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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Regierungsprogramm zur Landtagswahl am 6. September 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 91 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Berufliche Bildung und Handwerk aufwerten

Die CDU will die berufliche Bildung und das Handwerk aufwerten und der akademischen Bildung gleichstellen. Ausbildung, Meisterabschlüsse und Quereinstiege sollen gefördert werden, um Fachkräfte für die Unternehmen zu sichern.

Die CDU will die Ausbildung im Beruf stärken. Eine Lehre soll so viel zählen wie ein Studium. Das Land fördert den Meister-Abschluss. Schüler sollen Betriebe früh kennenlernen. Das Land wirbt auch um Fachkräfte aus dem Ausland.

Vorgesehen sind gute Bedingungen an allen Berufsschulstandorten und eine dauerhafte Förderung der Überbetrieblichen Lehrunterweisung im Handwerk. Anerkannte Teilqualifizierungen sollen Quereinstieg, Aufstieg und Berufswechsel erleichtern, auch mit Blick auf KI und Industrie 4.0. In allen Schulformen soll es frühe Berufsorientierung geben, dazu geförderte Praktika und Hinweise auf Ferienarbeit. Meisterabschlüsse und Programme zur Fachkräftegewinnung werden gefördert. Zusätzlich will die CDU international um Fachkräfte werben.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Die berufliche Bildung und das Handwerk gezielt aufwerten und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung stärken.“
Seite 14 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gegliedertes Schulsystem behalten, neue Oberschule schaffen

Die CDU will am gegliederten Schulsystem festhalten und Sekundarschulen und Gemeinschaftsschulen zu einer neuen Oberschule verschmelzen. Die Oberschule soll als praxisnahe Schulform gleichwertig neben dem Gymnasium stehen.

Die CDU will verschiedene Schulformen behalten. Aus Sekundarschule und Gemeinschaftsschule soll eine neue Oberschule werden. Die Oberschule bereitet vor allem auf eine Ausbildung vor. Das Gymnasium bereitet auf ein Studium vor. Beide Schulformen sollen gleich viel wert sein.

Das Programm begründet das differenzierte Schulsystem damit, dass verschiedene Lernwege Kinder nach ihren Begabungen fördern und Leistung stärker in den Mittelpunkt stellen. Gymnasien sollen auf das Studium vorbereiten, Oberschulen auf Praxis und Ausbildungsreife. Die neue Oberschule soll die Vorteile beider bisherigen Schulformen aufnehmen und inhaltliche wie organisatorische Differenzierung erlauben. Informatische Grundbildung, wirtschaftliches Grundwissen, Basiskompetenzen und Sozialverhalten sollen dort Schwerpunkte sein. Außerdem bekennt sich die CDU zu Schulen in freier Trägerschaft und will die Schulpflicht konsequent durchsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir werden mit der neuen Oberschule die bisherigen Schulformen Sekundarschule und Gemeinschaftsschule zusammenführen und profilieren.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Gliederung nach Schulformen wird ausdrücklich verteidigt und die Gemeinschaftsschule geht in einer neuen Schulform auf, was ein überliefertes Schulmodell bewahrt.

Schulen im ländlichen Raum erhalten

Die CDU will die Schulstandorte auf dem Land erhalten und dafür die Schulentwicklungsplanung neu ausrichten. Schulen sollen zudem mehr eigene Entscheidungsspielräume bekommen, und Nachmittagsangebote sollen ausgebaut werden.

Die CDU will Schulen auf dem Land erhalten. Schulen sollen sich dafür zusammenschließen können. Schulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Am Nachmittag soll es mehr Angebote für Kinder geben.

Modelle wie Schulverbünde und Campusschulen sollen Bildungsangebote in Wohnortnähe sichern. Schulen sollen flexible Budgets erhalten und befristet Vertretungs- und Unterstützungskräfte einstellen können. Unterstützungssysteme für Unterricht und Verwaltung sollen wachsen, damit Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben. An Schulen und Horten sollen Nachmittagsangebote zu Musik, Kreativität, Bewegung und Lernhilfe gestärkt werden, vor allem für Grundschulkinder. Damit sollen Kinder unabhängig von Familie und Mobilität gleichen Zugang zu Förderung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Ein neuer Schulentwicklungsplanungsansatz soll innovative Modelle wie z.B. Schulverbünde und Campusschulen fördern, um Bildungsangebote wohnortnah zu sichern.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Schulstandorte und Nachmittagsangebote sollen als Daseinsvorsorge erhalten und ausgebaut werden, was mehr öffentliche Leistungen bedeutet.

Verbindlichen Sprachtest vor der Einschulung einführen

Die CDU will vor dem Schulstart bei allen Kindern verbindlich den Sprachstand erheben und sie im Vorschuljahr gezielt fördern. Kinder sollen beim Eintritt in die erste Klasse Deutsch beherrschen. In der Grundschule soll mehr Unterricht in Deutsch und Mathematik stattfinden.

Die CDU will einen Sprach-Test vor der Schule. Alle Kinder müssen den Test machen. Wer nicht gut Deutsch kann, bekommt Hilfe im Jahr vor der Schule. In der Grund-Schule soll es mehr Deutsch und Mathe geben.

Das Programm fasst das Vorhaben in der Formel zusammen, zuerst komme die deutsche Sprache und danach die erste Klasse. Die Förderung soll für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund gelten und neben der Sprache auch die Entwicklung umfassen. Die Grundschule gilt dem Programm als Fundament des Bildungserfolgs, weshalb Kernkompetenzen gestärkt werden sollen. Kita, Grundschule und Hort sollen eng zusammenarbeiten, auch um Eltern zu entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Durch eine verbindliche Sprachstandserhebung und Förderung im Vorschuljahr erreichen wir individuelle Schulfähigkeit.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bildung in einem Ministerium bündeln

Die CDU will alle Bildungsbereiche von der Kita bis zur Wissenschaft in einem einzigen Ministerium zusammenlegen. Das soll klare Verantwortung und bessere Abstimmung im Bildungssystem bringen.

Die CDU will ein Ministerium für die ganze Bildung. Es soll für Kita, Schule, Ausbildung, Studium und Wissenschaft zuständig sein. So soll klar sein, wer verantwortlich ist. Die Bereiche sollen besser zusammenarbeiten.

Das Programm begründet die Bündelung damit, dass Bildung nicht mit dem Schulabschluss ende, sondern Menschen lebenslang begleite. Deshalb soll sie ganzheitlich gedacht werden. Unter dem Stichwort „Bildung aus einer Hand“ sollen frühkindliche Bildung, Schule, Ausbildung, Studium und Wissenschaft unter einem Dach liegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„die Zuständigkeiten von der frühkindlichen Bildung über Schule, Ausbildung und Studium bis zur Wissenschaft in einem Ministerium zusammenführen“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrpläne entschlacken und auf Praxis ausrichten

Die CDU will die Lehrpläne aller Schulformen überarbeiten und Inhalte streichen, die sie für wenig praxis- und zukunftsrelevant hält. Stattdessen sollen Themen wie Finanzen, Wirtschaft, Berufsorientierung und Digitalisierung mehr Raum bekommen.

Die CDU will die Lehr-Pläne der Schulen ändern. Manche alten Inhalte sollen wegfallen. Dafür sollen Schüler mehr über Geld, Wirtschaft, Berufe und Technik lernen. In der Grund-Schule soll es mehr Werken und Schul-Garten geben.

Die Lehrpläne sollen sich stärker an Berufs- und Lebenswirklichkeit orientieren. Genannt werden Wissen über Finanzen und Wirtschaft, politische Bildung, Orientierung für den Beruf, digitale Themen, ein Verständnis für Technik sowie Fähigkeiten für den Alltag. An Grundschulen sollen praktische Fähigkeiten, Werken und Schulgartenarbeit gestärkt werden. Die Abschlüsse des Landes sollen weiterhin bundesweit anerkannt bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir überprüfen und überarbeiten die bestehenden Lehrpläne aller Schulformen systematisch mit dem Ziel, Inhalte mit geringer Praxis- und Zukunftsrelevanz zu reduzieren und moderne Schlüsselkompetenzen zu stärken.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

4+1-Modell mit wöchentlichem Praxistag einführen

Die CDU will in den Klassen 7 bis 9 der Oberschulen und Gesamtschulen sowie an geeigneten Förderschulen einen festen Praxistag pro Woche einführen. Vier Tage Unterricht stehen dann einem Tag in Betrieben oder mit digitalen Lernaufgaben gegenüber.

Die CDU will ein neues Modell für die Klassen 7 bis 9. Schüler haben vier Tage Unterricht in der Schule. Am fünften Tag lernen sie in einem Betrieb. Oder sie bearbeiten Aufgaben am Computer. Das gilt für Oberschulen und Gesamtschulen.

Am Praxistag sollen Jugendliche in Unternehmen lernen oder vorbereitete Aufgaben über ein landesweit einheitliches digitales Lernsystem bearbeiten. Phasen des selbstständigen Lernens sollen nach und nach an allen Schulformen entstehen, um Selbstorganisation zu fördern. Die Programme „Produktives Lernen“ und „Praxislerntage“ sollen flächendeckend ausgebaut werden. Aus Sicht des Programms verbindet der Praxistag Schule und Arbeitswelt und hilft, Fachkräfte im Land zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„wollen wir einen verbindlichen wöchentlichen Praxislerntag oder digital gestützten Lerntag einführen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Künstliche Intelligenz und Medienkompetenz im Unterricht verankern

Die CDU will Künstliche Intelligenz als Lernwerkzeug in den Unterricht einbinden und die Medienkompetenz von Schülern und Lehrkräften stärken. Der verantwortungsvolle Umgang mit digitaler Technik gilt dem Programm als Hauptaufgabe der Schule.

Die CDU will Künstliche Intelligenz im Unterricht nutzen. Künstliche Intelligenz heißt kurz KI. Schüler sollen lernen, gut und kritisch mit digitalen Medien umzugehen. Lehrer sollen das in ihrer Ausbildung lernen. Jede Schule regelt selbst, wie Handys genutzt werden dürfen.

Praxisnaher Unterricht und Vorhaben wie die „Lernwelt Sachsen-Anhalt“ sollen auf die Arbeitswelt vorbereiten und kritisches Nachdenken über digitale Medien fördern. Digitalassistenten an Schulen sollen den digital gestützten Unterricht stärker unterstützen. Beim Einsatz von KI sollen auch ethische Fragen behandelt werden. Medienkompetenz soll in der Lehrerausbildung Pflicht werden und in der Fortbildung vorkommen. Schulen müssen in ihrer Schulordnung bestimmen, in welchem Umfang elektronische Geräte genutzt werden dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Unser Ziel ist es, KI als Werkzeug für kreatives und effektives Lernen zu integrieren.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Brennpunktschulen und Schulsozialarbeit gezielt unterstützen

Die CDU will Schulen in sozial schwierigen Lagen mit mehr Personal, mehr Förderung und besserer Ausstattung versorgen. Schulsozialarbeit soll möglichst erhalten bleiben, und die schulpsychologische Versorgung soll gesichert werden.

Die CDU will Schulen in schwierigen Stadtteilen mehr helfen. Diese Schulen sollen mehr Personal und bessere Ausstattung bekommen. Schul-Sozialarbeit soll möglichst bleiben. Die Landkreise und Städte entscheiden, wo Sozialarbeiter arbeiten. Schüler sollen auch psychologische Hilfe bekommen.

Das Programm begründet die Hilfe damit, dass sich Bildungsgerechtigkeit dort entscheide, wo die Ausgangslage am schwierigsten sei. Schulsozialarbeit soll gemeinsam mit den Trägern der Jugendhilfe fortbestehen, klaren Zielen folgen und regelmäßig überprüft werden. Zusätzliche Mittel sollen vorrangig an Schulen mit besonderem Bedarf fließen. Über den konkreten Einsatz der Sozialarbeiter sollen allein Landkreise und kreisfreie Städte entscheiden. Schulpsychologische Beratung soll flächendeckend verfügbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Schulen in sozial herausfordernden Lagen werden wir daher mit zusätzlichem Personal, erweiterten Förderangeboten und einer besseren Ausstattung unterstützen.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulen in schwierigen Lagen sollen zusätzliche öffentliche Mittel und Personal erhalten, was öffentliche Leistungen gezielt ausbaut.

Förderschulen erhalten und stärken

Die CDU will die Förderschulen erhalten und Eltern die Wahl zwischen inklusiver Beschulung und Förderschule lassen. Kinder mit festgestelltem Förderbedarf sollen schon ab Klasse 1 eine Förderschule „Lernen“ besuchen können.

Die CDU will die Förder-Schulen behalten. Eltern sollen wählen können, welche Schule zu ihrem Kind passt. Kinder mit Förder-Bedarf können schon in Klasse 1 auf die Förder-Schule gehen. Dort sollen sie in Klasse 10 den Hauptschul-Abschluss machen können.

Das Programm verspricht gute Bedingungen für inklusive Bildung und zugleich passende Förderangebote für jedes Kind. An Förderschulen „Lernen“ soll in Klasse 10 der Hauptschulabschluss möglich sein. Das Angebot soll so gestaltet werden, dass der Wechsel an die Berufsbildenden Schulen gelingt.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir bekennen uns ausdrücklich zum Erhalt der Förderschulen. Bei festgestelltem Förderbedarf kann auch der Schuleintritt in Klasse 1 der Förderschule „Lernen“ erfolgen.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das eigenständige Förderschulwesen wird ausdrücklich gegen eine vollständige Inklusion verteidigt und um den Einstieg ab Klasse 1 erweitert.

Berufsorientierung und berufliche Bildung stärken

Die CDU will Berufsorientierung an Schulen verbindlicher machen und die Berufsbildenden Schulen in ihrer Struktur erhalten. Berufliche und akademische Bildung sollen als gleichwertig gelten, etwa durch einen Eintrag in der Landesverfassung.

Die CDU will, dass Schüler früh Berufe kennenlernen. Praktika sollen Pflicht werden. Die Berufs-Schulen sollen bleiben und gut erreichbar sein. Ausbildung und Studium sollen gleich viel wert sein. Das soll in der Landes-Verfassung stehen.

Alle Oberschulen sollen ein zertifiziertes Programm zur Berufsorientierung haben. Ein Monitoring soll die Übergänge in die Ausbildung verbessern, und Schulen sollen enger mit Unternehmen und Kammern kooperieren. Unternehmerisches Denken soll positiv dargestellt werden, zum Beispiel im Pflichtfach Wirtschaft am Gymnasium. Für Auszubildende sieht das Programm verlässliche Beförderung, Unterbringung und Entlastung vor, vor allem in ländlichen Regionen. Ziel ist, junge Menschen schneller in Beschäftigung zu bringen und die Ausbildung attraktiver zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Praktika, zum Beispiel in Handwerk und in sozialen Einrichtungen, sollen verbindlicher Bestandteil der Berufsorientierung werden.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Schule soll enger mit Unternehmen und Kammern verzahnt werden und unternehmerisches Denken positiv vermitteln, was die Ausrichtung am Markt schrittweise stärkt.

Noten, Versetzungen und zentrale Prüfungen beibehalten

Die CDU bekennt sich zum Leistungsprinzip an Schulen und will Noten, Versetzungen und Abschlussprüfungen beibehalten. Zugleich sollen Schulen stärker intern und extern evaluiert werden.

Die CDU will Noten an den Schulen behalten. Auch das Sitzenbleiben und die Abschluss-Prüfungen sollen bleiben. Für alle Schulen sollen die gleichen Maßstäbe gelten. Die Arbeit der Schulen soll regelmäßig überprüft werden.

Grundlage schulischer Bildung sollen aus Sicht der CDU Standards sein, die für alle gleich gelten, dazu überprüfbare Leistungskontrollen und ehrliche Rückmeldungen. Zentrale Prüfungen sollen weiterhin für Vergleichbarkeit sorgen. Schulentwicklung soll sich stärker auf Daten stützen. Das Programm will Leistungsorientierung und Chancengleichheit miteinander verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Das bewährte System aus Noten, Beurteilungen, Versetzungen und Abschlussprüfungen wird beibehalten.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das überlieferte System aus Noten und Versetzungen wird ausdrücklich gegen diskutierte Alternativen bewahrt.

Lehramtsausbildung dual und praxisnäher gestalten

Die CDU will die Ausbildung von Lehrkräften reformieren: Das Lehramtsstudium für Sekundarschulen soll auf Dauer dual werden, das Referendariat mehr Praxis enthalten. Angehende Lehrkräfte, die sich für den ländlichen Raum verpflichten, sollen eine Zulage bekommen.

Die CDU will die Ausbildung von Lehrern ändern. Studenten sollen früh in Schulen arbeiten. Das nennt man duales Studium. Wer später auf dem Land unterrichtet, soll mehr Geld in der Ausbildung bekommen. Hochschulen sollen daran gemessen werden, wie viele Lehrer fertig werden.

Der duale Modellstudiengang für das Sekundarschullehramt soll dauerhaft bestehen und möglichst zum Standard werden; eine Ausweitung auf Grund- und Förderschulen wird geprüft. Zielvereinbarungen mit Hochschulen sollen sich an der Zahl der Absolventen statt der Studienanfänger ausrichten. Geprüft werden Anreize, Verpflichtungen oder Auswahlverfahren gegen Engpässe in bestimmten Fächern und Schulformen sowie eine Grundschullehrerausbildung in Magdeburg. Referendare außerhalb der Oberzentren sollen eine Zulage erhalten, wenn sie danach dort unterrichten; das „Weltenretter-Stipendium“ läuft weiter. Seiteneinsteiger sollen klare Aus- und Fortbildungswege bekommen, und die beiden Staatsprüfungen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Perspektivisch sollte das Lehramtsstudium für Sekundarschulen grundsätzlich dual organisiert sein, um Theorie und schulische Praxis von Beginn an eng miteinander zu verzahnen.“
Seite 25 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinderbetreuung an sinkende Kinderzahlen anpassen, Qualität verbessern

Die CDU will ein Konzept für die Kinderbetreuung vorlegen, das auf sinkende Geburtenzahlen reagiert, die Finanzierung sichert und den Personalschlüssel verbessert. Wohnortnahe Kitas, Kindertagespflege und die Vielfalt der Träger sollen erhalten bleiben. Erzieherinnen und Erzieher sollen weniger dokumentieren müssen.

Es gibt weniger Kinder in Sachsen-Anhalt. Die CDU will einen Plan für die Kitas machen. Es soll mehr Personal pro Kind geben. Kitas in der Nähe sollen bleiben. Erzieher sollen weniger Papier-Arbeit haben.

Ein Runder Tisch mit allen Beteiligten soll Vorschläge zu Finanzierung, Personalgewinnung und Strukturen erarbeiten. Kleinere Einrichtungen sollen durch flexible Modelle, Kooperationen und Zusammenschlüsse tragfähig bleiben. Tagesmütter und -väter sollen fair vergütet werden, das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern bleibt bestehen. Weitere Vorhaben sind die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung ab 2026, klarere Förderstrukturen für Kinder mit Behinderung, gesunde Verpflegung, Motorik-Checks und altersgerechte Medienbildung. Das Land soll Ausbau und Sanierung von Kitas vor allem im ländlichen Raum fördern und flexible Öffnungszeiten ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir werden ein belastbares Konzept vorlegen, das den tatsächlichen Bedarf realistisch erfasst, eine stabile Finanzierung gewährleistet und gleichzeitig den Personalschlüssel verbessert.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein besserer Personalschlüssel und Landesförderung für Ausbau und Sanierung bedeuten mehr öffentliche Leistungen, auch wenn die freie Trägerlandschaft erhalten bleibt.

Digitale Bildung und zentrale Lernplattform fördern

Die CDU will digitale Bildung in allen Bildungsbereichen fördern und Schulen mit digitalen Lösungen unterstützen. Eine zentrale Lernplattform soll Kindern, Schülern und Erwachsenen offenstehen.

Die CDU will, dass alle Menschen besser mit digitaler Technik umgehen können. Es soll eine zentrale Lern-Plattform im Internet geben. Kinder, Schüler und Erwachsene können sie nutzen. Auch ältere Menschen sollen Angebote bekommen. Sie lernen dort etwas über Medien, Datenschutz und Sicherheit im Netz.

Die Lernplattform soll der digitalen Fort- und Weiterbildung dienen und kann nach dem Programm auch altersgerechte, sichere Lernspiele anbieten. Zusätzlich plant die CDU Informations- und Bildungsangebote zu Medien-, Datenschutz- und Cybersicherheitskompetenz für alle Altersgruppen. Besonders im Blick sind Menschen, die nicht mit digitaler Technik groß geworden sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Eine zentrale Lernplattform soll nicht nur Kindern, Schülern und Erwachsenen für digitale Fort- und Weiterbildung zur Verfügung stehen“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Religionsunterricht sichern, religiöse Bildung in Kitas

Die CDU will den konfessionellen Religionsunterricht als verbindliches Fach mit zwei Wochenstunden erhalten. Religiöse und weltanschauliche Bildung soll außerdem schon in Krippe, Kindergarten und Hort verankert werden.

Die CDU will den Religions-Unterricht in der Schule behalten. Er soll zwei Stunden pro Woche dauern. Auch in Krippe, Kita und Hort sollen Kinder etwas über Religion lernen.

Der Religionsunterricht dient nach dem Programm der Wertebildung, der Orientierung und der Entwicklung der Persönlichkeit. Er soll jungen Menschen helfen, sich kritisch mit Religion zu befassen und andere Überzeugungen zu achten. Die Bildung in Krippe, Kindergarten und Hort soll sich am Bildungsplan des Landes ausrichten. Kinder sollen dort altersgerecht erfahren, was Religion ist und welchen Einfluss sie auf die Gesellschaft hatte.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir setzen uns dafür ein, ihn als verbindliches zweistündiges Fach zu erhalten.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der konfessionelle Religionsunterricht wird bewahrt und religiöse Bildung auf die frühkindliche Betreuung ausgeweitet, was überlieferte Werte schrittweise stärkt.

Forschung gezielt fördern und mit Wirtschaft vernetzen

Die CDU will vor allem Forschungsfelder fördern, die Spitzenleistungen versprechen oder für Sachsen-Anhalt wichtig sind. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen enger mit Unternehmen zusammenarbeiten, damit aus Ideen schneller Produkte, Gründungen und Arbeitsplätze werden.

Die CDU will Forschung gezielt fördern. Geld soll vor allem in Bereiche fließen, die für Sachsen-Anhalt wichtig sind. Hochschulen und Firmen sollen mehr zusammenarbeiten. So sollen aus Ideen schneller Produkte und Arbeitsplätze werden.

Die Freiheit von Forschung und Lehre soll grundsätzlich gewahrt bleiben. Die Kette von der Grundlagenforschung bis zur wirtschaftlichen Umsetzung soll zusammenhängend entwickelt werden, einschließlich einer Hochschulausbildung, die sich am Bedarf der Wirtschaft orientiert. Vorgesehen sind der Ausbau von Innovationszentren (Clustern), eine abgestimmte Exzellenzförderung sowie Hilfen für Start-ups und Maker Spaces. Forschung soll sich stärker an international anerkannten Leistungskriterien messen lassen, ergänzt durch Zielvereinbarungen und regelmäßige Evaluierungen. Digitale Technologien und Künstliche Intelligenz sollen in allen Bereichen der Hochschulen verankert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„wir insbesondere jene Forschungsfelder stärken und fördern, die internationale Spitzenleistungen erwarten lassen und/oder für Sachsen-Anhalt besonders relevant sind.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet öffentliche Forschungsförderung mit einer stärkeren Ausrichtung an Leistungskriterien und am Bedarf der Wirtschaft.

Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten einführen

Die CDU will von ausländischen Studierenden aus Staaten außerhalb der EU Studiengebühren verlangen. Die Einnahmen sollen helfen, die Hochschulen des Landes zu finanzieren.

Die CDU will Gebühren für das Studium einführen. Zahlen sollen Studierende aus Ländern außerhalb der EU. Das Geld soll den Hochschulen im Land helfen.

Die Gebühren sollen mit den mitteldeutschen Nachbarländern abgestimmt werden. Sie sind Teil des Ziels, die Wissenschaft auskömmlich und verlässlich zu finanzieren. Grundlage der Finanzierung sollen Zielvereinbarungen mit strategischen Schwerpunkten, leistungsbezogene Förderinstrumente und Evaluierungen sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Nicht EU-Studentinnen und -studenten an der Hochschulfinanzierung beteiligen“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine bisher gebührenfreie öffentliche Leistung soll für eine Gruppe kostenpflichtig werden, was stärker auf Nutzerfinanzierung setzt.

  • Migrationeher restriktiv

    Für Studierende aus Nicht-EU-Staaten würde das Studium im Land teurer und damit an eine zusätzliche Bedingung geknüpft.

Internationale Absolventen als Fachkräfte im Land halten

Die CDU will ausgewählte Studienangebote gezielt international ausrichten, um Fachkräfte für das Land zu gewinnen. Internationale Studierende sollen schon während des Studiums an die Region gebunden werden und danach leicht in den regionalen Arbeitsmarkt wechseln können.

Die CDU will mehr Studierende aus dem Ausland gewinnen. Sie sollen nach dem Studium in Sachsen-Anhalt arbeiten. Die Hochschulen sollen ihnen helfen, hier Fuß zu fassen. Auch der Wechsel zwischen Ausbildung und Studium soll leichter werden.

Die Hochschulen sollen Instrumente zur Bindung und Integration aufbauen, damit früh berufliche, soziale und räumliche Bezüge zum Land entstehen. Zusätzlich will die CDU die Durchlässigkeit zwischen beruflicher Bildung, Hochschule und Weiterbildung stärken, um lebenslanges Lernen und die Sicherung von Fachkräften zu ermöglichen. Die Vorbereitung auf MINT-Studiengänge soll schon in der Schule beginnen und durch Kooperationen mit Hochschulen unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Ergänzend werden Rahmenbedingungen geschaffen, die einen reibungslosen Übergang internationaler Absolventinnen und Absolventen in den regionalen Arbeitsmarkt ermöglichen.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Der Verbleib internationaler Absolventen im Land soll erleichtert und gefördert werden, was qualifizierte Zuwanderung schrittweise begünstigt.

Förderbürokratie in der Forschung abbauen, Ausgründungen beschleunigen

Die CDU will die Bürokratie bei der Forschungsförderung vereinfachen und Entscheidungen beschleunigen. Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen mit Standardverträgen binnen 24 Stunden möglich werden.

Die CDU will weniger Bürokratie in der Forschung. Entscheidungen über Förder-Geld sollen schneller fallen. Forschende sollen in 24 Stunden eine Firma aus der Hochschule heraus gründen können. Dafür soll es einheitliche Verträge geben.

Das Vorhaben orientiert sich an einem künftigen Innovationsfreiheitsgesetz. Projektmittel sollen flexibler eingesetzt und die Steuerung insgesamt schlanker werden. Daten sollen für die Forschung leichter nutzbar sein. Die CDU unterstützt außerdem das Wissenschaftsfreiheitsgesetz und will, dass für gemeinnützige Einrichtungen der Forschung flexiblere Regeln gelten. Das Land soll eine innovationsfreundliche Politik fortführen, die Risiken abwägt, vor allem aber die Chancen neuer Technologien nutzt.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Es sollen standardisierte Ausgründungsverträge an sachsen-anhaltischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen eingeführt werden und Ausgründungen innerhalb von 24 Stunden möglich sein.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Vorgaben bei Fördermitteln und schnellere Unternehmensgründungen verschieben den Stand schrittweise in Richtung Deregulierung.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich