Schuldenbremse für Investitionskredite öffnen
Die Grünen halten am Grundgedanken der Schuldenbremse fest, wollen sie aber ändern: Kredite für Investitionen in Infrastruktur und Klimaschutz sollen mit festem Tilgungsplan erlaubt sein. Unterlassene Investitionen belasten aus ihrer Sicht künftige Generationen ebenfalls.
Die Schuldenbremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die Grünen wollen diese Regel ändern. Der Staat soll Schulden machen dürfen für Straßen, Schienen, Gebäude und Klimaschutz. Dafür soll es einen festen Plan zur Rückzahlung geben. Laufende Ausgaben soll der Staat weiter aus seinen Einnahmen bezahlen.
Mit zweckgebundenen Krediten soll der Klima- und Transformationsfonds aufgestockt werden, um mehr Klimaschutz und Klimaanpassung zu finanzieren. Bis zu einer Änderung des Grundgesetzes wollen die Grünen die bestehenden verfassungsrechtlichen Spielräume ausschöpfen. Genannt werden öffentliche Investitionsgesellschaften, Förderprogramme über die landeseigene WIBank und Investitionsfonds, an denen sich privates Kapital beteiligt.
Originalzitat anzeigen (Seite 82)
„Wir treten daher für eine Weiterentwicklung der Schuldenbremse ein, die Kredite für Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sowie in Klimaschutz verbunden mit einem konkreten Tilgungsplan zulässt.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Die Schuldenregel soll für kreditfinanzierte öffentliche Investitionen gelockert werden, während ihr Grundsatz für laufende Ausgaben bestehen bleibt.
- Klimaeher Klimaschutz zuerst
Zusätzliche Kredite sollen ausdrücklich mehr Klimaschutz und Klimaanpassung finanzieren und diese beschleunigen.