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FDP zur Bildung

Aus dem Programm „Feuer und Flamme für Hessen. Programm zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 120 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 6 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitale Bildung in Kitas fördern

Die FDP will, dass schon Kitas die Grundlage für einen souveränen Umgang mit digitaler Technik legen. Dafür plant sie ein Förderprogramm für Technik und Ausstattung.

Kinder sollen schon in der Kita etwas über digitale Technik lernen. Die FDP will den Kitas dafür Geld geben. Damit können sie Geräte kaufen. Fachkräfte sollen mehr Fortbildungen bekommen.

Das Förderprogramm soll Infrastruktur und Ausstattung der Einrichtungen bezahlen. Fortbildungen zur digitalen Bildung sollen ausgebaut werden. Ein Atlas „Digitale Kita“ soll erfassen, welche Angebote und welche Ausstattung es gibt, und weitere Schritte aufzeigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Wir wollen daher ein Förderprogramm aufsetzen, mit dem Bildungs- und Betreuungseinrichtungen Infrastruktur und Ausstattung finanzieren können.“
Seite 5 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sprachförderung und Schulvorbereitung ausbauen

Die FDP will mehr Landesgeld für Sprachförderung bereitstellen, die in der Kita beginnt und die ganze Schulzeit begleitet. Sprach-Kitas sollen bleiben und wachsen, das freiwillige Schulvorbereitungsjahr soll ausgebaut werden.

Kinder sollen gut sprechen lernen. Die FDP will dafür mehr Geld vom Land geben. Die Förderung soll in der Kita beginnen. Sie soll in der Schule weitergehen. Fachleute sollen früh testen, ob ein Kind Hilfe braucht.

Vorgesehen ist ein durchgängiges Konzept von der Kita bis zum Ende der Schulzeit. Fachkräfte sollen früh Sprach-Screenings und Tests auf Rechenschwäche (Dyskalkulie) durchführen, dazu kommen flächendeckende Angebote für Sprache, Mathematik und Naturwissenschaften. Die Verfahren zur Feststellung der Schuleignung sollen auf ihre Wirkung geprüft werden. Das Qualifizierte Schulvorbereitungsjahr soll freiwillig bleiben und bestehende Vorschulprogramme aufnehmen können. Vorlaufkurse sollen durch Sprachförderung im Alltag ergänzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Daher wollen wir für die Sprachförderung mehr Landesmittel zur Verfügung stellen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitalstrategie für alle Schulen umsetzen

Die FDP will eine „Digitalstrategie Schule Hessen“, die Technik, Unterricht, Lehrerbildung und Verwaltung umfasst. Alle Schulen sollen WLAN, schnelles Internet, moderne Geräte und Lernplattformen bekommen; Tablets sollen Schulbücher ersetzen können.

Die FDP will Schulen mit moderner Technik ausstatten. Jede Schule soll WLAN und schnelles Internet haben. Kinder sollen mit einem Tablet statt mit Büchern lernen können. Sie sollen auch lernen, klug mit Medien umzugehen.

Bei Software soll Open Source Vorrang haben, wenn die Qualität vergleichbar ist. Geprüft wird ein Digitalisierungsbudget, über das Schulen selbst verfügen, samt einem Programm für Fachkräfte mit pädagogischem und technischem Wissen. Medienkompetenz-Trainings sollen verankert, Kerncurricula regelmäßig angepasst und digitale Inhalte fest in die Lehrerbildung aufgenommen werden. Für die Zulassung digitaler Anwendungen prüft die FDP eine Positivliste. Gegen Cybermobbing und Cybergrooming sollen Prävention ausgeweitet und mehr Jugendmedienschutzbeauftragte sowie Medienberater eingesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Alle Schüler sollen zukünftig statt mit Schulbüchern nur noch mit einem Tablet zur Schule gehen können.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die flächendeckende Ausstattung aller Schulen mit Technik erfordert zusätzliche öffentliche Investitionen.

Pflichtfach Informatik und KI im Unterricht

Die FDP will bis zum Ende der kommenden Wahlperiode überall verpflichtenden Informatik-Unterricht in der Sekundarstufe I anbieten. Außerdem soll der Einsatz von künstlicher Intelligenz an Schulen gefördert werden.

Alle Kinder in den Klassen 5 bis 10 sollen Informatik lernen. Das soll in einigen Jahren überall möglich sein. Die FDP will auch künstliche Intelligenz im Unterricht nutzen. Das sind Computer-Programme, die selbst lernen.

Schülerinnen und Schüler sollen digitale Anwendungen nicht nur nutzen, sondern auch verstehen, wie sie funktionieren und entstehen. Für KI-gestützte Programme plant die FDP einen eigenen Einsatzrahmen, KI-Innovationsschulen und einen Pool an Anwendungen. Land und Schulträger sollen Schulen außerdem bei offenen Lernräumen unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir wollen bis zum Ende der nächsten Wahlperiode flächendeckend ein Angebot für einen verpflichtenden Informatik-Unterricht in der Sekundarstufe I schaffen.“
Seite 8 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrkräfte von Verwaltungsarbeit entlasten

Die FDP will Berichtspflichten an Schulen straffen oder streichen, damit mehr Zeit für Unterricht bleibt. Zusätzliche Sekretariats- und Assistenzstellen sollen Verwaltungsaufgaben übernehmen.

Lehrerinnen und Lehrer sollen weniger Papierkram haben. Die FDP will manche Berichte abschaffen. Schulen sollen mehr Personal für das Büro bekommen. So bleibt mehr Zeit für den Unterricht.

Dokumentationspflichten und Verwaltungsvorschriften sollen überprüft werden. Doppelte Strukturen zwischen Kultusministerium, Schulämtern und Schulen will die FDP abschaffen. Zentrale Dienste, etwa Musterverträge, sollen Schulen Arbeit abnehmen. Für mehr Sekretariats- und Assistenzstellen soll auch das Land Geld geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir streben eine Entbürokratisierung durch Straffung und Abschaffung von Berichtspflichten an, um unsere Schulleitungen und Lehrkräfte zu entlasten.“
Seite 8 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen mehr Selbstständigkeit geben

Die FDP will das Modell der selbstständigen Schule ausbauen und alle Schulen auf dem Weg dorthin unterstützen. Schulen sollen selbst über Geld und Personal entscheiden, weil das nach Ansicht der Partei zu besseren Leistungen führt.

Schulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Sie sollen ihr Geld selbst verteilen. Sie sollen auch ihr Personal selbst auswählen. Die FDP meint: Dann lernen Kinder besser.

