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AfD zur Bildung

Aus dem Programm „Wahlprogramm der AfD Hessen zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Politische Neutralität in Schule und Jugendarbeit sichern

Die AfD verlangt strikte politische Neutralität von Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern und will den Beutelsbacher Konsens ohne Neudeutung beibehalten. Einrichtungen, die aus ihrer Sicht dem Gemeinwesen schaden, sollen keine steuerlichen und finanziellen Vorteile mehr erhalten.

Lehrer und Erzieher sollen politisch neutral sein. Schüler sollen ihre Meinung ohne Angst sagen können. Die AfD will dafür den Beutelsbacher Konsens stärken. Das ist eine Regel gegen politische Beeinflussung im Unterricht. Manche Einrichtungen sollen keine Steuer-Vorteile mehr bekommen.

Das Programm wendet sich gegen das, was es linke Agitation gegen Familien nennt, etwa Aufrufe zum Geburtenstreik oder Kritik an Abtreibungsgegnern. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll in seinem Programmauftrag den Wert der Familie stärker hervorheben. In der Schule sollen Schüler ihre politischen Ansichten äußern können, ohne Sanktionen durch Lehrkräfte oder Mitschüler zu befürchten. Im Unterricht soll es stets möglich bleiben, Fakten und begründete Meinungen auszutauschen. Kinder- und Jugendarbeit soll nach dem Willen der AfD dazu beitragen, dass junge Menschen eine selbstbestimmte Persönlichkeit entwickeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Ebenso muss die strikte Neutralität von Sozialarbeitern, Erziehern und Lehrern im Rahmen ihrer Tätigkeit gewährleistet sein.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das traditionelle Familienleitbild soll gegen als links bezeichnete Einflüsse gestützt und im Rundfunk stärker betont werden.

Gegliedertes Schulsystem mit Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium

Die AfD setzt auf ein leistungsorientiertes, durchlässiges System aus verschiedenen Schulformen. Der Zugang zum Gymnasium soll über landesweit gleiche Aufnahmeprüfungen laufen, und die praxisorientierte Mittelstufenschule soll ausgebaut werden.

Die AfD will verschiedene Schulformen behalten. Leistung soll wieder wichtiger sein. Wer aufs Gymnasium will, soll eine Prüfung machen. Die Prüfung soll in ganz Hessen gleich sein. Die Mittelstufenschule soll wichtiger werden.

Zum System zählen Grundschule, Realschule, Mittelstufenschule, Gymnasium, Förderschule und berufliche Schule. Das Programm verlangt genügend qualifizierte Lehrkräfte, vollständige Lehr- und Lernmittel sowie kleine Lerngruppen mit ähnlichem Leistungsstand. Das Niveau soll sich an den besten Ländern Europas orientieren. Das Abitur soll wieder die Studierfähigkeit belegen, Hauptschulabschluss und Mittlere Reife sollen für eine duale Ausbildung befähigen. Die AfD kritisiert sinkende Anforderungen, zu gute Noten und zu geringe Bildungsausgaben des Landes.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Demgemäß ist die Zulassung zum Gymnasium über landesweit einheitliche Aufnahmeprüfungen zu regeln.“
Seite 15 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Förderschulen erhalten, Inklusion begrenzen

Die AfD lehnt die Schließung von Förderschulen ab und hält sie für den besten Ort für Kinder mit Behinderungen oder Lernbeeinträchtigungen. Inklusion in Regelschulen soll nur stattfinden, wenn der Grad der Beeinträchtigung und die Bedingungen einen Erfolg erwarten lassen.

Förderschulen sind Schulen für Kinder mit Behinderung. Die AfD will diese Schulen erhalten. Sie sagt: Dort bekommen die Kinder die beste Hilfe. Nur manche Kinder sollen in normale Klassen gehen. Dafür müssen die Bedingungen gut sein.

