehen. Die Bayerische Bauordnung soll dafür zu einer „Umbauordnung“ werden.
Die Grünen wollen alte Häuser lieber umbauen als abreißen. Neue Häuser sollen nur noch aus umwelt-freundlichem Material entstehen. Dazu gehört auch wiederverwertetes Material. Die Bau-Regeln in Bayern sollen dafür geändert werden.
Bei Bauplanungen soll grundsätzlich der Bestand Vorrang vor dem Neubau haben. Gestärkt werden sollen Altbausanierung, kreislauffähige und klimaneutrale Bauweisen, Holz aus der Region sowie neuartige Ziegel- und Betonbaustoffe aus örtlicher Produktion. Verbaute Materialien sollen wiederverwertet werden, wofür ein Ressourcenkataster für Gebäude erprobt wird. Die Bauordnung soll geändert und durch Förderprogramme ergänzt werden; Bauen im Bestand und digitale Bauanträge sollen zum Normalfall werden. Bei staatlichen Hochbauten soll nachhaltiges Bauen Standard sein. Zur Begründung verweist das Programm auf den hohen Anteil von Gebäuden am CO2-Ausstoß und am Müll.
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„Zukünftig sollen Neubauten in Bayern nur noch unter Verwendung von Recycling- und nachhaltigen Baustoffen gebaut werden.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Zusätzliche Bauvorgaben und Förderprogramme erhöhen die staatliche Regulierung und Lenkung der Bauwirtschaft.
- Klimadeutlich Klimaschutz zuerst
Eine neue Vorgabe, Neubauten nur noch mit Recycling- und nachhaltigen Baustoffen zu errichten, führt eine heute nicht bestehende Pflicht zugunsten des Klimaschutzes ein.