Das Programm verweist auf Studien, nach denen Schulen mit mehr Entscheidungsfreiheit bessere Ergebnisse erzielen. Eine Trennung in pädagogische und finanzielle Selbstständigkeit lehnt die FDP ab. Die Auswertungen des bestehenden Programms sollen für mehr Flexibilität genutzt werden. Für die neuen Aufgaben sollen Schulen Verwaltungskapazität erhalten; als Vorbild nennt die Partei Deutsche Auslandsschulen mit getrennter Verwaltungs- und pädagogischer Leitung.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir wollen daher, dass die Entscheidungen über die Verwendung der finanziellen Mittel sowie die Personalhoheit den Schulen im vorgenannten Rahmen übertragen werden.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Budget- und Personalhoheit von der zentralen Schulverwaltung auf die einzelne Schule zu verlagern, setzt stärker auf Eigenverantwortung statt zentraler Steuerung.

Lehrkräftemangel mit Fachkräfteoffensive bekämpfen

Die FDP will die Unterrichtsversorgung sichern und Reserven für Ausfälle einplanen. Gegen den Lehrkräftemangel setzt sie auf bessere Planung, attraktivere Arbeitsbedingungen sowie Quer- und Seiteneinsteiger.

An Schulen fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die FDP will besser planen, wie viele gebraucht werden. Der Beruf soll attraktiver werden. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen unterrichten können.

Die Personalzuweisung soll Aufgaben wie Ganztag, Inklusion und Integration abbilden und Puffer für Krankheit, Fortbildung und Schulveranstaltungen enthalten. Die FDP nennt angemessene Bezahlung sowie Möglichkeiten zu Weiterbildung und Aufstieg. Eine Fachkräfteoffensive soll vor allem Lehrkräfte für Grund-, Förder- und berufliche Schulen gewinnen. Quer- und Seiteneinstieg sollen in Vollzeit und neben dem Beruf möglich sein, bei gesicherten Qualitätsstandards.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir fordern, dem Lehrkräftemangel mit einer laufend aktualisierten und transparenten Bedarfsplanung sowie einer Anpassung des Einstellungsprozesses zu begegnen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Lehrkräftestellen mit Reserven und bessere Beschäftigungsbedingungen erweitern öffentliche Ausgaben für Bildung.

Schulsozialarbeit und multiprofessionelle Teams ausbauen

Die FDP will, dass Schulen enger mit Psychologen, Therapeuten, Jugendhilfe und weiteren Fachkräften zusammenarbeiten. Die Schulsozialarbeit soll wachsen.

An Schulen sollen nicht nur Lehrkräfte arbeiten. Die FDP will mehr Sozialarbeit an Schulen. Auch Fachleute für Gesundheit und Psychologie sollen helfen. Grundschulen können Treffpunkte für Familien bekommen.

Geprüft werden soll, die Schulsozialarbeit in einem Landesgesetz zu regeln. Wegen gesundheitlicher Belastungen der Schülerinnen und Schüler sollen Schulgesundheitsassistenten stärker eingesetzt werden. Familienzentren an Grundschulen sieht die FDP als Möglichkeit, Schule und Elternhaus enger zu verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir fordern den Ausbau der Schulsozialarbeit. Dabei müssen die verschiedenen Angebote sinnvoll verzahnt werden.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau von Schulsozialarbeit und Gesundheitsassistenz erweitert öffentliche Leistungen an Schulen.

Inklusion umsetzen, Förderschulen als Wahl erhalten

Die FDP bekennt sich zur UN-Behindertenrechtskonvention und will Kinder mit Förderbedarf an Regelschulen unterrichten. Zugleich sollen Eltern weiter eine Förderschule wählen können.

Kinder mit Behinderung sollen an normalen Schulen lernen können. Dafür sollen die Schulen genug Räume, Material und Personal bekommen. Eltern sollen aber auch eine Förderschule wählen dürfen. Förderschulen sollen deshalb bleiben.

Für Inklusion sollen Räume, Sachmittel und Personal bereitstehen. Förderstunden sollen nach Bedarf zugewiesen werden, an Förderschulen wie im inklusiven Unterricht. Der Wechsel zwischen Förder- und Regelschule soll leicht möglich sein. Beratungszentren sollen mehr Kapazität bekommen, und der Austausch zwischen Schulen, Förderzentren, Hochschulen und Forschung soll gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Förderschulen sollen erhalten bleiben, wenn Eltern der Überzeugung sind, dass ihrem Kind dort die bestmögliche Förderung zuteilwird.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet inklusiven Unterricht an Regelschulen mit dem Erhalt der Förderschulen als Wahlmöglichkeit.

MINT-Förderung an Schulen ausbauen

Die FDP will an mehr Schulen einen Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legen. Dazu sollen Schulen stärker mit außerschulischen Lernorten, Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiten.

MINT heißt: Mathematik, Informatik, Natur-Wissenschaften und Technik. Die FDP will diese Fächer an mehr Schulen stärken. Es soll Angebote in den Ferien geben. Kinder sollen früh Berufe aus diesem Bereich kennenlernen.

Alle Schulformen und Altersstufen sollen einbezogen werden, mit leicht zugänglichen Einstiegsangeboten. Ferienangebote und regionale Schülerforschungszentren sollen ausgebaut, die Initiative „Future Space“ dauerhaft verankert werden. Die Teilnahme an Wettbewerben und Olympiaden soll gefördert und die Betreuung durch Lehrkräfte besser anerkannt werden. In der Berufsorientierung sind Projekttage und Besuche in Unternehmen vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir werden an mehr Schulen in Hessen einen grundlegenden Schwerpunkt der MINT-Förderung legen“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wirtschafts- und Finanzbildung an Schulen stärken

Die FDP will Wirtschaft und Finanzen im Fach Politik und Wirtschaft (PoWi) an allen Schulformen stärker verankern. Sie sieht dieses Wissen als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.

Kinder sollen in der Schule mehr über Geld und Wirtschaft lernen. Das gilt für alle Schulen. Die FDP will dafür die Lehrpläne ändern. Schulen sollen Politik und Wirtschaft auch als zwei Fächer unterrichten dürfen.

Die Kerncurricula sollen überarbeitet werden. Die FDP fordert einen Lehrstuhl für Wirtschaftsdidaktik und will Schulen erlauben, Politik und Wirtschaft in allen Stufen getrennt und gleichrangig zu unterrichten. Ein Fachreferat im Kultusministerium soll für finanzielle Bildung zuständig sein. Die Maßnahmen sollen mit der Strategie des Bundes zur finanziellen Bildung abgestimmt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Dazu fordern wir insbesondere, die Themengebiete Wirtschaft und Finanzen im Fach PoWi zu stärken.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Sport- und Schwimmunterricht sichern

Die FDP will mindestens drei Stunden Sport pro Woche an allen Schulen garantieren, erteilt von ausgebildeten Sportlehrkräften. Jedes Kind soll sicher schwimmen lernen können.

