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Grüne zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Vollbeschäftigung anstreben, Weiterbildung fördern

Die Grünen halten Vollbeschäftigung für ein erreichbares Ziel, weil Klimaschutz und Innovation neue Arbeitsplätze schaffen. Wer durch den Wandel der Wirtschaft seinen Arbeitsplatz verliert, soll eine neue Perspektive bekommen. Landesprogramme sollen dafür Unternehmen unterstützen und Weiterbildung fördern.

Die Grünen wollen, dass alle Menschen Arbeit haben. Klimaschutz soll viele neue Jobs bringen. Manche Jobs fallen aber weg. Diese Menschen sollen neue Chancen bekommen. Das Land soll Weiterbildung bezahlen helfen.

Das Programm sieht in Klimaschutz, Energie- und Verkehrswende sowie Digitalisierung Felder für neue Produkte und Dienstleistungen. Zusammen mit der Wirtschaft sollen Beschäftigte, deren Stellen wegfallen, neue Möglichkeiten erhalten. Programme des Landes sollen Betriebe unterstützen und Beschäftigte gezielt weiterqualifizieren. So sollen Wachstum und Ressourcenverbrauch nach Darstellung des Programms sozialverträglich entkoppelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Deshalb begleiten wir diese Entwicklung mit Landesprogrammen, die neben der Unterstützung von Unternehmen auch die gezielte Weiterbildung für Beschäftigte fördern.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll den Strukturwandel mit eigenen Förder- und Weiterbildungsprogrammen begleiten.

Fachkräfte sichern, Willkommenszentrum einrichten

Die Grünen wollen dem Mangel an Fach- und Arbeitskräften mit Weiterbildung und Zuwanderung begegnen. Ein zentrales „Willkommenszentrum“ soll ausländischen Arbeitskräften Anerkennung, Aufenthaltsfragen und Integration aus einer Hand bieten.

In Hessen fehlen viele Arbeitskräfte. Die Grünen wollen mehr Weiterbildung anbieten. Sie wollen auch Arbeitskräfte aus dem Ausland gewinnen. Eine zentrale Stelle soll diesen Menschen schnell helfen.

Der Bündnisplan des „Neuen Bündnis Fachkräftesicherung Hessen“ soll zu einem Fachkraftsicherungspakt werden. Vom Land geförderte Fortbildungen, Umschulungen und Weiterbildungen sollen laufend an den Wirtschaftswandel angepasst werden. Mit Kammern und Verbänden soll es mehr Ausbildungsangebote für Energiewende-Berufe geben. Das Willkommenszentrum soll Berufsabschlüsse anerkennen, Aufenthaltsfragen klären und Integrationsmaßnahmen organisieren. Das Programm begründet dies mit dem demografischen Wandel und fehlenden Handwerkerinnen und Handwerkern für den Klimaschutz.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir sind auf Zuwanderung angewiesen und wollen als Land Hessen ein attraktiver Standort für ausländische Fach- und Arbeitskräfte sein.“
Seite 16 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die Zuwanderung von Arbeitskräften soll durch schnellere Verfahren und eine zentrale Anlaufstelle erleichtert werden.

Tariftreue bei öffentlichen Aufträgen stärken

Die Grünen wollen das hessische Vergabe- und Tariftreuegesetz weiterentwickeln, damit öffentliche Aufträge an regeltreue Firmen gehen und die Tarifbindung steigt. Soziale und ökologische Kriterien sollen bei Vergaben mehr Gewicht bekommen.

Der Staat vergibt Aufträge an Firmen. Die Grünen wollen, dass diese Firmen fair bezahlen. Auch Umwelt und Soziales sollen bei Aufträgen zählen. Die Arbeit soll außerdem gesünder werden.

Kommunen sollen durch Schulung und Beratung leichter soziale, ökologische, innovative und geschlechtergerechte Anforderungen stellen können. Ausschreibungen sollen möglichst nach Fachgebieten getrennt werden, damit kleine lokale Handwerksbetriebe mitbieten können. Geprüft wird, ob Vergaberichtlinien Start-ups besser unterstützen können. In Landesbetrieben soll das Gesundheitsmanagement gestärkt werden, eine Initiative für gesunde Unternehmen ist geplant. Modellversuche mit einer 4-Tage-Woche in Unternehmen unterstützen die Grünen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir setzen uns für eine allgemeine Wirksamkeit von repräsentativen Tarifverträgen bei der Vergabe ein.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Aufträge sollen stärker an Tarifverträge sowie soziale und ökologische Auflagen gebunden werden.

Hessenpass mobil zum Sozialpass ausbauen

Die Grünen wollen das bestehende Sozialticket „Hessenpass mobil“ zu einem Sozialpass für Hessen weiterentwickeln. Er soll Erleichterungen bei sozialer und kultureller Teilhabe bringen.

Menschen mit wenig Geld können in Hessen günstiger Bus und Bahn fahren. Dafür gibt es den Hessenpass mobil. Die Grünen wollen daraus einen Sozial-Pass machen. Damit sollen auch Kultur und Freizeit günstiger werden.

Das Programm verweist auf das Hessenticket und den Hessenpass mobil als bestehende Angebote. Der neue Sozialpass soll in der kommenden Wahlperiode entstehen. Die Grünen verbinden damit die Absicht, dass Klimaschutzmaßnahmen zugleich soziale und wirtschaftliche Chancen schaffen. Der Wandel soll durch transparente Information begleitet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„In der kommenden Legislaturperiode wollen wir nun den Hessenpass mobil zum Sozialpass für Hessen für Erleichterungen beim sozialen und kulturellen Leben entwickeln.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine bestehende Vergünstigung für Menschen mit geringem Einkommen soll auf weitere Lebensbereiche ausgeweitet werden.

Sozialbudget auf 200 Millionen Euro erhöhen

Die Grünen wollen das Hessische Sozialbudget um die Hälfte auf mindestens 200 Millionen Euro jährlich anheben. Damit sollen soziale Projekte dauerhaft finanziert, Zuschüsse an gestiegene Kosten angepasst und neue Angebote geschaffen werden.

Hessen gibt Geld für soziale Projekte. Dazu gehören Frauen-Häuser und Schuldner-Beratung. Die Grünen wollen dieses Geld stark erhöhen. Es sollen mindestens 200 Millionen Euro im Jahr sein.

Bewährte Projekte sollen aus der befristeten Projektförderung in eine Regelförderung übergehen. Lange unveränderte Zuschüsse sollen an Inflation und höhere Löhne angepasst werden. Eine Bedarfsstudie zur sozialen Sicherheit soll die Maßnahmen genauer ausrichten. Mit Kommunen, Verbänden und Trägern soll eine nach Themen und Regionen geordnete Übersicht der Hilfsangebote entstehen. Auf Bundesebene werben die Grünen für universelle Sozialversicherungen und eine Grundsicherung, die vor Armut schützt.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Dazu werden wir das Sozialbudget um 50 Prozent auf mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr erhöhen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Das Budget für soziale Infrastruktur soll um die Hälfte steigen, also um deutlich mehr als ein Viertel.

Armut und Obdachlosigkeit bekämpfen

Die Grünen wollen einen Aktionsplan gegen Armut erarbeiten und den Landessozialbericht um Reichtum und konkrete Maßnahmen erweitern. Obdachlosigkeit soll entkriminalisiert und mit Housing First bekämpft werden, also mit einer eigenen Wohnung als erstem Schritt der Hilfe.

In Hessen leben viele Menschen in Armut. Die Grünen wollen einen Plan dagegen machen. Menschen ohne Wohnung sollen zuerst eine Wohnung bekommen. Das nennt man Housing First. Obdachlose sollen nicht bestraft werden.

Der Landessozialbericht soll zu einem Armuts-, Reichtums- und Handlungsbericht werden und als Grundlage des Aktionsplans dienen. Ein Schwerpunkt liegt auf Kinderarmut, damit sich Armut nicht in die nächste Generation fortsetzt. Gegen Frauenarmut setzt das Programm auf Anreize am Arbeitsmarkt für existenzsichernde Einkommen. Neben Housing First ist „Probewohnen“ vorgesehen. Die Angebote der Jobcenter sollen enger mit Hilfsstrukturen verbunden werden, und eine Streetwork-Kampagne soll Menschen in Not erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir setzen uns für die Entkriminalisierung von Obdachlosigkeit ein und möchten Obdach- und Wohnungslosigkeit durch Housing-First-Ansätze und das „Probewohnen“ bekämpfen.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein staatlicher Aktionsplan gegen Armut und neue Hilfen für Wohnungslose bauen öffentliche Unterstützung aus.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Obdachlosigkeit soll nicht mehr mit ordnungs- oder strafrechtlichen Mitteln verfolgt werden.

Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen

Die Grünen wollen sich beim Bund für ein wissenschaftlich begleitetes Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen einsetzen. Untersucht werden sollen dessen Folgen für Arbeitssuche, Engagement und Teilhabe.

Ein Grund-Einkommen ist Geld vom Staat für jeden, ohne Bedingung. Die Grünen wollen das in einem Versuch testen lassen. Forscher sollen die Folgen untersuchen. Der Bund soll diesen Versuch machen.

Adressat der Forderung ist die Bundesebene. Das Pilotprojekt soll wissenschaftlich erforschen, wie sich ein Grundeinkommen ohne Bedingungen auswirkt. Als Beispiele nennt das Programm die Chancen bei der Jobsuche, das Engagement in der Zivilgesellschaft und die Teilhabe an der Gesellschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir setzen uns gegenüber dem Bund dafür ein, dass die Auswirkungen eines bedingungslosen Grundeinkommens beispielsweise auf die Chancen bei der Arbeitssuche, auf zivilgesellschaftliches Engagement und die gesellschaftliche Teilhabe in einem Pilotprojekt wissenschaftlich erforscht werden.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Gefordert wird nur ein Forschungsprojekt, es öffnet aber den Weg zu einer neuen, bedingungslosen Sozialleistung.

Infrastruktur auf ältere Menschen ausrichten

Die Grünen wollen die öffentliche Infrastruktur stärker an den Bedürfnissen älterer Menschen ausrichten. Ziel ist, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt in der eigenen Wohnung leben können.

Es gibt immer mehr ältere Menschen. Die Grünen wollen, dass sie lange zu Hause wohnen können. Dafür soll es Hilfe zu Hause geben. Ärzte und Läden sollen in der Nähe sein.

Vorgesehen sind barrierefreie Zugänge sowie wohnortnahe ärztliche und pflegerische Versorgung, Dienstleistungen und Einkaufsmöglichkeiten. Begegnungsstätten und passende Mobilitätsangebote sollen ein aktives Leben im Alter ermöglichen. Städte und Gemeinden sollen Hilfe erhalten, wenn sie sich am weltweiten Netzwerk altersfreundlicher Städte beteiligen. Das gesellschaftliche und politische Engagement Älterer soll gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Daher werden wir ambulante Hilfen und gemeinschaftliche Wohnformen unterstützen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Infrastruktur und Hilfsangebote für Ältere sollen ausgebaut werden.

Barrierefreiheit und Arbeit für Menschen mit Behinderung

Die Grünen wollen, dass Menschen mit Beeinträchtigungen selbstbestimmt und ohne Barrieren leben können und von Anfang an an Entscheidungen beteiligt sind. Barrierefreiheit soll besser kontrolliert und der Weg in den regulären Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Die Grünen wollen weniger Hindernisse für Menschen mit Behinderung. Gebäude und Straßen sollen für alle gut nutzbar sein. Menschen mit Behinderung sollen normale Arbeitsplätze finden können. Sie sollen bei Entscheidungen mitreden.

Der öffentliche Raum soll barrierefreier werden. Die Partei setzt auf personenbezogene Hilfen, will Alternativen zu Werkstätten schaffen, das Programm HEPAS fortführen und regionale Netzwerke „Pro-Arbeit für Menschen mit Behinderungen“ fördern. Der Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention soll fortgeschrieben und die Kompetenzstelle Barrierefreiheit ausgebaut werden. Einrichtungen sollen Schutzkonzepte gegen Gewalt haben; für die Akutberatung soll es Gebärdensprachdolmetschung geben. Die Gedenkstättenarbeit in Hadamar zu den NS-Euthanasiemorden soll gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir wollen bessere Mechanismen zur Überprüfung der Barrierefreiheit beim Wohnungsbau und in den Arbeitsstätten.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung sollen innerhalb bestehender Strukturen ausgebaut werden.

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbessern

Die Grünen wollen den Kodex für gute Arbeit im Hochschulgesetz festschreiben und Kettenbefristungen zurückdrängen. Erstverträge für Promovierende sollen vier statt drei Jahre laufen, studentische Hilfskräfte sollen in den Tarifvertrag des Landes kommen.

Die Grünen wollen bessere Arbeit an Hochschulen. Doktorandinnen und Doktoranden sollen erste Verträge über 4 Jahre bekommen. Heute sind es 3 Jahre. Es soll weniger befristete Verträge hintereinander geben. Studentische Hilfskräfte sollen nach Tarif bezahlt werden.

Eine Kommission soll den Kodex weiterentwickeln; für dauerhafte Aufgaben sollen dauerhafte Stellen bestehen. Langfristig sollen Promovierende mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit für die eigene Doktorarbeit nutzen können. Über den Hochschulpakt sollen mehr Mittel für Dauerstellen nach der Promotion fließen. Die Forschungsförderung des Landes soll dem Kodex entsprechen. Die Vertretung der Promovierenden soll gestärkt und das Wissenschaftsmanagement als Karriereweg ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„indem wir im Hochschulgesetz die Vertragslaufzeit für eine Erstanstellung von drei auf vier Jahre erhöhen“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Längere Mindestlaufzeiten, mehr Dauerstellen und Tarifbindung für Hilfskräfte regulieren Beschäftigung an Hochschulen stärker zugunsten der Beschäftigten.

Beamtenbesoldung anpassen, pauschale Beihilfe prüfen

Die Grünen wollen die Besoldung der Beamtinnen und Beamten weiter an die Rechtsprechung anpassen und Tarifabschlüsse auf sie übertragen. Sie wollen die Benachteiligung freiwillig gesetzlich versicherter Beamter abbauen und dafür eine pauschale Beihilfe prüfen. Personalräte sollen mehr Mitbestimmung erhalten.

Beamte arbeiten für den Staat. Die Grünen wollen, dass Beamte angemessen bezahlt werden. Lohn-Erhöhungen aus Tarif-Verträgen sollen auch für Beamte gelten. Beamte in der gesetzlichen Kranken-Kasse sollen keine Nachteile mehr haben. Personal-Räte sollen mehr mitbestimmen.

Nach ersten Schritten bei der Besoldungsanpassung sollen die noch nötigen weiteren folgen. Geprüft wird eine pauschale Beihilfe, bei der der Dienstherr einen Zuschuss zu den Kassenbeiträgen von vollständig gesetzlich oder vollständig privat Versicherten zahlt. Die Mitbestimmung der Personalräte soll bei Gesundheitsschutz, Digitalisierung und neuen Arbeitsformen wachsen. Die Tarifgemeinschaft der Länder soll überzeugt werden, Vorteile des hessischen Tarifvertrags zu übernehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Das Beamt*innenrecht soll dem Tarifrecht folgen, insbesondere sollen Tarifergebnisse auf Beamt*innen übertragen werden.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Besoldung, ein möglicher Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung und mehr Mitbestimmung bauen öffentliche Leistungen und Arbeitnehmerrechte schrittweise aus.

Zugang für EU-Fachkräfte erleichtern, Entsandte schützen

Die Grünen wollen Fachkräften aus der EU den Weg in den hessischen Arbeitsmarkt erleichtern und ihre Berufsabschlüsse einfacher anerkennen. Entsandte Beschäftigte sollen mehr Beratung erhalten, um sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen zu wehren.

Fachkräfte aus anderen EU-Ländern sollen leichter in Hessen arbeiten können. Ihre Berufs-Abschlüsse sollen einfacher anerkannt werden. Manche Firmen schicken Beschäftigte aus dem Ausland nach Hessen. Diese Menschen sollen mehr Beratung bekommen. So sollen sie vor Ausbeutung geschützt sein.

Die Beratung für entsandte Beschäftigte soll vor allem in Logistik, Bau, Landwirtschaft und der sogenannten 24-Stunden-Pflege gestärkt werden. Das Programm verbindet dies mit dem Anspruch, die europäische Integration auch sozial gerecht zu gestalten. Zudem wollen die Grünen stärker mit den in Hessen ansässigen europäischen und internationalen Institutionen zusammenarbeiten und um weitere Ansiedlungen werben.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„Wir wollen den Zugang für EU-Fachkräfte zum hessischen Arbeitsmarkt erleichtern und die Anerkennung von EU-Berufsabschlüssen vereinfachen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Leichterer Arbeitsmarktzugang und einfachere Anerkennung von Abschlüssen erleichtern die Zuwanderung von Fachkräften schrittweise.

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