Hinter Schulschließungen vermutet das Programm den Wunsch, Kosten zu sparen. Förderschullehrkräfte könnten ihre Aufgaben in spezialisierten Schulen besser erfüllen als in gemischten Regelklassen. Die AfD nennt die Beschulung an Regelschulen vorrangig ideologisch motiviert. Sie führe zu schlechterer Förderung der betroffenen Kinder, geringerem Lernerfolg der ganzen Klasse und überforderten Lehrkräften. Förderschulen böten zudem bessere Räume und Ausstattung.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Die in Hessen geübte Praxis, Förderschulen zu schließen, erfährt deshalb unsere strikte Ablehnung!“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die gemeinsame Beschulung soll zugunsten getrennter Förderschulen zurückgefahren werden, was den Kurs der Inklusion bremst.

Lehrermangel beheben und Lehrkräfte stärken

Die AfD will den Lehrerberuf in Hessen attraktiver machen: mehr Praxis im Studium, schnellere Einstellungen, feste statt befristeter Verträge und Entlastung von Verwaltungsarbeit. Lehrkräfte sollen außerdem bei störendem Verhalten von Schülern rasch wirksame Sanktionen verhängen können.

In Hessen fehlen Lehrer. Die AfD will den Beruf attraktiver machen. Lehrer sollen feste Verträge bekommen. Das Land soll sie in den Ferien nicht entlassen. Helfer sollen die Verwaltungs-Arbeit übernehmen. Lehrer sollen störende Schüler schneller bestrafen dürfen.

Die Regelstudienzeit aller Lehramtsstudiengänge soll einheitlich zehn Semester betragen, mit höherem Praxisanteil und vergüteten Pflichtpraktika. Bewerbungsverfahren sollen kürzer und unbürokratischer werden, hinzu kommen hochwertige Verfahren für Quereinsteiger und mehr Spielraum der Schulen bei Stellenbesetzungen. Honorarverträge sollen spätestens nach einem Jahr in reguläre Anstellungen übergehen. Schulverwaltungsassistenten sollen Lehrkräfte entlasten. Für Sanktionen im Einvernehmen mit der Schulleitung will die AfD das Schulrecht anpassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Die Praxis der Kettenarbeitsverträge und der Entlassung in Ferienzeiten wird beendet!“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll befristete Verträge in feste Stellen umwandeln, Praktika bezahlen und zusätzliches Personal einstellen.

Freiwillige, kostenlose Ganztagsbetreuung mit Ausgleich für Familien

Die AfD will, dass Eltern frei zwischen Ganztagsbetreuung und Betreuung zu Hause wählen können. Der Ganztag soll kostenlos und pädagogisch hochwertig sein; wer seine Kinder selbst betreut, soll einen finanziellen Ausgleich erhalten.

Eltern sollen selbst wählen: Ganztags-Betreuung in der Schule oder zu Hause. Die Betreuung in der Schule soll kostenlos und gut sein. Wer seine Kinder zu Hause betreut, soll Geld bekommen. Das Land soll genug Geld dafür einplanen.

Die Entscheidung soll in allen Schulformen nicht vom Einkommen abhängen. Das Programm fordert ausreichend qualifiziertes schulisches Personal sowie anspruchsvolle kulturelle, künstlerische und sportliche Angebote, an denen Eltern und Vereine beteiligt sind. Gute Ganztagsbetreuung sei in Hessen bisher die Ausnahme. Schulen dürften aus Sicht der AfD keine bloßen Aufbewahrungsorte sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Für eine kostenlose pädagogisch-hochwertige Ganztagsbetreuung sind ausreichend finanzielle Mittel im Landeshaushalt bereitzustellen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Ganztag kostenfrei finanzieren und zusätzlich einen Ausgleich an selbst betreuende Eltern zahlen.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Betreuung in der Familie soll finanziell der schulischen Ganztagsbetreuung gleichgestellt werden.

Lehrplan zur Sexualerziehung zurückhaltender fassen

Die AfD will den seit 2016 geltenden hessischen Lehrplan zur Sexualerziehung ändern. Statt Akzeptanz verschiedener Lebensmodelle und sexueller Orientierungen sollen Toleranz und Respekt das Ziel sein, und der Hinweis, dass der Unterricht nicht von der Zustimmung der Eltern abhängt, soll entfallen.

In Hessen gibt es einen Lehrplan für Sexual-Erziehung. Die AfD will ihn ändern. Das Wort Akzeptanz soll gestrichen werden. Dafür sollen Toleranz und Respekt stehen. Die Eltern sollen mehr mitbestimmen. Das Thema soll im Unterricht zurückhaltend vorkommen.

Nach Darstellung des Programms ersetzt der Lehrplan das Wertesystem von Ehe, Elternschaft und Familie durch ein Konzept sexueller Vielfalt und verstößt gegen den Beutelsbacher Konsens. Der frühere Lehrplan von 2007 habe nur auf Duldung und Achtung gezielt. Die Aussage, Sexualerziehung sei für alle verbindlich und ohne elterliche Zustimmung möglich, verletzt aus Sicht der AfD das Erziehungsrecht nach Artikel 6 des Grundgesetzes. Sexualerziehung soll im Zusammenwirken von Elternhaus und Schule stattfinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„ist im Hinblick auf den Umgang mit alternativen Lebensmodellen und sexuellen Orientierungen daher durch die Begriffe Toleranz und Respekt zu ersetzen.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der Lehrplan soll vom Ziel der Akzeptanz sexueller Vielfalt auf bloße Toleranz zurückgeführt und stärker am Leitbild Ehe und Familie ausgerichtet werden.

Bekenntnisorientierten Islamunterricht ablehnen

Die AfD will keinen bekenntnisorientierten Islamunterricht an hessischen Schulen, weil er aus ihrer Sicht die Integration hemmt. Stattdessen soll es christlichen Religionsunterricht als Wahlpflichtfach und einen konfessionsfreien Ethikunterricht geben.

Die AfD will keinen Islam-Unterricht an Schulen, der den Glauben lehrt. Sie sagt: Er schadet der Integration. Es soll christlichen Religions-Unterricht geben. Wer das nicht will, geht in den Ethik-Unterricht. Moschee-Verbände sollen an Schulen keinen Einfluss haben.

Das Programm wendet sich gegen politischen und religiösen Einfluss islamischer Verbände wie Ahmadiyya oder DITIB an Schulen. Der christliche Religionsunterricht soll bei genügend Schülern eine Wahl der Konfession ermöglichen. Ethikunterricht gilt der AfD als rechtlich ausreichendes Angebot für alle Religionsgemeinschaften. Welche Form an weiterführenden Schulen angeboten wird, sollen die Schulen gemeinsam mit den Eltern entscheiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Darüber hinaus sprechen wir uns aufgrund seiner integrationshemmenden Wirkung gegen das Angebot eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts aus.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Der bestehende bekenntnisorientierte Islamunterricht soll entfallen, während der christliche Religionsunterricht als Regelangebot bleibt.

Berufsvorbereitung an Regelschulen ausbauen

Die AfD will Berufsvorbereitung in allen Schulformen stärken. Dazu sollen ein neu gestalteter Werk- und Arbeitslehreunterricht überall angeboten und mehr Betriebspraktika als bisher zur Regel werden.

Schüler sollen besser auf den Beruf vorbereitet werden. Alle Schulen sollen Werk-Unterricht und Arbeitslehre anbieten. Schüler sollen öfter ein Praktikum in einem Betrieb machen. Schulen sollen eng mit Handwerk und Industrie arbeiten.

Das Programm lehnt eine rein schulische Berufsvorbereitung und Ausbildung ab. Handwerkliche Fähigkeiten und technisch-konstruktives Denken seien für den Übergang in Ausbildung und Studium nötig. Regelschulen sollen eng mit Ausbildungswerkstätten und berufsbildenden Einrichtungen zusammenarbeiten. Bisher gibt es laut Programm zwei Pflichtpraktika; künftig sollen regelmäßige Praktika in allen Bildungsgängen hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Regelmäßige Unternehmenspraktika müssen über die bisherigen zwei Pflichtveranstaltungen hinaus in allen Bildungsgängen zu einem festen Bestandteil des schulischen Alltags in Hessen werden.“
Seite 18 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Duale Ausbildung stärken, Meisterlehrgänge kostenfrei machen

Die AfD will die duale Ausbildung erhalten und ausbauen und lehnt es ab, Berufsschulstandorte zu verringern. Meisterlehrgänge sollen kostenfrei werden, wenn die Absolventen danach in Hessen arbeiten. Die Meisterprämie soll von 1.000 auf 4.000 Euro steigen.

Die AfD will die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule stärken. Berufsschulen sollen nicht schließen. Die Ausbildung zum Meister soll nichts kosten. Dafür muss man danach in Hessen arbeiten. Die Prämie für Meister soll auf 4.000 Euro steigen.

Das Programm wendet sich gegen die geplante Bündelung von Fachrichtungen an weniger Berufsschulen, damit Auszubildende kurze Wege behalten und Betriebe in der Region bleiben. Die AfD sieht eine Ungleichbehandlung darin, dass das Studium gratis ist, die Meisterausbildung aber Geld kostet. Die Meisterprämie von 1.000 Euro liegt laut Programm im Ländervergleich am unteren Ende und soll als erster Schritt auf 4.000 Euro angehoben werden. Gegen den Lehrermangel an Berufsschulen soll ein Qualifizierungsstudium Handwerks- und Industriemeistern die Lehrbefähigung ermöglichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die AfD möchte diese Ungleichbehandlung beenden und setzt sich für kostenfreie Meisterlehrgänge ein, wenn im Anschluss die berufliche Profession in Hessen ausgeübt wird.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Die Meisterprämie soll vervierfacht und die Meisterausbildung neu aus öffentlichen Mitteln kostenfrei gestellt werden, was eine deutliche Ausweitung staatlicher Leistungen ist.

Schulen digital ausstatten, Informatik zur Pflicht machen

Die AfD will Schulen digital besser ausstatten: WLAN in allen Klassenräumen, einheitliche Tablets ab Klasse 5 ohne Zuzahlung und Informatik als Pflichtfach an weiterführenden Schulen. In der Grundschule soll dagegen die klassische Vermittlung von Lesen, Schreiben und Rechnen im Mittelpunkt bleiben.

Die AfD will mehr Technik an Schulen. Jedes Klassenzimmer soll schnelles WLAN haben. Schüler ab Klasse 5 sollen ein Tablet bekommen, ohne dafür zu zahlen. Informatik soll ein Pflicht-Fach werden. In der Grundschule sollen Kinder vor allem lesen, schreiben und rechnen lernen.

Die Tablets sollen über die Lernmittelfreiheit bereitgestellt werden und für alle gleich sein, ebenso die Computer und Programme der Lehrer; das soll Unterricht und Wartung erleichtern. Der Informatikunterricht soll Grundlagen des Programmierens, den Umgang mit Software und kritische Medienkompetenz vermitteln. Das „Schulportal Hessen“ soll ausgebaut werden und digitale Schulbücher, Lernprogramme sowie kostenlose, datenschutzgerechte Programme für Videokonferenzen und Text- und Bildbearbeitung bereitstellen. In Grundschulen können digitale Lernprogramme nach dem Programm nur ergänzend eingesetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„In den weiterführenden Schulen muss ein verpflichtender Informatikunterricht eingeführt werden“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tablets ohne Zuzahlung und WLAN in allen Klassenräumen bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für Schulen.

Eignungstests vor dem Studium einführen

Die AfD will an hessischen Hochschulen Eignungstests vor der Zulassung einführen, um aus ihrer Sicht eine Überakademisierung zu verhindern und die Zahl der Studienabbrüche zu senken. Zugleich soll die Autonomie der Hochschulen gestärkt und der Abschluss „Diplom-Ingenieur“ wieder angeboten werden können.

Die AfD will Tests vor dem Studium einführen. Nur wer den Test besteht, darf das Fach studieren. So sollen weniger Menschen ihr Studium abbrechen. Die Hochschulen sollen selbst über ihre Arbeit entscheiden. Den Abschluss Diplom-Ingenieur soll es weiter geben.

Die Tests sollen sich am Leistungsprinzip ausrichten; das Programm begründet sie mit dem Bedarf an erfolgreichen Abschlüssen, vor allem in den MINT-Fächern. Studierende der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Medizin sollen bei der Förderung besonders berücksichtigt werden. Das BAföG als Mischung aus Zuschuss und Darlehen hält die AfD für geeignet, die Studien- und Berufswahl zu lenken. Der politische Einfluss auf Hochschulen soll sinken, und die dem Innenministerium unterstellte Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit soll nicht als wissenschaftliche Hochschule gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Um eine weitere Überakademisierung unserer Gesellschaft zu verhindern, müssen an hessischen Hochschulen Eignungstests vor der Zulassung zu einem Studiengang eingeführt werden.“
Seite 20 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer einführen

Die AfD will Studiengebühren für Studierende aus Staaten außerhalb der EU einführen. Sie begründet das damit, dass etwa viele chinesische Studierende ihr Wissen nach dem Abschluss in die Heimat mitnähmen und Hessen so seine eigene Konkurrenz ausbilde.

Die AfD will Geld für das Studium verlangen. Das soll für Studenten aus Ländern außerhalb der EU gelten. Die AfD sagt: Viele gehen nach dem Studium zurück in ihr Land. Das Geld sollen die Universitäten in Hessen bekommen.

Die Einnahmen sollen vollständig an die hessischen Universitäten fließen. Damit sollen nach Darstellung des Programms Studierende, die nach dem Abschluss in Deutschland bleiben, besser ausgebildet werden. Die AfD sieht darin auch einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und gegen wirtschaftlichen Druck aus China.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Zudem fordern wir die Einführung von Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein bisher gebührenfreies öffentliches Angebot soll für eine Gruppe kostenpflichtig werden, was in Richtung Nutzerfinanzierung geht.

  • Migrationeher restriktiv

    Die Gebühren erschweren das Studium für Menschen aus Nicht-EU-Staaten und verschärfen damit die Bedingungen für diese Form der Zuwanderung.

Berufliche Ausbildung und Handwerk aufwerten

Die AfD will die aus ihrer Sicht einseitige Bevorzugung des Studiums beenden und das Ansehen nicht-akademischer Ausbildungen stärken. Die duale Ausbildung soll so viel gelten wie ein Hochschulabschluss. Begründet wird dies mit dem Mangel an Handwerkern und Pflegekräften.

Es fehlen Handwerker und Pflege-Kräfte. Die AfD sagt: Die Politik achtet zu sehr auf das Studium. Eine Ausbildung im Betrieb soll genauso viel wert sein. Die AfD will das Handwerk stärken.

Das Programm verweist auf den demografischen Wandel, der den Bedarf an Beschäftigten zwischen den Branchen verschiebe. Die Quote der Studienanfänger habe jahrelang auf Höchstständen gelegen. Die Politik soll gute Rahmenbedingungen für eine stabile Ertragslage kleiner Handwerksbetriebe schaffen, die unter Materialengpässen, Personalmangel, Nachfolgeproblemen und Energiekosten leiden. Zudem soll sie darauf hinweisen, dass manche theoretischen Studiengänge aus Sicht der AfD keine passenden Berufsaussichten bieten.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Die AfD setzt sich insbesondere dafür ein, dass beruflicher dualer Ausbildung die gleiche Wertschätzung entgegengebracht wird wie einem akademischen Abschluss.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Schulen und Dienste auf dem Land erhalten

Die AfD will Schulen und Kindergärten in ländlichen Orten möglichst erhalten und dafür Vorgaben wie Klassengrößen infrage stellen. Andere Dienste sollen mobil angeboten werden, Krankenhäuser will sie durch medizinische Zentren vor Ort ersetzen.

Die AfD will Schulen und Kindergärten in Dörfern behalten. Dafür dürfen Klassen auch sehr klein sein. Banken, Läden und Büchereien sollen zu den Menschen fahren. Statt Kranken-Häusern soll es kleine Zentren für Notfälle geben.

Nach dem Programm hängt die Zukunft des ländlichen Raums an Schulen und Kindergärten am Ort. Finanzdienste, Lebensmittellieferungen und Büchereien sollen mobil zu den Bürgern kommen. Weil Kliniken in der Fläche aus Sicht der AfD nicht ausgelastet sind, sollen medizinische Zentren Notfälle versorgen und sonst an Spezialkliniken überweisen. Zudem regt das Programm an, staatliche Einrichtungen oder Fachbereiche von Universitäten aufs Land zu verlegen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Lieber eine Zwergschule im Ort als eine Normschule in weiter Entfernung.“
Seite 43 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Hessen im Vergleich