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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 2 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kita-Pflichtjahr und verpflichtende Sprachtests einführen

Die CDU will den Besuch einer Betreuungseinrichtung im Jahr vor der Einschulung zur Pflicht machen. Sprachtests und Deutschförderung in Kitas sollen landesweit verbindlich werden, damit alle Kinder beim Schulstart die deutsche Sprache beherrschen.

Die CDU will ein Pflicht-Jahr in der Kita vor der Schule. Alle Kinder sollen einen Sprach-Test machen. Kinder mit Förder-Bedarf müssen einen Vorlauf-Kurs besuchen. So sollen alle Kinder gut Deutsch können, wenn die Schule beginnt.

Die Partei begründet die Pflicht mit gleichen Startchancen für alle Kinder. Die Sprachscreenings nach dem Verfahren KISS sollen überall in Hessen stattfinden und verpflichtend sein. Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen vor der Grundschule verbindliche Vorlaufkurse besuchen. Die Sprachförderung in den Kitas soll weiter wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„wird im letzten Jahr vor der Einschulung der Besuch einer Kinderbetreuungseinrichtung obligatorisch.“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gegliedertes Schulsystem und Förderschulen erhalten

Die CDU will das hessische Schulsystem mit mehreren Schulformen beibehalten und lehnt eine Einheitsschule ab. Förderschulen sollen bestehen bleiben und nach Bedarf ausgebaut werden; statt Strukturdebatten soll guter Unterricht im Mittelpunkt stehen.

Die CDU will die verschiedenen Schul-Formen in Hessen behalten. Sie ist gegen eine einzige Schule für alle. Förder-Schulen sollen bleiben und bei Bedarf wachsen. Das Land soll weiter viel Geld in Schulen stecken.

Die Partei beruft sich auf das Prinzip des Forderns und Förderns und auf das christliche Menschenbild. Sie wendet sich dagegen, in der Lehrerausbildung die Unterschiede zwischen den Schulformen aufzuheben. Alle reinen Realschulen sollen künftig auch zum Hauptschulabschluss führen dürfen; der Schulversuch in Eltville wird dafür dauerhaft gemacht. Das Land soll weiterhin Geld für zusätzliche Lehrkräfte bereitstellen, ebenso für modernere und digitalere Schulen und für deren Entlastung. Kitas und Schulen sollen im Kultusministerium gemeinsam verantwortet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Deshalb halten wir an unserem begabungs- und leistungsorientierten, differenzierten Schulsystem und somit auch an dem Erhalt und bedarfsgerechten Ausbau der Förderschulen fest.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der bestehende gegliederte Schulaufbau samt Förderschulen wird ausdrücklich gegen die diskutierte Einheitsschule verteidigt, was dem bewahrenden Pol entspricht.

Lehrpläne überarbeiten, Alltags- und Finanzwissen vermitteln

Die CDU will die Kerncurricula der Schulfächer schrittweise weiterentwickeln, damit landesweit bestimmte Inhalte einheitlich unterrichtet werden. Dabei sollen mehr praktische Fähigkeiten für den Alltag sowie Wissen über Börse und Aktien in den Unterricht kommen.

Die CDU will die Lehrpläne erneuern. Überall in Hessen sollen Schüler bestimmte Dinge gleich lernen. Sie sollen mehr für den Alltag lernen, zum Beispiel über Verträge und gesundes Essen. Auch über Aktien sollen sie etwas lernen.

Im Mittelpunkt bleiben für die CDU Lesen, Schreiben und Rechnen. Zu den neuen Alltagsthemen zählt das Programm Vertragsabschlüsse, Altersvorsorge, gesunde Ernährung und den Umgang mit Falschmeldungen im Netz. Spätestens in den Abschlussklassen aller Schulformen soll mindestens eine Woche dem Thema Börse und Aktien gewidmet werden, weil die CDU die geringe Verbreitung von Aktien als Hindernis für den Vermögensaufbau sieht. Die zentralen Abschlussprüfungen sollen vergleichbarer werden, unter anderem durch die Erprobung stärker anonymisierter Korrekturen. Neugriechisch soll als Pilotversuch an einer Frankfurter Schule als zweite oder dritte Fremdsprache angeboten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir führen damit verbunden ein Update der Lehrinhalte durch, um in Zukunft mehr praktische Lebenskompetenzen in der Schule zu vermitteln.“
Seite 12 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ganztagsangebote ausbauen, ohne Pflicht zur Ganztagsschule

Die CDU will ganztägige Angebote an Schulen weiter ausbauen und dafür mehr Personal einstellen. Eine verpflichtende Ganztagsschule lehnt sie ab und verweist auf die Wahlfreiheit der Eltern.

Die CDU will mehr Betreuung am Nachmittag in Schulen. Dafür soll es mehr Personal geben. Die Eltern sollen aber selbst entscheiden. Eine Pflicht zur Ganztags-Schule will die CDU nicht.

Der Pakt für den Ganztag soll gestärkt werden; unter Ganztag versteht die CDU individuelle Förderung, Gesundheitsförderung, Hausaufgabenbegleitung und betreute Lernzeiten. Mit Blick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem 1. August 2026 will sie zusätzliche Stellen schaffen und verschiedene pädagogische Berufsgruppen einbinden. Gemeinsam mit den Schulträgern sollen mehr Seniorinnen und Senioren für die Mitarbeit gewonnen werden. Kooperationen mit Vereinen, Jugendfeuerwehren und Hilfsdiensten sollen unterstützt werden, und in jeder Region soll ein Bildungscampus entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir stehen für pädagogisch und qualitativ hochwertige ganztägige Angebote mit klar definierten Standards statt einem Zwang zur Ganztagsschule.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr Stellen für ein öffentliches Betreuungsangebot finanzieren, was öffentliche Leistungen schrittweise ausweitet.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Ausbau der Ganztagsbetreuung mit dem Festhalten an der Entscheidungsfreiheit der Eltern.

Förderschulen neben der Inklusion erhalten

Die CDU unterstützt Inklusion an Schulen als Ziel, sieht aber Grenzen und hält sie nicht für jedes Kind für den besten Weg. Deshalb will sie die Förderschulen in Hessen erhalten und lehnt eine einheitliche Lösung für alle Kinder ab.

Kinder mit und ohne Behinderung können zusammen lernen. Das nennt man Inklusion. Die CDU findet das gut, aber nicht für jedes Kind. Deshalb sollen die Förder-Schulen bleiben.

Nach Darstellung des Programms soll jedes Kind einzeln betrachtet werden. Förderschulen gelten der CDU als unverzichtbarer Teil des Schulsystems. Als Vorteile nennt sie geschützte Räume, kleine Klassen, gezielte Förderung, gesicherte Übergänge in Beruf und Alltag sowie besonders ausgebildete Lehrkräfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Deshalb machen wir uns stark für den Erhalt der Förderschulen in Hessen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die CDU verteidigt das bestehende gegliederte System mit eigenen Förderschulen gegen die Forderung nach durchgängiger Inklusion.

Mehr Deutsch und Mathematik in der Grundschule

Die CDU will in den Klassen 1 und 2 eine weitere Stunde Deutsch einführen und Mathematik schon vor der Einschulung fördern. Kleine Grundschulen sollen vor allem auf dem Land erhalten bleiben.

Kinder in Klasse 1 und 2 sollen eine Stunde mehr Deutsch haben. Vor der Einschulung soll es auch Kurse für Rechnen geben. Kleine Grund-Schulen auf dem Land sollen bleiben. So bleiben die Wege für Kinder kurz.

Die Qualitätsoffensive Mathematik soll fortgesetzt werden. Nach dem Vorbild der verpflichtenden Deutsch-Vorlaufkurse im Jahr vor Schulbeginn will die CDU ein entsprechendes Angebot für Mathematik aufbauen. Deutsch als Bildungssprache soll außerdem in den Lehrplänen und in der Ausbildung der Lehrkräfte ausdrücklich gestärkt werden. Den Erhalt kleiner Grundschulen begründet das Programm mit kurzen Schulwegen für junge Kinder.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Zur Stärkung der Bildungssprache Deutsch werden wir eine zusätzliche Deutschstunde in den Jahrgangsstufen 1 und 2 einführen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Noten und Sitzenbleiben beibehalten, Lernstände erheben

Die CDU will an Ziffernoten sowie an Nichtversetzung, Wiederholung und Querversetzung festhalten. Zugleich sollen verpflichtende Lernstandserhebungen eingeführt werden, um Schülerinnen und Schüler gezielter fördern zu können.

Die CDU will Schul-Noten als Zahlen behalten. Schüler sollen auch weiter eine Klasse wiederholen können. Neu sind Pflicht-Tests zum Lernstand. Damit sollen Lehrer sehen, welche Hilfe ein Kind braucht.

Leitlinie ist für die CDU das Prinzip von Fordern und Fördern. Die neuen diagnostischen Erhebungen sollen Daten liefern, aus denen sich Förderpläne für einzelne Kinder ableiten lassen; die Lernverlaufsdiagnostik soll auch ab Klasse 7 und in mehr Fächern als Deutsch und Mathematik verfügbar sein. Leistungsstarke und besonders begabte Schülerinnen und Schüler sollen weiter gefördert werden, unter anderem über das Beratungszentrum HIBB und die Internatsschule Schloss Hansenberg. Geprüft werden soll, ob die Wahl der Leistungsfächer flexibler werden kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir halten an der verpflichtenden Vergabe von Ziffernoten fest.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die CDU verteidigt Ziffernoten und Sitzenbleiben als überlieferte Elemente der Schule gegen diskutierte Alternativen.

Berufsorientierung und duale Ausbildung stärken

Die CDU sieht berufliche und akademische Bildung als gleichwertig an und will die duale Ausbildung stärken. Dazu sollen die Berufsorientierung ausgebaut, mehr Pflichtpraktika eingeführt und alle Berufsschulstandorte erhalten werden.

Die CDU findet: Eine Ausbildung ist so viel wert wie ein Studium. Schüler sollen früher Berufe kennenlernen. Es soll mehr Pflicht-Praktika geben. Alle Berufs-Schulen sollen bleiben.

In der Mittelstufe soll die Berufsorientierung mehr Gewicht bekommen, und freiwillige Zusatzpraktika sollen leichter möglich sein. Das Handwerk soll schon in Grundschule und Sekundarstufe I über Kooperationen mit beruflichen Schulen präsent sein. Die Mittelstufenschule will die CDU vor allem im ländlichen Raum mit eigenen Mitteln und mehr Betriebskooperationen fördern. Regionale Modelle wie das Limburger Modell oder ProBe sollen landesweit übernommen und der Schulversuch Berufsfachschule für Jugendliche ohne Abschluss flächendeckend ausgeweitet werden. Um das Angebot an den Berufsschulen breit zu halten, will die CDU schulübergreifenden Unterricht und Kooperationen mit Nachbarländern prüfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir wollen auch in Zukunft die duale Ausbildung als Eintrittskarte für berufliche und persönliche Weiterentwicklung stärken.“
Seite 14 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Meister-, Techniker- und Fachwirt-Ausbildung kostenfrei machen

Die CDU will die Ausbildung zum Meister, Techniker und Fachwirt kostenlos machen. Zusätzlich soll eine Aufstiegsförderung finanzielle Hürden bei Fort- und Weiterbildung senken.

Wer Meister, Techniker oder Fachwirt werden will, soll dafür nichts mehr zahlen. Die CDU will außerdem Geld für Weiterbildung geben. So soll Geld kein Hindernis mehr sein.

Das Programm bezeichnet den Meisterbrief als Zeichen für Qualität und hohe Qualifikation. Die Kostenfreiheit soll für drei Abschlüsse der beruflichen Aufstiegsfortbildung gelten. Eine neue Aufstiegsförderung soll hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Die Meister-, Techniker- und FachwirtAusbildung werden wir kostenfrei machen und eine Aufstiegsförderung etablieren, die finanzielle Barrieren für Fort- und Weiterbildung abbaut.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bisher von den Teilnehmenden getragene Fortbildungskosten soll die öffentliche Hand übernehmen, was staatliche Leistungen ausweitet.

Schulsport und kostenlose Schwimmkurse ausbauen

Die CDU will mehr kostenlose Schwimmkurse für Schülerinnen und Schüler anbieten und die Kommunen bei Erhalt und Modernisierung ihrer Bäder unterstützen. Bewegungsangebote an Schulen, vor allem im Ganztag, sollen gemeinsam mit dem Sport gestärkt werden.

Mehr Schüler sollen kostenlos schwimmen lernen. Die CDU will Städten bei ihren Schwimm-Bädern helfen. An Schulen soll es mehr Sport und Bewegung geben. Dabei sollen Sport-Vereine mitmachen.

Bestehende Programme wie die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen, das Sporthelferprogramm, der Schulschwimmpass und der Grundschulwettbewerb von „Jugend trainiert für Olympia“ sollen weiterlaufen und wachsen. Auch den hessischen Bewegungscheck will die CDU beibehalten. An einzelnen Orten sollen gemeinsam mit großen Vereinen und Kommunen Schulsportleistungszentren entstehen. Das Programm begründet dies damit, dass Bewegung für die Entwicklung von Kindern unverzichtbar sei.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir wollen das Angebot kostenloser Schwimmkurse für Hessens Schülerinnen und Schüler ausbauen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundschullehrkräfte nach A13 bezahlen, Unterrichtsversorgung sichern

Die CDU will Grundschullehrkräfte künftig nach der Besoldungsgruppe A13 bezahlen und eine Grundunterrichtsversorgung von 105 Prozent garantieren. Zusätzliche pädagogische Fachkräfte, Quereinsteiger und mehr Mittel für Schulen in schwierigem Umfeld sollen die Lehrkräfte entlasten.

Lehrer an Grund-Schulen sollen mehr Geld bekommen. Die Schulen sollen mehr Lehrer haben, als sie mindestens brauchen. Auch andere Fachleute sollen an Schulen helfen. Schulen mit vielen armen Kindern sollen mehr Geld und Personal bekommen.

Die Personalausstattung für 105 Prozent Unterrichtsversorgung nennt das Programm nicht verhandelbar. Sozialpädagogische Stellen, IT-Fachleute für Verwaltung und Datenschutz sowie an Schulen mit über 500 Kindern eine wirtschaftliche Co-Schulleitung sollen Lehrkräfte und Leitungen entlasten. Quereinstieg und Weiterqualifizierung in Mangel-Lehrämtern werden ausgebaut, während beide Staatsprüfungen erhalten bleiben; im Haupt- und Realschulbereich entstehen Beförderungsstellen. Schulen mit vielen Kindern aus benachteiligten Elternhäusern bekommen über einen Sozialindex mehr Personal und Geld. Geplant sind zudem ein Institut für Lehrergesundheit und Rotations-Schuljahre.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Deswegen heben wir die Besoldung unserer Grundschullehrkräfte auf A13 an.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Besoldung und mehr Stellen an Schulen bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben innerhalb des bestehenden Systems.

Demokratiebildung, Werte und Kinderschutz an Schulen stärken

Die CDU will an Schulen Demokratieerziehung, Wertevermittlung und Extremismusprävention fortführen und die historisch-politische Bildung stärken. Sie hält am konfessionellen Religionsunterricht und am Ethikunterricht fest und will Kinderschutz, Schulpsychologie und Suizidprävention ausbauen.

Schüler sollen mehr über Demokratie und deutsche Geschichte lernen. Sie sollen dafür wichtige Orte besuchen. Religions-Unterricht und Ethik sollen bleiben. Auch für muslimische Kinder soll es ein Angebot geben. Schulen sollen Kinder besser vor Gewalt schützen.

Bis Klasse 7 soll es in allen Bildungsgängen zusätzliche Stunden für den Klassenrat geben. Alle Schülerinnen und Schüler sollen Orte der deutschen Demokratiegeschichte besuchen, etwa die Paulskirche oder Grenzgedenkstätten. Für muslimische Kinder will die CDU ein eigenes Unterrichtsangebot sicherstellen. Gewaltprävention und Kinderschutz werden mit Landesgeld für die Schulträger ausgebaut, verbunden mit einer Pflichtfortbildung zum Kinderschutz. Mehr Schulgesundheitsfachkräfte, mehr Erste-Hilfe-Kurse, eine größere Schulpsychologie und ein landesweites Koordinierungsprojekt zur Suizidprävention kommen hinzu.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir setzen auch weiterhin in Schulen den Fokus auf Grundrechtsklarheit, Extremismusprävention, Wertevermittlung und Demokratieerziehung.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt bewahrt den bestehenden konfessionellen Religionsunterricht und sieht zugleich ein Angebot für muslimische Kinder vor.

Berufliche Bildung der akademischen gleichstellen

Die CDU will berufliche und akademische Bildung rechtlich, finanziell und in der Schule gleichstellen. Berufsschulen sollen besser ausgestattet werden, und Schüler sollen früher mit dem Handwerk in Kontakt kommen.

Die CDU will: Eine Ausbildung soll so viel zählen wie ein Studium. Berufsschulen bekommen moderne Geräte und mehr Lehrer. Kinder sollen in der Schule mehr über das Handwerk lernen. Es soll einen Tag des Handwerks an den Schulen geben.

Haupt- und Realschulen sollen mit neuen Schwerpunkten zu Zentren für berufliche Bildung werden, und in Grundschulen soll Werken und Gestalten wieder mehr Raum im Unterricht bekommen. Berufsschulen sollen moderne Geräte, mehr Lehrkräfte und gesicherte Standorte in der Fläche erhalten; ein eigenes kommunales Investitionsprogramm dafür wird geprüft. Gemeinsam mit dem Handwerk plant die CDU Azubi-Campi, die Wohnen, Lernen und Arbeiten verbinden. Ausbildungsförderprogramme sollen fortgeführt, das Programm „Wirtschaft integriert“ ausgebaut und eine Azubi-App zur Vermittlung von Lehrstellen entwickelt werden. Beim Bund will die Partei prüfen lassen, ob Auszubildende von Sozialversicherungsbeiträgen befreit werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir werden für echte Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in rechtlicher, finanzieller und schulischer Hinsicht sorgen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Forschungsministerium schaffen, Gebühren für Forschungsanträge streichen

Die CDU will ein eigenes hessisches Ministerium für Forschung und Technologie einrichten und einen „Stärke-Pakt“ mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wirtschaft schließen. Genehmigungsanträge für Forschungsvorhaben sollen künftig gebührenfrei sein.

Die CDU will ein eigenes Ministerium für Forschung und Technik. Hochschulen, Forscher und Firmen sollen einen Pakt schließen. Anträge für Forschung sollen nichts mehr kosten. So soll Hessen bei der Forschung vorne bleiben.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass Innovationen künftige Arbeitsplätze, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern. Das neue Ministerium soll die Anstrengungen des Landes in Forschung und Technologie bündeln. Der Stärke-Pakt soll das Bewusstsein für Forschung in der Gesellschaft stärken und neue Impulse geben, damit Hessen für Spitzenpersonal und wissenschaftlichen Nachwuchs attraktiv bleibt. Die Gebührenfreiheit gilt für Anträge von Hochschulen wie von privaten Unternehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Für Genehmigungsanträge im Zusammenhang mit Forschungsvorhaben durch Hochschulen oder private Unternehmen wird Hessen keine Gebühren mehr erheben.“
Seite 30 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Grundfinanzierung und Autonomie der Hochschulen stärken

Die CDU will die Grundfinanzierung der Hochschulen im nächsten Hochschulpakt ab 2025 erhöhen und den Hochschulen wieder mehr Eigenständigkeit geben. Steigende Kosten sollen nicht zulasten von Forschung und Lehre gehen.

Die Hochschulen sollen ab 2025 mehr festes Geld vom Land bekommen. Preise und Baukosten steigen nämlich. Forschung und Lehre sollen darunter nicht leiden. Die Hochschulen sollen außerdem mehr selbst entscheiden dürfen.

Die Änderungen des Hochschulgesetzes der vergangenen Jahre sollen daraufhin überprüft werden, ob sie die Autonomie der Hochschulen einschränken. Die Digitalisierung soll als Daueraufgabe einen eigenen Posten in der Grundfinanzierung erhalten; auch Tenure-Track, das 300-W-Programm, Praxissemester, Lehrkräftebildung und Psychotherapie sollen dort einbezogen werden. Als Gründe für den Mehrbedarf nennt das Programm Inflation, Energiepreise und Baukosten. Für die Hochschulmedizin strebt die CDU eine dritte Finanzierungssäule von Land und Bund an und will die Universitätskliniken weiter ausreichend finanzieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Deswegen wollen wir die Grundfinanzierung der Hochschulen im Nachfolge-Hochschulpakt ab 2025 verlässlich und angemessen steigern.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Mittel für Hochschulen sollen steigen, was die staatlichen Ausgaben schrittweise ausweitet.

Hochschulbau und digitale Infrastruktur ausbauen

Die CDU will die Mittel für die Hochschulbauprogramme HEUREKA und COME erhöhen und ein neues Programm HEUREKA DIGITAL für die digitale Infrastruktur auflegen. Ein erweiterter Digitalpakt, ein gemeinsames Hochschulportal und eine landesweite StudiApp sollen hinzukommen.

Die CDU will mehr Geld für Gebäude der Hochschulen geben. Ein neues Programm soll die digitale Technik an Hochschulen verbessern. Alle Hochschulen sollen ein gemeinsames Internet-Portal bekommen. Eine App soll den Studierenden-Ausweis ersetzen. Die Verwaltung soll einfacher werden.

Der neue „Digitalpakt Hochschule“ soll unter anderem die Hochleistungsrechner ausbauen. Das cloudbasierte Hochschulportal soll eine gemeinsame Sicherheitsarchitektur bieten; eine gemeinsame Online-Bibliothek wird geprüft. Die StudiApp soll einen digitalen Ausweis, Bibliothekszugang, Mensazahlung und das Semesterticket enthalten. Hochschulen sollen auf Wunsch leichter selbst über ihre Bauvorhaben bestimmen können. Die Hochschulverwaltung soll entbürokratisiert, die Budgetverwaltung vereinfacht und der Schutz vor Cyberangriffen ausgebaut werden; dazu kommen Fortbildungen zu Künstlicher Intelligenz.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir legen ein Programm HEUREKA DIGITAL auf, das ausschließlich die Stärkung der digitalen Infrastruktur an unseren Hochschulen fördert“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Baumittel und ein neues Landesprogramm für digitale Infrastruktur weiten die öffentlichen Investitionen schrittweise aus.

Betreuung und Qualität der Lehre verbessern

Die CDU will das Verhältnis von Lehrenden zu Studierenden verbessern, indem sie die Lehrverpflichtungsverordnung und das Kapazitätsrecht reformiert. Hinzu kommen bessere Studienberatung, mehr unbefristete Stellen im Mittelbau und ein gebündeltes Bachelor-Angebot.

Die CDU will die Lehre an Hochschulen verbessern. Auf einen Lehrenden sollen weniger Studierende kommen. Die Beratung für Studierende soll besser werden. Mehr Mitarbeiter der Hochschulen sollen feste Stellen bekommen. Mehr Studierende sollen ihr Studium erfolgreich abschließen.

Geprüft wird, ob weitere Studiengänge auf Bachelor umgestellt werden können und ob das Bachelor-Angebot zu kleinteilig ist; für staatlich geregelte Berufe bleibt das Staatsexamen. Mischformen aus Präsenz- und Online-Lehre sollen ausgebaut werden. Vorgesehen sind Talentscouting, Begabtenförderung, ein MINT-Pilotprojekt und engere Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen. Das duale Studium wird weiter unterstützt, die Landesförderung für Berufsakademien und private Studienzentren neu geordnet. Zudem will die CDU Stipendien stärken und Anreize für Systemakkreditierungen setzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Durch eine Reform der Lehrverpflichtungsverordnung entsprechend der veränderten Ansprüche an moderne Bildung sowie kapazitätsrechtliche Reformen werden wir Verbesserungen bei der Betreuungsrelation umsetzen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Studierende bei Wohnen und Kosten entlasten

Die CDU will das Förderprogramm für studentisches Wohnen fortsetzen und aufstocken sowie die Studierendenwerke stärken. Außerdem will sie prüfen, ob der Rundfunkbeitrag für Auszubildende und Studierende gesenkt oder gestrichen werden kann.

Die CDU will mehr Wohnungen für Studierende fördern. Das Essen in der Mensa soll günstig und gesund bleiben. Die CDU prüft, ob Studierende und Azubis weniger Rundfunk-Beitrag zahlen. Auch das BAföG will sie beobachten. BAföG ist Geld vom Staat für das Studium.

Bei der Wohnungsbauförderung will das Land weiterhin einen Schwerpunkt auf studentisches Wohnen legen. Für günstiges und gesundes Mensaessen sollen die Hochschulen vor Ort sorgen. Die CDU will sich dafür einsetzen, die Zweitwohnsitzsteuer für Studierende abzuschaffen, die sich im ländlichen Raum politisch engagieren. Die Wirkung der BAföG-Reform des Bundes soll beobachtet und bei Bedarf sollen Anpassungen angeregt werden. Auf Bundesebene setzt sich die CDU für die kostenfreie und rechtssichere Nutzung digitaler Lerninhalte ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Dazu werden wir das erfolgreiche Programm „Studentisches Wohnen“ fortsetzen und weiter erhöhen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Förderung für Studierendenwohnungen und mögliche Entlastungen bei Abgaben bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Spitzenforschung und Großforschungsstandorte ausbauen

Die CDU will eine Exzellenzuniversität in Hessen erreichen und das Forschungsprogramm LOEWE fortführen und weiterentwickeln. Große Forschungsstandorte wie FAIR, hessian.AI und die ESA in Darmstadt sollen gestärkt werden.

Hessen soll eine Exzellenz-Universität bekommen. Das ist eine besonders ausgezeichnete Universität. Das Forschungs-Programm LOEWE soll weiterlaufen. Der Staat und private Firmen sollen gemeinsam forschen. Große Forschungs-Zentren in Darmstadt sollen wachsen.

Neben LOEWE will die CDU private Exzellenzforschung fördern und Exzellenzcluster in öffentlich-privater Partnerschaft aufbauen, zunächst in bestehenden Clustern von Pharma bis Raumfahrt. Das LOEWE-Budget wird evaluiert, erfolgreiche Projekte sollen verstetigt und mit außeruniversitärer Forschung verzahnt werden. Das Programm Hessen Horizon für EU-Forschungsmittel soll ausgebaut werden. Vorangetrieben werden das Beschleunigerzentrum FAIR, das KI-Zentrum hessian.AI und die Cybersicherheitsforschung. Die CDU will ein Besucherzentrum bei der ESA in Darmstadt und Hessen zu einem vollwertigen Standort des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Wir streben daher an, in Zukunft eine Exzellenzuniversität in Hessen zu etablieren.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr öffentliche Forschungsförderung mit privater Beteiligung in öffentlich-privaten Partnerschaften und nimmt damit keine Seite ein.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Hessen im Vergleich