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CDU zu weiteren Themen

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Weitere Themen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Sportvereine und Sportstätten stärker fördern

Die CDU will Sportvereine und Sportstätten stärker fördern und dafür pro Vereinsmitglied zwölf Euro im Jahr aus Landesmitteln bereitstellen. Die Förderprogramme für den Sportstättenbau sollen erweitert und vereinfacht werden.

Die CDU will Sportvereinen mehr Geld geben. Für jedes Mitglied soll das Land 12 Euro im Jahr zahlen. Sporthallen und Sportplätze sollen gebaut und erneuert werden. Die Förderung soll einfacher werden. Vereine sollen weiter Hilfe bei hohen Energiekosten bekommen.

Der sogenannte Hessen-Euro, ein Euro pro Mitglied und Monat, soll in den Breitensport und die Vereinsförderung fließen. Die Höchstfördersätze beim Sportstättenbau sollen wegen Inflation und Baukosten steigen, ebenso die Vergabeschwellen für Vereine. Für Sporthallen und von mehreren Vereinen genutzte Zentren ist ein Sonderprogramm mit höherem Fördersatz geplant. Der Zuschuss je Übungsleiterstunde soll auf zwei Euro steigen, die Lotterie- und Sportwettenmittel für Sport und Sozialverbände sollen erhöht werden, und Vereine erhalten Hilfe bei der Digitalisierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Wir werden den Sport in Hessen auch zukünftig mit Rekordmitteln stärken, insbesondere kleine Vereine fördern und den Erhalt sowie den Ausbau von modernen, nachhaltigen sowie barrierefreien Sportstätten“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Landesförderung für Vereine und Sportstätten soll mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln ausgebaut werden.

Vereinsmitgliedschaft für Kinder bezahlen, Talente sichten

Die CDU will mit dem Programm „KidS“ jedem Kind in Hessen zwei Jahre lang den Beitrag für einen Sportverein bezahlen. Zudem sollen sportliche Talente schon in der Schule erkannt und gefördert werden.

Die CDU will mehr Kinder in Sportvereine bringen. Das Land soll zwei Jahre lang den Beitrag für den Verein zahlen. Jedes Kind darf den Verein selbst wählen. In der Schule sollen Fachleute nach Talenten schauen. Die Kinder bekommen dann passende Angebote im Verein.

Die Kostenübernahme gilt für die ersten beiden Jahre in einem frei gewählten hessischen Verein und soll Hürden senken. Jedes Kind soll einmal in der Schulzeit einen Bewegungsparcours durchlaufen und von einem Talentscout Hinweise auf seine Stärken sowie passende Vereinsangebote vor Ort erhalten. Dafür soll der Hessische Bewegungscheck ausgeweitet und möglichst in allen Landkreisen angeboten werden. Für besonders talentierte Kinder sollen die Sportförderstätten gestärkt werden; weitere Eliteschulen des Sports und Sportinternate werden geprüft.

Originalzitat anzeigen (Seite 98)
„wollen wir für jedes Kind in Hessen die Mitgliedschaft in einem selbst gewählten hessischen Sportverein in den ersten zwei Jahren übernehmen.“
Seite 98 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll eine neue, für alle Kinder geltende Leistung finanzieren, was öffentliche Ausgaben in begrenztem Umfang ausweitet.

Spitzensport und Sportgroßereignisse stärken

Die CDU will mehr internationale Sportgroßveranstaltungen nach Hessen holen und die deutsche Olympia-Bewerbung unterstützen. Der olympische und paralympische Spitzensport soll stärker gefördert werden.

Die CDU will große Sport-Ereignisse nach Hessen holen. Sie unterstützt die deutsche Bewerbung für Olympia. Spitzen-Sportler sollen mehr Hilfe bekommen. In Frankfurt soll ein großer Sport-Campus entstehen.

Das Programm sieht vor, die Elitenförderung und die Angebote für hessische Spitzensportler auszubauen und Profisport besser mit Beruf oder Studium vereinbar zu machen, vor allem bei der Polizei und an Hochschulen. Die Otto-Fleck-Schneise und die DFB-Akademie in Frankfurt sollen zu einem „Sportcampus Deutschland in Hessen“ weiterentwickelt werden. Der Bundesstützpunkt Ski Nordisch in Willingen und Winterberg soll eine langfristige Perspektive erhalten, auch durch Neubau und Modernisierung von Skisprungschanzen. Die Fußball-EM 2024 will die CDU nutzen, um Hessen als Gastgeber zu präsentieren; Fanprojekte und Fair-Play-Programme sollen fortgeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Die deutsche Olympia-Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes werden wir daher aktiv unterstützen, damit Deutschland den Zuschlag für die Ausrichtung erhält.“
Seite 100 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

E-Sport und Games-Standort fördern

Die CDU will den organisierten E-Sport und seine Vereine unterstützen. Zugleich soll das Rhein-Main-Gebiet als Standort für Spieleentwicklung und große Turniere ausgebaut werden.

Die CDU will E-Sport unterstützen. E-Sport heißt: Menschen treten in Computer-Spielen gegeneinander an. Sport-Vereine sollen E-Sport anbieten dürfen, ohne Nachteile bei der Steuer. Hessen soll ein wichtiger Ort für Computer-Spiele werden.

Sportvereine sollen eine Gaming-Sparte anbieten können, ohne ihre Gemeinnützigkeit zu gefährden. Für „Games made in Hessen“ plant das Programm eine eigene Förderlinie mit Schwerpunkt auf besonders aufwendigen Großproduktionen (AAA-Spiele). Das Rhein-Main-Gebiet soll Austragungsort großer nationaler und internationaler Turniere werden. Zur Förderung von Spitzenleistungen will die CDU zusammen mit privaten Partnern eine „players-foundation“ gründen.

Originalzitat anzeigen (Seite 100)
„Den organisierten E-Sport und seine wachsenden Vereinsstrukturen werden wir unterstützen.“
Seite 100 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lebensmittelkontrolle und Verbraucherberatung stärken

Die CDU will die kommunale Lebensmittelkontrolle personell stärken, damit deutlich mehr der vorgeschriebenen Kontrollen stattfinden. Die Verbraucherberatung soll mindestens gleich viel Förderung erhalten, und der Härtefallfonds gegen Energiesperren bleibt bestehen.

Die CDU will Lebensmittel besser kontrollieren lassen. Die Behörden sollen dafür genug Personal haben. Die Beratung für Verbraucher bekommt weiter Geld. Wer Strom oder Heizung nicht zahlen kann, soll Hilfe bekommen.

Die Vereinbarung zwischen Land und Kommunen über die Lebensmittelkontrolle soll überprüft werden. Die Task-Force Lebensmittelsicherheit soll die Kommunen weiter unterstützen und stärker nach Risiko arbeiten. Verbraucherzentrale und Deutscher Hausfrauenbund bleiben Träger der Beratung. Verbraucher- und Ernährungsbildung soll früh beginnen, mit mehr Platz für Alltagskompetenzen in den Lehrplänen. Vom Bund erwartet die CDU soziale und zugleich marktgerechte Lösungen gegen Strom- und Energiesperren; Energiesparberatung will sie stärker fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 119)
„Um eine flächendeckend gute Lebensmittelkontrolle im Sinne der Verbraucher sicherzustellen, werden wir die kommunalen Kontrollbehörden weiter stärken und auf eine ausreichende Personalausstattung drängen.“
Seite 119 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal für staatliche Kontrollen und die Beibehaltung eines Härtefallfonds bauen öffentliche Aufsicht und Leistungen schrittweise aus.

Ländliche Räume und Dorfentwicklung stärker fördern

Die CDU will die Förderung ländlicher Räume ausbauen, vereinfachen und besser koordinieren. Das Programm Dorfentwicklung soll finanziell stark bleiben, ein neues Programm „UnserWIRHaus“ entstehen und Leerstand in Ortskernen in Wohnraum umgewandelt werden.

Die CDU will Dörfer und ländliche Gegenden stärker fördern. Das Programm für Dorf-Entwicklung soll viel Geld behalten. Dorf-Gemeinschafts-Häuser sollen auch Läden oder Arztpraxen aufnehmen können. Leere Häuser im Ortskern sollen wieder Wohnungen werden. Vom Bund fordert die CDU mehr Geld für das Land.

Vom Bund verlangt die CDU mehr und flexiblere Mittel der Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz. Möglichst viele Regionen sollen LEADER-Regionen der EU werden, und Förderung soll im ländlichen Raum auch unter den bisherigen Bagatellgrenzen möglich sein. Bei der Dorfentwicklung soll die Förderhöchstgrenze deutlich steigen, besonders für Ortsteilverbünde; Dorfmoderation und „Starkes Dorf – wir machen mit“ werden fortgeführt beziehungsweise ausgebaut. „UnserWIRHaus“ soll Dorfgemeinschaftshäuser und kleine Stadthallen für Läden, mobile Praxen oder Apotheken öffnen. Gegen Leerstand sollen Kommunen etwa beim Flächenankauf unterstützt und künftig auch Eigentümer gefördert werden, mit besonderem Blick auf Fachwerk.

Originalzitat anzeigen (Seite 131)
„Dieses erfolgreiche Programm werden wir finanziell auf hohem Niveau halten und weiter private und öffentliche Maßnahmen fördern.“
Seite 131 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Förderprogramme für ländliche Räume sollen ausgebaut und Förderhöchstgrenzen angehoben werden, also mehr staatliche Mittel fließen.

Karfreitagsruhe schützen, Sonntagsöffnung rechtssicher regeln

Die CDU bekennt sich zum Schutz christlicher Feiertage und Traditionen und will die Karfreitagsruhe samt Tanzverbot weiter durchsetzen. Für bis zu vier verkaufsoffene Sonntage sollen praktikable und rechtssichere Regeln entstehen.

Die CDU will christliche Feiertage schützen. Am Karfreitag soll es weiter ruhig sein. Das Tanz-Verbot an diesem Tag soll bleiben. Die Behörden sollen es kontrollieren. Geschäfte sollen an bis zu vier Sonntagen im Jahr öffnen dürfen.

Das Programm beschreibt Feiertage als Zeiten der Besinnung und Ruhe und christliche Traditionen als Teil der hessischen Kultur. Die Ordnungsbehörden sollen das Tanzverbot des Feiertagsgesetzes weiterhin überwachen. Ausnahmen vom Sonntagsschutz hält die CDU wegen der Konkurrenz durch den Online-Handel und zum Erhalt von Arbeitsplätzen im Einzelhandel für nötig. Die Regeln für bis zu vier offene Sonntage an den bisher erlaubten Wochenenden sollen den Kommunen klare und rechtssichere Entscheidungen ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 135)
„Das im Hessischen Feiertagsgesetz verankerte Tanzverbot z.B. am Karfreitag, muss durch die zuständigen Ordnungsbehörden weiterhin kontrolliert und durchgesetzt werden.“
Seite 135 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der bestehende Schutz christlicher Feiertage samt Tanzverbot wird ausdrücklich gegen Lockerungen verteidigt, was zum bewahrenden Pol passt.

Kooperation von Staat und Kirchen fortführen

Die CDU will am bestehenden Verhältnis von Staat und Kirchen festhalten und die Partnerschaft mit Kirchen und Religionsgemeinschaften überparteilich weiterentwickeln. Dorfkirchen sollen erhalten und der konfessionelle Religionsunterricht flächendeckend angeboten werden.

Die CDU will, dass Staat und Kirchen weiter gut zusammenarbeiten. Kleine Dorf-Kirchen sollen erhalten bleiben. An den Schulen soll es überall Religions-Unterricht geben. Wer nicht teilnimmt, hat Ethik-Unterricht.

Das Programm bezeichnet das Christentum als Fundament der Kultur und die Kirchen als große Arbeitgeber und Stütze des Sozialstaats. Religionsfreiheit gibt es aus Sicht der CDU nur auf dem Boden des Grundgesetzes. Die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen soll in einem fairen Verfahren zwischen Kirchen, Land und Bund erfolgen. Der Erhalt hessischer Dorfkirchen wird unterstützt. Ethik bleibt Ersatzfach zum konfessionellen Religionsunterricht, und für muslimische Schülerinnen und Schüler soll es ein Unterrichtsangebot geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 136)
„Wir bekennen uns zum bewährten Konzept des Religionsverfassungsrechts und zu einer guten Kooperation zwischen Staat und Kirche.“
Seite 136 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die gewachsene Stellung der Kirchen und der konfessionelle Religionsunterricht sollen bewahrt und gestützt werden.

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