Straßenneubau stoppen und Schiene ausbauen
Die Grünen lehnen den Aus- und Neubau von Straßen ab und wollen das bestehende Netz nur noch erhalten und sanieren. Das eingesparte Geld soll in öffentliche Verkehrsmittel fließen, die ÖPNV-Zuweisungen an die Kommunen sollen sofort verdoppelt und das Bahnnetz modernisiert werden.
Die Grünen wollen keine neuen Straßen mehr bauen. Alte Straßen sollen repariert werden. Das gesparte Geld soll an Bus und Bahn gehen. Die Gemeinden sollen doppelt so viel Geld für Bus und Bahn bekommen. Alte Bahn-Strecken sollen wieder fahren.
Für die Bahn plant das Programm nur noch Züge mit Oberleitungsstrom, Hybrid- oder Akkuantrieb und gemeinsam mit dem Bund die Elektrifizierung des Netzes. Alle geeigneten stillgelegten Strecken sollen reaktiviert, Bahnknoten ausgebaut und eingleisige Strecken um Ausweichstellen und zweite Gleise ergänzt werden. Bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München soll statt eines zweiten Tunnels ein Süd- und Nordring mit Tangentialverbindungen geplant werden, was nach Darstellung der Partei Milliarden an Bundesmitteln für ganz Bayern freimacht. Der Güterverkehr soll durch Lärmsanierung, neue Terminals und Ladegleise sowie Gleisanschlüsse für neue Gewerbeflächen auf die Schiene verlagert werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir konzentrieren uns deshalb darauf, das bestehende Straßennetz zu erhalten und zu sanieren, und lehnen den Aus- und Neubau ab.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Öffentliche Mittel werden vom Straßenbau zu Bus und Bahn umgeschichtet und die Zuweisungen an Kommunen verdoppelt, also mehr staatliche Investitionen in öffentliche Leistungen.
- Klimadeutlich Klimaschutz zuerst
Der vollständige Verzicht auf Aus- und Neubau von Straßen zugunsten der Schiene bricht mit der bisherigen Verkehrspolitik und stellt Klimaschutz voran.