Offenes Kita-Konzept verbieten, Vorlesen stärken
Die AfD will in allen Kitas des Landes das offene Konzept untersagen, bei dem feste Gruppen aufgelöst werden und Kinder ihre Beschäftigung selbst wählen. Aus ihrer Sicht werden Kinder so schlechter gefördert und auf die Grundschule vorbereitet. Zugleich soll das Vorlesen in der vorschulischen Bildung mehr Gewicht bekommen.
In manchen Kitas gibt es keine festen Gruppen. Die Kinder wählen selbst, was sie tun. Das nennt man offenes Konzept. Die AfD will das verbieten. Außerdem soll in Kitas und Familien mehr vorgelesen werden.
Das Programm bevorzugt feste Gruppen mit einer Bezugsperson, weil diese Kinder auf den Klassenverband vorbereiteten und planmäßige Bildungsprojekte ermöglichten. Dem offenen Konzept wirft die AfD vor, Kinder mieden dabei, womit sie sich befassen sollten; sie verweist auf erste Erfahrungen aus Grundschulen mit größeren Lerndefiziten. Das Landesbildungsprogramm „Bildung elementar“ soll entsprechend überarbeitet werden. Für das Vorlesen plant die Partei eine landesweite Kampagne, angepasste Lehr- und Bildungspläne sowie mehr Schulung und Beratung für Eltern und Fachkräfte. Bestehende Initiativen sollen weiter Geld erhalten, regelmäßige Vorleseveranstaltungen sollen entstehen.
Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir werden deshalb das sogenannte offene Konzept für alle Einrichtungen der Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt untersagen und das Programm „Bildung elementar“ entsprechend umarbeiten.“Einordnung
- Gesellschafteher konservativ
Ein Verbot der auf Selbstbestimmung der Kinder setzenden Pädagogik zugunsten fester Gruppen und Vorgaben stärkt ein herkömmliches Erziehungsverständnis.