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CDU zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Niedersachsen springt weiter. Regierungsprogramm 2022–2027 der CDU in Niedersachsen“

Landtagswahl Niedersachsen 2022, 9. Oktober 2022Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 2 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräfte aus dem Ausland gezielt anwerben

Die CDU will Fachkräfte gezielt im Ausland gewinnen, weil nach ihrer Einschätzung die Lücke durch den Renteneintritt geburtenstarker Jahrgänge anders nicht zu schließen ist. Ausländische Abschlüsse sollen leichter anerkannt und Geflüchtete stärker in Arbeit gebracht werden.

In Niedersachsen fehlen Fachkräfte. Die CDU will deshalb Fachkräfte aus anderen Ländern holen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten. Auch Geflüchtete sollen besser Arbeit finden.

Das Programm setzt auf gesteuerte Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und will das Fachkräfteeinwanderungsgesetz des Bundes dafür ausschöpfen. Für die Anerkennung ausländischer Studien- und Berufsabschlüsse soll das Studienkolleg mehr Personal erhalten, und fehlende Inhalte sollen einfach nachgeholt werden können. Geplant sind außerdem Kooperationen mit anderen Ländern und Regionen zur Anwerbung. Der Zukunftspakt für Geflüchtete und Schutzsuchende soll, auch wegen des Ukraine-Kriegs, ausgebaut und bei Bedarf um eigene Arbeitsmarktprogramme ergänzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„eine gesteuerte qualifizierte Zuwanderung von Fachkräften schaffen, um dem Fachkräftemangel in Niedersachsen entgegenzuwirken.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Zuwanderung von Fachkräften, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Arbeitsmarktintegration Geflüchteter sollen erleichtert werden, was den Stand schrittweise öffnet.

Abschiebungen bei der Landesaufnahmebehörde zentralisieren

Die CDU will die Landesaufnahmebehörde zur zentralen Stelle für Abschiebungen machen und so die kommunalen Ausländerbehörden entlasten. Sie begründet das damit, dass Mehrfachzuständigkeiten und fehlende Expertise Rückführungen bisher teils verhindern.

Die CDU will Abschiebungen an einer Stelle bündeln. Das soll die Landes-Aufnahme-Behörde übernehmen. Die Ämter in den Städten und Kreisen haben dann weniger Arbeit damit. Die CDU sagt: Bisher sind zu viele Stellen zuständig.

Zunächst soll ein Modellprojekt die Rückführung von straffälligen Ausreisepflichtigen und von solchen, die nicht mitwirken, auf die Landesbehörde verlagern. Eine Vereinbarung mit den kommunalen Spitzenverbänden soll genügend Stellen für qualifizierte Sachbearbeitung sichern. Staatsanwaltschaften und Ausländerbehörden sollen besser zusammenarbeiten. Ausweisung, Passersatzpapiere sowie Vorbereitung und Vollzug der Abschiebung sollen bei einer einzigen Stelle liegen. Zugleich bekennt sich die CDU dazu, Geflüchteten Schutz zu gewähren.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„die Landesaufnahmebehörde Niedersachsen stärken und als zentrale Behörde für die Abschiebung von ausreisepflichtigen Ausländern etablieren“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Eine zentrale Zuständigkeit soll Abschiebungen wirksamer machen und verschiebt die Praxis schrittweise in Richtung konsequenterer Rückführung.

Residenzpflicht in der Erstaufnahme und Handy-Auslesung einführen

Die CDU will eine Residenzpflicht in den Erstaufnahmeeinrichtungen einführen und Asylsuchende nur bei guter Bleibeperspektive auf die Kommunen verteilen. Das Auslesen von Mobilgeräten zur Klärung von Identität und Herkunft soll zum Standard werden.

Die CDU will strengere Regeln für Asyl-Bewerber. Sie sollen in der ersten Unterkunft bleiben müssen. Nur wer gute Chancen auf ein Bleiberecht hat, soll in eine Gemeinde umziehen. Die Behörden sollen Handys regelmäßig auslesen. So wollen sie Identität und Herkunft klären.

Residenzpflicht bedeutet, dass sich Betroffene nur in einem festgelegten Gebiet aufhalten dürfen. Asylverfahren sollen schneller und wirksamer ablaufen, und die Einrichtung von Clearingstellen soll vorankommen. Die Auswertung von Daten auf mobilen Geräten soll regelmäßig erfolgen, um Angaben zu Identität und Herkunft zu gewinnen. Die CDU verbindet dies mit dem Ziel, Menschen ohne Bleibeperspektive zurückzuführen.

Originalzitat anzeigen (Seite 99)
„die Residenzpflicht in den Erstaufnahmeeinrichtungen einführen und die Verteilung von Flüchtlingen und Asylbewerbern auf die Kommunen nur bei positiver Bleibeperspektive unterstützen.“
Seite 99 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Das standardmäßige Auslesen von Mobilgeräten erweitert staatliche Eingriffe in persönliche Daten.

  • Migrationeher restriktiv

    Residenzpflicht in der Erstaufnahme und eine Verteilung nur bei Bleibeperspektive verschärfen die Bedingungen für Asylsuchende.

Integrationsgesetz mit Anspruch und Pflicht schaffen

Die CDU will ein Integrationsgesetz, das Zugewanderten ein Recht auf Integrationsangebote gibt und die Teilnahme zugleich verpflichtend regelt. Sie erwartet von allen hier lebenden Menschen ein Bekenntnis zu den Werten des Grundgesetzes.

Die CDU will ein neues Gesetz zur Integration. Zugewanderte sollen ein Recht auf Hilfe bekommen, zum Beispiel auf Kurse. Sie müssen dann aber auch teilnehmen. Alle Menschen sollen die Werte des Grund-Gesetzes achten. Es soll Zentren für Integration in den Regionen geben.

Mit den Kommunen soll ein Aktionsplan für Zusammenhalt und Integration entstehen. Bestehende Integrationsprojekte sollen erfasst, gebündelt und auf die Ziele des neuen Gesetzes ausgerichtet werden; die Kommunen sollen einen fairen Ausgleich ihrer Kosten erhalten. Regionale Integrationszentren sind geplant, und Fachdienste sollen enger mit Schulen, Betrieben, Verwaltung und Arbeitsagenturen zusammenarbeiten. Zugewanderte sollen bei der Suche nach Arbeit besonders unterstützt werden. Bildungsangebote zu Recht, Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland sollen ausgebaut und finanziell gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 116)
„in einem Integrationsgesetz den Zugewanderten einen Anspruch auf Integrationsleistungen garantieren und gleichzeitig die Teilnahme verbindlich regeln.“
Seite 116 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Das Gesetz verbindet einen neuen Rechtsanspruch auf Integrationsleistungen mit einer verbindlichen Teilnahmepflicht und nimmt damit beide Anliegen auf.

Integration mit individuellen Vereinbarungen regeln

Die CDU will mit Zugewanderten persönliche Integrationsvereinbarungen schließen, die Unterstützung und eigene Leistungen verbinden. Deutsch lernen und den Lebensunterhalt selbst sichern sollen feste Teile der Integration sein. Zugleich soll die Sprachförderung ausgebaut werden.

Die CDU will mit Zugewanderten einzelne Vereinbarungen treffen. Darin stehen die Schritte zur Integration. Die Menschen sollen Hilfe bekommen, aber auch selbst etwas leisten. Sie sollen Deutsch lernen und selbst für ihr Geld sorgen.

Die Vereinbarungen sollen eine Pflicht enthalten, die Regeln des Zusammenlebens in Deutschland zu achten. Sprachförderung soll in Kitas und Schulen besser werden, für Zugewanderte auch in Berufsausbildung, Hochschule und Erwachsenenbildung. Die bisherige Kommission für Migration und Teilhabe soll ein Integrationsbeirat werden, in den Kommunen sollen Integrationsbeauftragte und Beiräte entstehen. Menschen mit Migrationshintergrund sollen leichter in den öffentlichen Dienst kommen, jedoch ohne feste Quote. Außerdem will die CDU das Ehrenamt von Zugewanderten fördern und Beschäftigte im öffentlichen Dienst für Integrationsfragen sensibilisieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 117)
„mit einer individuellen Vereinbarung die einzelnen Integrationsschritte nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ festlegen“
Seite 117 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Förderung und Teilhabe für Zugewanderte mit neuen Verpflichtungen zu eigenen Integrationsleistungen.

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