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parteiprogramm

CDU zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

10.000 neue Erzieherinnen und Erzieher gewinnen

Die CDU will bis 2028 insgesamt 10.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher für Hessen gewinnen. Dazu soll die laufende Fachkräfteoffensive fortgesetzt und verstärkt werden, gemeinsam mit den Kommunen.

Hessen braucht mehr Erzieherinnen und Erzieher. Die CDU will bis 2028 10.000 neue gewinnen. Die Ausbildung soll leichter und attraktiver werden. Auch Fachkräfte aus dem Ausland sollen kommen.

Mit den Kommunen soll ein Pakt für Personalgewinnung und -entwicklung entstehen. Die vergütete, praxisintegrierte Ausbildung (PivA) soll ausgeweitet werden, es soll mehr Plätze an Fachschulen geben, und das Schulgeld an privaten Erzieherfachschulen soll entfallen. Fachkräfte sollen verstärkt im Ausland angeworben und ihre Abschlüsse schneller anerkannt werden. Quereinstieg und der Wechsel von Tagespflegepersonen in Kitas sollen einfacher werden, hinzu kommt ein berufsbegleitendes Bachelor-Studium. Gemischte „Löwen-Teams“ aus Studierenden, Ruheständlern und Ehrenamtlichen sollen das Personal unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Unser Ziel ist es,bis zum Jahr 2028 10.000 neue Erzieherinnen und Erzieher für Hessen zu gewinnen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Wegfall des Schulgelds und mehr geförderte Ausbildungsplätze erweitern die öffentliche Finanzierung der Ausbildung schrittweise.

  • Migrationeher offen

    Mehr Anwerbung im Ausland und schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse erleichtern die Zuwanderung von Fachkräften schrittweise.

Vorrang der Arbeitsvermittlung in Jobcentern wiederherstellen

Die CDU will, dass Jobcenter Menschen wieder vorrangig in Arbeit oder Ausbildung vermitteln. Dafür will sie sich im Bund für eine Änderung des Sozialgesetzbuchs einsetzen.

Die CDU will: Jobcenter sollen Menschen zuerst in Arbeit bringen. Das soll wieder die wichtigste Aufgabe sein. Dafür muss ein Bundes-Gesetz geändert werden. Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen.

Die Partei bekennt sich zu einer aktivierenden Arbeitsmarktpolitik, die Menschen in reguläre Beschäftigung bringt. Daneben plant sie eine neue Weiterbildungsinitiative, die auf neue Berufsbilder und digitale Anforderungen vorbereitet. Am Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub für alle Beschäftigten will die CDU festhalten. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie soll besser werden, unter anderem durch den Ausbau der Koordinierungsstelle „Frauen & Wirtschaft“.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Die Vermittlung in Arbeit und Ausbildung ist die zentrale Aufgabe der Jobcenter und muss künftig wieder Vorrang haben.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der mit dem Bürgergeld abgeschwächte Vermittlungsvorrang soll zurückkehren, was Erwerbsarbeit und Eigenverantwortung stärker betont.

Arbeitszeiten für Familien flexibler gestalten

Die CDU will Arbeitszeiten stärker an den Bedürfnissen von Familien ausrichten und mehr digitales, ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen. Starre Vorgaben sollen durch flexiblere Modelle wie Familienzeitkonten ersetzt werden.

Die CDU will flexiblere Arbeitszeiten. Eltern sollen mehr Zeit für ihre Kinder haben. Sie sollen an manchen Tagen früher gehen können. Dafür arbeiten sie an anderen Tagen länger. Auch Arbeit von zu Hause soll leichter werden.

Das Programm kündigt an, den rechtlichen Rahmen für flexible Arbeitszeitmodelle zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten zu prüfen. Als Beispiel nennt es Eltern, die an einzelnen Tagen früher gehen, um ihr Kind abzuholen, und die Zeit an anderen Tagen nacharbeiten. Auf Bundesebene will sich die CDU für niedrigere Steuern, geringere Sozialabgaben und mehr Flexibilität einsetzen. Zudem sollen Beratungsangebote zu mobilem Arbeiten und psychischen Belastungen ausgeweitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Auch bei den Arbeitszeiten sollten starre Regelungen zugunsten von zeitgemäßen und praktikablen, aber dennoch regelbasierten Lösungen, z.B. durch Familienzeitkonten, flexibilisiert werden.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Arbeitszeitregeln sollen gelockert und Steuern sowie Sozialabgaben gesenkt werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung weniger Regulierung verschiebt.

Sozialbudget als Zukunftsfonds auf 150 Millionen erhöhen

Die CDU will die sozialpolitischen Maßnahmen des Landes in einem Zukunftsfonds zusammenfassen und auf 150 Millionen Euro aufstocken. Zusätzlich will sie die Gründung von Sozialgenossenschaften fördern und Mehrgenerationenhäuser verlässlich unterstützen.

Die CDU will mehr Geld für soziale Hilfen geben. Dafür soll es einen Fonds mit 150 Millionen Euro geben. Vereine und Verbände sollen damit sicher planen können. Auch Sozial-Genossenschaften sollen Geld bekommen. Das sind Gruppen von Bürgern, die gemeinsam soziale Hilfe anbieten.

Der Fonds baut auf dem bestehenden hessischen Sozialbudget auf und soll Vereinen, Verbänden und Betroffenen Planungssicherheit geben. Sozialgenossenschaften sollen die Wohlfahrtspflege ergänzen; dafür sind ein Förderprogramm mit Anschubfinanzierung und eine Rechtsberatung für Gründungen vorgesehen. Als Einsatzfelder nennt das Programm Angebote für mehrere Generationen, Alltagshilfe für Familien, selbstbestimmtes Leben von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen sowie Projekte gegen Einsamkeit. Mehrgenerationenhäuser sollen dauerhaft unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„werden wir die sozialpolitischen Maßnahmen künftig in einem Zukunftsfonds „Hessen steht zusammen“ bündeln und auf 150 Millionen Euro erhöhen.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein aufgestocktes Sozialbudget und neue Förderprogramme erweitern öffentliche Sozialausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

Armut bekämpfen, Familiengeld gegen Kinderarmut einführen

Die CDU will ein Landesprogramm gegen Kinderarmut auflegen, falls der Bund nicht handelt, mit einem Hessischen Familiengeld als Kernstück. Arbeit gilt ihr als bester Schutz vor Armut; Eltern ohne Job sollen gezielt in Arbeit gebracht werden. Tafeln sollen dauerhaft mehr Geld erhalten.

Die CDU will Armut bekämpfen. Besonders Kinder sollen nicht arm sein. Dafür will sie ein Familien-Geld in Hessen einführen. Eltern ohne Arbeit sollen Hilfe bei der Job-Suche bekommen. Die Tafeln sollen weiter Geld bekommen.

Das Programm setzt auf aktivierende Arbeitsvermittlung, Aus- und Weiterbildung und eine höhere Beschäftigungsquote. Eine Agenda für Eltern in Arbeit soll arbeitslose Eltern fördern. Vom Bund erwartet die CDU, dass er Hilfen für bedürftige Kinder bündelt und vereinfacht. Die erhöhten Zuwendungen an Tafeln sollen dauerhaft gelten, und Hürden bei Lebensmittelspenden sollen sinken. Hilfen für ältere Menschen sollen leicht zugänglich sein, damit niemand aus Scham oder wegen Formalitäten auf Ansprüche verzichtet. Reformen der Alterssicherung sollen auch die Inflation berücksichtigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Ein zentraler Baustein dieses Programms ist die Einführung des Hessischen Familiengeldes.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Landesleistung für Familien und verstetigte Zuschüsse erweitern Sozialleistungen, verbunden mit dem Vorrang von Arbeit.

Inklusion und Barrierefreiheit ausbauen

Die CDU will die Lage von Menschen mit Behinderungen verbessern und die Barrierefreiheit ausbauen. Der Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention soll neu aufgelegt werden. Inklusion soll sich an individuellen Bedürfnissen ausrichten, wozu für die CDU auch Förderschulen gehören.

Die CDU will Menschen mit Behinderungen besser unterstützen. Gebäude des Landes sollen ohne Hindernisse zugänglich sein. Auch Ämter sollen für alle leicht nutzbar sein. Förder-Schulen sollen bleiben. Es soll mehr Gebärden-Dolmetscher geben.

Das Land soll ermitteln, welche seiner öffentlich zugänglichen Gebäude noch nicht barrierefrei sind, und sie möglichst umbauen. Ein Modellprojekt zur barrierefreien Verwaltung soll den Kommunen Orientierung geben; auch private Anbieter wie Banken sollen stärker barrierefrei werden. Förderschulen und besondere Wohnformen sollen erhalten und ausgebaut, das Perspektivprogramm für schwerbehinderte Menschen am Arbeitsmarkt fortgesetzt werden. Barrierefreies Wohnen soll über Bauordnung und Förderung gestärkt werden. Bei Gehörlosen- und Taubblindengeld will die CDU Angebote wie Gebärdendolmetscher verbessern und Gehörlosenpädagogik als Studiengang und Fortbildung einrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Den hessischen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention werden wir weiterentwickeln und neu auflegen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Barrierefreier Umbau, Wohnförderung und fortgesetzte Arbeitsmarktprogramme erweitern öffentliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Inklusion und Barrierefreiheit mit dem Erhalt gesonderter Einrichtungen wie Förderschulen.

Teilhabe und Wertschätzung älterer Menschen stärken

Die CDU will das Förderprogramm „Aktion Generation“ ausweiten, damit Kommunen den Alltag seniorengerechter gestalten können. Dazu kommen ein Großelterntag, ein „Innovationspreis 60 Plus“ sowie mehr Angebote für Ehrenamt, Bildung und Medienkompetenz im Alter.

Die CDU will mehr für ältere Menschen tun. Städte und Dörfer sollen Geld für senioren-gerechte Projekte bekommen. Es soll einen Großeltern-Tag geben. Ältere sollen leichter im Ehrenamt mitmachen und studieren können. Sie sollen auch Hilfe beim Umgang mit dem Internet bekommen.

Der Großelterntag soll an einem noch festzulegenden Sonntag stattfinden. Ein „Innovationspreis 60 Plus“ soll Ideen älterer Menschen landesweit bekannt machen. Das Freiwillige Soziale Jahr soll stärker für Senioren geöffnet werden, und die Gebühren für das Seniorenstudium sollen entfallen. Ältere sollen sich über Patenschaften in Kitas und Schulen einbringen können; ein Besuchsangebot „Zeit auf Rädern“ wird geprüft. Weiterlaufen und bei Bedarf mehr Geld erhalten sollen „Senioren im Netz“ sowie das Programm „Digital im Alter – Di@-Lotsen“. Behörden sollen analoge Zugänge behalten, Seniorenbeiräte und Seniorenorganisationen mehr Unterstützung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Wir werden die erfolgreiche „Aktion Generation” ausweiten, damit unsere Städte und Gemeinden zukunftsweisende Maßnahmen für ein sicheres und seniorengerechtes Leben im Alltag realisieren können.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende Förderprogramme sollen ausgeweitet und Studiengebühren für Senioren gestrichen werden, was öffentliche Leistungen schrittweise ausbaut.

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