Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landesfonds für Haftpflichtprämien der Hebammen

Die AfD will einen Landesfonds einrichten, der freiberuflichen Hebammen einen Zuschuss zu ihren Haftpflichtprämien zahlt. Hintergrund ist aus Sicht des Programms ein drohender Hebammenmangel auf dem Land.

Hebammen zahlen viel Geld für ihre Versicherung. Das Land soll ihnen dabei helfen. Dafür soll es einen eigenen Geld-Topf geben. So soll es auf dem Land genug Hebammen geben.

Laut Programm hat jede Frau Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme bei Geburt, Vor- und Nachsorge. Die hohen Versicherungsprämien bedrohten die Existenz vieler freiberuflicher Hebammen. Der Fonds soll aus Landesmitteln gespeist werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„ist ein ausreichend bemessener Unterstützungsfonds aus Landesmitteln einzurichten, mit dem ein Zuschuss zu den Haftpflichtprämien der Hebammen geleistet werden kann“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Fonds aus Landesmitteln bezuschusst einen Berufsstand und erweitert damit staatliche Förderung.

Pflegeberufe attraktiver machen

Die AfD will die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern und gut geschultes, gut bezahltes Personal sicherstellen. Die Finanzierung der Pflege soll die Gesellschaft insgesamt tragen, ohne Angehörige zu belasten.

Die Arbeit in der Pflege soll besser werden. Pflege-Kräfte sollen gut ausgebildet sein und gut verdienen. Familien sollen nicht für die Pflege zahlen müssen. Das soll die ganze Gesellschaft tun.

Menschen, die Intensivpflege brauchen, haben laut Programm Anspruch auf fachlich kompetente Betreuung. Die AfD sieht derzeit schwere Mängel, die rasch behoben werden sollen. Ein würdiges Leben für Senioren bezeichnet sie als Verpflichtung.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Im Pflegeberuf gern zu arbeiten, soll durch entsprechende Rahmenbedingungen wieder attraktiv gestaltet und abgesichert werden.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Pflegekosten sollen stärker von der Allgemeinheit statt von Angehörigen getragen werden, was öffentliche Finanzierung ausweitet.

Ärztemangel auf dem Land beheben

Die AfD will mehr Ärzte im Land ausbilden und Niederlassungen auf dem Land stärker fördern. Dazu sollen Medizinstudienplätze, Landarzt-Stipendien und Zuschüsse ausgebaut und die Bürokratie in Praxen und Kliniken verringert werden.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Die AfD will mehr Ärzte in Brandenburg ausbilden. Es soll mehr Stipendien für künftige Land-Ärzte geben. Ärzte sollen weniger Papier-Arbeit haben.

An der geplanten Universitätsmedizin Cottbus sollen rasch genügend Studienplätze entstehen, die Medizinische Hochschule Brandenburg soll eine dauerhafte Förderung erhalten. Die Stipendien im Landärzteprogramm sollen sich am Bedarf richten und flexibler gestaltet sein; Zuschüsse für Praxen auf dem Land sollen steigen. Die Beschäftigung junger Ärzte aus Mittel- und Südosteuropa soll kein Dauerzustand sein. Neue digitale Anwendungen sollen nur kommen, wenn sie nachweislich Verwaltungsaufwand senken. Den Beruf des Heilpraktikers will die AfD schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir wollen zudem, dass die Zahl der Stipendienplätze für das Landärzteförderprogramm sofort erhöht wird“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Studienplätze, Stipendien und Zuschüsse aus dem Landeshaushalt bedeuten höhere öffentliche Ausgaben für die Versorgung.

Wohnortnahe Geburtshilfe flächendeckend sichern

Die AfD will neue Krankenhausabteilungen aufbauen, damit jede Schwangere in höchstens 40 Minuten eine Geburtsstation erreicht. Jede Gebärende soll von einer eigenen Hebamme betreut werden.

Die AfD will mehr Geburts-Stationen in Krankenhäusern. Jede Schwangere soll in 40 Minuten dort sein können. Bei der Geburt soll eine Hebamme nur für eine Frau da sein.

Das Programm sieht den Aufbau zusätzlicher geburtshilflicher Abteilungen vor. Ziel ist eine Erreichbarkeit binnen 40 Minuten sowie eine Betreuung im Verhältnis eins zu eins. Arbeiten freiberufliche Hebammen in solchen Abteilungen, soll künftig der Auftraggeber für ihre Haftpflichtversicherung sorgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Mit dem Aufbau neuer Krankenhausabteilungen werden wir für jede Schwangere die Erreichbarkeit einer geburtshilflichen Abteilung innerhalb von 40 Minuten“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Ausbau öffentlicher Krankenhausabteilungen und eine garantierte Betreuungsquote erweitern die staatlich getragene Versorgung.

Pflegekräfte ausbilden und Angehörigenpflege aufwerten

Die AfD will den Mangel an Pflegekräften mit mehr Ausbildungsplätzen, Stipendien und besserer Bezahlung beheben. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll eine Lohnersatzleistung erhalten.

Die AfD will mehr Pflege-Kräfte selbst ausbilden. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze und Stipendien geben. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll dafür Geld bekommen.

Vorgesehen sind genügend Ausbildungsplätze und eine praxisnahe Ausbildung. Stipendien sollen an die Pflicht geknüpft sein, danach mehrere Jahre in Brandenburg zu arbeiten. Die Gehälter in Ost und West sollen angeglichen werden, und Pflegekräfte sollen Deutsch beherrschen. Für pflegende Angehörige plant die AfD Lohnersatzleistungen und ein besseres Beratungsnetz. Die häusliche Pflege soll ein zentraler Teil der sozialen Sicherung werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„fordern wir die Bereitstellung einer bedarfsgerechten Zahl von Ausbildungsplätzen in den Pflegeberufen“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Lohnersatzleistungen für pflegende Angehörige, Stipendien und mehr Ausbildungsplätze bauen öffentliche Leistungen aus.

Arztbudgets abschaffen, Wartezeiten verkürzen

Die AfD will die Budgetierung für Ärzte und Zahnärzte aufheben, damit Behandlungen nicht an Budgetgrenzen scheitern. Zudem soll die Neupatientenregelung zurückkehren, damit neue Patienten schneller Termine erhalten.

Ärzte haben heute ein begrenztes Budget für Behandlungen. Die AfD will diese Grenze abschaffen. Die Beiträge zur Kranken-Kasse sollen deshalb nicht steigen. Neue Patienten sollen schneller einen Termin bekommen.

Die Mehrkosten sollen nicht über höhere Kassenbeiträge bei den Patienten landen. Als Finanzierung nennt das Programm, versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuern zu bezahlen. Dafür plant die AfD eine Bundesratsinitiative. Die Neupatientenregelung soll Praxen einen Anreiz geben, trotz hoher Auslastung zusätzliche Patienten aufzunehmen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Der Bedarf eines Patienten kann sich nicht am zeitlich oder finanziell begrenzten Budget eines Arztes orientieren.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Aufhebung der Ausgabendeckel und die Finanzierung aus Steuermitteln erhöhen die öffentlichen Gesundheitsausgaben.

Ausländische Medizinabschlüsse genau prüfen

Die AfD verlangt eine gründliche Prüfung ausländischer Abschlüsse und Arbeitszeugnisse von Medizinern, vor allem aus Staaten außerhalb der EU. Ärzte aus dem Ausland sollen zudem von Anfang an das deutsche Gesundheitssystem kennen.

Manche Ärzte haben im Ausland studiert. Die AfD will ihre Zeugnisse genau prüfen. Das gilt besonders für Länder außerhalb der EU. Diese Ärzte sollen auch das deutsche Gesundheits-System gut kennen.

Bewerber sollen Kontaktdaten angeben, mit denen deutsche Auslandsvertretungen ihren Werdegang nachprüfen können. Das Programm begründet dies mit dem hohen Niveau der deutschen Medizinerausbildung. Kenntnisse über Kassen, Selbstverwaltung und Zuständigkeiten sollen schon bei Tätigkeitsbeginn vorliegen. Im Ausland ausgebildete Ärzte sollen so gleichwertig arbeiten können.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir fordern eine genaue Prüfung ausländischer medizinischer Abschluss- und Arbeitszeugnisse.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Strengere Prüfungen und zusätzliche Kenntnisanforderungen erschweren die Anerkennung zugewanderter Fachkräfte gegenüber heute.

Klinikstandorte erhalten und um Kurzzeitpflege ergänzen

Die AfD will Klinikschließungen verhindern, die Vergütung der Krankenhäuser verbessern und die Landesinvestitionen dauerhaft anheben. Neue Abteilungen für Kurzzeitpflege und Frührehabilitation sollen Standorte in der Fläche stärken.

Die AfD will keine Krankenhäuser schließen. Die Kliniken sollen mehr Geld bekommen. In Krankenhäusern soll es neue Abteilungen für kurze Pflege geben. Auch frühe Reha soll dort möglich sein.

Als Ursache der Notlage nennt das Programm politische Entscheidungen, gesunkene Fallzahlen seit Corona und gestiegene Kosten. Abteilungen für Kurzzeitpflege sollen verhindern, dass Patienten länger als nötig auf Akutstationen bleiben. Stationen für fachübergreifende Frührehabilitation sollen landesweit entstehen und sehr frühe Entlassungen oder Verlegungen vermeiden. Beides soll nach Ansicht der AfD zugleich Krankenhäuser auf dem Land sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Auf Bundesebene müssen die Krankenhäuser schnell besser vergütet, auf Landesebene die Investitionen in Kliniken dauerhaft erhöht werden.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Vergütung, dauerhaft mehr Landesinvestitionen und neue Abteilungen bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für die Versorgung.

Rettungsdienst stärken und Hilfsfristen verbessern

Die AfD will das Rettungsdienstgesetz des Landes überarbeiten und Hilfsorganisationen sowie private Firmen stärker beteiligen. Ein Gesamtkonzept soll dafür sorgen, dass Rettungswagen schneller eintreffen.

Die AfD will das Gesetz für den Rettungs-Dienst ändern. Auch private Firmen sollen mitmachen. Rettungs-Wagen sollen schneller beim Patienten sein. Mehr Menschen sollen die Nummer 116 117 kennen.

Wettbewerb unter den Anbietern soll die Kosten dämpfen, da das Programm die Einsatzgebühren in Brandenburg als hoch einstuft. Eine Informationskampagne soll den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 bekannter machen und so die 112 entlasten. Zur Verkürzung der Anfahrtszeiten nennt die AfD bessere Straßen und mehr Luftrettung. Auch das Erstretter-System soll ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Hilfsorganisationen und Privatunternehmen sollen sich einbringen, das Angebot erhöhen“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr Wettbewerb durch private Anbieter mit zusätzlichen öffentlichen Investitionen in Infrastruktur und Luftrettung.

Impfpflicht ablehnen, Corona-Politik aufarbeiten

Die AfD lehnt jede Impfpflicht ab und will die Corona-Politik in Brandenburg wissenschaftlich und juristisch aufarbeiten. Bei künftigen Infektionslagen sollen nur belegte und verhältnismäßige Maßnahmen gelten.

Die AfD will keine Pflicht zum Impfen. Jeder soll selbst über seinen Körper entscheiden. Die AfD will die Corona-Politik im Land untersuchen lassen. Die WHO soll in Brandenburg nicht mitbestimmen.

Das Programm beruft sich auf das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Einschränkungen von Grundrechten per Verwaltungsermächtigung ohne Beteiligung der Parlamente lehnt die AfD ab. Sie will sich außerdem dagegen stellen, dass internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation Befugnisse über die Gesundheitspolitik des Landes erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Mit uns wird es keine Impfpflicht geben. Impfen muss freiwillig bleiben.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Die Ablehnung staatlicher Impfpflichten und von Grundrechtseingriffen per Verordnung stellt individuelle Freiheitsrechte vor staatliche Pflichten.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich