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CDU zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Connected Cities. Das vernetzte Land. Regierungsprogramm der CDU Bremen zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Nachtleben mit Nachtbürgermeister und Clubprogramm beleben

Die CDU will Bremen auch nachts attraktiver machen, weil das Angebot zum Ausgehen außerhalb von Viertel und Neustadt aus ihrer Sicht geschrumpft ist. Dazu sollen ein Nachtbürgermeister oder eine Nachtbürgermeisterin und ein Clubprogramm kommen.

Die CDU will mehr Angebote zum Ausgehen in Bremen. Es soll einen Nacht-Bürgermeister geben. Diese Person kümmert sich um das Nachtleben. Auch Clubs sollen Hilfe bekommen.

Der Nachtbürgermeister oder die Nachtbürgermeisterin soll für das Viertel und die Discomeile zuständig sein. Ein Clubprogramm soll unter anderem die Discomeile als Ort zum Feiern wiederbeleben. Die CDU will außerdem Beach Bars und Orte am Wasser fördern. Die Innenstadt soll die ganze Nacht über aus dem gesamten Stadtgebiet erreichbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„einen Nachtbürgermeister oder eine Nachtbürgermeisterin für das Viertel und die Discomeile einführen“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bunker Valentin als Erinnerungsort fest verankern

Die CDU will den Bunker Valentin als Ort der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus stärker im Bremer Gedächtnis verankern. Dazu sollen alle Bremer Schulklassen ihn verpflichtend besuchen.

Der Bunker Valentin erinnert an die Verbrechen der Nazi-Zeit. Die CDU will diesen Ort bekannter machen. Alle Schulklassen in Bremen sollen ihn besuchen müssen. Man soll auch leichter dorthin kommen.

Das Programm beschreibt den Bunker als Ort, an dem Menschen großes Leid ertragen mussten. Er soll nicht länger am Rand stehen. Die Erreichbarkeit soll besser werden, etwa durch einen neuen Schiffsanleger. Die Partei versteht „Nie wieder“ als Vermächtnis und als Auftrag für die Zukunft.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Dazu gehört für uns beispielsweise ein verpflichtender Besuch aller Bremer Schulklassen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kulturförderung neu ordnen und Stiftungsfonds schaffen

Die CDU will die Kulturförderung nach inhaltlichen Schwerpunkten ordnen und verlässlicher machen. Aus Einnahmen der Citytax soll ein Fonds entstehen, der private Spenden an Kulturstiftungen verdoppelt. Hinzu kommen Stipendien, Fortbildungen und eine gemeinsame Landesförderung für Bremen und Bremerhaven.

Die CDU will Kultur anders fördern. Das Geld soll verlässlich und für längere Zeit kommen. Ein neuer Topf soll private Spenden für Kultur-Stiftungen verdoppeln. Das Geld dafür kommt aus der Citytax. Das ist eine Abgabe auf Übernachtungen. Junge Künstler sollen Stipendien bekommen.

Die Förderung soll vier Kategorien folgen, darunter Kreativwirtschaft, Bildung und Erinnerung, Tradition und Integration sowie Freizeit und Standort. Erfolgreiche Projekte sollen aus der reinen Projektförderung in eine langfristige Förderstruktur wechseln. Vorgesehen sind bis zu vier Stipendien jeweils in Bremen und Bremerhaven, die sechs Monate lang 2.000 Euro umfassen. Wer sich im Kultur- und Kreativbereich selbstständig macht, soll Fortbildungen erhalten, etwa zur Sponsorensuche. Eine Landesförderung soll beide Städte kulturpolitisch verzahnen und Zugang zu Fördermitteln von EU, Bund und Stiftungen eröffnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„einen Fonds schaffen, mit dem private neue Spenden in den Grundstock einer Stiftung mit kulturell-öffentlicher Zwecksetzung verdoppelt werden können“
Seite 52 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kultur in Schulen und an Begegnungsorten stärken

Die CDU will den Austausch zwischen Kulturorten, Schulen und Altenheimen fördern und Kultur an Schulen sichtbarer machen. Bibliotheken, Volkshochschulen und Museen sollen als Begegnungsorte besser ausgestattet werden. Kulturbetriebe sollen Fördermittel für nachhaltiges und klimafreundliches Arbeiten erhalten.

Die CDU will mehr Kultur an Schulen. Künstler sollen im Unterricht helfen. Schüler sollen öfter Theater und Museen besuchen. Bibliotheken sollen an sieben Tagen in der Woche offen sein. Dort soll es gute Technik und Arbeits-Plätze geben.

Kulturschaffende sollen den Schulunterricht unterstützen, und Kultureinrichtungen sollen zu außerschulischen Lernorten werden. Als Vorbild nennt das Programm das Schulengagement der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Stadtbibliotheken, Volkshochschulen und Museen sollen zeitgemäße Technik und Arbeitsplätze für gemeinsames Arbeiten bekommen. Der Open-Library-Ansatz soll ausgeweitet werden, sodass diese Orte mit Bibliotheksausweis die ganze Woche über nutzbar sind. Künstler und Einrichtungen sollen Geld für nachhaltige Arbeitsbedingungen und Produktionen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen, dass Kultur in unseren Schulen sichtbarer wird und Kultureinrichtungen häufiger als bisher von Schülerinnen und Schülern besucht werden.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verpflichtende Ausstellungsvergütung für Künstler einführen

Die CDU will, dass Künstlerinnen und Künstler für die Präsentation ihrer Werke in öffentlichen Ausstellungshäusern verpflichtend bezahlt werden. Ein Fonds von 100.000 Euro soll den Häusern die Zahlung ermöglichen. Die Partei unterstützt damit die Initiative „Pay the artist“ des Berufsverbands BBK.

Künstler zeigen ihre Werke in Ausstellungen. Oft bekommen sie dafür kein Geld. Die CDU will das ändern. Öffentliche Ausstellungs-Häuser sollen Künstler bezahlen müssen. Dafür soll es einen Topf mit 100.000 Euro geben.

Der Fonds soll von der Kulturbehörde oder vom BBK verwaltet werden. Er soll öffentlich geführten Ausstellungshäusern ebenso zugutekommen wie ehrenamtlich betriebenen Off-Spaces und Produzentengalerien. Das Programm begründet dies damit, dass professionelle Arbeit auch professionell bezahlt werden müsse. Außerdem will die CDU mehr in die Nachwuchsförderung investieren und Kultureinrichtungen beim Generationswechsel begleiten. Etablierte Konzerte und Veranstaltungsformate wie das Musikfest Bremen sollen erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir wollen einen Fonds in Höhe von 100.000 Euro aufsetzen, der entweder von der Kulturbehörde oder dem BBK verwaltet wird.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Vergütungspflicht in öffentlichen Ausstellungshäusern samt öffentlichem Fonds erweitert Vorgaben und staatliche Ausgaben in begrenztem Umfang.

Museen digitalisieren und Theaterlandschaft erhalten

Die CDU will die Museen in Bremen und Bremerhaven attraktiver machen und mit einer digitalen Kulturstrategie für Forschung und Publikum öffnen. Die Theaterlandschaft soll in ihrer Vielfalt erhalten bleiben, Amateurtheater und freie Szene sollen mehr Förderung bekommen. Auch privates Engagement für die Kultur will die Partei fördern.

Die CDU will die Museen moderner machen. Man soll Museen auch im Internet besuchen können. Die Museen sollen WLAN bekommen. Die Theater in Bremen und Bremerhaven sollen bleiben. Kleine und freie Theater sollen mehr Geld bekommen.

Museen sollen Bestände digitalisieren, die Herkunft von Objekten erforschen und einen digitalen Besuch ermöglichen, wofür LAN und WLAN nötig sind. Sie sollen typische Bremer Themen wie Kaufmanns- und Seefahrtstradition zeigen und sich zugleich kritisch mit dem Kolonialismus befassen. Ein Runder Tisch mit den auch ehrenamtlich geführten Museen soll Schließungen und den Abzug von Sammlungen verhindern. Die Stadttheater sollen experimentelles Theater ebenso bieten wie ein Programm für ein breites Publikum. Mäzenatentum, Sponsoring und Ehrenamt in der Kultur will die CDU wertschätzen und unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Bremen muss eine digitale Kulturstrategie für Museen vorantreiben und so die Häuser sowohl für Forschungsdatenbanken als auch für Besucher jeweils digital zugänglich machen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Radio Bremen als eigenständigen Sender sichern

Die CDU bekennt sich zu Radio Bremen als eigenständigem Sender innerhalb der ARD. In den Debatten über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks will sie dessen Fortbestand sichern.

Die CDU will Radio Bremen erhalten. Der Sender soll eigenständig bleiben. Er gehört zur ARD. Die CDU will sich dafür einsetzen, wenn über den Rundfunk gestritten wird.

Das Programm nennt leistungsfähige Medienunternehmen und einen unabhängigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Grundlage einer vielfältigen Medienlandschaft in Bremen und Bremerhaven. Sie gelten der CDU als Standortfaktor, als Voraussetzung freier Berichterstattung und als Schutz gegen Falschnachrichten. Radio Bremen soll modern und leistungsstark im ARD-Verbund bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 121)
„Bei den notwendigen Debatten um die Zukunft des ÖRR in der Bundesrepublik werden wir die Existenz und Zukunft von Radio Bremen sichern.“
Seite 121 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Medienkompetenz in allen Altersgruppen stärken

Die CDU will Initiativen stärken und enger miteinander verknüpfen, die Medienkompetenz in allen Altersgruppen fördern, vom Kind bis zum Erwachsenen. Sie begründet das damit, dass Menschen in sozialen Medien zunehmend selbst zu Akteuren werden.

Die CDU will, dass alle gut mit digitalen Medien umgehen können. Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Gruppen, die das vermitteln, sollen mehr Hilfe bekommen. Sie sollen auch besser zusammenarbeiten.

Nach dem Programm wandeln sich die Menschen von Medienkonsumenten zu Handelnden in einer von sozialen Medien geprägten Welt. Das setze Medienbildung voraus. Bestehende Akteure und Initiativen sollen deshalb gestärkt und miteinander vernetzt werden, damit alle digitale Medien sicher, verantwortungsvoll und kreativ nutzen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 122)
„Unser Ziel ist es, allen eine sichere, verantwortungsvolle und kreative Nutzung digitaler Medien zu ermöglichen.“
Seite 122 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Regionale Presse und Medienförderung stützen

Die CDU will regionale Berichterstattung erhalten und eine Bundesförderung für die Verbreitung von Zeitungen gegebenenfalls mit Landesmitteln ergänzen. Die Film- und Medienförderung über die Nordmedia soll überprüft und verbessert werden, mit Schwerpunkt auf der Games-Branche.

Die CDU will Zeitungen aus der Region erhalten. Das Land soll dabei vielleicht mit Geld helfen. Auch die Förderung für Filme und Medien will die CDU prüfen. Firmen für Computer-Spiele sollen besonders beachtet werden.

Das Programm verweist auf den wirtschaftlichen Druck auf Verlage und sinkende Auflagen der Tageszeitungen. Stellt der Bund Mittel zur Förderung der Verbreitung bereit, will die CDU diese bei Bedarf durch das Land verstärken. Über die Nordmedia fördert Bremen zusammen mit Niedersachsen Film und Medien. Diese Förderung soll auf ihren Nutzen für Bremen und Bremerhaven geprüft und verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 122)
„Wir wollen qualitativ hochwertige und regionale Berichterstattung erhalten.“
Seite 122 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine mögliche zusätzliche Landesförderung für Verlage und Medienbranche erweitert staatliche Unterstützung schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zu Kultur und Medien?

Alle Programme in Bremen im Vergleich