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parteiprogramm

Grüne zum Wohnen

Aus dem Programm „Für unser schönes Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 103 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bestand vor Neubau und nachhaltige Baustoffe vorschreiben

Die Grünen wollen den Wechsel von Abriss und Neubau durch eine Kultur des Umbauens ersetzen. Neue Gebäude sollen künftig nur noch mit wiederverwerteten und nachhaltigen Baustoffen entstehen. Die Bayerische Bauordnung soll dafür zu einer „Umbauordnung“ werden.

Die Grünen wollen alte Häuser lieber umbauen als abreißen. Neue Häuser sollen nur noch aus umwelt-freundlichem Material entstehen. Dazu gehört auch wiederverwertetes Material. Die Bau-Regeln in Bayern sollen dafür geändert werden.

Bei Bauplanungen soll grundsätzlich der Bestand Vorrang vor dem Neubau haben. Gestärkt werden sollen Altbausanierung, kreislauffähige und klimaneutrale Bauweisen, Holz aus der Region sowie neuartige Ziegel- und Betonbaustoffe aus örtlicher Produktion. Verbaute Materialien sollen wiederverwertet werden, wofür ein Ressourcenkataster für Gebäude erprobt wird. Die Bauordnung soll geändert und durch Förderprogramme ergänzt werden; Bauen im Bestand und digitale Bauanträge sollen zum Normalfall werden. Bei staatlichen Hochbauten soll nachhaltiges Bauen Standard sein. Zur Begründung verweist das Programm auf den hohen Anteil von Gebäuden am CO2-Ausstoß und am Müll.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Zukünftig sollen Neubauten in Bayern nur noch unter Verwendung von Recycling- und nachhaltigen Baustoffen gebaut werden.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Bauvorgaben und Förderprogramme erhöhen die staatliche Regulierung und Lenkung der Bauwirtschaft.

  • Klimadeutlich Klimaschutz zuerst

    Eine neue Vorgabe, Neubauten nur noch mit Recycling- und nachhaltigen Baustoffen zu errichten, führt eine heute nicht bestehende Pflicht zugunsten des Klimaschutzes ein.

Einfacher und günstiger bauen mit Gebäudetyp E

Die Grünen wollen wegen hoher Baukosten und fehlender Fachkräfte neue Wege zu günstigem Wohnraum gehen. Ein Gebäudetyp „E“ soll Bauen mit weniger Normen erlauben, und die Pflicht zu Pkw-Stellplätzen soll ausgesetzt werden. Hinzu kommen weniger Bürokratie und digitale Verfahren.

Bauen ist teuer und es fehlen Fachkräfte. Die Grünen wollen deshalb das Bauen einfacher machen. Für einen neuen Gebäude-Typ sollen weniger Vorschriften gelten. Bauherren müssen dann keine Auto-Stellplätze mehr bauen. Bau-Ämter sollen digital arbeiten.

Serielles und modulares Bauen soll in der Praxis unterstützt werden; der Gebäudetyp „E“ folgt Vorschlägen der Architektenkammern. Neue Wohnviertel sollen barrierefrei sein, an den Nahverkehr angeschlossen werden und soziale Einrichtungen von Anfang an einplanen. Eine Allianz aus Verbänden und weiteren Beteiligten soll Anstöße für bezahlbares Wohnen und neues Bauen geben. Gegen den Personalmangel plant die Partei eine Offensive für Ausbildung, Umschulung und Studium in Bauberufen. Kommunen sollen auf dem Weg zum „virtuellen Bauamt“ Hilfe bekommen, staatliche Bauaufträge digitale Unterlagen in offenen Formaten verlangen. Eine Internationale Bauausstellung im Raum München zum Thema Mobilität will die Partei unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„wollen wir einen Gebäudetyp „E“ für innovative Konstruktionen und Baustoffe einführen, um normenreduziertes und experimentelles Bauen zu ermöglichen“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Normen, das Aussetzen der Stellplatzpflicht und Bürokratieabbau lockern bestehende Bauvorschriften schrittweise.

In die Höhe bauen statt Flächen verbrauchen

Die Grünen wollen neuen Wohnraum vor allem durch Bauen in die Höhe und Verdichtung im Ortsinneren schaffen. Aufstockungen und Dachausbauten sollen gefördert und leichter genehmigt werden. Begründet wird das mit dem hohen Flächenverbrauch in Bayern und mit eingesparten Grundstückskosten.

In Bayern verschwinden jeden Tag viele Äcker und Wiesen unter Beton. Die Grünen wollen deshalb höher bauen. Häuser sollen mehr Stockwerke bekommen. Die Erlaubnis dafür soll einfacher werden. Städte sollen außerdem grüner werden.

Das Programm nennt einen täglichen Flächenverbrauch von 10,8 Hektar in Bayern. Gefördert werden sollen mehrstöckige Häuser sowie Ausbau, Aufstockung und Erweiterung vorhandener Gebäude. Die Verdichtung innerhalb bestehender Siedlungen soll Vorrang bekommen. Freiflächen und Gebäude sollen stärker begrünt werden; qualifizierte Pläne zur Gestaltung der Freiflächen sollen bei jedem öffentlichen und privaten Bauvorhaben Voraussetzung sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir fördern deshalb mehrgeschossige Gebäude, Dachausbauten, Aufstockungen und Erweiterungen bestehender Gebäude und erleichtern die Genehmigung.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet erleichterte Genehmigungen mit einer neuen Pflicht zu Freiflächenplänen und nimmt damit zwischen Deregulierung und Regulierung keine klare Seite ein.

Grundsteuer C gegen Bodenspekulation einführen

Die Grünen wollen Spekulation mit Grundstücken eindämmen. Dazu soll eine Grundsteuer C auf Bauland kommen, mit der Kommunen unbebaute Grundstücke steuern können. Außerdem sollen das kommunale Vorkaufsrecht gesichert und ein Landesfonds für den Flächenerwerb eingerichtet werden.

Manche Leute kaufen Bauland und warten, bis es teurer wird. Die Grünen wollen das erschweren. Gemeinden sollen eine eigene Steuer auf unbebautes Bauland erheben können. Ein Fonds des Landes hilft Gemeinden beim Kauf von Flächen.

Die Grundsteuer C ist eine höhere Steuer auf baureife, aber unbebaute Grundstücke. Das kommunale Vorkaufsrecht soll nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wieder rechtssicher nutzbar werden. Kommunen sollen Hilfe beim Einsatz der Werkzeuge aus dem Baulandmobilisierungsgesetz des Bundes sowie Leitlinien für eine sozialgerechte Nutzung des Bodens bekommen. Ein Fonds des Landes soll Gemeinden dabei helfen, Flächen auf Vorrat zu halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Spekulationen mit Grund und Boden schieben wir einen Riegel vor, indem wir u.a. die Grundsteuer C auf Bauland einführen“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine zusätzliche Steuer auf unbebautes Bauland, ein gestärktes Vorkaufsrecht und ein öffentlicher Bodenfonds erweitern die Eingriffsmöglichkeiten der Kommunen in den Bodenmarkt.

Barrierefreies und generationenübergreifendes Wohnen fördern

Die Grünen wollen mehr barrierefreien Wohnraum schaffen, damit Menschen unabhängig von Alter oder Behinderung selbstständig leben können. Dazu sollen die Bauordnung strengere Quoten vorgeben, Umbauten stärker gefördert und gemeinschaftliche Wohnformen für Jung und Alt unterstützt werden. Laut Programm fehlen in Bayern rund 2,9 Millionen geeignete Wohnräume.

In Bayern fehlen viele Wohnungen ohne Hindernisse. Die Grünen wollen mehr solche Wohnungen. Neue Häuser sollen mehr Wohnungen für Rollstuhl-Fahrer haben. Der Umbau alter Wohnungen soll mehr Geld bekommen. Alte und junge Menschen sollen auch gemeinsam wohnen können.

Bei Neubauten sollen flexible Grundrisse Standard werden; Umzug, Umbau oder Wohnungstausch bei zu großen Wohnungen sollen gefördert werden. Die Förderrichtlinie „Barrierefreies Umbauen“ soll mit anderen Förderungen gebündelt und deutlich aufgestockt werden. Generationenübergreifende Wohnprojekte, vor allem von Genossenschaften, sollen über Programme der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt gefördert werden. Für Betreutes Wohnen und Service-Wohnen sind ergänzende Regeln nach dem Vorbild des Heimgesetzes geplant. Hinzu kommen Reallabore für Smart-Home-Technik, ein Landesprogramm zur Quartiersentwicklung und Wohnformen auf landwirtschaftlichen Höfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„In der Bayerischen Bauordnung erhöhen wir die Vorgaben für den Anteil barrierefreier und für Rollstuhlnutzer*innen geeigneter Wohnungen.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Strengere Bauvorgaben und höhere Förderprogramme erweitern Regulierung und öffentliche Ausgaben im Wohnungsbau.

Jährlich 10.000 Sozialwohnungen schaffen

Die Grünen wollen jedes Jahr 10.000 neue Sozialwohnungen schaffen, die mindestens 40 Jahre preisgebunden bleiben. Der Freistaat soll seine Bodenpolitik am Gemeinwohl ausrichten und eigene Grundstücke nur noch im Erbbaurecht vergeben. Grund und Boden sind aus Sicht der Partei keine Ware.

Die Grünen wollen jedes Jahr 10.000 neue Sozial-Wohnungen. Diese Wohnungen sollen mindestens 40 Jahre lang günstig bleiben. Bayern soll seine Grundstücke nicht mehr verkaufen. Es soll sie nur noch für lange Zeit verpachten. Genossenschaften sollen mehr Geld bekommen.

Vorrang hat für die Partei der Mietwohnungsbau durch Genossenschaften, öffentliche und private Bauherren. Die staatliche Wohnraumförderung soll deutlich wachsen und dauerhaft gesichert werden. Geeignete staatliche Flächen sollen bevorzugt und verbilligt an kommunale Gesellschaften und Genossenschaften für Sozialwohnungen gehen. Eine Neue Wohnungsgemeinnützigkeit soll Unternehmen Steuervorteile und Investitionszulagen geben, wenn sie sich auf Dauer zu niedrigen Mieten verpflichten. Nach dem Vorbild des Wiener Gemeindebaus soll das Land den Rechtsrahmen für kommunalen Wohnungsbau schaffen. Kommunen erhalten außerdem Unterstützung bei Angeboten gegen Wohnungslosigkeit und bei Housing-First-Projekten.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„schaffen wir jährlich 10.000 neue Sozialwohnungen und erhöhen die Bindungsdauer grundsätzlich auf mindestens 40 Jahre“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr staatliche Wohnraumförderung, verbilligte öffentliche Grundstücke und Vergabe nur im Erbbaurecht stärken die Rolle des Staates am Wohnungsmarkt.

Mietpreisbremse dauerhaft machen, Kappungsgrenze senken

Die Grünen wollen den Anstieg der Mieten in angespannten Wohnungsmärkten stärker begrenzen. Die Mietpreisbremse soll dauerhaft gelten und die Kappungsgrenze, die Mieterhöhungen in laufenden Verträgen deckelt, soll sinken. Kommunen sollen mehr Mittel gegen Zweckentfremdung von Wohnraum erhalten.

Die Grünen wollen, dass Mieten langsamer steigen. Die Mietpreis-Bremse soll für immer gelten. Sie begrenzt die Miete bei einem neuen Vertrag. Vermieter sollen die Miete weniger stark erhöhen dürfen. Miet-Wohnungen sollen nicht so leicht zu Eigentums-Wohnungen werden.

Qualifizierte Mietspiegel sollen zugunsten von Mietern gestärkt, weiter verbreitet und rechtssicher gemacht werden. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen soll überall dort dauerhaft genehmigungspflichtig sein, wo der Markt angespannt ist. Das Zweckentfremdungsgesetz soll überarbeitet werden, vor allem mit Blick auf Ersatzwohnraum. Da Wohnungsmangel oft ganze Ballungsräume trifft, soll die Zusammenarbeit zwischen Kommunen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir sprechen uns für eine dauerhafte Mietpreisbremse und Absenkung der Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen aus.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine entfristete Mietpreisbremse, eine niedrigere Kappungsgrenze und strengere Umwandlungsregeln verschärfen die bestehende Regulierung des Mietmarkts.

Kaufnebenkosten für erstes Eigenheim senken

Die Grünen wollen auch den Erwerb von Wohneigentum fördern und dafür die Nebenkosten beim Kauf senken. Die Grunderwerbsteuer soll für die erste selbst bewohnte Immobilie deutlich sinken, und Maklergebühren soll zahlen, wer den Makler beauftragt. Ein Bonus soll Sanierung und Nutzung bestehender Gebäude im Ort belohnen.

Die Grünen wollen den Kauf der ersten eigenen Wohnung billiger machen. Die Steuer beim Kauf soll deutlich sinken. Den Makler soll bezahlen, wer ihn bestellt hat. Wer ein altes Haus im Ort saniert, soll einen Bonus bekommen. Leere Wohnungen sollen wieder vermietet werden.

Das Bestellerprinzip, das bei Mietwohnungen bereits gilt, soll auf den Immobilienkauf ausgeweitet werden. Der Innenentwicklungs- und Sanierungsbonus ist für selbst genutzte Bestandswohnungen und -häuser im Ortskern gedacht. Kommunen sollen Geld für Wohnraumagenturen erhalten. Diese sollen leerstehende Wohnungen, etwa mithilfe von Mietgarantien, zurück auf den Markt bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„indem wir das Bestellerprinzip auch bei den Maklergebühren für den Immobilienkauf einführen und die Grunderwerbsteuer für den ersten selbst genutzten Wohnraum deutlich absenken“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Eine Steuersenkung für Käufer steht neben einer neuen Vorgabe für Maklergebühren und staatlichen Boni, sodass der Punkt Entlastung und Regulierung verbindet.

Alle Sozialwohnungen energetisch modernisieren

Die Grünen wollen ein Modernisierungsprogramm für sämtliche Sozialwohnungen in Bayern auflegen und dafür 500 Millionen Euro im Jahr investieren. Öl- und Gasheizungen sollen ersetzt und die Gebäude energetisch saniert werden, um Menschen mit wenig Geld vor hohen Heizkosten zu schützen.

Heizen soll bezahlbar sein. Die Grünen wollen deshalb alle Sozial-Wohnungen in Bayern erneuern. Alte Öl-Heizungen und Gas-Heizungen kommen raus. Die Häuser sollen weniger Energie brauchen. Dafür will die Partei jedes Jahr 500 Millionen Euro ausgeben.

Das Programm umfasst den Austausch von Öl- und Gasheizungen und die energetische Sanierung der Wohnungen. Die Grünen begründen das mit der staatlichen Fürsorgepflicht, die sich auf Menschen mit knappem Budget richten soll. Diese sollen vor stark steigenden Preisen für Öl und Gas geschützt werden. Vorgesehen sind Investitionen von 500 Millionen Euro pro Jahr.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„wir setzen deshalb ein Modernisierungsprogramm für alle Sozialwohnungen in Bayern auf“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatliches Investitionsprogramm von 500 Millionen Euro jährlich zugunsten einkommensschwacher Haushalte erhöht öffentliche Ausgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Austausch fossiler Heizungen und die Sanierung der Sozialwohnungen beschleunigen den Klimaschutz im Gebäudebestand durch Förderung.

Baugebote und Regionalbudgets für Landgemeinden

Die Grünen wollen ländlichen Kommunen erlauben, einfache Baugebote zu erlassen, damit baureife Grundstücke rasch bebaut werden. Außerdem sollen Gemeinden mehr frei verfügbares Geld erhalten, etwa über Regionalbudgets, und Förderverfahren sollen einfacher werden.

Manche Grundstücke im Dorf bleiben lange leer. Die Grünen wollen: Gemeinden dürfen verlangen, dass dort gebaut wird. So braucht man weniger neue Flächen. Die Gemeinden sollen auch mehr eigenes Geld bekommen. Dafür müssen sie mit Nachbar-Gemeinden zusammenarbeiten.

Mit Baugeboten sollen bereits erschlossene Flächen genutzt werden, auch für barrierefreie und bezahlbare Wohnungen, statt neue Baugebiete auszuweisen. Das soll nach dem Programm Fläche sparen und dem Aussterben der Dorfkerne entgegenwirken. Für Regionalbudgets gilt als einzige Bedingung die Zusammenarbeit von Nachbargemeinden. Ein Bonussystem soll gemeinsame Projekte wie Gewerbehöfe oder geteilte Sportplätze belohnen. Kommunen sollen selbst entscheiden, ob sie etwa ein Schwimmbad, einen Dorfladen oder ein Wirtshaus brauchen, und Fördergeld soll ohne großen Verwaltungsaufwand fließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Wir geben endlich auch den Kommunen auf dem Land die Möglichkeit, einfache Baugebote zu erlassen und so dafür zu sorgen, dass baureife Grundstücke auch wirklich schnell genutzt werden“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Baugebote geben Kommunen ein zusätzliches Eingriffsrecht gegenüber Grundstückseigentümern und stärken die öffentliche Steuerung der Bodennutzung.

Was sagen die anderen Parteien zum Wohnen?

Alle Programme in Bayern im Vergleich