Zum Inhalt springen
parteiprogramm

CDU zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Weil es um Sachsen geht. Regierungsprogramm der Sächsischen Union 2024-2029“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 79 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt gründen

Die CDU will in Sachsen ein Forschungsinstitut gründen, das untersucht, was eine pluralistische Demokratie zusammenhält. Die Ergebnisse sollen die Widerstandsfähigkeit der Demokratie stärken und der Politik Handlungsoptionen liefern.

Die CDU will ein neues Institut gründen. Dort sollen Forscher untersuchen, was die Gesellschaft zusammenhält. Sie sollen auch auf Ostdeutschland seit 1989 schauen. Die Politik soll aus den Ergebnissen lernen. So soll die Demokratie stärker werden.

Das Institut soll den Namen „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz“ tragen. Ein Schwerpunkt liegt darauf, wie sich Politik und Gesellschaft seit 1989/90 in Ostmitteleuropa und Ostdeutschland verändert haben. Mit sozialwissenschaftlichen Analysen soll es der politischen Praxis Wege zeigen, um aus Sicht der Partei schädlichen Entwicklungen zu begegnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden ein „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz“ im Freistaat Sachsen gründen“
Seite 28 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Justiz und Justizvollzug personell stärken

Die CDU will zusätzliche Stellen bei Gerichten, Staatsanwaltschaften und im Justizvollzug schaffen, vor allem im ländlichen Raum. Sie begründet das mit dem Ziel konsequenter Strafverfolgung und schneller Verfahren. Am geschlossenen Vollzug als Regelfall und an beschleunigten Verfahren hält sie fest.

Die CDU will mehr Personal für Gerichte und Gefängnisse. Junge Juristen sollen leichter einsteigen können. Strafen sollen schnell auf die Tat folgen. Gefangene sollen in der Regel im geschlossenen Gefängnis bleiben.

Geplant sind ein Mentoring-Programm für junge Juristinnen und Juristen und ein höheres Höchstalter für Richter auf Probe, 45 statt 42 Jahre. Volljuristen sollen direkt als Amtsanwälte einsteigen können, und Laufbahnen vom Justizfachwirt bis zum Amtsanwalt werden durchlässiger. In Mittelzentren entstehen weitere Ausbildungszentren für Referendare, die Referendarprämie wird dauerhaft. Im Justizvollzug will die CDU freiwillige Dienstzeiten nach dem Ruhestand erproben, Zuschläge für Anwärter fördern und Wechsel aus dem Polizeidienst erleichtern. Intensivstraftäter sollen mit höchster Priorität verfolgt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir schaffen neue Stellen für die Justiz sowie den Justizvollzug und sorgen für wettbewerbsfähige Nachwuchsgewinnung.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal für Strafverfolgung, das Festhalten am geschlossenen Vollzug und schnelle Verfahren stärken schrittweise die Durchsetzung von Recht und Ordnung.

Ehrenamt von Bürokratie und Kosten entlasten

Die CDU will Ehrenamtliche entlasten: Der Freistaat soll über einen Pauschalvertrag GEMA-Gebühren für Vereinsveranstaltungen übernehmen, die monatliche Ehrenamtsentschädigung soll steigen und Berichtspflichten sollen sinken. Ehrenamtliche sollen so mehr Zeit für ihr Engagement haben.

Die CDU will Menschen im Ehrenamt helfen. Ehrenamt heißt: Man arbeitet freiwillig und ohne Lohn. Sachsen soll Musik-Gebühren für Vereinsfeste bezahlen. Die Entschädigung für Ehrenamtliche soll steigen. Vereine sollen weniger Papierkram haben.

Der GEMA-Vertrag soll die Gebühren für eine festgelegte Zahl nicht-kommerzieller Veranstaltungen gemeinnütziger sächsischer Vereine pro Jahr abdecken; die Vereine müssten ihre Veranstaltung nur noch anzeigen. Die Entschädigung soll über die Förderrichtlinie „Wir für Sachsen“ erhöht werden, Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale bleiben bestehen. Die Ehrenamtskarte soll als App angeboten und um Leistungen erweitert werden. Die CDU will Weiterbildung fördern und appelliert an Arbeitgeber, dafür freizustellen. Der Landespräventionsrat soll mit Verbänden und Kirchen ein Konzept zum Schutz Minderjähriger vor sexualisierter Gewalt im Ehrenamt erarbeiten. Die Unterstützung für Freiwillige Feuerwehren und Katastrophenschutz wird fortgeführt.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir werden einen Pauschalvertrag mit der GEMA für sächsische Vereine schließen. Damit wollen wir Ehrenamtliche von Bürokratie und Kosten entlasten“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Freistaat soll Gebühren der Vereine übernehmen und Entschädigungen erhöhen, also mehr öffentliche Mittel einsetzen; zugleich sollen Pflichten abgebaut werden.

Kommunales Freiheitsgesetz einführen

Die CDU will mit einem kommunalen Freiheitsgesetz den Städten, Gemeinden und Landkreisen mehr Spielraum geben. Sie sollen im Einzelfall von Landesvorschriften abweichen dürfen. Das Programm begründet dies mit dem Ziel, Regulierung und aus seiner Sicht überzogene Standards zurückzufahren.

Die CDU will ein neues Gesetz für die Gemeinden machen. Gemeinden sollen damit mehr selbst entscheiden können. Sie dürfen dann in einzelnen Fällen von Regeln des Landes abweichen. Die CDU sagt: Es gibt zu viele Regeln.

Das geplante Gesetz soll Kommunen erlauben, in Einzelfällen von bestimmten Vorschriften des Landes abzuweichen. Kommunale Körperschaften sollen dies auf Antrag und für eine begrenzte Zeit tun können. Bei Aufgaben, die den Landkreisen einst als Pflichtaufgaben nach Weisung übertragen wurden, will die CDU die Entscheidungsbefugnis vor Ort stärken. Geprüft wird zudem, ob im Zuge der Digitalisierung einzelne Pflichtaufgaben wieder an Bund oder Land zurückgehen. Die Partei erwartet von mehr Freiheit mehr Kreativität der Verantwortlichen und mehr Engagement der Bürger.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir bringen ein kommunales Freiheitsgesetz auf den Weg. Damit werden wir den Kommunen neue Handlungsspielräume geben“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kommunen sollen von Landesvorschriften und Standards abweichen dürfen, was Regulierung schrittweise zurücknimmt.

Keine verordnete Gebietsreform, freiwillige Kooperation fördern

Die CDU lehnt eine per Gesetz angeordnete Gebietsreform ab. Stattdessen will sie freiwillige Zusammenschlüsse von Kommunen und neue Formen der Zusammenarbeit unterstützen.

Die CDU will Gemeinden nicht per Gesetz zusammenlegen. Gemeinden sollen sich nur freiwillig zusammenschließen. Dabei will die CDU ihnen helfen. Gemeinden sollen auch mehr zusammenarbeiten können.

Das Programm sieht gezielte Unterstützung für Kommunen vor, die sich aus eigenem Entschluss zusammenschließen. Neue Formen der kommunalen Zusammenarbeit sollen gefördert werden, auch in größeren freiwilligen Verbünden über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinweg. Die bestehende kommunale Struktur gilt der CDU als bewährt; Kooperation in größeren Räumen hält sie bei großen wirtschaftlichen Wachstumsvorhaben für sinnvoll.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir unterstützen gezielt freiwillige Zusammenschlüsse und lehnen eine gesetzlich angeordnete Gebietsreform ab.“
Seite 61 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Direkte Demokratie in den Kommunen stärken

Die CDU will die Möglichkeiten der Bürger ausbauen, unmittelbar an Entscheidungen mitzuwirken, besonders auf kommunaler Ebene. Dazu sollen die Gesetze zu Volksanträgen, Volksbegehren und Volksentscheiden überprüft und weiterentwickelt werden.

Bürger sollen mehr direkt mitbestimmen können. Das soll vor allem in den Gemeinden gelten. Die CDU will dafür die Gesetze zu Volks-Entscheiden prüfen. Danach will sie diese Gesetze verbessern.

Das Programm beschreibt Kommunen als Orte, an denen Entscheidungen den Alltag der Menschen direkt betreffen, und will dort die direkte Demokratie stärken. Die Regelungen zu Volksanträgen, -begehren und -entscheiden sollen kritisch geprüft und fortentwickelt werden. Dies soll in Abstimmung mit den Kommunen geschehen. Die CDU begründet das mit dem Ziel einer lebendigen und streitbaren Demokratie angesichts gesellschaftlicher Veränderungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 61)
„Wir wollen die Instrumente zur unmittelbaren Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger stärken“
Seite 61 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zu Demokratie und Staat?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich