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parteiprogramm

CDU zur Familie

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mehr Zeit und Angebote für Familien schaffen

Die CDU will Eltern mehr zeitliche Flexibilität verschaffen, etwa durch flexiblere Arbeitszeiten und Familienzeitkonten. Zugleich soll die Infrastruktur für Familien wachsen, zum Beispiel durch mehr Familienzentren.

Die CDU will, dass Eltern mehr Zeit für ihre Kinder haben. Arbeitszeiten sollen flexibler werden. Es soll mehr Familien-Zentren geben. Paare mit Kinder-Wunsch sollen Hilfe bekommen.

Zusammen mit Sozialpartnern und Unternehmen sollen Arbeitszeiten flexibler werden und Hürden im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht fallen. Zeitwertkonten sollen einfacher nutzbar und zu Familienzeitkonten ausgebaut werden, wobei das Land als Arbeitgeber vorangehen soll. Die steuerliche Förderung haushaltsnaher Dienstleistungen will die CDU beibehalten. Familienzentren sollen verlässlich finanziert und ihr Netz erweitert werden, die in der Pandemie entstandenen Erholungsangebote für Familien sollen dauerhaft bleiben. Außerdem will die Partei Kinderwunschbehandlungen unterstützen und sich für ein flexibleres Adoptionsrecht einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„wollen wir mehr Möglichkeiten für eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung schaffen sowie zeitliche Freiräume und rechtliche Hürden insbesondere im Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht abbauen.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Arbeitszeitregeln sollen gelockert und rechtliche Hürden abgebaut werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung weniger Regulierung verschiebt.

Kinderfreundlichkeit und Jugendbeteiligung fördern

Die CDU will Familien mit Kindern im Alltag mehr Vorrang geben und dazu einen „Pakt für Kinderfreundlichkeit“ mit Kommunen und gesellschaftlichen Institutionen schließen. Kinder unter sechs Jahren sollen landeseigene Einrichtungen kostenlos besuchen können.

Die CDU will Hessen freundlicher für Kinder machen. Kleine Kinder sollen in Einrichtungen des Landes keinen Eintritt zahlen. Es soll Familien-Tickets für beliebig viele Kinder geben. Jugendliche sollen in ihren Orten mehr mitreden können.

Geplant ist ein Aktionsplan, der an die Kommission „Hessen hat Familiensinn“ anknüpft. Die Familienkarte Hessen soll bleiben und erweitert werden. In landeseigenen Einrichtungen mit Eintritt soll es Familientickets ohne Obergrenze bei der Kinderzahl geben, dafür will die CDU auch bei den Verkehrsverbünden werben. Ein Kinder- und Jugendförderplan soll die Landesförderung der Jugendarbeit weiterentwickeln. Servicestellen und Beratung sollen zu mehr kommunalen Jugendvertretungen führen, der Landesjugendkongress HOP! wird fortgesetzt.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Der Eintritt in allen landeseigenen Einrichtungen für Kinder unter 6 Jahren soll grundsätzlich kostenfrei sein.“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kinderschutz mit Meldepflicht und Koordinatoren ausbauen

Die CDU will den Kinderschutz stärken und setzt dabei zuerst auf Vorbeugung und Hilfe für Eltern. Einrichtungen, die mit Kindern arbeiten, sollen Verdachtsfälle von Misshandlung oder Vernachlässigung melden müssen, und Jugendämter sollen Kinderschutzkoordinatoren erhalten.

Die CDU will Kinder besser schützen. Schulen und andere Einrichtungen sollen einen Verdacht auf Misshandlung melden müssen. Jugendämter sollen eigene Fachleute für Kinder-Schutz bekommen. Eltern sollen früh Hilfe erhalten.

Wer mit Kindern arbeitet, soll einen Leitfaden für den Umgang mit begründeten Verdachtsfällen bekommen. Kinderschutzambulanzen und Childhood-Häuser sollen ausgebaut werden. Ein fachübergreifendes Kompetenzzentrum soll Familienrichter, Sozialarbeiter und Mediziner fortbilden und zum Kinderschutz forschen. Gegen Cybergrooming, also das gezielte Ansprechen Minderjähriger im Netz mit sexuellen Absichten, setzt die CDU auf Prävention und Medienkompetenz. Das Projekt „Kindeswohl im Sport“ soll landesweit gelten, Pflegeeltern sollen eine eigene Auszeichnung erhalten, und alle Vorsorgeuntersuchungen bis zum Jugendalter sollen Kassenleistung werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir halten eine Pflicht zur Meldung von Verdachtsfällen der Kindesmisshandlung oder Kindesvernachlässigung in allen Institutionen (v.a. auch in den Schulen), in denen mit Kindern gearbeitet wird, für notwendig.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine neue Meldepflicht für Einrichtungen und entschlosseneres Eingreifen der Jugendämter erweitern staatliche Pflichten und Eingriffsmöglichkeiten schrittweise.

Kinderbetreuung und Tagespflege ausbauen

Die CDU will das Betreuungsangebot in allen Formen erweitern, damit jedes Kind auf Wunsch der Eltern einen wohnortnahen, guten Platz bekommt. Betreuung in der Familie, bei Tageseltern, in Krippe und Kita gilt ihr als gleichwertig.

Die CDU will mehr Plätze für die Kinder-Betreuung schaffen. Das Land soll den Städten und Gemeinden Geld für Kitas geben. Auch Tages-Eltern sollen gestärkt werden. Eltern sollen frei wählen können.

Das Investitionsprogramm des Landes für Kitas soll weiterlaufen, und das Baurecht soll schnellere Kita-Bauten erlauben. Vom Bund verlangt die CDU eine Beteiligung an den Betreuungskosten und dauerhafte Mittel aus dem „Gute-Kita-Gesetz“. Geplant sind eine Offensive für Tageseltern mit Vertretungsmodellen sowie mehr Betriebskitas über eine Rahmenvereinbarung mit Kommunen und Arbeitgeberverbänden. Geprüft wird eine landesweite digitale Platzvergabe für Kita und Tagespflege. Die Zuständigkeit für Kinderbetreuung soll ins Kultusministerium wechseln.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir streben dafür die Fortsetzung des Landeskitainvestitionsprogramms an und werden dafür weitere Mittel zur Verfügung stellen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Landesmittel für den Kita-Ausbau erhöhen öffentliche Investitionen innerhalb des bestehenden Systems.

Kita ab drei Jahren ganz beitragsfrei machen

Die CDU strebt an, die Betreuung für Kinder ab drei Jahren vollständig kostenlos zu machen, über die heute beitragsfreien sechs Stunden täglich hinaus. Voraussetzung ist, dass Hessen nach neuen Verhandlungen zum Länderfinanzausgleich mehr Geld behält.

Heute sind sechs Stunden Kita am Tag kostenlos. Die CDU will die Betreuung ab drei Jahren ganz kostenlos machen. Das soll nur kommen, wenn Hessen mehr Geld behalten darf. Dafür muss der Finanz-Ausgleich zwischen den Ländern neu verhandelt werden.

Die volle Beitragsfreiheit soll für alle Betreuungsformen gelten. Zudem will die CDU die Landesförderung der Kinderbetreuung von Bürokratie befreien und Vorgaben vereinfachen. Geprüft wird, ob das Land statt des heutigen Verteilungsschlüssels einen festen Betrag je Kind bis zum sechsten Geburtstag zahlt. Kitas sollen mehr Freiraum für eigene Schwerpunkte bekommen, und nicht-pädagogische Kräfte sollen Fachkräfte bei Alltags- und Verwaltungsaufgaben entlasten dürfen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„streben wir an, die Kinderbetreuung in allen Betreuungsformen über die bereits erfolgte Beitragsfreistellung von 6 Stunden am Tag hinaus für alle Kinder ab drei Jahren kostenlos zu machen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Beitragsfreiheit würde eine bestehende öffentliche Leistung erweitern, steht aber unter Finanzierungsvorbehalt und wird mit weniger Vorgaben verbunden.

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