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parteiprogramm

Grüne zur Familie

Aus dem Programm „Für unser schönes Bayern“

Landtagswahl Bayern 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 103 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familienurlaub für arme Familien ermöglichen

Die Grünen wollen Reisen für Kinder und Jugendliche in Bayern fördern. Auch Familien mit sehr wenig Geld sollen Urlaub machen können. Dazu sollen die Einkommensgrenzen des bayerischen Familienurlaubsprogramms steigen.

Die Grünen wollen Reisen für Kinder und Jugendliche fördern. Auch arme Familien sollen Urlaub machen können. Bayern hat dafür ein Förder-Programm. Mehr Familien sollen dieses Geld bekommen.

Das Programm nennt den Urlaub auf dem Bauernhof und die Klassenfahrt als Beispiele. Solche Reisen gelten der Partei als wichtige Anstöße für die Entwicklung junger Menschen. Durch höhere Einkommensgrenzen beim staatlichen Familienurlaubsprogramm sollen mehr Familien Anspruch auf Unterstützung haben.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Urlaub auch für Familien in Armut ermöglichen, indem wir die relevanten Einkommensgrenzen des bayerischen Familienurlaubsprogramms erhöhen“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bestehende staatliche Förderung soll durch höhere Einkommensgrenzen auf mehr Familien ausgeweitet werden.

Kinderrechte in die Verfassung, Kinderschutz ausbauen

Die Grünen wollen Kinderrechte in der bayerischen Verfassung verankern und den Schutz vor Gewalt im Netz und außerhalb ausbauen. Ein Kinderbeauftragter bei der Staatsregierung soll jedes Jahr einen Kinderschutzbericht vorlegen. Die Partei beruft sich auf Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Grünen wollen Kinder besser vor Gewalt schützen. Die Rechte von Kindern sollen in der bayerischen Verfassung stehen. Eine neue Person bei der Regierung kümmert sich um Kinder-Schutz. Sie schreibt jedes Jahr einen Bericht dazu.

Der jährliche Bericht soll Fortschritte und Lücken sichtbar machen, damit gezielte Programme folgen können. Eine landesweite Ombudsstelle soll unabhängige Ansprechpersonen für Kinder, Jugendliche und Erziehungsberechtigte bieten und Streit mit Jugendämtern ohne Gericht klären helfen. Gemeinsam mit den Trägern sollen Programme zur Vorbeugung von Kindesmissbrauch starten; das bestehende Gesamtkonzept der Staatsregierung soll unabhängig überprüft werden. Beratungsstellen sollen ausgebaut und barrierefrei werden, Jugendbeamte der Polizei mehr Personal erhalten. Schulen sollen Kurse zu Zivilcourage anbieten und gegen die Verbreitung von Gewalt- und Missbrauchsdarstellungen sowie extremistischem Material vorgehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Dafür werden wir umfassende Kinderrechte in die Verfassung des Freistaats aufnehmen und eine neue Stelle schaffen, die bei der Staatsregierung angesiedelt ist“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eigene Kinderrechte in der Landesverfassung und ein Kinderbeauftragter stärken die Stellung von Kindern als eigenständige Rechtsträger gegenüber dem heutigen Stand.

Jugendarbeit und Jugendbeteiligung ausbauen

Die Grünen wollen in jeder Gemeinde einen Jugendtreff schaffen und junge Menschen direkt an Entscheidungen beteiligen. Vereine und Träger der außerschulischen Jugendarbeit sowie der Bayerische Jugendring sollen gestärkt und verlässlich finanziert werden. Junge Menschen sollen ihre Freizeit nach eigenen Wünschen gestalten können.

Die Grünen wollen in jeder Gemeinde einen Treff für Jugendliche. Jugendliche sollen bei Entscheidungen mitreden. Vereine für Jugend-Arbeit sollen mehr Unterstützung bekommen. Auf dem Land soll es mehr Angebote für queere Jugendliche geben.

Politische Entscheidungen sollen stets auch auf ihre Folgen für Kinder und Jugendliche geprüft werden. Der Bayerische Jugendring soll in seiner selbst organisierten Form erhalten bleiben und ausreichend Geld bekommen. Ganztagsangebote an Schulen sollen mit Vereinen, Elterninitiativen und außerschulischer Jugendarbeit verknüpft und deren Bestand dauerhaft gefördert werden. Für queere Jugendliche auf dem Land plant die Partei zusätzliche Angebote. Hinzu kommt eine landesweite Strategie, die Bildung für nachhaltige Entwicklung überall im Bildungswesen verankert.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Deshalb schaffen wir in allen Gemeinden Jugendtreffs, stärken die Angebote der Jugendarbeit und beteiligen Kinder und Jugendliche direkt an Entscheidungen.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Jugendtreffs in allen Gemeinden und eine dauerhafte Finanzierung der Jugendarbeit bedeuten mehr öffentliche Ausgaben und Angebote.

  • Gesellschafteher progressiv

    Direkte Beteiligung von Jugendlichen und zusätzliche Angebote für queere Jugendliche auf dem Land fördern Mitbestimmung und Vielfalt über den heutigen Stand hinaus.

Förderregeln für Jugendhilfe und Jugendzentren lockern

Die Grünen wollen die Vorschriften zu Eigenmitteln in der Kinder- und Jugendhilfe flexibler und einfacher machen. Davon sollen vor allem kleine Träger profitieren. Jugendzentren sollen zudem Angebote rund um Computerspiele machen können.

Vereine der Jugendhilfe müssen bei Förderungen oft eigenes Geld mitbringen. Die Grünen wollen das ändern. Auch freiwillige Arbeit und Sachen sollen als Beitrag zählen. Jugendzentren sollen außerdem Geld für gemeinsame Computer-Spiele bekommen.

Laut Programm zählt bei Ausschreibungen auf kommunaler und Landesebene bisher nur Geld als Eigenleistung. Künftig sollen auch Ehrenamt, Sachwerte und Verwaltungsleistungen gelten. Das Programm bezeichnet die Kinder- und Jugendhilfe als staatliche Pflichtaufgabe. Bestehende Jugendtreffs sollen so gefördert werden, dass Jugendliche dort gemeinsam spielen und mit pädagogischer Begleitung einen verantwortungsvollen Umgang mit Games lernen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„So werden mit uns in Zukunft auch ehrenamtliche Arbeit, Sachwerte und Verwaltungsleistungen als Eigenmittel anerkannt und nicht nur bares Geld.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kita-Plätze ausbauen und mehr Fachkräfte gewinnen

Die Grünen wollen mehr und bessere Kindertagesstätten und dafür ein Investitionsprogramm sowie ein Fachkräfteprogramm auflegen. Öffnungs- und Buchungszeiten sollen sich stärker am Bedarf der Familien orientieren, etwa bei Schichtarbeit.

Die Grünen wollen mehr Plätze in Kitas schaffen. Die Kitas sollen länger und passender geöffnet sein. Das hilft zum Beispiel Eltern mit Schicht-Arbeit. Erzieherinnen und Erzieher sollen mehr Geld bekommen. Es soll mehr Personal für die Kinder geben.

Fachkräfte sollen besser bezahlt werden, beginnend in der Ausbildung, und der Fachkraft-Kind-Schlüssel soll steigen. Leitungen sollen mehr Zeit für ihre Aufgaben bekommen, die Pädagogische Qualitätsbegleitung soll es überall geben. Die Kindertagespflege soll eine landesweit einheitliche Vergütung und höhere Standards erhalten. Kommunen sollen beim Aufbau eines Springerpools unterstützt werden, der bei Personalengpässen aushilft. Inklusive Kitas sollen mehr Fördergeld bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir werden ein Investitionsprogramm für neue Kita-Plätze ins Leben rufen. Für mehr qualifiziertes Personal werden wir ein Fachkräfteprogramm starten, das neue Erzieher*innen gewinnt und diese an die bayerischen Kitas bindet.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Investitionen in Kita-Plätze, höhere Bezahlung und ein besserer Personalschlüssel bauen eine staatlich finanzierte Leistung aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Bayern im Vergleich