Alle Kinder sollen drei Stunden Sport pro Woche haben. Ausgebildete Sport-Lehrkräfte sollen den Unterricht geben. Jedes Kind soll schwimmen lernen können. Die FDP will deshalb Schwimmbäder bei der Verteilung von Geld beachten.

Dafür sollen genügend Stellen für akademisch ausgebildete Sportlehrkräfte finanziert werden; fachfremden Unterricht lehnt die FDP ab. An Grund- und Ganztagsschulen soll es zusätzlich täglich eine Sport- oder Bewegungsstunde geben. Schulen und Vereine sollen am Nachmittag stärker kooperieren. Frei- und Hallenbäder sollen bei einer Reform des Kommunalen Finanzausgleichs berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Die von der Kultusministerkonferenz vorgesehenen drei Wochenstunden Sportunterricht müssen als Mindeststandards in allen Schulformen und Schulstufen sichergestellt werden.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Konzept zur Förderung Hochbegabter erstellen

Die FDP will hochbegabte Kinder früh erkennen und gezielt fördern. Eine unerkannte Hochbegabung soll aus Sicht der Partei nicht zum Scheitern in der Schule führen.

Manche Kinder sind besonders begabt. Die FDP will diese Kinder früh erkennen. Sie sollen Beratung und Hilfe bekommen. Lehrkräfte sollen lernen, solche Kinder zu erkennen.

Eine unabhängige wissenschaftliche Prüfung soll das Gütesiegel-Programm für Hochbegabung begleiten. Die FDP will es außerdem ausbauen und an „Leistung macht Schule“, eine Initiative von Bund und Ländern, anbinden. Die Beratungsstelle BRAIN soll weiter unterstützt werden. Schulen sollen mehr Hilfe bei Schülerwettbewerben erhalten, und die Kooperation mit Bildungsstiftungen soll enger werden. In Aus- und Weiterbildung sollen Fachkräfte mehr Diagnostik lernen; Zusatzqualifikationen wie das ECHA-Zertifikat sollen gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Zur Förderung von Hochbegabung wollen wir ein abgestimmtes Konzept erstellen, welches auf den Säulen Beratung, frühzeitiger Begleitung und individueller Unterstützung basiert.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hilfe bei psychischen Krisen von Schülern bündeln

Die FDP will eine hessenweite Kommunikationsstrategie, die Kindern, Jugendlichen und Eltern bei psychischen Krisen rasch den Weg zu Hilfsangeboten zeigt. Das Programm begründet dies mit der Zunahme psychischer Auffälligkeiten seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine.

Viele Kinder und Jugendliche haben seelische Probleme. Die FDP will, dass Familien schnell Hilfe finden. Dafür soll es in ganz Hessen klare Informationen geben. Auch Eltern und Lehrkräfte sollen dazu Schulungen bekommen.

Die Strategie soll eine verständliche Beschreibung enthalten, wie Unterstützungs- und Beratungsangebote innerhalb und außerhalb der Schule ablaufen und genutzt werden können. Für Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen, Erzieher und anderes pädagogisches Personal sollen Fortbildungen eingerichtet werden. Um Schulvermeidung früh zu erkennen, sieht das Programm außerdem einheitliche Ansprechpartner und einen gesetzlich geregelten Datenaustausch zwischen Landes- und Kommunalstellen vor. Laut Programm fühlen sich Eltern bisher oft alleingelassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Deshalb fordern wir eine landesweite Kommunikationsstrategie, die bei auftretenden psychischen Notsituationen schnelle Orientierung bietet, direkte Hilfsangebote aufzeigt und nutzbar macht.“
Seite 12 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulbezirksgrenzen aufheben und Schulwahl erweitern

Die FDP will die festen Einzugsbezirke der Grundschulen abschaffen, damit Eltern die Schule wählen können, die zum Kind und zur familiären Lage passt. Schulen sollen zudem bis zu einem Viertel ihrer Plätze nach Eignung vergeben dürfen, und in der Oberstufe soll die Wahl der Leistungskurse frei sein.

Heute gehört jedes Kind zu einer bestimmten Grundschule. Die FDP will das ändern. Eltern sollen die Grundschule selbst aussuchen können. Kinder aus der Nähe bekommen aber zuerst einen Platz. Schulen sollen einen Teil der Plätze nach Eignung vergeben dürfen.

Jede Grundschule soll zuerst die Kinder aus ihrem Wohngebiet aufnehmen und freie Plätze danach an Kinder aus anderen Ortsteilen vergeben können. Bis zu 25 Prozent der Plätze sollen Schulen nach Eignung besetzen dürfen. Der Sozialindex soll Schulen in sozial schwierigem Umfeld weiterhin zusätzliche Mittel bringen. Schulverbünde und Verbundschulen sollen Standorte trotz demografischen Wandels sichern, und Schulen sollen jahrgangsübergreifenden Unterricht samt der nötigen Stellen anbieten können. Schulübergreifender Unterricht soll die freie Leistungskurswahl ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Wir fordern die Aufhebung der Schulbezirksgrenzen für Grundschulen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die feste Zuweisung zu Grundschulen soll entfallen und Schulen sollen teils nach Eignung auswählen, was mehr Wahlfreiheit und Wettbewerb zwischen Schulen bedeutet.

Offensive für die Grundschulen starten

Die FDP fordert ein Programm, um mehr Lehrkräfte für Grundschulen zu gewinnen und sie stärker zu entlasten. Aus Sicht des Programms entscheidet sich in der Grundschule, wie erfolgreich die spätere Schullaufbahn verläuft.

Die FDP will die Grundschulen stärken. Sie will mehr Lehrerinnen und Lehrer für Grundschulen gewinnen. Die Lehrkräfte sollen mehr Hilfe bekommen. Das Studium für dieses Lehramt soll länger dauern. Die bessere Bezahlung soll schneller kommen.

Zu den Entlastungen zählt die Prüfung, ob der Klassenteiler angepasst wird, also die Schülerzahl, ab der eine Klasse geteilt wird. Die Regelstudienzeit für das Grundschullehramt soll auf mindestens neun Semester steigen, auch damit Studierende promovieren können. Die Besoldung nach A13 soll schneller umgesetzt werden. Auch für das Lehramt an Haupt- und Realschulen ist eine längere Regelstudienzeit vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Dringend erforderlich sind ein Maßnahmenprogramm zur Anwerbung von Grundschullehrkräften und die Ausweitung eines Entlastungs- und Unterstützungsangebotes.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Personal, schnellere Höhergruppierung und zusätzliche Entlastung bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für Schulen.

Ganztagsangebote an Schulen weiter ausbauen

Die FDP will Ganztagsschulen und Schulen mit Ganztagsangeboten landesweit nach Bedarf weiter ausbauen und den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllen. Gute Ganztagsbetreuung erhöht nach Ansicht der Partei die Chancengerechtigkeit.

Die FDP will mehr Ganztags-Schulen in Hessen. Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf Betreuung am ganzen Tag. Die FDP unterstützt dieses Ziel. Die Angebote sollen gut sein und genug Fachleute haben.

Jedes Betreuungs- und Bildungsangebot soll ein pädagogisches Konzept und genügend Fachpersonal haben. Die Angebote sollen zu den verschiedenen Bedürfnissen von Familien passen. Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung soll fehlende Unterstützung zu Hause ausgleichen, daneben sind Sport, Musik und Kunst vorgesehen. Schulen sollen sich öffnen und mit Vereinen, Verbänden und außerschulischen Lernorten zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„stehen hinter dem auf Bundesebene gesetzten Ziel, ab 2026 den Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung zu gewährleisten“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen in freier Trägerschaft absichern

Die FDP will die Finanzierung von Ersatzschulen, also staatlich anerkannten Privatschulen, dauerhaft sichern. Nachteile im Umgang der Verwaltung mit diesen Schulen sollen wegfallen.

Manche Schulen gehören nicht dem Staat. Sie heißen Ersatz-Schulen. Die FDP findet diese Schulen wichtig. Sie sollen auf lange Sicht genug Geld bekommen. Die Verwaltung soll sie nicht schlechter behandeln.

Das Programm bezeichnet Ersatzschulen als Bereicherung, die oft neue pädagogische Ansätze einbringt. Als Beispiel für eine Benachteiligung nennt es den Zugang zu qualifizierenden Weiterbildungen. Solche Nachteile in der Verwaltungspraxis sollen beseitigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Die Finanzierung von Ersatzschulen muss langfristig gesichert sein.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Private Schulträger sollen gegenüber staatlichen Schulen gleichgestellt und dauerhaft abgesichert werden, was nichtstaatliche Anbieter im Schulwesen stärkt.

Berufsorientierung in allen Schularten stärken

Die FDP will Berufsorientierung und -beratung in sämtlichen Schulformen ausbauen, damit weniger junge Menschen Ausbildung oder Studium abbrechen. Dazu sollen mehr Praktika und eine enge Zusammenarbeit mit Betrieben und Verwaltung beitragen.

Schüler sollen besser erfahren, welche Berufe es gibt. Die FDP will dafür mehr Beratung in allen Schulen. Es soll mehr Praktika geben. So sollen weniger junge Menschen ihre Ausbildung abbrechen.

Die Berufsorientierung soll praxisnah sein, mit Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung stattfinden und fest zur Schullaufbahn gehören. Die Zahl der Praktika soll steigen, freiwillige Zusatzpraktika etwa nach Notenschluss sollen leichter möglich werden. Eltern sollen früh einbezogen und auf Anschlusswege hingewiesen werden, wobei berufliche und akademische Bildung als gleichwertig dargestellt werden. Allgemeinbildende und berufliche Schulen sollen sich vernetzen. Zudem sollen Forschungsprojekte klären, wie Berufsbildung zu gleichwertigen Lebensverhältnissen beitragen kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„In allen Bildungsgängen muss die Berufsorientierung und -beratung intensiviert werden, damit die Quote derer, die eine Ausbildung bzw. ein Studium abbrechen, möglichst gering ist.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufsschulen in der Fläche erhalten

Die FDP will Berufsschulstandorte und Fachklassen der dualen Ausbildung vor allem auf dem Land erhalten und mehr junge Menschen für eine Ausbildung gewinnen. Sie sieht darin ein Mittel gegen den Fachkräftemangel und eine Form der Wirtschaftsförderung vor Ort.

Die FDP will, dass mehr junge Menschen eine Ausbildung machen. Berufs-Schulen sollen auch auf dem Land bleiben. Der Weg zur Schule soll kurz sein. Auch Unterricht über das Internet soll möglich sein.

Angestrebt wird ein dichtes Netz von Berufsschulen nahe an Wohnort und Betrieb, das notfalls mit zusätzlichen Mitteln gesichert wird. Teilpräsenz und Online-Unterricht sollen helfen, Standorte zu halten. Das Standortkonzept des Kultusministeriums soll neu ausgerichtet werden, und berufliche Schulen sollen mehr Handlungsspielraum als Partner der Betriebe bekommen sowie einen zentralen Ansprechpartner in der Kultusverwaltung. Berufliche Gymnasien sollen stärker als Alternative zum allgemeinen Gymnasium gefördert werden. Für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz sollen Angebote an beruflichen Schulen bestehen, und höhere allgemeinbildende Abschlüsse sollen dort erreichbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir wollen die regionale Wirtschaft durch qualifizierte Fachkräfte stärken und deshalb die Fachklassen des dualen Systems insbesondere im ländlichen Raum erhalten.“
Seite 14 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte ausbauen

Die FDP will der Lehrerbildung mehr Gewicht geben und die Fortbildung an den Schulen besser organisieren. Jede Schule soll eine beauftragte Person für Fortbildung bekommen, und Lehrkräfte sollen an Auswahl und Gestaltung der Angebote beteiligt werden.

Lehrerinnen und Lehrer sollen sich besser weiterbilden können. Jede Schule soll dafür eine zuständige Person haben. Kurse sollen öfter in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden. Dann fällt weniger Unterricht aus. Wer sich fortbildet, soll Vorteile im Beruf haben.

Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildung gelten im Programm als zusammenhängender Prozess; ein Wechsel des Studienorts in Deutschland und Europa soll problemlos bleiben. Jede Schule soll einen eigenen Fortbildungsplan führen, digitale und hybride Formate sollen wachsen. Die Zahl der Schulberater und Fortbildner soll dem Bedarf folgen, und für Angebote privater Anbieter soll genug Geld bereitstehen. Fortbildungen sollen verstärkt außerhalb der Unterrichtszeit liegen, und das Dienstrecht soll Leistungsanreize für die Teilnahme setzen. Die Führungskräfteakademie soll für angehende Schulleitungen und Schulamtspersonal weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir fordern einen Fortbildungsbeauftragten oder eine Fortbildungsbeauftragte an jeder Schule zur Ermittlung der schulinternen Bedarfe“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Arbeitslosigkeit von Lehrkräften in Sommerferien beenden

Die FDP will, dass befristete Verträge von Lehrkräften über die Sommerferien weiterlaufen, sofern das Land sie danach weiterbeschäftigen will. Damit soll die Praxis enden, dass befristet Angestellte in den Ferien arbeitslos werden.

Manche Lehrkräfte haben nur einen Vertrag auf Zeit. In den Sommerferien sind sie dann oft arbeitslos. Die FDP will das beenden. Der Vertrag soll in den Ferien weiterlaufen, wenn die Lehrkraft danach bleibt.

Die Weiterführung der Verträge soll gelten, wenn eine Weiterbeschäftigung nach den Ferien geplant ist. Außerdem will die FDP prüfen lassen, ob neue Lehrkräfte zum Schuljahresbeginn schon ab dem 1. August eingestellt werden können. Das Programm spricht von künstlicher Arbeitslosigkeit, die vermieden werden soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir setzen uns dafür ein, die hessische „Sommerferienlehrerarbeitslosigkeit“ zu beenden und befristete Anstellungsverträge über die Sommerferien aufrechtzuerhalten“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Durchlaufende Verträge über die Ferien bedeuten mehr Absicherung für befristet Beschäftigte und höhere Personalausgaben des Landes.

Volkshochschulen und Erwachsenenbildung dauerhaft fördern

Die FDP will bis Ende der 2020er-Jahre ein breites Angebot der Erwachsenenbildung in Hessen schaffen und die Volkshochschulen dauerhaft statt nur projektweise finanzieren. Weiterbildung soll so selbstverständlich werden wie ein Kinobesuch.

Auch Erwachsene sollen gut weiterlernen können. Die FDP will die Volkshochschulen dafür stärken. Sie sollen dauerhaft Geld vom Land bekommen. Anträge sollen einfacher werden. Mehr Kurse sollen digital stattfinden.

Das Programm hebt hervor, dass Volkshochschulen mit Integrations-, Deutsch- und Alphabetisierungskursen leicht zugängliche Angebote machen. Bisherige Projektmittel sollen in eine feste Förderung überführt werden, um Planungssicherheit zu geben. Der bürokratische Aufwand bei Anträgen auf Landesmittel soll sinken. Kurse und Lehrmittel sollen digitalisiert werden, wobei die FDP auf personalisierte, datengestützte Lernsoftware setzt. Berufliche Abschlüsse sollen ebenso unkompliziert zu erwerben sein wie Kurse zur persönlichen Entfaltung.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wir wollen daher für diese Träger Projektmittel verstetigen und durch eine dauerhafte Förderung Planungssicherheit schaffen.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Befristete Projektmittel sollen zu einer dauerhaften öffentlichen Förderung werden, was die staatliche Finanzierung der Erwachsenenbildung ausweitet.

Islamischen Religionsunterricht und Imamausbildung anbieten

Die FDP befürwortet bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht an hessischen Schulen, bei dem Einfluss von außen ausgeschlossen ist. Zusammen mit den Hochschulen will sie eine deutschsprachige Imamausbildung aufbauen.

An Schulen in Hessen soll es islamischen Religions-Unterricht geben. Das Land bildet die Lehrkräfte dafür aus. Fremde Regierungen sollen keinen Einfluss haben. Imame sollen in Hessen auf Deutsch ausgebildet werden.

Die Lehrkräfte sollen unabhängig sein; ihre Aus- und Weiterbildung liegt beim Land. Kooperationspartner müssen sicherstellen, dass weder ausländische Regierungen noch religiöse Gruppen Einfluss nehmen. Die Seelsorge in Krankenhäusern und Gefängnissen soll ausgebaut werden. Ein Runder Tisch der Religionen soll den Landtag beraten, und jüdische Kultur und Religion sollen in Schule und Bildungsarbeit mehr Raum erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir sprechen uns für das Angebot eines bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterrichts an hessischen Schulen aus.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Islamischer Religionsunterricht und eine Imamausbildung im Land erweitern die religiöse Vielfalt in staatlichen Einrichtungen.

Schulsport und Kooperation mit Vereinen ausbauen

Die FDP will den Schulsport stärken und die tägliche Sportstunde an allen dafür geeigneten Grundschulen einführen. Kitas, Schulen und Sportvereine sollen enger zusammenarbeiten, vor allem im Ganztag.

Kinder sollen in der Schule mehr Sport machen. Grundschulen sollen jeden Tag eine Sportstunde anbieten, wenn sie das können. Schulen und Sportvereine sollen enger zusammenarbeiten. Sport soll ein eigenes Schulfach bleiben.

Sportunterricht soll auch in der Grundschule nur von Fachkräften erteilt werden, und Sport soll als eigenständiges Fach erhalten bleiben. Das Landesprogramm „Schule und Verein“ soll weiterlaufen; mehr geförderte Kooperationen sollen den zeitlichen Konflikt zwischen Nachmittagsbetreuung und Vereinsangeboten lösen. An den Bundesjugendspielen sollen künftig 75 Prozent teilnehmen. Am Ende der vierten Klasse soll das „Grüne Laufabzeichen“ für 15 Minuten Dauerlauf abgenommen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„So soll u. a. im Grundschulbereich das Pilotprojekt „tägliche Sportstunde“ an allen hessischen Grundschulen umgesetzt werden“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Jura-Bachelor einführen, Referendariat verbessern

Die FDP will, dass Jurastudierende in Hessen einen Bachelor of Laws erhalten, sobald sie alle Prüfungen für die Zulassung zum ersten Staatsexamen bestanden haben. So sollen diejenigen, die das Examen nicht schaffen, nicht ohne Abschluss dastehen. Auch die Ausbildung der Referendare soll professioneller werden.

Manche Jura-Studenten fallen am Ende durch die große Prüfung. Dann haben sie keinen Abschluss. Die FDP will ihnen vorher einen Bachelor geben. Auch die Ausbildung nach dem Studium soll besser werden.

Das Programm verweist auf den hohen Anteil Studierender, die nach Jahren am Staatsexamen scheitern, und sieht darin verlorenes Potenzial für Gesellschaft und Rechtsstaat. Für das Referendariat soll ein einheitliches Kerncurriculum entstehen, das zu den Abschlussklausuren passt. Referendare sollen von der ersten Station an Originalklausuren mit Musterlösungen bekommen. Ausbilder sollen geschult und angemessen bezahlt werden. Geprüft werden soll, ob Leistungen aus den Stationen in die Note des zweiten Examens einfließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir setzen uns dafür ein, dass Universitäten in Hessen den Bachelor of Laws an Studierende der Rechtswissenschaften vergeben“
Seite 55 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Informatik zum Fach Digitalkunde weiterentwickeln

Die FDP will den Umgang mit Datenschutz in den Schulunterricht aufnehmen und aus dem Fach Informatik ein Fach Digitalkunde machen. Dort sollen neben Technikwissen auch Medienkompetenz und Sicherheit gelehrt werden.

Kinder sollen früh lernen, wie sie ihre Daten schützen. Die FDP will dafür ein Fach Digital-Kunde. Es soll aus dem Fach Informatik entstehen. Auch ältere Menschen sollen Schulungen bekommen.

Digitalkunde soll Wissen über Hard- und Software mit Medienkompetenz, Sicherheitstechniken und sparsamem Umgang mit Daten verbinden. Lehrkräfte sollen dafür fort- und weitergebildet werden. Die FDP plant zudem ein Schulungsangebot für ältere Menschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir wollen ihn deshalb im Rahmen der schulischen Bildung in den Unterricht integrieren und das Schulfach Informatik in Digitalkunde fortentwickeln.“
Seite 56 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Forschung, Technologietransfer und Grundfinanzierung stärken

Die FDP will Hessen zu einer führenden Wissensregion Europas machen und Forschungsergebnisse schneller in Unternehmen bringen. Hochschulen sollen Hilfe bei Ausgründungen bieten und am Erfolg von Kooperationen beteiligt werden. Das Land soll zugleich für eine ausreichende Grundfinanzierung der Hochschulen sorgen.

Die FDP will, dass Hessen bei Forschung vorne liegt. Ideen aus Hochschulen sollen schneller in Firmen ankommen. Jede Hochschule soll bei Firmen-Gründungen helfen. Das Land soll den Hochschulen genug festes Geld geben.

Partnerschaften zwischen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und Unternehmen sollen gestärkt und neue Netzwerke gefördert werden; ein entsprechendes Ziel soll in die Zielvereinbarungen der Hochschulen kommen. Drittmittel sieht die FDP als wichtigen Wettbewerb, der Qualität und Praxisbezug steigert. Damit er fair bleibt, sollen befristeten Drittmitteln genügend langfristige Landesmittel gegenüberstehen. Besonders die Grundlagenforschung soll das Land fördern, weil dort wenig privates Geld fließt. Auch bei der Exzellenzinitiative soll Hessen besser abschneiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„In jeder Hochschule soll es in Zukunft einen Ansprechpartner geben, der bei Ausgründungen (Spin-offs) unterstützt.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Wettbewerb und Nähe zur Wirtschaft mit einer verlässlichen staatlichen Grundfinanzierung der Hochschulen.

Dauerperspektiven für promovierte Wissenschaftler schaffen

Die FDP will, dass Stellen für promovierte Beschäftigte an Hochschulen in der Regel eine Aussicht auf Dauerbeschäftigung bieten. Kurze Vertragslaufzeiten behindern nach Ansicht des Programms die wissenschaftliche Arbeit.

Viele Forscher haben nur kurze Verträge. Die FDP will das ändern. Wer einen Doktor-Titel hat, soll eine Aussicht auf eine feste Stelle bekommen. Frauen und Menschen mit Migrations-Hintergrund sollen leichter aufsteigen können.

Bis zur Promotion hält das Programm befristete Stellen für sinnvoll, weil dort die Ausbildung im Vordergrund steht. Danach sollen Befristungen nur noch bei Drittmittelprojekten mit zeitlich begrenzter Finanzierung die Ausnahme bilden. Juniorprofessuren und Tenure-Track-Stellen sollen ausgebaut und die Förderung von Postdocs reformiert werden. Außerdem will die FDP die Arbeit in der Wissenschaft familienfreundlicher machen und den Aufstieg von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 60)
„Für bereits promovierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten Stellen grundsätzlich so ausgestaltet sein, dass sie eine Perspektive für eine dauerhafte Beschäftigung bieten.“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Aufstieg von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund in der Wissenschaft soll gezielt gefördert werden, was die Gleichstellung schrittweise ausbaut.

Anlaufstelle für Wissenschaftsfreiheit einrichten

Die FDP will im Wissenschaftsministerium eine Stelle schaffen, an die sich Menschen wenden können, die sich an Hochschulen wegen ihrer Meinung benachteiligt sehen. Das Programm sieht die Freiheit von Forschung und Lehre durch ideologischen und politischen Druck gefährdet.

Die FDP sagt: Forscher und Studierende stehen manchmal unter Druck wegen ihrer Meinung. Deshalb soll es im Ministerium eine Anlauf-Stelle geben. Dort kann man sich melden, wenn man Nachteile hat. An Hochschulen soll jede erlaubte Meinung möglich sein.

Die Stelle soll auch für Fälle zuständig sein, in denen eine Veranstaltung nicht stattfinden oder eine Forschungsfrage nicht bearbeitet werden kann. Ob Veranstaltungen an Hochschulen stattfinden, soll nicht von der politischen Richtung abhängen, solange die Beteiligten das Grundgesetz achten. Die FDP will verhindern, dass Grundordnungen von Hochschulen Forschungsgegenstände beschränken. Öffentliche Förderprogramme sollen keine politische Tendenz durch ihre Fragestellung vorgeben.

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„Wir wollen eine Anlaufstelle im Hessischen Wissenschaftsministerium schaffen, an die sich jeder wenden kann, der sich durch seine Meinungsäußerung benachteiligt sieht“
Seite 60 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit an Hochschulen sollen durch eine neue Anlaufstelle und den Abbau von Beschränkungen stärker geschützt werden.

Hochschulautonomie ausbauen

Die FDP will den Hochschulen möglichst viele Entscheidungen selbst überlassen. Auf Wunsch sollen sie selbst Dienstherr und Bauherr sein und eigene Tarifverträge schließen können.

Hochschulen sollen mehr selbst entscheiden. Sie sollen ihr Personal selbst anstellen können. Sie sollen selbst bauen können. Sie sollen auch eigene Tarif-Verträge machen können. Das gilt nur für Hochschulen, die das wollen.

Die Hochschulen sollen eigene Profile und Schwerpunkte bilden und eine eigene Entwicklungsplanung betreiben, die die Zielvereinbarungen mit dem Land ausfüllt. Das Wissenschaftsministerium bleibt für die landesweite Planung zuständig und soll klare Ziele vorgeben, die sich im Hochschulpakt wiederfinden. Zudem will die FDP das Hochschulgesetz erneut ändern, um Berichtspflichten gegenüber dem Ministerium zu verringern, die nach ihrer Darstellung zuletzt stark gewachsen sind.

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„Konkret wollen wir den Hochschulen, die dies wünschen, die Dienstherreneigenschaft, die Bauherreneigenschaft und die Möglichkeit zum Abschluss eigener Tarifverträge übertragen.“
Seite 61 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Zuständigkeiten für Personal, Bau und Tarife sollen vom Land auf die Hochschulen übergehen und Berichtspflichten sinken, was staatliche Steuerung schrittweise verringert.

Hochschulräte und Senate neu ordnen

Die FDP will, dass künftig der Landtag statt der Landesregierung die Mitglieder der Hochschulräte bestimmt. Im Senat sollen die Stimmanteile der Gruppen vom Thema abhängen, sodass Studierende bei Fragen der Lehre mehr Gewicht erhalten.

Der Hochschul-Rat überwacht die Hochschule. Seine Mitglieder soll künftig der Landtag bestimmen. Im Senat der Hochschule sollen Studierende bei der Lehre mehr mitreden. Bei der Forschung entscheiden vor allem die Professoren.

Mitglieder eines Hochschulrats sollen weder einem Präsidium noch dem Rat einer anderen Hochschule angehören dürfen; die Begrenzung ihrer Amtszeit soll wegfallen. Im Senat sollen bei Forschungsfragen Professorinnen und Professoren zwei Drittel und wissenschaftliche Beschäftigte ein Drittel der Stimmen haben. Bei der Lehre sollen Studierende die Hälfte der Stimmen erhalten, die beiden anderen Gruppen jeweils ein Viertel. Für Verwaltungsfragen ist eine Drittelparität vorgesehen.

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„In Zukunft sollen die Hochschulratsmitglieder nicht mehr von der Landesregierung, sondern vom Landtag als Vertreter des Souveräns besetzt werden.“
Seite 61 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Pflichtmitgliedschaft in der Studierendenschaft abschaffen

Die FDP will die Pflicht zur verfassten Studierendenschaft aus dem Hessischen Hochschulgesetz streichen. Die Mitgliedschaft soll künftig freiwillig sein.

Heute gehören alle Studierenden automatisch zur Studierendenschaft. Das ist die offizielle Vertretung der Studierenden. Die FDP will diese Pflicht abschaffen. Jeder soll selbst entscheiden, ob er Mitglied wird.

Die verfasste Studierendenschaft ist die gesetzlich vorgesehene Selbstverwaltung der Studierenden, der bisher alle Eingeschriebenen angehören. Das Programm sieht vor, die gesetzliche Verpflichtung dazu zu streichen. Wer Mitglied sein will, soll das künftig selbst entscheiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Wir wollen die Verpflichtung zur verfassten Studierendenschaft abschaffen und aus dem Hessischen Hochschulgesetz entfernen.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine gesetzliche Pflichtmitgliedschaft soll durch Freiwilligkeit ersetzt werden, was auf Eigenverantwortung statt auf verpflichtende Strukturen setzt.

Hochschulpakt fortführen und Grundfinanzierung stärken

Die FDP will den hessischen Hochschulpakt fortsetzen und ausbauen und die Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen. Das soll längerfristige Planung und mehr unbefristete Stellen ermöglichen, zugleich soll der Wettbewerb um Qualität in Forschung und Lehre wachsen.

Der Hochschul-Pakt ist ein Vertrag zwischen Land und Hochschulen. Er regelt Geld und Aufgaben. Die FDP will ihn fortführen. Die Hochschulen sollen mehr festes Geld bekommen. So können sie besser planen und mehr feste Stellen schaffen.

Im nächsten Hochschulpakt sollen die Kennzahlen weiterentwickelt werden, mit denen die Leistung in Forschung und Lehre gemessen wird. Anreize für höhere Qualität sollen stärker werden; Forschung und Lehre gelten dem Programm als gleich wichtig. Frei werdende Mittel aus dem Forschungsprogramm LOEWE will die FDP in die Grundfinanzierung verschieben, um erfolgreiche Zentren dauerhaft zu sichern. Die übrigen Projektmittel sollen stärker auf die Exzellenzinitiative des Bundes zielen.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Zugleich werden wir die Grundfinanzierung stärken und damit die Voraussetzung dafür schaffen, dass die Hochschulen längerfristig planen und mehr unbefristete Stellen schaffen können.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr verlässliche öffentliche Grundfinanzierung mit stärkeren Leistungsanreizen und Wettbewerb zwischen den Hochschulen.

Erststudium kostenfrei halten, Gebühren darüber hinaus freistellen

Die FDP will, dass das Erststudium bis zum Master an staatlichen Hochschulen in Hessen nichts kostet. Für alles Weitere sollen die Hochschulen selbst entscheiden dürfen, ob sie Studierende an den Kosten beteiligen. Leistungsstarke Studierende sollen mehr Stipendien erhalten.

Das erste Studium bis zum Master soll kostenlos bleiben. Danach dürfen Hochschulen selbst entscheiden, ob sie Geld verlangen. Dieses Geld bleibt bei der Hochschule. Für gute Studierende soll es mehr Stipendien geben. Ein Stipendium ist Geld für das Studium.

Einnahmen aus solchen Beiträgen sollen vollständig bei der jeweiligen Hochschule bleiben. Gebühren für Weiterbildungs- und Aufbaustudiengänge sollen auch später, während des Berufslebens, gezahlt werden können. Die FDP will Hochschulen helfen, ihr Kontingent an Deutschlandstipendien auszuschöpfen, und dieses Bundesprogramm um eigene hessische Stipendien ergänzen.

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„Ein erster berufsqualifizierender Abschluss bis einschließlich den Masterabschluss soll an allen staatlichen Hochschulen in Hessen kostenfrei sein.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Über das kostenfreie Erststudium hinaus sollen Hochschulen Studierende an den Kosten beteiligen dürfen, was mehr Eigenbeteiligung ermöglicht.

Hochschulfinanzierung auf „Geld folgt Student“ umstellen

Die FDP will die Hochschulfinanzierung zwischen Bund und Ländern neu ordnen: Der Staat soll für jeden Studierenden einen festen Betrag an die gewählte Hochschule zahlen, unabhängig vom Träger. Auch private Hochschulen sollen dieses Geld unter Bedingungen erhalten.

Die FDP will das Geld für Hochschulen neu verteilen. Der Staat zahlt für jeden Studierenden einen festen Betrag. Das Geld geht an die Hochschule, die der Studierende wählt. Auch private Hochschulen sollen Geld bekommen, wenn sie bestimmte Regeln einhalten.

Die Höhe des Betrags soll vom Fach abhängen (Clusterpreis) und bundesweit gleich sein. Private Hochschulen sollen ihn bekommen, wenn sie entweder keine Studiengebühren verlangen oder ihre Plätze nach einer einheitlichen Leistungsprüfung vergeben und die Gebühren sozial staffeln. In Hessen soll das Land für Studierende privater Hochschulen einen anteiligen Clusterpreis zahlen, dessen Höhe mit Blick auf fairen Wettbewerb überprüft wird. Zudem plant die FDP eine Reform der Akkreditierung privater Hochschulen.

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„Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, dass die Hochschulfinanzierung zwischen Land und Bund neu geregelt wird.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Hochschulfinanzierung soll auf ein trägerunabhängiges Pro-Kopf-Modell umgebaut werden, das öffentliches Geld auch an private Anbieter lenkt und Wettbewerb zum Steuerungsprinzip macht.

Studienangebote flexibler, digitaler und dezentraler machen

Die FDP will mehr Teilzeit-, berufsbegleitende und Fernstudiengänge sowie digitale und hybride Lehrangebote. Duale Studiengänge und Hochschulangebote außerhalb der großen Standorte sollen ausgebaut werden, auch mit Blick auf den Fachkräftemangel.

Studieren soll besser zum Leben passen. Es soll mehr Studiengänge in Teilzeit und neben dem Beruf geben. Auch Online-Angebote sollen wachsen. Auf dem Land soll es mehr Studien-Angebote geben. Der Standort Fulda soll stärker werden.

Studien- und Prüfungsordnungen sollen so angepasst werden, dass Studium, Familie, Pflege und Beruf zusammenpassen; dazu zählen Kinderbetreuung und längere Öffnungszeiten von Bibliotheken und Laboren. Die FDP will Künstliche Intelligenz in Forschung und Lehre einsetzen und eine landesweite Arbeitsgruppe zur digitalen Transformation einrichten, die Empfehlungen gibt. Duale Studiengänge nach dem Vorbild von StudiumPlus mit Unternehmen als Partnern sollen vor allem den ländlichen Raum stärken. In Osthessen sollen der Standort Fulda gestärkt und weitere wissenschaftliche Einrichtungen angesiedelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„Die Studienangebote sollen sich an den Lebenswirklichkeiten orientieren und verstärkt Teilzeitstudiengänge, berufsbegleitende Studiengänge oder Fernstudiengänge beinhalten.“
Seite 63 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Duale Studienangebote auf dem Land ausbauen

Die FDP will deutlich mehr duale Studiengänge in ländlichen Regionen anbieten, damit junge Menschen nicht wegen eines Studiums wegziehen. Berufsschulen sollen gute Lehre und kurze Wege bieten.

Viele junge Leute ziehen zum Studieren in die Stadt. Die FDP will mehr Studien-Angebote auf dem Land. Bei einem dualen Studium lernt man an der Hochschule und im Betrieb. Berufsschulen sollen nah und gut sein. So bleiben Fachkräfte in der Region.

Als Vorbild nennt das Programm die Technische Hochschule Mittelhessen mit ihren vielen Standorten in mittelgroßen, ländlich geprägten Städten. Mehr duale Angebote sollen jungen Menschen Perspektiven vor Ort geben und den Fachkräftebedarf von Wirtschaft und Verwaltung auf dem Land sichern. Beim Berufsschulangebot setzt die FDP auf hohe Unterrichtsqualität und kurze Schulwege, um Ausbildungsberufe attraktiver zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 96)
„wollen wir die Anzahl dualer Studienangebote hier deutlich ausbauen.“
Seite 96 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Digitale Geräte und Lernmittel für alle Schüler

Die FDP will, dass alle Schülerinnen und Schüler ein geeignetes digitales Gerät nutzen können, entweder das eigene oder ein Leihgerät. Bis zum Ende der Wahlperiode sollen digitale Lernmittel die Schulbücher vollständig ablösen.

Jedes Schulkind soll ein digitales Gerät nutzen können. Kinder können ihr eigenes Gerät mitbringen. Wer keines hat, bekommt ein Leihgerät. Schulbücher aus Papier sollen durch digitale Lernmittel ersetzt werden.

Das Konzept verbindet eigene Geräte der Schüler („Bring your own device“) mit einem Bestand an Leihgeräten. Für Wartung von Geräten und Servern soll jede Schule Mittel für IT-Support bekommen. Langfristig will die FDP ein Digitalbudget prüfen, über das Schulen selbst verfügen. Die Bildungsplattform des Landes soll benutzerfreundlich werden und alle Funktionen bis hin zu Zeugnissen bündeln; Künstliche Intelligenz soll Lehrkräfte bei der individuellen Förderung unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 114)
„Jede Schülerin und jeder Schüler muss ein angemessenes digitales Endgerät nutzen können, um an allen Unterrichtsformen teilnehmen zu können.“
Seite 114 im Original

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  • Wirtschafteher mehr Staat

    Leihgeräte, IT-Support und Plattform bedeuten zusätzliche öffentliche Leistungen für Schulen.

KI-Schulen und digitale Lehrkräftebildung aufbauen

Die FDP will Künstliche Intelligenz an Schulen gezielt erproben und dafür einen Einsatzrahmen sowie KI-Innovationsschulen schaffen. Lehrkräfte sollen in Studium und Fortbildung durchgehend digitale Kompetenzen erwerben, und ein Expertenrat soll die digitale Bildung begleiten.

Die FDP will Künstliche Intelligenz an Schulen testen. Dafür soll es besondere Schulen geben. Klare Regeln sollen den Einsatz ordnen. Lehrerinnen und Lehrer sollen mehr über digitale Technik lernen. Ein Rat aus Fachleuten soll Empfehlungen geben.

Ein Einsatzrahmen soll technische, datenschutzrechtliche und ethische Fragen der KI in der Bildung klären; geprüfte Anwendungen kommen in einen gemeinsamen Pool. Für die Lehrkräftebildung soll ein Kern digitaler Grundkompetenzen festgelegt und durch Fortbildungen ergänzt werden, auch über die Bildungsplattform des Landes. Eine regelmäßige Studie soll den Kenntnisstand der Lehrkräfte erheben. Dem Expertenrat Digitale Bildung sollen Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulträger und Wissenschaft in wechselnder Besetzung angehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 115)
„Wir werden KI-Innovationsschulen schaffen, um Erfahrung mit dem Einsatz KI-gestützter Anwendungen zu sammeln“
Seite 115 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

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