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AfD zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 3 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 10 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

EU-Klimarichtlinien abschaffen

Die AfD will die Klimarichtlinien der EU abschaffen, weil sie aus ihrer Sicht die Kosten in vielen Lebensbereichen stark erhöht haben. Eine von ihr geführte Landesregierung soll sich gegen Vorgaben wie Sanierungspflichten für Häuser und Diesel-Fahrverbote einsetzen.

Die EU macht Regeln zum Klima-Schutz. Die AfD will diese Regeln abschaffen. Sie sagt: Die Regeln machen das Leben teurer. Die AfD meint, man kann das Klima nicht schützen.

Das Programm kritisiert, Deutschland setze EU-Richtlinien strenger um als andere Staaten, etwa bei der Sanierungspflicht für Häuser. Als früheres Beispiel nennt es Stickstoffgrenzwerte, Messstationen und daraus folgende Diesel-Verbote in Innenstädten. Allgemein will die AfD als schädlich bewertete EU-Vorgaben früh prüfen, Widerstand dagegen organisieren und die aus ihrer Sicht übermäßige Regulierung der EU begrenzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Eine AfD-geführte Landesregierung wird sich dafür einsetzen, dass Derartiges zukünftig unterbleibt. Das Klima lässt sich nicht schützen – das Portemonnaie der Bürger hingegen schon!“
Seite 10 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Der Punkt will EU-Vorgaben zurückdrängen und Widerstand gegen europäische Regulierung organisieren.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Klimarichtlinien der EU sollen wegfallen, womit geltende Klimavorgaben zugunsten niedrigerer Kosten aufgegeben würden.

CO₂-Preis abschaffen, Verbrennerverbot aufheben

Die AfD will den nationalen CO₂-Preis ersatzlos streichen, die Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß senken und das Verbot von Verbrennungsmotoren aufheben. EU-Vorhaben wie der Green Deal und Fit for 55 sollen gestoppt werden.

Die AfD will den deutschen CO₂-Preis abschaffen. Die Steuer auf Strom soll sinken. Autos mit Verbrenner-Motor sollen erlaubt bleiben. Klima-Pläne der EU wie den Green Deal will die AfD stoppen.

Brandenburg soll Entscheidungen aus Brüssel und Berlin, die die AfD für falsch hält, kritisieren und bekämpfen. Weder das Land noch der Bund sollen Vorschriften erlassen, die über EU-Recht hinausgehen. Den Green Deal lehnt das Programm unter anderem mit Verweis auf die Ernährungssicherheit ab. Die kommunale Wärmeplanung und die Pflicht zum Kauf von Elektrobussen will die AfD beenden.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„So ist beispielsweise das Brennstoffemissionshandelsgesetz (die nationale CO₂-Bepreisung) ersatzlos abzuschaffen sowie die Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß abzusenken.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Senkung der Stromsteuer und der Wegfall einer Abgabe verringern die Belastung von Unternehmen und Verbrauchern.

  • Europaeher weniger EU

    EU-Programme sollen gestoppt und Vorgaben aus Brüssel aktiv bekämpft werden, was nationale Entscheidungen vor EU-Politik stellt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die ersatzlose Abschaffung des CO₂-Preises, das Ende des Verbrennerverbots und der Stopp des Green Deal heben zentrale Klimavorgaben auf.

Ziel der Klimaneutralität aufgeben

Die AfD will das Ziel der Klimaneutralität auf nationaler und regionaler Ebene aufgeben. Stattdessen soll Brandenburg Strategien entwickeln, um sich an Klimaveränderungen anzupassen. Aus Sicht des Programms lässt sich das Klima nicht schützen, die Gesellschaft könne aber widerstandsfähiger werden.

Die AfD will das Ziel Klima-Neutralität aufgeben. Klima-Neutralität heißt: Ein Land stößt unterm Strich keine Treibhaus-Gase mehr aus. Die AfD sagt: Das Klima kann man nicht schützen. Brandenburg soll sich lieber auf Veränderungen beim Klima vorbereiten.

Das Programm fordert einen Strategiewechsel in der Umweltpolitik und eine sachlichere Debatte über Klimaänderungen. Es lässt ausdrücklich offen, ob und wie stark diese auf menschengemachte CO2-Emissionen zurückgehen. Die Energiewende gilt der AfD als gescheitert. Anpassungsstrategien sollen vor allem für Land- und Forstwirtschaft sowie für den Umgang mit Wasser entstehen und mehrere Ministerien einbeziehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„So setzen wir uns dafür ein, dass das dogmatische Ziel einer nationalen oder gar regionalen Klimaneutralität aufgegeben“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das geltende Ziel der Klimaneutralität soll ganz aufgegeben und durch Anpassung ersetzt werden, was ein Klimaziel grundlegend streicht.

Wind- und Solarausbau in freier Landschaft stoppen

Die AfD lehnt weitere Wind- und Solaranlagen in der freien Landschaft ab. Solaranlagen soll es künftig nur auf schon versiegelten Flächen geben, etwa auf Parkplätzen oder Dächern. Statt der Energiewende will die Partei einen Energiemix, der auch fossile Träger wie Gaskraftwerke umfasst.

Die AfD will keine neuen Windräder und Solar-Anlagen in der freien Landschaft. Solar-Anlagen sollen nur auf Dächer oder Parkplätze kommen. Die AfD will auch weiter Gas für Energie nutzen. Sie sagt: Windräder schaden der Landschaft und den Tieren.

Windkraftanlagen sollen nach dem Programm keinesfalls in Wäldern, in Natur- und Landschaftsschutzgebieten oder nahe an Siedlungen stehen. Die AfD begründet das mit Schäden für Vögel und Insekten, einer Beeinträchtigung des Landschaftsbilds und Austrocknung. Auch Solaranlagen führen laut Programm zu lokaler Erwärmung und Trockenheit. Acker- und Grünland soll der Landwirtschaft vorbehalten bleiben. Als sinnvoll gelten moderne Gaskraftwerke, kommunale Biogasanlagen, moderne Holzheizungen und Solaranlagen zur Selbstversorgung der Kommunen.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Wir lehnen den weiteren Ausbau der Wind- und Solarindustrie in der freien Landschaft ab.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich vorgesehene Ausbau von Wind- und Freiflächen-Solaranlagen soll enden und fossile Energie Teil des Mixes bleiben, was die Energiewende grundlegend zurücknimmt.

Gebäudeenergiegesetz streichen, EU-Sanierungsregeln verhindern

Die AfD will das Gebäudeenergiegesetz ohne Ersatz abschaffen und geplante schärfere EU-Vorgaben zur Gebäudesanierung abwenden. Sie hält das Gesetz für unsozial und grundgesetzwidrig und verweist auf hohe Kosten für Eigentümer und Mieter.

Das Gebäude-Energie-Gesetz schreibt vor, wie Häuser geheizt werden. Die AfD will dieses Gesetz ganz abschaffen. Sie sagt: Es kostet Hausbesitzer und Mieter sehr viel Geld. Auch strengere Regeln der EU will sie verhindern.

Das Programm nennt das Gesetz ein „Heizungsverbot“ und spricht von Kosten in fünf- bis sechsstelliger Höhe für Hausbesitzer, weil teils umfangreiche Sanierungen nötig würden. Diese Kosten träfen mittelbar auch Mieter. Auf EU-Ebene geplante Verschärfungen sollen verhindert werden. Für die Streichung will sich die AfD auf sämtlichen politischen Ebenen starkmachen.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir setzen uns auf allen Ebenen für die ersatzlose Streichung des von der Klimaideologie getriebenen Gebäudeenergiegesetzes ein.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Ein Gesetz, das Eigentümern heute Pflichten auferlegt, soll ersatzlos gestrichen werden.

  • Europaeher weniger EU

    Geplante EU-Vorgaben zur Gebäudesanierung sollen verhindert werden, was weniger europäische Regulierung bedeutet.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Das Gebäudeenergiegesetz soll ersatzlos entfallen, womit die Klimavorgaben für Heizungen und Gebäude wegfielen.

EEG und Gebäudeenergiegesetz abschaffen

Die AfD will das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das Gebäudeenergiegesetz samt Folgeregeln abschaffen. Sie begründet das mit hohen Strom- und Wohnkosten und will die Wahl der Heizung den Bürgern überlassen.

Die AfD will zwei Gesetze abschaffen. Das eine fördert Strom aus Wind und Sonne. Das andere macht Regeln für Heizungen. Die AfD sagt: Beide Gesetze machen Energie und Wohnen zu teuer. Jeder soll seine Heizung selbst wählen.

Besitzer bestehender Anlagen sollen rechtskonform entschädigt werden. Die kommunale Wärmeplanung soll entfallen, das Heizen mit Holz soll uneingeschränkt möglich bleiben. Die Kosten für Eingriffe zur Netzstabilisierung sollen sinken und bis zum Ende des EEG von den Versorgern getragen werden. Subventionen für Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie lehnt die AfD ebenso ab wie Fördergeld für Elektromobilität, etwa für E-Busse kommunaler Betriebe.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Die kommunale Wärmeplanung von Kommunen, wie sie das GEG vorschreibt, muss abgeschafft werden. Wir wollen den Bürgern die freie Wahl der Heizungsart überlassen.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Gesetzliche Pflichten und sämtliche Energiesubventionen sollen ersatzlos gestrichen werden, was weniger Staat im Energiemarkt bedeutet.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Zwei zentrale Klimagesetze sollen vollständig wegfallen, was Klimavorgaben zugunsten niedrigerer Kosten aufgibt.

Ausbau von Wind- und Solarenergie stoppen

Die AfD will den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik vollständig stoppen und Windräder in Wäldern verbieten. Anlagen und Trassen sollen nur mit Zustimmung der Anwohner per Bürgerentscheid möglich sein.

Die AfD will keine neuen Windräder und Solar-Parks. Im Wald will sie Windräder verbieten. Über solche Anlagen sollen die Bürger vor Ort abstimmen. Die AfD sagt: So schützt man die Umwelt.

In Wäldern und Schutzgebieten sollen keine weiteren Anlagen entstehen. Das Ziel, 2,2 Prozent der Landesfläche für Windkraft bereitzustellen, lehnt die Partei ab, ebenso Ausgleichsflächen für Berlin. Betreiber sollen Windräder nach der Nutzung samt Fundament zurückbauen, und Kommunen sollen auf private Solarstromerzeugung keine Abgaben erheben. Zudem fordert die AfD ein Institut für Klimapolitikfolgen, das die bisherige Politik wissenschaftlich aufarbeitet.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Die Null-Emissionspolitik ist zu beenden, der Windkraftausbau und der Ausbau der Photovoltaik sind zu stoppen.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der gesetzlich vorgesehene Ausbau erneuerbarer Energien und das Flächenziel sollen ganz aufgegeben werden.

Energiewende beenden und Strompreise senken

Die AfD will die Energiewende beenden, um die Strompreise zu senken. Aus ihrer Sicht treiben neue Wind- und Solaranlagen sowie der Netzausbau die Preise und führen zur Abwanderung von Industrie.

Die AfD will die Energie-Wende beenden. Das ist der Umstieg auf Strom aus Wind und Sonne. Die AfD sagt: Dadurch wird Strom immer teurer. Strom soll für Bürger und Firmen wieder billiger werden.

Das Programm verweist auf stark gestiegene Netzentgelte, die zusammen mit Steuern die Erzeugungskosten übersteigen. Die Förderung fließe an Profiteure und werde von den Verbrauchern über den Strompreis bezahlt, was die Partei als Umverteilung von unten nach oben bezeichnet. Betriebe würden wegen der Preise weniger produzieren oder ins Ausland gehen. Die Landespolitik soll sich deshalb für niedrigere Energiepreise einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Die AfD fordert, dass die Energiewendepolitik beendet wird und unsere Strompreise wieder auf ein sozialverträgliches Niveau gesenkt werden.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Energiewende als Ganzes soll enden, damit Preise und Wettbewerbsfähigkeit Vorrang vor Klimazielen erhalten.

Pariser Klimaabkommen kündigen

Die AfD will, dass Deutschland das Pariser Klimaabkommen kündigt und Klimaschutzorganisationen verlässt. Nach ihrer Auffassung lässt sich das Klima nicht schützen, daher setzt sie auf Anpassung statt Klimaschutz.

Die AfD will den Klima-Vertrag von Paris kündigen. Deutschland soll aus Klima-Organisationen austreten. Die AfD sagt: Man kann das Klima nicht schützen. Man kann sich nur an das Klima anpassen.

Deutschland soll staatliche und private Organisationen für Klimaschutz und Klimaforschung verlassen und nicht mehr unterstützen; Brandenburg soll dabei vorangehen. Das Programm kritisiert, dass Abkommen und Klimaschutzplan 2050 zu tiefen Eingriffen in Wirtschaft und Gesellschaft verpflichten. Weniger Emissionen in Brandenburg, Deutschland oder der EU hätten aus Sicht der Partei keinen messbaren Effekt auf das Weltklima. Sie verweist auf natürliche Warm- und Kaltzeiten vor der Industrialisierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Die AfD tritt dafür ein, dass Deutschland das Pariser Klimaabkommen vom 12. Dezember 2015 kündigt.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Mit dem Austritt aus dem Abkommen würden die heutigen Klimaziele insgesamt aufgegeben.

Braunkohle, Gaskraftwerke und Kernenergie nutzen

Die AfD will den Braunkohleabbau in der Lausitz und die Kohleverstromung erhalten und Gas- und Kohlekraftwerke weiterbetreiben. Zusätzlich setzt sie auf Kernenergie und will Forschung dazu aufbauen sowie kleine Kernkraftwerke in Brandenburg prüfen.

Die AfD will weiter Braunkohle abbauen und daraus Strom machen. Auch Gas-Kraftwerke sollen weiterlaufen. Die AfD sagt: Das sichert Arbeitsplätze und Strom. Sie will auch Kernkraft erforschen. Kleine Kern-Kraftwerke in Brandenburg will sie prüfen.

Die Partei begründet dies mit Tausenden Arbeitsplätzen in Südbrandenburg, geringerer Importabhängigkeit und der Versorgungssicherheit, die wetterabhängige Anlagen nicht böten. Konventionelle Kraftwerke sollen die Grundlast sichern, solange kein bezahlbarer Ersatz bereitsteht; Speicher und Wasserstoff hält das Programm dafür für ungeeignet. Die Energiestrategie 2030 des Landes soll enden und auf konventioneller Grundlage neu gefasst werden. Anbieter erneuerbarer Energien sollen verpflichtet werden, rund um die Uhr Strom zu liefern. Geothermie und Biomasse will die AfD regional fördern, wo es sinnvoll ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Daher wollen wir die Stromerzeugung aus Kohle als wichtigen Wirtschaftsfaktor, soweit am freien Markt konkurrenzfähig, unbedingt erhalten.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Der beschlossene Kohleausstieg und der Atomausstieg würden rückgängig gemacht, damit Versorgung und Preise Vorrang haben.

Was sagen die anderen Parteien zu Klima und Energie?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich