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CDU zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Auf den Inhalt kommt es an. #kurSHalten – Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl am 8. Mai“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 166 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Höchstarbeitszeiten flexibilisieren, Co-Working landesweit aufbauen

Die CDU will sich im Bund für flexiblere gesetzliche Höchstarbeitszeiten einsetzen, soweit das europäische Recht es zulässt. Im Land sollen Co-Working-Angebote und neue Arbeitsformen unterstützt werden.

Die CDU will, dass die Regeln für die Arbeitszeit lockerer werden. Die Beschäftigten sollen dem zustimmen müssen. Das soll Familien und pflegenden Angehörigen helfen. Im ganzen Land soll es gemeinsame Büros geben. Diese heißen Co-Working-Spaces.

Die Änderung betrifft das Arbeitszeitgesetz des Bundes. Flexiblere Zeiten sollen nach dem Programm nur mit Zustimmung der Beschäftigten gelten und den Alltag junger Familien und pflegender Angehöriger erleichtern. Außerdem sollen sie digitale Arbeit besser abbilden. Das Land soll ein flächendeckendes Angebot an Co-Working-Spaces ermöglichen und New-Work-Initiativen fördern. Schnelles Breitband und landesweites WLAN sollen digitale Arbeitsformen stützen. Die CDU spricht sich zudem dafür aus, die Tarifautonomie wieder zu stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Neben landesseitigen Maßnahmen setzen wir uns auf Bundesebene für eine Flexibilisierung der gesetzlichen Höchstarbeitszeiten im Arbeitszeitgesetz im Rahmen der europäischen Vorgaben ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Lockerere gesetzliche Höchstarbeitszeiten verringern die Regulierung des Arbeitsmarkts innerhalb des bestehenden europäischen Rahmens.

Fachkräftepotenzial im Land besser ausschöpfen

Die CDU will mehr Menschen, die bereits in Schleswig-Holstein leben, als Fachkräfte gewinnen. Bessere Betreuungsangebote sollen die Teilzeitquote senken und vor allem Frauen mehr Erwerbsarbeit ermöglichen. Die Fachkräfteinitiative FI.SH soll weiterentwickelt werden.

Im Land fehlen Fachkräfte. Die CDU will mehr Menschen aus dem Land für Arbeit gewinnen. Bessere Kinder-Betreuung soll helfen. Dann können mehr Frauen länger arbeiten. Auch Menschen ohne Arbeit sollen besser ausgebildet werden.

Das Programm nennt attraktive Betreuung für Kinder und Jugendliche als Weg, die Teilzeitquote zu senken. Langzeitarbeitslose, Menschen mit Behinderung und Geflüchtete sollen besser qualifiziert werden und passendere Angebote für den regulären Arbeitsmarkt erhalten, gemeinsam mit den Arbeitgebern im Land. Die Fachkräfteinitiative FI.SH soll mit den Wirtschaftsverbänden so weiterentwickelt werden, dass der Wechsel von der Ausbildung in den Beruf im Land gelingt und Anreize für Zuzug oder Rückkehr entstehen. Außerdem sollen möglichst viele Ausbildungen abgeschlossen und Jugendliche für Berufe in Mangelbranchen gewonnen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Wir wollen das vorhandene Potenzial für mögliche Fachkräfte in Schleswig-Holstein stärker nutzbar machen.“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Betreuung und gleichstellungspolitische Maßnahmen sollen die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung Gleichstellung verschiebt.

Co-Working-Spaces auf dem Land fördern

Die CDU will gemeinschaftlich genutzte Büros im ländlichen Raum aufbauen und über eine Förderrichtlinie unterstützen. Aus ihrer Sicht stärkt das die Dörfer, erleichtert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und spart Pendelwege und damit Emissionen.

Die CDU will Gemeinschafts-Büros auf dem Land schaffen. Dort können Menschen nah am Wohnort arbeiten. Dann müssen sie weniger weit fahren. Das ist gut für das Klima und für die Familie.

Vorgesehen ist eine eigene Förderrichtlinie für solche Arbeitsorte. Die Landesverwaltung soll dabei vorangehen. Allgemein will die CDU neue Arbeitsmodelle vor Ort unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 101)
„Deswegen werden wir Co-Working-Spaces im ländlichen Raum etablieren und durch eine Förderrichtlinie unterstützen.“
Seite 101 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Land stärker gegen Kinderarmut einsetzen

Die CDU will, dass das Land beim Thema Kinderarmut mehr Verantwortung trägt, obwohl viele Hilfen Aufgabe der Kommunen sind. Bestehende Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche sollen gestärkt und die Beteiligten auf einer landesweiten Kinderarmutskonferenz vernetzt werden. Ziel ist, dass Chancen nicht vom Elternhaus abhängen.

Viele Kinder in Schleswig-Holstein sind arm. Die CDU will, dass das Land mehr dagegen tut. Hilfen für Kinder und Jugendliche sollen stärker werden. Es soll ein großes Treffen zum Thema Kinder-Armut geben. Dort sollen sich Fachleute austauschen.

Das Programm verweist darauf, dass in manchen Stadtteilen zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen von staatlichen Transferleistungen leben und dadurch schlechtere Chancen haben. Diesen Kreislauf will die CDU durchbrechen. Als Bausteine nennt sie das Perspektivschulprogramm, die Initiative „Kein Kind ohne Mahlzeit“ sowie offene Jugendarbeit, Verbandsarbeit, kulturelle Jugendarbeit, aufsuchende Jugendsozialarbeit und Jugendschutzarbeit. Zudem sollen mehr Ausbildungsplätze an Fachschulen für Sozialpädagogik entstehen und ein Studiengang Soziale Arbeit an der Fachhochschule Westküste mit zwei Dozentenstellen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 124)
„Wir wollen, dass das Land mehr Verantwortung beim Kampf gegen Kinderarmut übernimmt.“
Seite 124 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll sich stärker als heute an öffentlichen Unterstützungssystemen für arme Kinder beteiligen, was staatliche Leistungen schrittweise ausweitet.

Teilhabe Älterer sichern und Einsamkeit bekämpfen

Die CDU will ein Landeskonzept gegen Einsamkeit im Alter erarbeiten und Hilfen vor Ort unterstützen. Ältere Menschen sollen digitale Kompetenzen erwerben können, während analoge Angebote erhalten bleiben. Höchstaltersgrenzen für bürgerschaftliches Engagement sollen überprüft werden.

Viele ältere Menschen sind einsam. Die CDU will einen Plan dagegen machen. Ältere sollen lernen können, mit digitalen Geräten umzugehen. Wer das nicht kann, soll weiter Angebote ohne Internet bekommen. Alters-Grenzen beim Ehrenamt will die CDU überprüfen.

Das Programm begründet das Einsamkeitskonzept damit, dass ungewollte Einsamkeit krank mache und die Zahl Alleinstehender wachse. Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen, die digitale Fähigkeiten Älterer fördern, sollen unterstützt werden. Für Menschen, die digitale Angebote nicht nutzen können, sollen Hilfestellungen und analoge Wege bestehen bleiben. Die Beschäftigung im Alter soll durch passende Fortbildungen, Berufsbilder und Tätigkeitsprofile attraktiver werden. Auf Bundesebene will sich die CDU dafür einsetzen, die sozialen Sicherungssysteme und vor allem die Altersversorgung zukunftsfest zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„Das Land muss daher ein Konzept gegen Einsamkeit auf den Weg bringen und das Hilfesystem unterstützen.“
Seite 126 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Altersgrenzen, die Ältere von Engagement ausschließen, sollen überprüft und Teilhabe ohne Diskriminierung gesichert werden, was in Richtung Gleichstellung weist.

Fonds für Barrierefreiheit fortführen, Barrieren abbauen

Die CDU will den Landesfonds für Barrierefreiheit weiterführen und Barrieren in öffentlichen Einrichtungen, im Nahverkehr, im Gesundheitswesen und beim Wohnen abbauen. Sie versteht Inklusion als Aufgabe, die alle Politikfelder betrifft, und begründet den Abbau von Barrieren mit der Teilhabe an der Gesellschaft.

Menschen mit Behinderungen stoßen oft auf Hindernisse. Die CDU will diese Hindernisse abbauen. Dafür gibt es einen Geld-Topf vom Land. Den will die CDU weiterführen. Es soll mehr Wohnungen, Arzt-Praxen und Busse ohne Hindernisse geben.

In der neuen Förderperiode soll der Fonds vor allem den inklusiven Sozialraum fördern. Für barrierefreie und bezahlbare Wohnungen, auch für Spezialimmobilien für besondere Bedarfsgruppen, sollen Fördermöglichkeiten entstehen. Krankenhäuser, Arztpraxen, Therapieeinrichtungen und Apotheken sollen barrierefreier werden, ebenso öffentliche Einrichtungen und Verkehrsunternehmen. Daneben will die CDU die Frühförderung durch flexibel einsetzbare Fachkräfte in Kitas stärken, sozialpädiatrische Zentren ausbauen und inklusiven Sport stärker fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Der erfolgreiche Fonds für Barrierefreiheit wird von uns fortgeführt. Schwerpunkt der neuen Förderperiode wird die Förderung des inklusiven Sozialraumes.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatlicher Förderfonds soll weiterlaufen und um neue Förderungen für Wohnraum ergänzt werden, also mehr öffentliche Investitionen im bestehenden Rahmen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Abbau von Barrieren soll die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen schrittweise voranbringen.

Menschen mit Behinderungen in regulären Arbeitsmarkt bringen

Die CDU will mehr Menschen mit Behinderungen den Weg in reguläre Betriebe öffnen und ein inklusives System der Berufsbildung aufbauen. Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen sich langfristig wandeln.

Menschen mit Behinderungen sollen leichter normale Arbeit finden. Die CDU will dafür mehr mit Betrieben zusammenarbeiten. Auch die Berufs-Ausbildung soll für alle offen sein. Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen sich mit der Zeit verändern. Zuerst will die CDU neue Arbeits-Formen testen.

Die Kooperation mit Betrieben soll wachsen, und eine Werbekampagne soll das Budget für Arbeit und Ausbildung bekannter machen. Geprüft werden soll eine Enquetekommission zu beruflicher Bildung und Arbeit für Menschen mit Behinderungen, die Wege in Hochschulbildung und regulären Arbeitsmarkt aufzeigt. Für die Werkstätten ist als erster Schritt eine wissenschaftlich begleitete Erprobung neuer Arbeitsmodelle vorgesehen, alle Beteiligten sollen einbezogen werden. Das inklusive Berufsbildungssystem soll mit Hilfe des Schleswig-Holsteinischen Instituts für Berufliche Bildung entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Wir wollen eine aktive Arbeitsmarktpolitik für Menschen mit Behinderungen. Wir müssen die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt weiter verbessern.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mit aktiver Arbeitsmarktpolitik und geförderten Modellen stärker in die Beschäftigung eingreifen.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Übergang von gesonderten Werkstätten in den regulären Arbeitsmarkt soll schrittweise gefördert werden, was mehr Gleichstellung bedeutet.

Fonds für soziale Härten dauerhaft einrichten

Die CDU will den in der Coronazeit aufgelegten Härtefonds des Landes auf Dauer fortsetzen und damit vor allem die Tafeln unterstützen. Die Mittel gegen Armut sollen weiter steigen, und Wohnungslose sollen leichter eine Wohnung vermittelt bekommen.

Die CDU will armen Menschen helfen. In der Corona-Zeit gab es einen Geld-Topf für Menschen in Not. Den soll es dauerhaft geben. Das Geld soll vor allem den Tafeln helfen. Tafeln geben Essen an arme Menschen. Menschen ohne Wohnung sollen leichter eine Wohnung finden.

Vom Fonds sollen besonders die Tafeln und das Ehrenamt vor Ort profitieren. Die Landesmittel für Prävention und Betreuung will die Partei bei Bedarf weiter erhöhen. Die Wohnvermittlung für Wohnungslose soll einfacher werden und wachsen. Außerdem soll die Armutsberichterstattung des Landes überprüft und wenn nötig verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 133)
„Wir wollen dauerhaft einen Fonds für soziale Härten schaffen, der insbesondere die ehrenamtliche Arbeit der Tafeln unterstützt.“
Seite 133 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein befristeter Krisenfonds soll verstetigt und die Mittel gegen Armut sollen erhöht werden, also mehr öffentliche Sozialausgaben.

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