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CDU zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 6 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Familien und Alleinerziehende steuerlich entlasten

Die CDU will sich im Bund für höhere steuerliche Entlastungen für Familien einsetzen. Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende soll auf 5.000 Euro steigen, Kinderbetreuungskosten sollen bis 6.000 Euro absetzbar sein.

Die CDU will, dass Familien weniger Steuern zahlen. Alleinerziehende sollen einen höheren Freibetrag bekommen. Eltern sollen mehr Kosten für die Kinder-Betreuung von der Steuer absetzen können. Darüber entscheidet der Bund.

Beide Steuerforderungen richten sich an den Bund: 5.000 Euro Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und bis zu 6.000 Euro absetzbare Betreuungskosten. Kinderreiche Familien sollen als eigene Zielgruppe der Familienpolitik stärker beachtet werden. Leistungen für Familien sollen sich in ihrer Höhe stärker als heute an der Zahl der Kinder ausrichten.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Wir werden uns auf Bundesebene dafür einsetzen, den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende auf 5.000 Euro zu erhöhen.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Höhere Freibeträge und Abzugsmöglichkeiten senken die Steuerlast von Familien innerhalb des bestehenden Systems.

Kommunalen Finanzausgleich neu aufstellen

Die CDU will den Kommunalen Finanzausgleich nach einer Evaluierung neu ordnen und die Zuweisungen auf Rekordhöhe halten. Kommunen sollen mehr Spielraum und weniger zweckgebundene Mittel bekommen.

Das Land gibt Städten und Gemeinden Geld. Die CDU will die Regeln dafür neu machen. Die Gemeinden sollen weiter sehr viel Geld bekommen. Sie sollen freier entscheiden, wofür sie es ausgeben. Kleine, weit verstreute Gemeinden sollen mehr Hilfe bekommen.

Leistungsfähigkeit der Kommunen und Zentrumslast sollen neu bewertet werden. Ein höherer „Zersiedlungsfaktor“ soll kleine und zersiedelte Gemeinden besser stellen. Die CDU will an Hilfen wie Hessenkasse, Investitionsprogramme und kommunalen Schutzschirm anknüpfen, sieht nachhaltiges Wirtschaften aber weiter als Aufgabe der Kommunen. Landesstandards, die Kommunen umsetzen müssen, sollen im Dialog überprüft werden. Die Haushaltsberatung für Kommunen soll fortgeführt und gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 126)
„Der Kommunale Finanzausgleich wird dazu – auf Basis der Evaluierung auf eine neue Grundlage gestellt.“
Seite 126 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schuldenbremse einhalten und Staatsquote senken

Die CDU hält an der Schuldenbremse fest und will die Staatsquote senken. Konsumausgaben und aus ihrer Sicht ineffiziente Subventionen sollen sinken, Investitionen in Schulen, digitale Verwaltung und Infrastruktur steigen. Alle Vorhaben des Programms stehen unter Finanzierungsvorbehalt.

Die CDU will keine neuen Schulden machen. Der Staat soll insgesamt weniger Geld ausgeben. Mehr Geld soll es für Schulen, digitale Ämter und Straßen geben. Alle Pläne gelten nur, wenn genug Geld da ist.

Die Partei begründet das mit Generationengerechtigkeit: Keine Generation soll mehr verbrauchen, als sie erwirtschaftet. Statt pauschaler Kürzungen soll es eine Überprüfung von Ausgaben und Aufgaben geben. Zur Bekämpfung der Inflation soll die Haushaltspolitik angebotsorientiert sein, also das Angebot an Waren und Dienstleistungen erhöhen, statt die Nachfrage zu stützen. Das Programm verweist darauf, dass über 70 Prozent der Hessen für die Schuldenbremse in der Verfassung gestimmt haben. Förderprogramme für Kommunen sollen flexibler und unbürokratischer werden; vor neuen Antragsprogrammen wird geprüft, ob eine Pauschale besser passt.

Originalzitat anzeigen (Seite 147)
„Wir wollen die Staatsquote insgesamt senken, dabei Ausgaben zukunftsgerichtet fokussieren, Zukunftsinvestitionen in Schulen, Verwaltungsdigitalisierung und Infrastruktur erhöhen, konsumtive Ausgaben senken und ineffiziente Subventionen abbauen.“
Seite 147 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine niedrigere Staatsquote, Subventionsabbau und das Festhalten an der Schuldenbremse stehen für Haushaltsdisziplin innerhalb des bestehenden Rahmens.

Länderfinanzausgleich reformieren, notfalls klagen

Die CDU will den Länderfinanzausgleich beibehalten, aber so umbauen, dass er mehr wirtschaftliche Anreize und Wettbewerb zwischen den Ländern schafft. Scheitern die Verhandlungen, soll Hessen mit anderen Geberländern erneut vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

Reiche Bundesländer geben armen Bundesländern Geld. Das heißt Länder-Finanzausgleich. Hessen zahlt dabei viel. Die CDU will diese Regeln ändern. Wenn das nicht klappt, will sie vor Gericht klagen.

Nach Darstellung des Programms hat Hessen in mehr als 70 Jahren über 60 Milliarden Euro eingezahlt und nichts erhalten. Das heutige System belohne Empfängerländer nicht für eigene Reformen und verfestige so deren Finanzlage. Hilfen soll es nur in Verbindung mit Sparen und Reformen geben. Zusätzlich strebt die CDU eine Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden an, die sich an Subsidiarität und Konnexität ausrichtet.

Originalzitat anzeigen (Seite 148)
„Wir wollen den Länderfinanzausgleich nicht abschaffen, aber reformieren.“
Seite 148 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Der Ausgleich zwischen den Ländern soll stärker auf Anreize und Wettbewerb statt auf Umverteilung ausgerichtet werden, was eine schrittweise Verschiebung zu mehr Markt bedeutet.

Bargeld ohne neue Obergrenzen erhalten

Die CDU lehnt zusätzliche Obergrenzen für Barzahlungen ebenso ab wie ein Ende des Bargelds. Das gilt für sie auch dann, wenn immer mehr Menschen im Alltag bargeldlos zahlen.

Viele Menschen zahlen heute mit Karte oder Handy. Die CDU will das Bargeld trotzdem behalten. Sie will auch keine neuen Grenzen für Zahlungen mit Bargeld.

Das Programm erkennt an, dass digitales Bezahlen im Alltag zunimmt. Trotzdem spricht sich die CDU gegen weitere Beschränkungen von Barzahlungen aus. Eine völlige Abschaffung von Münzen und Scheinen schließt sie aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 148)
„lehnen wir die Einführung weiterer Bargeldobergrenzen oder gar eine vollständige Abschaffung des Bargeldes entschieden ab.“
Seite 148 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Partei verteidigt den heutigen Stand anonymer Barzahlungen gegen diskutierte Obergrenzen, was eher dem Vorrang individueller Freiheit vor Kontrolle entspricht.

  • Europaeher weniger EU

    Weitere Bargeldobergrenzen werden vor allem auf EU-Ebene diskutiert; ihre Ablehnung stellt sich gegen eine zusätzliche gemeinsame Vorgabe.

Unternehmen entlasten, Steuererhöhungen und Vermögensteuer ablehnen

Die CDU will eine Reform der Unternehmensteuern, bei der einbehaltene Gewinne mit höchstens 25 Prozent belastet werden. Weitere Steuererhöhungen und eine Besteuerung von Vermögen lehnt sie ab und will das auch im Bundesrat vertreten.

Die CDU will, dass Firmen weniger Steuern zahlen. Für Gewinne, die in der Firma bleiben, soll es höchstens 25 Prozent Steuer geben. Höhere Steuern will die CDU nicht. Auch eine Steuer auf Vermögen lehnt sie ab.

Das Programm begründet die Reform damit, dass deutsche Unternehmen deutlich stärker belastet seien als im OECD-Schnitt und eine Rezession drohe. Die Obergrenze von 25 Prozent für im Betrieb belassene Gewinne soll Investitionen und Innovation stärken. Eine Vermögensteuer treffe aus Sicht der CDU bereits versteuertes Einkommen und gefährde Altersvorsorge und Mittelstand, weil Vermögen oft in Betrieben oder Wohnhäusern gebunden ist. Allgemein will die Partei den Staat schlanker machen und die Bürger entlasten.

Originalzitat anzeigen (Seite 148)
„Wir setzen uns für eine Unternehmenssteuerreform ein, die zu einer tatsächlichen Entlastung führt.“
Seite 148 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Steuerlast auf einbehaltene Gewinne soll von rund 30 auf höchstens 25 Prozent sinken und eine Vermögensteuer wird abgelehnt, was den heutigen Stand schrittweise zu niedrigeren Abgaben verschiebt.

Freibeträge bei Erbschaft- und Schenkungsteuer erhöhen

Die CDU will sich im Bund für um ein Viertel höhere Freibeträge bei Erbschaften und Schenkungen einsetzen. Außerdem sollen die Länder die Erbschaftsteuer selbst gestalten können, damit Hessen die Freibeträge an die Immobilienpreise anpassen kann.

Wer erbt, muss oft Steuern zahlen. Ein Teil des Erbes ist steuerfrei. Die CDU will, dass dieser Teil größer wird. Erben sollen das Haus der Eltern nicht verkaufen müssen. Notfalls will die CDU dafür klagen.

Die Freibeträge sollen bundesweit um 25 Prozent steigen. Zusätzlich fordert die CDU regional unterschiedliche Erbschaftsteuersätze und für Hessen Freibeträge, die der Entwicklung der Immobilienpreise folgen. Als Begründung nennt das Programm, dass Erben ihr Elternhaus sonst wegen der Steuer verkaufen müssten. Lehnt der Bund eine Anpassung ab, soll notfalls das Bundesverfassungsgericht entscheiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 149)
„Wir werden uns für eine Regionalisierung der Erbschaftssteuersätze einsetzen und wollen für Hessen die Freibeträge bei der Erbschaftssteuer erhöhen“
Seite 149 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Freibeträge sollen um ein Viertel steigen und die Steuer regionalisiert werden, was Erben innerhalb des bestehenden Systems entlastet.

Kalte Progression ausgleichen und Absetzbarkeit ausweiten

Die CDU will den Ausgleich der kalten Progression per Gesetz verankern und für 2023 und 2024 einen Sonderfreibetrag für Einkommen unter 60.000 Euro. Im Bund will sie sich außerdem dafür einsetzen, dass Kinderbetreuung, Vereinsbeiträge und Blutspenden steuerlich absetzbar werden.

Wenn Preise und Löhne steigen, zahlen Menschen oft mehr Steuern. Das heißt kalte Progression. Die CDU will das per Gesetz ausgleichen. Wer weniger als 60.000 Euro verdient, soll 1.000 Euro extra steuerfrei bekommen. Auch Kosten für Kinderbetreuung sollen die Steuer senken.

Mehreinnahmen des Staates durch Inflation stehen nach Auffassung des Programms den Steuerzahlern zu. Der Sonderfreibetrag soll 1.000 Euro betragen und für die Jahre 2023 und 2024 gelten. Kinderbetreuungskosten sollen bis 6.000 Euro absetzbar sein, ebenso grundsätzlich die Mitgliedsbeiträge gemeinnütziger Vereine. Die Absetzbarkeit von Blutspenden soll mehr Menschen zum regelmäßigen Spenden bewegen. Zugleich will die CDU die Steuerverwaltung personell stark halten und Steuerbetrug konsequent verfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 149)
„Wir wollen deshalb den Ausgleich der kalten Progression gesetzlich festschreiben.“
Seite 149 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein gesetzlicher Ausgleich der kalten Progression und zusätzliche Freibeträge und Abzüge senken die Steuerlast schrittweise innerhalb des bestehenden Systems.

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