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CDU zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Auf den Inhalt kommt es an. #kurSHalten – Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl am 8. Mai“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 166 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitale Lernplattform und Endgeräte für Schulen

Die CDU will allen Schulen ein Lernmanagementsystem und ein digitales Klassenzimmer für das Lernen zu Hause bereitstellen. Schülerinnen und Schüler, deren Familien kein Gerät stellen können, sollen eines erhalten.

Alle Schulen sollen eine Lern-Plattform im Internet bekommen. Schüler sollen damit auch zu Hause lernen können. Manche Familien können kein Gerät kaufen. Diese Schüler bekommen ein Gerät gestellt.

Über die Cloud „Schulportal SH“ sollen Lehrkräfte und Lernende einheitlich auf Online-Office, Dateiablage, Messenger und E-Mail zugreifen; alle Schulen bekommen die Verwaltungssoftware SCHOOL SH. Digitale Diagnostik und Leistungsbewertung sollen weiterentwickelt und digitale Noteneinsicht geprüft werden. Eine erweiterte Experimentierklausel soll Schulen Spielraum für neue digital gestützte Unterrichtsformen geben. Lesen, Rechtschreibung und Handschrift sollen wesentlicher Teil der Schulbildung bleiben, gedruckte Schulbücher weiter ausleihbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden für alle Schulen ein Lernmanagementsystem einführen, mit dem alle arbeiten können und ein digitales „Klassenzimmer PLUS“ für die Heimarbeit einrichten.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll bedürftigen Schülerinnen und Schülern Endgeräte stellen und digitale Dienste öffentlich bereitstellen, was öffentliche Leistungen schrittweise ausweitet.

Digitale Infrastruktur der Schulen ausbauen und finanzieren

Die CDU will die digitale Infrastruktur der Schulen mit hoher Priorität ausbauen und ihre Finanzierung dauerhaft sichern. Beim Bund will sie sich für einen zweiten Digitalpakt einsetzen, der ab 2025 gelten und verstetigt werden soll.

Die CDU will die Technik an Schulen weiter ausbauen. Alle Schulen sollen schnelles Internet bekommen. Der Bund soll auch nach 2025 Geld dafür geben. Das Land und die Gemeinden sollen klären, wer was bezahlt.

Auch die letzten Schulen sollen einen Glasfaseranschluss erhalten, und alle Schulen sollen rasch an die Schul-Cloud angebunden werden. Das Land will fördern, dass Schulträger Systemadministratoren einstellen oder externe Dienstleister beauftragen. Mit den kommunalen Landesverbänden soll eine Vereinbarung Zuständigkeiten und Kosten für Infrastruktur und Ausstattung neu ordnen. Den Spielraum des Datenschutzrechts will die CDU dabei möglichst weit ausschöpfen, und das Schulgesetz soll die Digitalisierung stärker abbilden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir werden den Digitalpakt Schule mit seinen Zusatzvereinbarungen weiter schnellstmöglich umsetzen und uns im Bund für einen Digitalpakt II ab 2025 und dessen Verstetigung einsetzen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen in die Schulinfrastruktur sollen ausgebaut und dauerhaft durch Land und Bund finanziert werden.

KI-Cluster ausbauen und KMU heranführen

Die CDU will künstliche Intelligenz weiter zu einem Schwerpunkt der Digitalisierung machen und das KI-Cluster im Land ausbauen. Kleine und mittlere Unternehmen sollen KI-Anwendungen leicht ausprobieren können. Datenschutz darf aus Sicht des Programms dabei kein Hemmnis für Innovation sein.

KI heißt künstliche Intelligenz. Die CDU will KI im Land stark fördern. Kleine Firmen sollen KI ohne Risiko testen können. Es soll ein neues Studium zur Weiterbildung in KI geben. Die CDU findet: Zu strenger Datenschutz darf neue Ideen nicht bremsen.

Das Programm sieht in KI eine Schlüsseltechnologie für Wachstum und Beschäftigung und verweist auf Stärken in Gesundheitswirtschaft, maritimer Wirtschaft, erneuerbaren Energien und Landwirtschaft. Kleine und kommunale Unternehmen sollen eine Plattform erhalten, um KI in einem geschützten Raum zu erproben; der KI-Transfer-Hub und die Anwendungszentren spielen dabei eine wichtige Rolle. Geplant ist ein „Weiterbildungsmaster KI“. Der Dialog im Expertenrat zum KI-Einsatz soll fortgesetzt werden, um Sorgen aufzugreifen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Auch in der kommenden Legislaturperiode werden wir den Einsatz und die Anwendung von KI-Technologien zu einem Digitalisierungsschwerpunkt machen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Datenschutz soll den Einsatz von KI in Unternehmen nicht bremsen, was auf weniger regulatorische Hürden für die Wirtschaft zielt.

Datenoffensive für öffentliche Daten starten

Die CDU will mehr öffentliche Daten bereitstellen, weil sie Daten als Produktionsfaktor und Standortvorteil betrachtet. Mit der Wirtschaft soll beraten werden, wie auch ungenutzte private Daten einbezogen werden können. Dateninfrastruktur und Datenkompetenzen sollen ausgebaut werden.

Die CDU will mehr Daten vom Staat frei zugänglich machen. Firmen und Forscher sollen diese Daten nutzen können. Die Technik für Daten soll besser werden. Schüler sollen den Umgang mit Daten lernen. Kleine Firmen sollen dazu Beratung bekommen.

Nach dem Programm braucht KI in Wirtschaft und Wissenschaft breit verfügbare Daten. Vorgesehen sind leistungsfähigere Dateninfrastrukturen, Datenräume und gemeinsame Standards. Der Staat soll zum Vorreiter beim Umgang mit Daten werden, und Datenkompetenz soll in Schule und Ausbildung als Lerninhalt verankert werden. Für kleine und mittlere Unternehmen will die CDU ein Beratungsprogramm entwickeln. Auch die Datennutzung für wissenschaftliche und industrielle Forschung soll gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir werden daher eine Offensive zur Bereitstellung öffentlicher Daten starten, um Wertschöpfungsnetzwerke zu entwickeln.“
Seite 37 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalisierungsstrategie und Glasfaserausbau fortführen

Die CDU will die Digitalisierungsstrategie des Landes weiterentwickeln und den Glasfaserausbau fortsetzen, vor allem auf dem Land. Künstliche Intelligenz soll ein Schwerpunkt bleiben, und Digitalisierung soll Leitbild in allen Politikbereichen werden.

Die CDU will das Land digitaler machen. Überall soll es schnelles Internet über Glasfaser geben. Das ist besonders auf dem Land wichtig. Künstliche Intelligenz soll ein wichtiges Thema bleiben. An Schulen soll es das Fach Informatik geben.

Das Programm sieht in der Digitalisierung Chancen für gut bezahlte Arbeitsplätze und für ländliche Räume, sofern die Anbindung stimmt. Die Landesverwaltung soll durchgehend digitalisiert und ihre Beschäftigten mit mobiler Technik ausgestattet werden, ausdrücklich auch Justiz und Polizei. Für Schulen und Hochschulen nennt die CDU neue digitale Unterrichtskonzepte, einen Digital-Pakt für Hochschulen und die schrittweise Einführung von Informatik als Pflichtfach an weiterführenden Schulen. Wirtschaftliche Potenziale sollen über KI, digitale Kompetenzzentren und Start-ups auf dem Land erschlossen werden. Eine Green-IT-Strategie soll zur Klimaneutralität beitragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 72)
„Wir wollen die Digitalisierungsstrategie weiterentwickeln und den Breitbandausbau mit Glasfaserkabeln fortsetzen.“
Seite 72 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Kompetenzen und Teilhabe für alle fördern

Die CDU will alle Bevölkerungsgruppen dabei unterstützen, mit digitaler Technik sicher umzugehen, und so Ängste vor dem Wandel abbauen. Dafür plant sie neue Angebote, digitale Beratung und einen besseren Umgang mit Daten bei gewahrtem Datenschutz.

Manche Menschen haben Angst vor der Digitalisierung. Die CDU will allen helfen, mit Computern und Internet umzugehen. Dafür soll es neue Angebote geben. Beratung vom Land soll es auch online geben. Der Schutz von Daten bleibt wichtig.

Unterstützung sollen Kinder in der Schule, mittelständische Betriebe und ältere Menschen erhalten. Geplant sind virtuelle Mehrgenerationenhäuser und Digitalisierungslabore. Beratungsangebote des Landes, etwa Familienberatung, Gesundheitsprävention sowie Sprach- und Integrationskurse, sollen digital ausgebaut werden. Datenschutz gilt dem Programm als Grundlage für Vertrauen; zugleich sollen Daten in Verwaltung, Gesundheitswesen und bei KI stärker genutzt werden. Die CDU will einen „Daten-Tresor“ prüfen, der wichtige Unterlagen sicher digital bündelt, und betont digitale Barrierefreiheit.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Dafür werden wir Angebote wie virtuelle Mehrgenerationenhäuser und Digitalisierungslabore entwickeln“
Seite 73 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

E-Sports und Gaming im Land fördern

Die CDU will Gaming und E-Sports als Teil der Jugendkultur und als Wirtschaftsfaktor weiter fördern. Geplant sind eine E-Sports-Akademie und große Veranstaltungen im Land, begleitet von Sucht- und Gewaltprävention.

Die CDU will Computer-Spiele und E-Sport fördern. E-Sport heißt: Menschen treten in Computer-Spielen gegeneinander an. Es soll eine Akademie für E-Sport geben. Große Veranstaltungen sollen im Land stattfinden. Dabei soll es Schutz vor Sucht geben.

Bei der Förderung stehen laut Programm Medienkompetenz, Suchtprävention und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt. Die E-Sports-Akademie soll gemeinsam mit der FH Westküste über deren Ziel- und Leistungsvereinbarung entwickelt werden. Im Bund setzt sich die CDU dafür ein, dass Sportvereine mit E-Sport-Sparte ihre Gemeinnützigkeit behalten. Unabhängige Einrichtungen sollen für Sucht- und Gewaltprävention angemessen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir planen eine E-Sports-Akademie und unterstützen große E-Sports- und Gaming-Events im Land.“
Seite 73 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verwaltung vollständig digitalisieren und KI einsetzen

Die CDU will die Verwaltung auf allen Ebenen vollständig digitalisieren und rund um die Uhr erreichbar machen. Die Landesverwaltung soll beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz vorangehen und ihre Entscheidungen stärker auf Daten stützen.

Die CDU will alle Ämter digital machen. Die Ämter sollen jeden Tag rund um die Uhr erreichbar sein. Sie sollen auch Künstliche Intelligenz nutzen. Das sind Computer-Programme, die selbst Aufgaben lösen. Persönliche Beratung soll es weiter geben.

Abläufe sollen ohne Wechsel zwischen Papier und Computer funktionieren. Chatbots sowie Sprach- und Bilderkennung sollen zum Standard werden. Jedes neue Gesetz mit bürokratischen Anforderungen soll darauf geprüft werden, ob es sich rein digital umsetzen lässt. Behörden sollen soziale Medien stärker nutzen, und digitale Abholterminals sollen unterstützt werden. Digitale Inhalte sollen in der Verwaltungsausbildung verankert werden, unter anderem über den Studiengang „Digitales Verwaltungsmanagement“. Zugleich soll die persönliche Ansprechbarkeit erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Wir wollen eine voll digitalisierte Verwaltung mit digital optimierten medienbruchfreien Prozessen auf allen Verwaltungsebenen und forcieren den internen Kulturwandel.“
Seite 74 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Glasfaser und Mobilfunk flächendeckend ausbauen

Die CDU will den Glasfaserausbau fortsetzen und eine vollständige Mobilfunkabdeckung im Land erreichen. Aus Sicht des Programms ist digitale Infrastruktur für den ländlichen Raum so wichtig wie ein Autobahnanschluss, um Abwanderung zu verhindern.

Die CDU will schnelles Internet im ganzen Land. Auch Handy-Empfang soll es überall geben. Zuerst kommen Orte ohne schnelles Internet dran. So sollen Menschen gern auf dem Land leben und arbeiten.

Bei der Förderung sollen unversorgte Gebiete (weiße Flecken) Vorrang vor nur mäßig versorgten Gebieten (graue Flecken) haben. Angestrebt wird eine Mobilfunkabdeckung von 100 Prozent. Die Digitalisierungsstrategie des Landes soll konsequent umgesetzt werden, um Kommunalverwaltungen zu entlasten und bürgerfreundlicher zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Wir sorgen für den flächendeckenden Breitband- und Mobilfunkausbau.“
Seite 100 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der mit öffentlicher Förderung vorangetriebene Netzausbau erweitert staatliche Infrastrukturinvestitionen schrittweise.

Digitalisierung umweltschonend gestalten

Die CDU will die Green-IT-Strategie des Landes weiterentwickeln, damit digitale Technik weniger Energie und Ressourcen verbraucht. Sie setzt sich außerdem für eine Vorschrift ein, nach der Akkus von Handys und Laptops selbst wechselbar und Ersatzteile fünf Jahre lang erhältlich sein müssen.

Computer und Netze brauchen viel Strom. Die CDU will, dass digitale Technik die Umwelt weniger belastet. Rechen-Zentren sollen Energie sparen und ihre Wärme weitergeben. Akkus von Handys und Laptops soll man selbst wechseln können.

Rechenzentren sollen effizient und voll ausgelastet arbeiten, und ihre Abwärme soll genutzt werden, was das Land gezielt fördern will; dazu wirbt die CDU auch um neue Rechenzentren und Start-ups. In der Landesverwaltung sollen Dienstreisen sinken und Videokonferenzen häufiger eingesetzt werden. Ein Arbeitsplatzcheck soll den Energieverbrauch messen und Sparmöglichkeiten aufzeigen. Bei der Beschaffung von Hard- und Software soll der ökologische und soziale Lebenszyklus zählen. Das Programm begründet dies damit, dass die Digitalwirtschaft bis 2025 rund acht Prozent des CO2-Ausstoßes ausmachen könnte.

Originalzitat anzeigen (Seite 113)
„Wir werden unsere schleswig-holsteinische Vorreiterrolle in Sachen Green-IT weiter ausbauen und unsere Green-IT-Strategie weiterentwickeln.“
Seite 113 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Herstellern sollen neue Pflichten zu wechselbaren Akkus und fünf Jahren Ersatzteilversorgung auferlegt werden, was die Regulierung ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Energieverbrauch und Emissionen der digitalen Technik sollen durch Effizienz, Abwärmenutzung und weniger Dienstreisen schrittweise sinken.

Was sagen die anderen Parteien zur Digitalpolitik?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich