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BSW zur Bildung

Aus dem Programm „Sachsen-Anhalt bleibt anders. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 90 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 15 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Schulen und Hochschulen frei von Militär halten

Das BSW will keine Werbung der Bundeswehr an Schulen und keine Rüstungsforschung an den Hochschulen des Landes. Zivilklauseln sollen verteidigt und Friedensbildung ausgebaut werden. Wissenschaft soll nach dem Programm zivilem Fortschritt, Gemeinwohl und Frieden dienen.

Die Bundeswehr soll nicht an Schulen werben. Hochschulen sollen nicht für das Militär forschen. Schulen sollen über Frieden unterrichten. Junge Menschen sollen nicht aus Not zur Armee gehen.

Das Programm lehnt Bundeswehrwerbung an Schulen, Bildungsstätten und öffentlichen Einrichtungen ab und will Auftritte von Jugendoffizieren beenden. An deren Stelle sollen Friedenserziehung, Friedensinitiativen und Städtepartnerschaften treten. An Hochschulen soll es keine militärisch gesteuerten Forschungsprojekte und keine sicherheitspolitischen Vorgaben geben. Zivilklauseln, also Selbstverpflichtungen auf rein zivile Forschung, will die Partei verteidigen. Sie begründet das damit, dass junge Leute nicht wegen sozialer Unsicherheit in eine militärische Laufbahn geraten sollen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Schulen sowie Hochschulen müssen Orte freier, ziviler und kritischer Bildung und Wissenschaft bleiben.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Die Bundeswehr soll aus Schulen und Forschung herausgehalten werden, was ihre Nachwuchsgewinnung und Rüstungsforschung gegenüber heute einschränkt.

Berufsschulen und Ausbildung besser ausstatten

Das BSW will Berufsschulen mit mehr Personal, Technik und Geld ausstatten und Angebote in Wohnortnähe erhalten. Ausbildungsinhalte sollen regelmäßig an neue Technik angepasst werden, und berufliche Bildung soll der akademischen dauerhaft gleichgestellt sein.

Das BSW will Berufs-Schulen besser ausstatten. Sie sollen mehr Personal, Technik und Geld bekommen. Berufs-Schulen soll es in der Nähe des Wohnorts geben. In jeder Ausbildung sollen Jugendliche den Umgang mit Computern und Daten lernen.

Für spezialisierte Berufe sieht das Programm Wohnheime für Berufsschülerinnen und -schüler vor. Digitale Kompetenzen, IT-Sicherheit und Datenschutz sollen Teil jeder Ausbildung sein, handwerkliche Berufe sollen aufgewertet werden. Betriebe, Berufsschulen und Hochschulen sollen enger zusammenarbeiten, etwa in gemeinsamen Praxisprojekten. Die Landesregierung soll Förderinstrumente ausbauen und im Bund auf die Gleichstellung beruflicher und akademischer Bildung hinwirken.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Berufsschulen müssen personell, technisch und finanziell so ausgestattet sein, dass sie echte Partner der Betriebe sind und flexibel auf neue Ausbildungsprofile reagieren können.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, Technik, Geld und Wohnheime für Berufsschulen bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Bildung.

Weiterbildung vereinfachen und Meisterausbildung fördern

Das BSW will Weiterbildung und Umschulung leichter zugänglich machen und mit wenig Bürokratie fördern. Die Meisterausbildung soll gezielt unterstützt werden; zugleich soll geprüft werden, ob die Meisterpflicht in manchen Branchen entfallen kann.

Das BSW will Weiterbildung einfacher machen. Sie soll nicht vom Einkommen abhängen. Wer Meister werden will, soll Förderung bekommen. In manchen Berufen braucht man den Meister-Titel für eine eigene Firma. Das BSW will prüfen, ob das wirklich nötig ist.

Umschulung und Weiterbildung gelten dem Programm als Mittel, Beschäftigte im wirtschaftlichen Wandel zu halten und Fachkräfte an die Region zu binden. Berufsabschlüsse aus dem Ausland sollen schneller und einfacher anerkannt werden. Die Förderung der Meisterausbildung soll das Handwerk aufwerten und Betriebsnachfolgen sichern. Für Dienstleistung, Gastronomie und einzelne Handwerksberufe soll geprüft werden, ob der Meisterzwang nötig ist, um Gründungen zu erleichtern.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir wollen einfache Zugänge, unbürokratische Förderung und digitale Lernangebote, damit Qualifizierung unabhängig vom Einkommen möglich ist.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr öffentliche Förderung von Weiterbildung und Meisterausbildung mit einer möglichen Lockerung der Meisterpflicht.

  • Migrationeher offen

    Eine schnellere und einfachere Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse erleichtert Zugewanderten den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Vollständige Lernmittelfreiheit einführen

Das BSW will, dass alle Schülerinnen und Schüler die nötigen Lehr- und Lernmittel kostenlos erhalten. Bisher zahlen Eltern nach Darstellung des Programms über Gebühren und eigene Anschaffungen bei Schulbüchern und Arbeitsheften mit. Der Zugang soll nicht vom Einkommen der Familie abhängen.

Eltern zahlen heute für Schulbücher und Arbeitshefte mit. Das BSW will das ändern. Alle Schüler sollen ihre Lernmittel kostenlos bekommen. Es soll egal sein, wie viel Geld die Familie hat.

Das Programm verweist darauf, dass es bereits Ausleihsysteme und Entlastungsregeln gibt, die Lernmittelfreiheit aber nicht vollständig gilt. Die Partei ordnet die Forderung in einen Kurswechsel der Bildungspolitik ein, der Bildung wieder zum Mittel des sozialen Ausgleichs machen soll. Sie beklagt eine wachsende Trennung nach Einkommen, Herkunft und Wohnort.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Das BSW setzt sich dafür ein, in Sachsen-Anhalt eine echte Lernmittelfreiheit einzuführen“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die verbleibende Kostenbeteiligung der Eltern soll entfallen und vom Land getragen werden, was eine bestehende öffentliche Leistung ausweitet.

Lehrkräfte entlasten und unbefristet einstellen

Das BSW will den Lehrerberuf attraktiver machen, um dem Lehrkräftemangel zu begegnen. Die Pflichtstundenzahl soll sinken, Kürzungen bei Ermäßigungen sollen zurückgenommen und alle angestellten Lehrkräfte unbefristet eingestellt werden. Außerdem soll die Arbeitszeit von Lehrkräften erfasst werden.

In Sachsen-Anhalt fehlen viele Lehrer. Das BSW will den Beruf attraktiver machen. Lehrer sollen ein bis zwei Stunden weniger unterrichten müssen. Angestellte Lehrer sollen feste Verträge ohne Befristung bekommen. Die Arbeitszeit soll genau erfasst werden. Schul-Sekretariate sollen den Lehrern mehr Arbeit abnehmen.

Die Unterrichtsverpflichtung soll um ein bis zwei Stunden sinken. Kürzungen bei Anrechnungsstunden, Altersermäßigungen und Zusatzaufgaben will die Partei rückgängig machen und eine ausreichende Vertretungsreserve schaffen. Die Arbeitszeiterfassung soll datensparsam, transparent und manipulationssicher sein und mit den Personalräten entwickelt werden. Schulsekretariate sollen mehr Aufgaben erhalten und von Land und Kommunen gemeinsam bezahlt werden. Das Programm beklagt zudem fehlendes Unterstützungspersonal wie Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und IT-Betreuung sowie zu wenig Sprachförderung und Ausstattung für Inklusion.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Eine Absenkung der Unterrichtsverpflichtung um ein bis zwei Stunden würde Lehrkräfte und Referendare spürbar entlasten“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Pflichtstunden, mehr Personal und unbefristete Stellen erfordern höhere öffentliche Ausgaben für das Schulwesen.

Smartphones verbieten, KI an Schulen regeln

Das BSW will Smartphones im Schulalltag verbindlich verbieten und digitale Geräte aus der Grundschule heraushalten. Für Künstliche Intelligenz in der Sekundarstufe soll es feste Regeln geben, damit eigene Leistungen der Schüler bewertbar bleiben.

Das BSW will Handys in der Schule verbieten. In der Grundschule soll es keine digitalen Geräte geben. Für Künstliche Intelligenz soll es klare Regeln geben. Schüler sollen weiter selbst denken.

Laut Programm sollen Smartphones und Tablets bis zur 8. Klasse nicht im Unterricht genutzt werden. In der Grundschule lehnt das BSW digitale Geräte ab, weil sie nach seiner Sicht das Erlernen grundlegender Fähigkeiten stören. Neue Prüfungsformen sollen Verstehen, Anwenden und Nachdenken abfragen statt den Umgang mit Algorithmen. Lehrkräfte sollen dafür gezielt aus- und weitergebildet werden. Das Handyverbot begründet die Partei mit Ablenkung, sinkenden Leistungen, Konflikten und Abhängigkeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Außerdem setzen wir uns für ein verbindliches Smartphone-Verbot im Schulalltag ein, um Ablenkung, Leistungsabfall, soziale Konflikte und digitale Abhängigkeiten zu reduzieren.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Ein Handyverbot und der Verzicht auf digitale Geräte in der Grundschule setzen auf herkömmliche Lernformen statt auf neue Technik.

Längeres gemeinsames Lernen einführen

Das BSW will, dass Kinder länger gemeinsam lernen: zunächst bis Klasse 6, später bis Klasse 8. Die Aufteilung nach der 4. Klasse benachteilige aus Sicht der Partei Kinder aus ärmeren Haushalten, das gegliederte Schulsystem habe sich überlebt.

Kinder sollen länger zusammen in einer Schule lernen. Zuerst bis Klasse 6, später bis Klasse 8. Heute werden Kinder nach Klasse 4 aufgeteilt. Das BSW findet das ungerecht für ärmere Kinder.

Die Gemeinschaftsschule soll zum Leitmodell werden. Das Programm kritisiert die frühe Aufteilung auf Schulformen, weil sie Begabungen nicht erkennen lasse und sozial schwächere Familien benachteilige. Praxisnahe Bildungswege hält das BSW für viele Kinder für passender als die Ausrichtung auf das Gymnasium. Der Druck, das Abitur zu erreichen, führe zu Überforderung, Nachhilfe und Schulabbrüchen.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Das BSW ist deshalb für längeres gemeinsames Lernen bis zur 8. Klasse.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Die Aufteilung nach Klasse 4 soll entfallen und das gegliederte Schulsystem durch die Gemeinschaftsschule als Leitmodell ersetzt werden, was das System mit dem Ziel größerer Chancengleichheit umbaut.

Wohnortnahe Schulen erhalten und sanieren

Das BSW will Schulschließungen vor allem auf dem Land vermeiden und Schulgebäude modernisieren. Kinder sollen die nächstgelegene Schule auch dann besuchen dürfen, wenn sie in einem anderen Landkreis liegt.

Das BSW will Schulen auf dem Land erhalten. Kinder sollen kurze Schulwege haben. Sie sollen auch eine Schule im Nachbar-Kreis besuchen dürfen. Alte Schulgebäude sollen repariert werden.

In ländlichen Regionen soll es bei einer Mindestgröße von 15 Schülern pro Klasse bleiben, und zwei Parallelklassen sollen keine Voraussetzung für den Bestand einer Grundschule sein. Vorschriften, die Kinder an eine entferntere Schule im eigenen Kreis binden, sollen wegfallen. Das Programm beschreibt einen großen Sanierungsstau mit maroden Gebäuden, alter Technik und instabilen Netzen. Schulen sollen eigene Budgets für Projekte, kurzfristige Vorhaben und den laufenden Betrieb erhalten. Sekretariate sollen aufgewertet und Lehrkräfte entlastet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Um weitere Schließungen von Grundschulen zu vermeiden, muss die Mindestklassenstärke in ländlichen Regionen von 15 Schülern beibehalten und die Zweizügigkeit nicht zur Bedingung werden.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt kleiner Schulen und die Sanierung der Gebäude bedeuten mehr öffentliche Ausgaben statt Zentralisierung aus Spargründen.

Inklusion und frühe Sprachförderung absichern

Das BSW will Inklusion im ganzen Land umsetzen und dafür Fachkräfte und Geld bereitstellen. Vor der Einschulung soll der Sprachstand aller Kinder verbindlich erhoben werden, um Förderbedarf früh zu erkennen.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen überall gemeinsam lernen können. Dafür soll es genug Fachkräfte und Geld geben. Vor der Schule soll man die Sprache aller Kinder prüfen. So bekommen Kinder früh Hilfe.

Sonder- und heilpädagogische Angebote für Kinder mit schweren oder mehrfachen Behinderungen sollen bestehen bleiben und weiterentwickelt werden. Die Partei betont, dass Inklusion die Qualität nicht mindern dürfe. Wegen des steigenden Anteils von Kindern mit anderer Herkunftssprache sieht sie besonderen Bedarf an sprachlicher und sozialer Förderung in Kitas und im Ganztag. Die Gesundheitsämter sollen für die Einschulungsuntersuchungen genug Personal bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Dazu braucht es ausreichend qualifizierte Inklusionsfachkräfte, verlässliche Finanzierung und personelle Ausstattung aller Einrichtungen.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Fachkräfte und eine gesicherte Finanzierung bedeuten höhere öffentliche Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Inklusion soll flächendeckend ausgebaut werden, zugleich bleiben besondere Förderangebote erhalten.

Schulsozialarbeit an jeder Schule sichern

Das BSW will an jeder Schule mindestens eine feste Stelle für Schulsozialarbeit schaffen. Ein landesweiter Personalschlüssel für Schulsozialarbeit und Schulpsychologie soll sich am Bundesdurchschnitt ausrichten.

Jede Schule soll mindestens einen Schulsozialarbeiter haben. Die Stelle soll dauerhaft sein. Es soll auch mehr Schulpsychologen geben. Das Land soll feste Regeln für das Personal machen.

Das Programm nennt rund 9.670 Schüler je Fachkraft und bezeichnet dies als schlechtesten Wert aller Bundesländer. Befristete Stellen und die Finanzierung über Projekte, vor allem aus dem Europäischen Sozialfonds, sollen enden. Schulpsychologen sollen stärker vorbeugend arbeiten und leicht erreichbar sein. Schulen in sozial belasteten Lagen sollen gezielt gestärkt werden. Das BSW kritisiert, dass die Landesförderung selbst an großen Schulen oft nur eine halbe Stelle trage.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Jede Schule muss dauerhaft mindestens eine Schulsozialarbeiterstelle haben, Förderschulen benötigen angepasste Schlüssel.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Feste, vom Land dauerhaft finanzierte Stellen an allen Schulen weiten öffentliche Leistungen aus.

Multiprofessionelle Teams und neues Bildungsgesetz

Das BSW will, dass an Schulen regelmäßig Teams aus verschiedenen Berufen arbeiten. Statt des geplanten Schulgesetzes fordert die Partei ein Bildungsgesetz, das Personal und Geld verbindlich festschreibt und Schulen entlastet.

An Schulen sollen nicht nur Lehrer arbeiten. Auch andere Fachleute sollen helfen. Das BSW lehnt das geplante Schulgesetz ab. Es will ein Gesetz, das Schulen mehr Personal und Geld sichert.

Zu den Teams zählt das Programm neben Sozialarbeit und Psychologie auch IT-Betreuung, Verwaltungskräfte, Assistenzen für Lehrkräfte sowie Fachkräfte für Inklusion und Schulgesundheit. Für die Übergangszeit sollen Ehrenamtliche, Rentner und pädagogische Fachkräfte nach einer Qualifizierung mitarbeiten; Ehrenamt soll steuerlich entlastet werden. Langfristig verlangt das BSW hohe Investitionen in Bildung, Jugendarbeit und Prävention sowie kleinere Klassen. Am geplanten Schulgesetz kritisiert es neue Aufgaben ohne passende Mittel und mehr Bürokratie. Das geforderte Gesetz soll auch die Mitbestimmung stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Multiprofessionelle Teams müssen vom Ausnahmefall zum Standard werden.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal an Schulen und umfangreiche Investitionen erhöhen die staatlichen Bildungsausgaben.

Ganztagsschulen mit Landesprogramm ausbauen

Das BSW will Ganztagsangebote an Schulen deutlich ausbauen und als Aufgabe des Landes festschreiben. Dazu sollen eine Ganztagsverordnung, ein eigenes Förderprogramm und eine Qualitätsoffensive bis 2030 dienen.

Mehr Schulen sollen Angebote für den ganzen Tag haben. Das Land soll dafür eigene Regeln und Geld geben. Die Betreuung soll gut sein, nicht nur Aufbewahrung. Besonders auf dem Land fehlen Angebote.

Nach Angaben des Programms haben nur etwa 14 Prozent der allgemeinbildenden Schulen im Land ein Ganztagsangebot, während es in Sachsen fast alle seien. Auf den ab 2026/27 geltenden Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler sei das Land schlecht vorbereitet, es fehle an Plätzen, Personal und Räumen. Das BSW warnt vor günstigen Übergangslösungen und verlangt Personal nach den Standards von Horten und Jugendhilfe. Schulträger sollen Hilfe bei Planung, Bau und Kooperationen bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„sollte die Landesregierung eine eigene Ganztagsverordnung einführen, ein landeseigenes Förderprogramm aufbauen und eine Qualitätsoffensive „Ganztag 2030“ starten“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein eigenes Förderprogramm des Landes für den Ganztagsausbau erweitert öffentliche Leistungen und Investitionen.

Kostenfreies gesundes Essen in Kitas und Schulen

Das BSW will, dass alle Kinder in Kitas und Schulen kostenlos gesundes Essen bekommen. Gute Ernährung sei aus Sicht der Partei eine Voraussetzung für Konzentration, Lernen und gleiche Bildungschancen.

Kinder sollen in Kita und Schule gesundes Essen bekommen. Das Essen soll nichts kosten. Kinder sollen auch lernen, was gesunde Ernährung ist. Zum Beispiel im Schulgarten.

Die Verpflegung soll im ganzen Land angeboten werden. Kinder sollen früh einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln lernen, etwa im Schulgarten, in sozialen Gärten und durch praktische Ernährungsbildung. Das Programm verbindet Bildung und Gesundheit und setzt auf frühe Vorbeugung. Ernährung betrachtet das BSW nicht als reine Privatangelegenheit.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Gleichzeitig braucht es eine flächendeckende, kostenfreie und gesunde Verpflegung in Kindertageseinrichtungen und Schulen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein kostenloses Essen für alle Kinder in Kitas und Schulen wäre eine neue, vom Staat finanzierte Leistung.

Grundfinanzierung der Hochschulen und Zivilklauseln sichern

Das BSW will Hochschulen eine ausreichende pauschale Grundfinanzierung geben, damit Forschung nicht von Drittmitteln abhängt. Die Partei unterstützt außerdem das Recht der Hochschulen, mit Zivilklauseln eine militärische Nutzung ihrer Forschung auszuschließen.

Hochschulen sollen genug festes Geld vom Staat bekommen. Sie sollen nicht auf Geld von außen angewiesen sein. Hochschulen dürfen Forschung für das Militär ablehnen. Das BSW unterstützt dieses Recht.

Wissenschaft soll nach dem Programm ohne politische Vereinnahmung und ohne starken Einfluss der Wirtschaft arbeiten. Besonders die Grundlagenforschung soll dauerhaft öffentlich bezahlt werden. Qualität entstehe laut BSW durch stabile Strukturen und gute Betreuung, nicht durch Konkurrenz um Gelder. Bei Planung und Finanzierung sollen die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedeutung der Hochschulen für ihre Regionen stärker zählen. Eine Zivilklausel ist eine Selbstverpflichtung einer Hochschule, nur für zivile Zwecke zu forschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Hochschulen benötigen daher eine auskömmliche, pauschale Grundfinanzierung, die Lehre und Forschung unabhängig von kurzfristigen Steuerungslogiken ermöglicht.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr feste staatliche Mittel statt Wettbewerb um Drittmittel stärken die öffentliche Finanzierung.

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Das Bekenntnis zu Zivilklauseln stützt die Zurückhaltung gegenüber militärischer Forschung an Hochschulen.

Befristungen in der Wissenschaft abbauen

Das BSW will an Hochschulen deutlich mehr unbefristete Stellen schaffen und Tarifverträge für alle Beschäftigten durchsetzen. Unsichere Arbeitsverhältnisse gefährden nach Ansicht der Partei die Unabhängigkeit der Wissenschaft und erschweren die Lebensplanung.

Viele Forscher haben nur Verträge auf Zeit. Das BSW will mehr feste Stellen. Alle Beschäftigten sollen nach Tarif bezahlt werden. Auch Studenten mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen.

Für dauerhafte Aufgaben sollen feste Stellen die Regel sein. Verträge zur wissenschaftlichen Qualifikation sollen mindestens drei Jahre laufen. Vollzeit soll der Normalfall sein, Teilzeit nur auf Wunsch der Beschäftigten. Für studentische Beschäftigte fordert die Partei einen landesweiten Tarifvertrag. Karrierewege sollen planbar und Berufungsverfahren transparent werden. Sachsen-Anhalt soll bei den Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft eine Vorreiterrolle einnehmen, um junge Forscher im Land zu halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Der hohe Anteil befristeter Beschäftigungsverhältnisse im wissenschaftlichen Mittelbau muss deutlich zugunsten unbefristeter Stellen reduziert werden.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Dauerstellen, Tarifbindung und Mindestlaufzeiten stärken den Schutz der Beschäftigten im öffentlichen Wissenschaftsbetrieb.

Bachelor-Master-System überprüfen, Masterplatz garantieren

Das BSW will das Bachelor-Master-System kritisch überprüfen und eine Rückkehr zum Diplom ernsthaft prüfen lassen. Wer im Land einen Bachelor abschließt, soll einen sicheren Platz in einem Masterstudium erhalten.

Das BSW will das Studium mit Bachelor und Master überprüfen. Vielleicht soll es das Diplom wieder geben. Wer den Bachelor im Land schafft, soll sicher einen Master-Platz bekommen. Weniger Studenten sollen ihr Studium abbrechen.

Die Ziele der Bologna-Reform sieht die Partei vielfach als verfehlt an; entstanden seien Verschulung, Prüfungsdruck und kürzere Studienzeiten. Das Diplom oder vergleichbare integrierte Studiengänge kommen vor allem für Ingenieur-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften in Betracht. Die Gründe für Studienabbrüche sollen umfassend untersucht werden, von Prüfungsformen über Betreuung bis zur sozialen Lage. Studiengänge sollen schaffbar sein, ohne dass das Niveau sinkt. Der Wechsel in den Master soll keine weitere Auslese darstellen.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Die Wiedereinführung des Diploms oder gleichwertiger integrierter Studiengänge sollte daher ernsthaft geprüft werden“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Die Prüfung einer Rückkehr zum Diplom stellt die europaweit vereinheitlichte Bologna-Studienstruktur in Frage.

Gebührenfreies Studium, mehr BAföG, stärkere Studentenwerke

Das BSW will das Studium gebührenfrei halten und das BAföG deutlich ausweiten und reformieren. Studentenwerke und das Landesstudienkolleg sollen mehr Geld bekommen.

Studieren soll weiter nichts kosten. Studenten sollen mehr BAföG bekommen. BAföG ist Geld vom Staat für das Studium. Die Studentenwerke sollen mehr Geld für Wohnen, Essen und Beratung bekommen.

Ein Studium soll nach dem Willen der Partei nicht von der sozialen Herkunft abhängen. Studierende sollen nicht so viel nebenher arbeiten müssen, dass ihr Abschluss in Gefahr gerät. Die Studentenwerke sollen steigende Kosten auffangen und ihre Angebote erweitern können. Das Landesstudienkolleg in Halle und Köthen bereitet internationale Studierende vor; es soll finanziell und personell besser ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Das Studium muss gebührenfrei bleiben. Bildung ist ein öffentliches Gut und darf nicht vom Geldbeutel abhängen.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Gebührenfreiheit bleibt erhalten, während BAföG und Mittel für Studentenwerke ausgebaut werden, also mehr öffentliche Leistungen.

Lehramtsstudium praxisnäher machen, Stellen zusagen

Das BSW will das Lehramtsstudium stärker an der Unterrichtspraxis ausrichten und mehr Studienplätze schaffen. Alle, die im Land ein Lehramtsstudium abschließen, sollen ein Angebot für eine Stelle an einer Schule bekommen.

Künftige Lehrer sollen im Studium mehr Praxis haben. Es soll mehr Studienplätze geben. Wer das Studium im Land schafft, soll eine Stelle angeboten bekommen. So will das BSW mehr Lehrer gewinnen.

Theorie und Praxis sollen enger verbunden werden, damit angehende Lehrkräfte auf Klassenführung und Unterricht vorbereitet sind. Die getrennten Studiengänge für Sekundarschule und Gymnasium sollen überprüft und auf lange Sicht zusammengelegt werden. Das duale Lehramtsstudium in Magdeburg soll ausgebaut werden, die wissenschaftliche Ausbildung in Halle bleibt als zweiter Standort bestehen. Zwei Standorte hält die Partei für nötig, um Abwanderung zu bremsen und ländliche Regionen zu versorgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir setzen uns dafür ein, allen Absolventen ein Stellenangebot im Schuldienst zu machen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Studienplätze und eine Stellenzusage für alle Absolventen weiten die öffentliche Beschäftigung im Schuldienst aus.

Medizinstudienplätze ausbauen und Zugang erleichtern

Das BSW will mehr Studienplätze in Human- und Zahnmedizin in Halle und Magdeburg schaffen, weil das Land aus seiner Sicht zu wenige Ärzte für den eigenen Bedarf ausbildet. Das Auswahlverfahren soll weniger an der Abiturnote hängen, und Landesstipendien sollen Absolventen an unterversorgte Regionen binden.

Das BSW will mehr Studien-Plätze für Medizin und Zahn-Medizin. Das Land bildet nach Ansicht der Partei zu wenige Ärzte aus. Die Abitur-Note soll weniger wichtig sein. Das Land soll Studierenden Geld geben. Dafür arbeiten sie später in Gegenden mit wenigen Ärzten.

Die Ausbildungskapazitäten an den Universitätskliniken Halle und Magdeburg sollen wachsen, vor allem um die Versorgung auf dem Land zu sichern. Das Auswahlverfahren für das Medizinstudium soll kritisch überprüft werden, damit Eignung nicht vorrangig an formalen Abiturnoten gemessen wird. Landeseigene Stipendien sollen an die Zusage geknüpft sein, danach längere Zeit, etwa zehn Jahre, in unterversorgten Gebieten des Landes zu arbeiten. Beratungs- und Servicestellen sollen über Förderung, Niederlassung und Praxisgründung informieren. Geprüft werden sollen außerdem Kooperationen mit Universitäten im europäischen Ausland für Bewerber, deren Note für den Numerus clausus nicht reicht.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Die Zahl der Studienplätze in der Humanmedizin und insbesondere in der Zahnmedizin muss erhöht werden.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr öffentliche Studienplätze und eigene Stipendien finanzieren, also öffentliche Leistungen schrittweise ausbauen.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen, Befristungen abbauen

Das BSW will die Hochschulen stärker über feste Grundmittel statt über Drittmittel und Projekte finanzieren. Tarifsteigerungen soll das Land voll ausgleichen. Befristete Stellen in der Wissenschaft, auch an außeruniversitären Instituten, sollen weitgehend durch unbefristete ersetzt werden.

Hochschulen sollen mehr festes Geld vom Land bekommen. Sie sollen weniger von Projekt-Geld abhängen. Steigen die Löhne, soll das Land die Mehrkosten zahlen. Forscher sollen öfter feste Arbeits-Verträge bekommen. Das soll auch an anderen Forschungs-Instituten gelten.

Aus Sicht des Programms führt der wachsende Anteil von Drittmitteln zu kurzen Planungshorizonten, Befristungen und Abhängigkeit von externen Geldgebern. Die Gelder des Zukunftsvertrags von Bund und Ländern sollen dauerhaft in Personal, Lehre und Infrastruktur fließen statt in befristete Projekte. Tarifaufwüchse soll das Land in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes ausgleichen, damit keine Stellen, Studienplätze oder Lehrangebote gestrichen werden. Auch an Einrichtungen wie Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sollen überwiegend unbefristete Arbeitsverhältnisse gelten. Die Leopoldina soll enger mit den Landeshochschulen zusammenarbeiten und Räume sowie Infrastruktur mit ihnen teilen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Die Mittel aus dem Bund-Länder-Zukunftsvertrag „Studium und Lehre stärken“ müssen vollständig und dauerhaft in die Grundfinanzierung der Hochschulen überführt werden.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr dauerhafte öffentliche Mittel für Hochschulen und mehr unbefristete Stellen bedeuten höhere Staatsausgaben und stärkeren Beschäftigtenschutz.

Wissenschaftsfreiheit und offene Debatten an Hochschulen sichern

Das BSW will, dass Wissenschaftler auch Positionen abseits der Mehrheitsmeinung vertreten können, ohne Nachteile zu erleiden. An Hochschulen soll eine offene Debattenkultur gelten, auch bei umstrittenen Ansichten etwa zu Geschlecht, Biologie oder Politik.

Forscher sollen frei forschen und lehren können. Sie sollen auch ungewöhnliche Meinungen sagen dürfen. Niemand soll deshalb Nachteile haben. Das gilt auch bei Streit-Themen wie Geschlecht oder Politik. Die Hochschulen sollen dafür klare Regeln und Beschwerde-Wege haben.

Das Programm sieht in Dauerbefristungen ein Hindernis für kritische Auseinandersetzung und in unbefristeten Verträgen ein Mittel für akademische Selbstkontrolle. Eine verlässliche öffentliche Finanzierung soll verhindern, dass Drittmittelgeber Forschungsinhalte einseitig lenken; die Veröffentlichung von Ergebnissen soll vor politischen Eingriffen geschützt sein. Unter Berufung auf Artikel 5 des Grundgesetzes verlangt das BSW, dass niemand wegen seiner Haltung ausgegrenzt oder sanktioniert wird. Leitlinien und transparente Beschwerdewege sollen eine pluralistische Wissenschaftskultur absichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Die Freiheit von Forschung und Lehre muss uneingeschränkt gesichert werden.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Der Punkt will die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit an Hochschulen gegen Sanktionen und politischen Druck stärker absichern.

Hochschulgremien paritätisch besetzen

Das BSW will die Mehrheit der Professoren in den Gremien der Hochschulen beenden. Studierende sowie wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Beschäftigte sollen gleichberechtigt mitentscheiden. Zugleich sollen die Hochschulen praxisnäher ausbilden.

In den Gremien der Hochschulen haben Professoren heute die Mehrheit. Das BSW will das ändern. Alle Gruppen sollen gleich viel mitbestimmen. Das sind Studierende, Forscher und andere Beschäftigte. Das Studium soll außerdem näher an der Berufs-Praxis sein.

Das Programm begründet die paritätische Besetzung damit, dass eine Professorenmehrheit den heutigen Aufgaben der Hochschulen nicht mehr entspreche. Alle Statusgruppen sollen gleichberechtigt beteiligt sein. Daneben soll die berufs- und praxisorientierte Ausbildung ausgebaut werden, gleichrangig mit Forschung und Lehre. Kooperationen mit Unternehmen, Schulen und sozialen Einrichtungen gelten als sinnvoll, dürfen aber die inhaltliche Unabhängigkeit der Wissenschaft nicht berühren.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Hochschulgremien sollen künftig paritätisch besetzt werden, da eine Professorenmehrheit den vielfältigen Aufgaben moderner Hochschulen nicht mehr gerecht wird.“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Verpflichtende Sprachförderung und ausgewogene Klassen einführen

Das BSW will auf Herausforderungen durch Migration mit früher Sprachförderung, Sprachtests und einem Pflichtvorschuljahr reagieren. Schulbezirke sollen flexibler werden, damit sich Kinder mit Migrationshintergrund nicht an einzelnen Schulen konzentrieren.

Kinder sollen schon im Kindergarten Deutsch-Förderung bekommen. Es soll frühe Sprach-Tests geben. Ein Jahr Vorschule soll Pflicht werden. Kinder aus Einwanderer-Familien sollen sich besser auf die Schulen verteilen. So sollen alle Kinder gute Chancen haben.

Die Sprachförderung soll bereits im Kindergarten verbindlich sein und durch Tests im frühen Kindesalter ergänzt werden. Ein verpflichtendes Vorschuljahr und gemischt zusammengesetzte Klassen sollen die Bildungschancen aller Kinder sichern. Dafür sollen Schulbezirke flexibler zugeschnitten werden. Das Programm sieht hier Gestaltungsspielraum und Verantwortung beim Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Dazu gehören verbindliche Sprachförderung bereits im Kindergarten, frühkindliche Sprachtests, ein verpflichtendes Vorschuljahr sowie eine ausgewogene Zusammensetzung der Klassen.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Förderung für zugewanderte Kinder mit neuen Pflichten und einer gesteuerten Verteilung auf Schulen.

Neues System der Erwachsenenbildung aufbauen

Das BSW will ein neues Bildungs- und Qualifizierungssystem für Erwachsene schaffen, die ohne Grundbildung, Schulabschluss oder Beruf zugewandert sind. Es soll Schulabschlüsse und eine niedrigschwellige Berufsausbildung ermöglichen. Auch Deutsche ohne Abschluss und Förderschüler sollen es nutzen können.

Manche Zuwanderer haben keine Schule besucht und keinen Beruf gelernt. Das BSW will für sie neue Bildungs-Angebote schaffen. Dort können sie einen Schulabschluss nachholen und einen Beruf lernen. Auch Deutsche ohne Abschluss sollen mitmachen können.

Laut Programm finden Menschen ohne Grundbildung auf dem Arbeitsmarkt kaum Beschäftigung. Dafür sollen Bildungs- und Ausbildungskonzepte entwickelt, Einrichtungen gegründet und zusätzliche Berufsschullehrer ausgebildet werden. Das Angebot soll auch deutschen Arbeitskräften ohne Schul- oder Berufsabschluss dienen. Ausdrücklich einbezogen werden Schüler von Förderschulen, die nach Darstellung der Partei früh stigmatisiert werden und Versäumtes später kaum nachholen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Wir brauchen ein neues System der Erwachsenenbildung und -qualifizierung für jene, die ohne Grundbildung, ohne Schulabschluss oder ohne Beruf zu uns kommen“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue öffentliche Bildungseinrichtungen und mehr Lehrkräfte erweitern das staatliche Bildungsangebot.

  • Migrationeher offen

    Zugewanderte ohne Abschluss erhalten zusätzliche Bildungs- und Integrationsangebote.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich