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SPD zur Digitalpolitik

Aus dem Programm „Sozial. Digital. Klimaneutral. – Zukunftsprogramm Schleswig-Holstein (SPD. Besser ist das.)“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Digitales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitalisierung der Arbeitswelt und Coworking fördern

Die SPD will Beschäftigte im digitalen Wandel mit Weiterbildung und mehr betrieblicher Mitbestimmung unterstützen. Auf dem Land will sie Coworking-Spaces fördern, die auch Beschäftigte von Land und Kommunen nutzen sollen.

Die Arbeit wird immer digitaler. Die SPD will den Beschäftigten dabei mit Weiterbildung helfen. Auf dem Land soll es mehr Coworking-Spaces geben. Das sind geteilte Büros in der Nähe vom Wohnort. So sparen Menschen lange Fahrten.

Für Beschäftigte von Land und Kommunen will die SPD Rahmenverträge mit Anbietern von Coworking-Spaces schließen. Das Programm erwartet davon kürzere Wege, geringere Kosten, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, weniger feste Büroplätze in der Verwaltung und einen Beitrag zum Klimaschutz. Schleswig-Holstein wird wegen seiner erneuerbaren Energien als Standort für sichere Rechenzentren beschrieben. Cloud-Anbieter sollen internationale Standards und Datenschutzvorgaben erfüllen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Wir werden die Einrichtung von weiteren Coworking-Spaces und Initiativen wie CoWork-Land für den ländlichen Raum unterstützen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Wohnortnahe Arbeitsplätze sollen Pendelwege verringern, was das Programm ausdrücklich als Beitrag zum Klimaschutz nennt.

Verwaltung vollständig digitalisieren

Die SPD will die digitale Bearbeitung zum ausnahmslosen Grundsatz der Landesverwaltung machen und dafür die Rechtsgrundlagen ändern. Ein Chief Digital Officer in der Staatskanzlei soll die Digitalisierung steuern, zugleich sollen Behörden persönlich und schriftlich erreichbar bleiben.

Die SPD will, dass Ämter digital arbeiten. Eine Person in der Staatskanzlei soll das leiten. Auch jedes Ministerium bekommt so eine Person. Menschen sollen trotzdem weiter persönlich oder per Brief zum Amt gehen können. In Bürgerbüros sollen Fachleute bei Anträgen helfen.

Die digitale Verwaltung soll barrierearm und ohne Medienbrüche funktionieren und sich am Barrierefreiheitsstärkungsgesetz orientieren. Alle Ministerien sollen eigene CDOs mit einer Digitalstrategie für ihren Bereich bekommen. Verwaltungsdaten sollen geöffnet werden, und Unternehmen sollen leichter mit Behörden an Lösungen arbeiten können, wofür zusätzliches Geld vorgesehen ist. Beschäftigte und Personalvertretungen sollen eng eingebunden werden. Bürgerbüros sollen weiterentwickelt werden und besonders geschultes Personal erhalten, das bei Anträgen im Interesse der Bürger handelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir werden in der Staatskanzlei die Funktion einer oder eines Chief Digital Officer (CDO) schaffen, um die Digitalisierung in allen Verwaltungen zu koordinieren.“
Seite 35 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Öffentliche digitale Infrastruktur und Souveränität aufbauen

Die SPD will, dass der Staat eigene digitale Infrastrukturen betreibt und von privaten Anbietern unabhängig ist. Dazu sollen öffentliche IT-Dienstleister gestärkt und mit Hamburg, den norddeutschen Ländern und Dänemark gemeinsame Plattformen und Zentren aufgebaut werden.

Der Staat soll eigene digitale Technik haben. Er soll nicht von privaten Firmen abhängen. Die SPD will mit Nachbar-Ländern eine öffentliche Daten-Plattform bauen. Sie soll zuerst den Verkehr besser steuern. Alle Menschen sollen Zugang zur digitalen Welt haben.

Als digitale Daseinsvorsorge sollen Kommunikationsplattformen zwischen Bürgern und Verwaltung entstehen. Das Konzept der „Digitalen Knotenpunkte“ soll besser umgesetzt werden, mit Hilfe für finanzschwache Stadtteile, um eine digitale Spaltung zu verhindern. Eine smarte öffentliche Plattform mit der Metropolregion Hamburg und Dänemark soll erst den Verkehr und später den Stromverbrauch steuern helfen, wozu lokale Smart-City-Initiativen verbunden werden. Ein öffentliches Technologie- und Datenmanagementzentrum im norddeutschen Verbund soll Künstliche Intelligenz, Big Data und Automatisierung für die Verwaltung nutzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir brauchen einen kompetenten Staat im Netz, der unabhängig von privaten Anbietern und digital souverän seine rechtsstaatlichen Funktionen ausüben kann.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Plattformen, gestärkte staatliche IT-Dienstleister und Unabhängigkeit von privaten Anbietern erweitern die Rolle der öffentlichen Hand.

Verbraucherrechte und Schutz im Netz durchsetzen

Die SPD will, dass der Staat die Rechte von Verbrauchern auch im Internet schützt und geltendes Recht dort durchsetzbar ist. Digitale Werkzeuge in Beruf, Schule und Hochschule sollen gegen sexuelle Belästigung abgesichert werden.

Im Internet sollen die gleichen Regeln gelten wie im Alltag. Der Staat soll die Rechte von Verbrauchern im Netz schützen. Digitale Programme für Arbeit und Schule sollen sicher sein. Niemand soll dort sexuell belästigt werden.

Die SPD will Fragen der Digitalisierung im Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen bearbeiten, weil die Folgen von Künstlicher Intelligenz und Datenmärkten aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend bekannt sind. Sie warnt, dass Digitalisierung ohne Schutz zu weniger statt mehr Freiheit führen könne. Kommunikationswerkzeuge für Beruf, Weiterbildung, Schule und Hochschule sollen gegen Belästigung durch interne wie externe Teilnehmer geschützt sein. Das Programm verweist dabei auf Erfahrungen aus der Pandemie.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Im Netz müssen die gleichen Werte und das gleiche Recht wie im echten Leben gelten und durchsetzbar sein.“
Seite 36 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein stärkerer staatlicher Verbraucherschutz gegenüber Unternehmen im Netz bedeutet mehr Regulierung digitaler Märkte.

Digitale Infrastruktur als staatliche Daseinsvorsorge ausbauen

Die SPD versteht digitale Infrastruktur als Aufgabe des Staates. Zusammen mit den Kommunen will sie im ganzen Land Glasfaser, 5G und kostenloses WLAN bereitstellen und allen Menschen eine öffentliche Cloud mit Büroprogrammen anbieten.

Die SPD will schnelles Internet im ganzen Land. Das Land und die Gemeinden sollen dafür Geld ausgeben. Es soll überall Glasfaser, 5G und kostenloses WLAN geben. Alle Menschen sollen auch einen eigenen Online-Speicher bekommen können.

Das Land soll gemeinsam mit den Kommunen dort investieren, wo private Anbieter den Ausbau nicht leisten. Geplant sind Glasfaser, 5G und kostenfreies WLAN in der Fläche sowie günstige Angebote für künftige Techniken. Mit den öffentlichen IT-Dienstleistern will die SPD allen Bürgerinnen und Bürgern eine eigene Cloud und Office-Anwendungen anbieten, etwa für Texte und E-Mails. Ein dauerhaftes Monitoring soll Sorgen der Menschen bei der Digitalisierung aufnehmen. Auch Bewohner von Pflege- und Eingliederungseinrichtungen sollen Geräte und Hilfe bei der Nutzung erhalten, und die Verbraucherzentralen sollen für digitale Risiken gerüstet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Dort wo es der Markt nicht regelt, werden wir gemeinsam mit den Kommunen in digitale Infrastruktur investieren und flächendeckend Glasfaser, 5G und kostenfreies WLAN etablieren.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll dort investieren und Angebote bereitstellen, wo der Markt nicht liefert, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Medienkompetenz und digitalen Jugendschutz stärken

Die SPD will die Medienberatung für junge Menschen, Eltern und Fachkräfte ausbauen und Schulungen zur Medienkompetenz schon für Kita- und Grundschulkinder entwickeln. Außerdem soll das Land einen aktiven digitalen Jugendschutz aufbauen, um Kinder vor Risiken im Netz zu schützen.

Kinder und Jugendliche nutzen das Internet jeden Tag. Dort gibt es auch Gefahren, zum Beispiel Mobbing. Die SPD will mehr Beratung zu Medien anbieten. Kinder sollen früh lernen, gut mit Medien umzugehen.

Der Offene Kanal Kiel und weitere Anbieter sollen an Konzepten zur Medienkompetenz für Kindergarten, Grundschule und Jugendarbeit mitwirken. Als Risiken nennt das Programm Cybermobbing, sexuelle Belästigung, Tracking und Kostenfallen. Das neue Jugendmedienschutzrecht des Bundes sieht die SPD als Grundlage, die das Land nun mit eigenen Maßnahmen ausfüllen soll. Zugleich betont das Programm die Chancen digitaler Medien für Teilhabe und Förderung.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Wir werden Medienberatungen für Kinder und Jugendliche, aber auch für Eltern und Fachpersonal weiter ausbauen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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