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BSW zur Bildung

Aus dem Programm „Sachsens Zukunft: friedlich, vernünftig, gerecht. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 50 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bundeswehr-Werbung an Schulen beenden, Zivilklausel unterstützen

Das BSW will keine Nachwuchswerbung der Bundeswehr an Sachsens Schulen und lehnt einen Wehr- oder Zivilverteidigungsunterricht ab. Die Kooperationsvereinbarung des Freistaats mit der Bundeswehr soll enden. An Hochschulen unterstützt die Partei die Zivilklausel-Bewegung, die militärische Forschung öffentlich machen will.

Die Bundeswehr soll an Schulen in Sachsen nicht um Nachwuchs werben. Es soll keinen Wehr-Unterricht geben. Sachsen hat dazu einen Vertrag mit der Bundeswehr. Das BSW will diesen Vertrag beenden. Hochschulen sollen offenlegen, wenn sie für das Militär forschen.

Das Programm spricht von einer schleichenden Militarisierung der Schulen. Die Bundeswehr verfüge über eigene Informationszentren, die für ihre Zwecke ausreichten. Bei der Zivilklausel-Bewegung unterstützt die Partei das Ziel, Öffentlichkeit zu schaffen, wenn sächsische Hochschulen militärische Forschungsaufträge übernehmen. Eine Zivilklausel ist eine Selbstverpflichtung von Hochschulen, nur für zivile Zwecke zu forschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„an sächsischen Schulen brauchen und wollen wir keine Nachwuchsanwerbung durch die Bundeswehr.“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Das Ende der Schulkooperation mit der Bundeswehr und mehr Transparenz bei Militärforschung drängen die Präsenz des Militärs in Bildungseinrichtungen zurück.

Verpflichtende Sprachtests ab drei Jahren einführen

Das BSW will alle Kinder ab drei Jahren verbindlich auf ihre Sprachkenntnisse testen. Bei Defiziten soll der Besuch einer Kita oder Vorschule Pflicht werden. Die Partei begründet das damit, dass Deutsch die Unterrichtssprache ist und ohne Sprachkenntnisse kein normaler Unterricht möglich sei.

Kinder sollen mit 3 Jahren einen Sprach-Test machen. Wer schlecht Deutsch spricht, muss in die Kita oder Vorschule gehen. Das soll für die Eltern nichts kosten. Im Unterricht soll weiter Deutsch gesprochen werden.

Nach Angaben des Programms sind 13 Prozent der Schüler in Sachsen nicht-deutschsprachiger Herkunft, in manchen Grundschulklassen spreche mehr als die Hälfte kein Deutsch. Unterrichtssprache soll Deutsch bleiben, im sorbischen Gebiet auch Sorbisch. Die Tests sollen früh zeigen, welche Förderung ein Kind braucht; diese Förderung soll verbindlich sein. Verpflichtende Angebote wie Kita oder Vorschuljahr sollen für die Familien kostenfrei sein. Sprachliche Integration soll so zur Integration insgesamt beitragen.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Wir fordern daher verpflichtende Sprachtests für Kinder ab 3 Jahren, um bei etwaigen Defiziten reagieren zu können – mit einem verpflichtenden KITA- oder Vorschulbesuch.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet kostenlose Sprachförderung für Kinder aus zugewanderten Familien mit einer neuen Pflicht zum Kita- oder Vorschulbesuch.

Smartphones und Tablets im Unterricht verbieten

Das BSW will Smartphones und Tablets aus dem Unterricht der unteren Klassen verbannen und die Grundschule auf Lesen, Schreiben und Rechnen ausrichten. Aus Sicht der Partei behindern digitale Lernmittel den Wissenserwerb. In höheren Klassen soll ein Fach Medienkompetenz den Umgang mit digitalen Medien vermitteln.

Das BSW will Handys und Tablets im Unterricht verbieten. Das soll bis Klasse 6 gelten, auf jeden Fall in der Grundschule. Kinder sollen dort vor allem lesen, schreiben und rechnen lernen. Ältere Schüler sollen ein Fach über digitale Medien bekommen.

Das Verbot soll möglichst bis einschließlich Klasse 6 gelten und wenigstens die Grundschule erfassen. Öffentliches Geld soll in intakte Räume und Schulverwaltung fließen statt in die Digitalisierung des Unterrichts; gedruckte Bücher und das Wissen der Lehrkraft sollen im Mittelpunkt stehen. Das Programm verweist auf Studien und auf Schweden, die Niederlande und Dänemark, die die Digitalisierung der Schulen gestoppt hätten. Für die Sekundarschulen plant das BSW zugleich ein Sonderprogramm gegen den Mangel an digitalen Geräten und für mehr Medienkompetenz.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Das BSW setzt sich in Sachsen für ein Verbot von Smartphones und Tablets im Unterricht bis zur 6. Klasse, mindestens aber in der Grundschule“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Abkehr von der Digitalisierung des Unterrichts zugunsten von Schulbuch und klassischen Grundfertigkeiten setzt auf überlieferte pädagogische Formen.

Lehrkräfte durch Unterstützungsteams entlasten

Das BSW will an den Schulen Teams aus weiteren Fachkräften einrichten, die Lehrerinnen und Lehrern Aufgaben außerhalb des Unterrichts abnehmen. So sollen sich Lehrkräfte auf das Unterrichten konzentrieren können und keine Stunden mehr ausfallen. Die Ausbildung des pädagogischen Personals soll praxisnäher werden.

Lehrer sollen wieder vor allem unterrichten. Dafür sollen andere Fachleute an die Schulen kommen. Das sind zum Beispiel Sozialarbeiter, Psychologen und IT-Fachleute. Jede Schule soll mindestens einen Sozialarbeiter haben.

Das Programm verweist auf eine Studie der GEW Sachsen, nach der Lehrkräfte nur ein Drittel ihrer Arbeitszeit unterrichten. Multiprofessionelle Teams aus Erziehern, Sozialarbeitern, Psychologen, Verwaltungskräften und IT-Beauftragten sollen Organisation, Beratung, Elternkontakt und Technik übernehmen. Jede Schule in Sachsen soll mindestens einen Schulsozialarbeiter erhalten. Für angehende Lehrkräfte sieht das BSW eine duale Ausbildung oder ein duales Studium vor, das von Anfang an Praxis enthält und Berufsabgänge verringern soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Deshalb wollen wir an den Schulen unterstützende Teams aus IT-Managern, Sozialarbeitern und Psychologen einrichten“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentlich finanzierte Stellen an Schulen bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

Oberschulen stärken und länger gemeinsam lernen

Das BSW will Ober- und Gemeinschaftsschulen mit mehr Geld und Personal ausstatten und ihre Abschlüsse aufwerten. Auf mittlere und lange Sicht sollen Kinder länger gemeinsam lernen. Für das Gymnasium sollen klarere Aufnahmekriterien gelten, um Überfüllung zu vermeiden.

Das BSW will Oberschulen und Gemeinschafts-Schulen stärken. Sie sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen. Kinder sollen später länger zusammen lernen. Für das Gymnasium soll es klarere Regeln zur Aufnahme geben.

Nach Ansicht des BSW kommt die Bildungsempfehlung nach der vierten Klasse für viele Kinder zu früh; als Alternativen nennt es längeres gemeinsames Lernen oder flexible spätere Schulwechsel. Ober- und Gemeinschaftsschulen sollen praxisnäher werden und besonders Kinder mit handwerklicher Begabung auf Beruf und Leben vorbereiten. Gut ausgestattete Oberschulen sollen den Druck von Eltern in Richtung Gymnasium mindern. Mittelfristig hält die Partei eine flächendeckende dreijährige Berufsausbildung mit Abitur für sinnvoll. Kinder mit besonderen Begabungen sollen intensiv gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Mittel- und langfristig wollen wir längeres gemeinsames Lernen der Schüler erreichen“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Geld und Personal für Ober- und Gemeinschaftsschulen erhöhen die öffentlichen Bildungsausgaben schrittweise.

Noten und verbindliche Lehrinhalte festschreiben

Das BSW will Noten an allen Schulen in Sachsen als Maßstab der Leistungsbewertung verankern. Die Lehrpläne sollen sich wieder an klaren, verbindlichen Inhalten ausrichten statt allein an Kompetenzen. Außerdem soll die Berufsorientierung an den Schulen zentral organisiert werden.

Alle Schulen in Sachsen sollen Noten geben. Die Lehrpläne sollen klare Inhalte vorschreiben. Fächer wie Geschichte soll man nicht mehr abwählen können. Schulen sollen Praktika in Betrieben fest organisieren.

Das Programm kritisiert, dass einige nicht staatliche Schulen Noten infrage stellen, und sieht darin fehlende gemeinsame Standards. Die Rahmenlehrpläne sollen nach Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen geordnet werden. Aus Sicht des BSW sind die heutigen Lehrpläne zu verkopft; dass sich Geschichte abwählen lässt, will die Partei ändern. Für die Berufswahl plant sie ein integriertes Orientierungsprogramm mit organisierten Betriebspraktika, damit dies nicht mehr von der Eigeninitiative einzelner Schüler oder Lehrer abhängt.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Die Notengebung muss in allen Schulen in Sachsen der Standard der Leistungsmessung bleiben bzw. wieder werden.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Rückkehr zu Noten und festen Lehrinhalten statt Kompetenzorientierung bewahrt beziehungsweise stellt überlieferte schulische Maßstäbe wieder her.

Schulen auf dem Land erhalten und sanieren

Das BSW will alle bestehenden Schulen in Sachsen dauerhaft sichern und frühere Standorte bei Bedarf wieder öffnen. Dafür soll das Schulgesetz kleinere Klassen zulassen. Ein eigenes Programm soll Mängel an Gebäuden und Ausstattung beheben.

Das BSW will keine Schule in Sachsen mehr schließen. Alte Schulen sollen wieder öffnen können. Klassen sollen kleiner sein dürfen. Das Land soll Geld für kaputte Schul-Gebäude geben.

Laut Programm antwortet die Politik seit 20 Jahren mit Schulschließungen auf den Wegzug aus ländlichen Regionen, was lange Wege für Kinder bedeute. Die Mindestzahlen an Schülern für eine Klasse sollen sinken; kleinere Klassen fördern aus Sicht des BSW den Lernerfolg und machen Landschulen für Lehrkräfte attraktiver. Die Gehaltszulage für junge Lehrkräfte auf dem Land wertet die Partei nur als ersten Schritt. Für Bau und Ausstattung der Schulen sollen eigene Mittel bereitstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Änderung des Schulgesetzes mit dem Ziel der Herabsetzung der Mindestschülerzahlen für die Klassenbildung.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt kleiner Schulstandorte, kleinere Klassen und ein Sanierungsprogramm erfordern zusätzliche öffentliche Ausgaben.

Förderschulen erhalten, Inklusion besser ausstatten

Das BSW will Förderschulen und Förderzentren weiterführen. Inklusion an Regelschulen hält die Partei für sinnvoll, aber begrenzt; dafür sollen die Schulen mehr Personal und Material bekommen.

Das BSW will die Förder-Schulen behalten. Manche Kinder brauchen besondere Hilfe beim Lernen. Sie sollen weiter dorthin gehen können. Normale Schulen sollen mehr Personal für diese Kinder bekommen.

Nach Darstellung des Programms werden die Bedürfnisse von Kindern mit besonderem Lernbedarf in Sachsen oft nicht beachtet. Die zusätzliche Betreuung laste bisher auf den Lehrkräften. Regelschulen sollen deshalb mehr personelle und materielle Mittel für gemeinsames Lernen erhalten. Daneben sollen Förderschulen und Förderzentren bestehen bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Kinder, die ein besonderes Lernumfeld und spezielle Unterstützungsmöglichkeiten benötigen, müssen weiter in speziellen Fördereinrichtungen beschult werden können.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Mittel für Inklusion mit dem Festhalten am bestehenden Förderschulsystem.

Hochschulen besser finanzieren, Wohnheime ausbauen

Das BSW will den sächsischen Hochschulen mehr Geld und Personal geben und die Finanzierung von Studierendenzahlen entkoppeln. Auch Standorte außerhalb von Dresden und Leipzig sollen gestärkt werden. Für Studierende sollen mehr Wohnheimplätze mit niedrigeren Mieten entstehen.

Hochschulen in Sachsen sollen mehr Geld und Personal bekommen. Das Geld soll nicht mehr von der Zahl der Studenten abhängen. Es soll mehr Wohnheime geben. Die Mieten dort sollen sinken.

Zusätzliche Stellen sollen in der neuen Zuschussvereinbarung stehen. Die Zahl der Einschreibungen und Abschlüsse soll nicht mehr als Kenngröße der Finanzierung dienen, weil Hochschulen sie nicht selbst steuern können. Das Verhältnis der Mittel zwischen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Universitäten soll überprüft, die Duale Hochschule Sachsen unterstützt werden. Weitere Vorhaben sind weniger Bürokratie, Hilfe bei Bewerbungen in der Exzellenzstrategie und wissenschaftliche Weiterbildung für kleine und mittlere Betriebe. Ein Studium soll laut Programm nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Die Ausbildungs- und Innovationsfähigkeit der Hochschulen muss durch bessere finanzielle und personelle Ressourcen gestärkt werden“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Landesmittel für Hochschulen und günstigere, öffentlich geförderte Wohnheime weiten staatliche Ausgaben schrittweise aus.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Das BSW will, dass junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Sachsen ihre berufliche Zukunft sicherer planen können. Dazu sollen Verträge nach Tarif, in Vollzeit und mit mindestens einem Jahr Laufzeit dienen, außerdem ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.

Das BSW will bessere Arbeit an Hochschulen. Junge Forscher sollen Verträge nach Tarif bekommen. Die Verträge sollen mindestens ein Jahr laufen. Auch Studierende mit Job an der Hochschule sollen einen Tarif-Vertrag bekommen.

Teilzeit soll es beim wissenschaftlichen Nachwuchs nur auf eigenen Wunsch geben, Befristungen sollen seltener werden. An Fachhochschulen soll es wie an Universitäten unbefristete Assistenzstellen geben, um die Forschung der dortigen Professoren zu stärken, deren Lehrbelastung laut Programm um 30 Prozent höher liegt. Lehrkräfte für besondere Aufgaben sollen per Gesetz nach Leistung und Qualifikation eingestuft und damit besser bezahlt werden. Praktika im Studium sollen vergütet und sozialversichert sein. Studierendenwerke sollen beim Bau günstiger Wohnheimplätze unterstützt werden, besonders für Studierende mit Behinderung oder mit Kindern.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Hierfür fordern wir tarifgebundene Arbeitsverträge in Vollzeit (nur auf eigenen Wunsch in Teilzeit), mit Mindestlaufzeiten nicht unter einem Jahr sowie einen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Tarifbindung, weniger Befristung und bezahlte Praktika erweitern den Schutz von Beschäftigten im bestehenden System.

Hochschulrat auf Beratung beschränken, Senate stärken

Das BSW will den Hochschulrat zu einem Gremium machen, das nur noch berät. Entscheidungsrechte wie die Mitwahl der Hochschulleitung sollen wieder bei den Senaten liegen.

An Hochschulen gibt es einen Hochschulrat. Dort sitzen auch Fachleute von außen. Das BSW will: Der Rat soll nur noch beraten. Entscheiden soll wieder der Senat der Hochschule.

Das Programm begründet dies damit, dass Wissenschaft, Forschung und Lehre innerhalb der Hochschule stattfinden. Das Rektorat soll Studiengänge nur noch mit Zustimmung des Senats einrichten, aufheben oder wesentlich ändern können, statt ihn lediglich anzuhören. Dieselbe Zustimmungspflicht soll zwischen Rektorat und Fakultätsrat gelten, wenn die inhaltliche Ausrichtung von Professuren festgelegt wird.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Der Hochschulrat ist ein gutes Mittel zur Verknüpfung mit außeruniversitärer Expertise, jedoch sollte er ein rein beratendes Gremium werden.“
Seite 35 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehramtsstudium zu dualem Studium umbauen

Das BSW will das Lehramtsstudium grundlegend reformieren und als duales Studium mit Praxis von Anfang an gestalten. Das Programm begründet das mit dem anhaltenden Lehrermangel und einem aus seiner Sicht zu stark auf Spezialwissen ausgerichteten Studium.

Das BSW will das Studium für Lehrer ändern. Studierende sollen von Anfang an auch in der Praxis lernen. Das Studium soll weniger Spezial-Wissen verlangen. Es soll gute Lehrer ausbilden, nicht Forscher.

Als Beispiel nennt das Programm Mathematik und die Naturwissenschaften, wo das Studium zu sehr auf hoch spezialisiertes Fachwissen ziele und begabte junge Menschen mit pädagogischer Eignung nicht berücksichtige. Sachsen soll bei einem Lehramtsstudium vorangehen, das fachlich und pädagogisch sehr gut ausgebildete Lehrkräfte hervorbringt und keinen wissenschaftlichen Nachwuchs. Die Lehrveranstaltungen sollen vom ersten Semester an auf die Praxis bezogen sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„In der Lehrerausbildung benötigen wir eine Reform der Ausbildung des pädagogischen Personals: ein duales Studium mit Praxisbezug der Lehrveranstaltungen vom Beginn des Studiums an.“
Seite 35 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich