Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Für eine andere Politik. Regierungsprogramm für Brandenburg“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 70 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 5 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Polizisten besser bezahlen und früher pensionieren

Die AfD will den Polizeiberuf attraktiver machen und die Besoldung mindestens auf den Stand der Bundespolizei anheben. Nach 25 Jahren Schichtdienst sollen Beamte mit 60 ohne Abschläge in den Ruhestand gehen können.

Die AfD will Polizisten in Brandenburg besser bezahlen. Sie sollen so viel verdienen wie bei der Bundes-Polizei. Nach 25 Jahren Schicht-Dienst sollen sie mit 60 in Pension gehen dürfen.

Das Programm sieht die vergleichsweise geringe Besoldung im Land als Nachteil bei der Gewinnung von Nachwuchs und Seiteneinsteigern. Die Anhebung soll bewirken, dass junge Brandenburger im eigenen Land Dienst tun. Der frühere Ruhestand ohne Abzüge gilt für Beamte mit 25 Jahren Wechsel- oder Schichtdienst.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Erforderlich ist eine Anhebung der Vergütung zumindest auf das Niveau der Bundespolizei“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Bessere Bezahlung und Ruhestandsregeln sollen die Polizei personell stärken und damit die Sicherheitsbehörden ausbauen.

Polizeistellen auf 9.500 erhöhen, Präsenz ausbauen

Die AfD will die Zahl der Polizeistellen landesweit auf 9.500 anheben und die Polizei wieder stärker in der Fläche verankern. Zudem sollen Ausstattung der Polizei und die Justiz, vor allem die Strafjustiz, gestärkt werden.

Die AfD will mehr Polizisten in Brandenburg. Es soll 9.500 Stellen geben. Die Polizei soll auch auf dem Land wieder da sein. Auch die Gerichte sollen gestärkt werden.

Im Wach- und Streifendienst soll künftig ein Polizist auf 4.000 Einwohner kommen statt wie laut Programm bisher auf 7.500. Die AfD wendet sich gegen den Rückzug aus ländlichen Gebieten und will kürzere Wege zwischen Notruf und Eintreffen. Kreisstädte wie Beeskow sollen wieder ein Revier bekommen. Personal und Material der Polizei sollen verbessert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Um dies zu bewerkstelligen, ist eine Erhöhung der Stellen für Polizeibeamte auf landesweit 9.500 vorzunehmen.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Polizeistellen, mehr Präsenz und eine gestärkte Strafjustiz bauen die Sicherheitsbehörden innerhalb des bestehenden Systems aus.

Videoüberwachung und Gesichtserkennung ausweiten

Die AfD will mehr Videoüberwachung an besonders belasteten Orten und automatische Erkennung von Kennzeichen und Gesichtern an Grenzübergängen. Damit sollen Gefahrenabwehr, Fahndung und Strafverfolgung verbessert werden.

Die AfD will mehr Kameras an bestimmten Orten aufstellen. An der Grenze sollen Computer Auto-Kennzeichen und Gesichter erkennen. So soll die Polizei gesuchte Personen leichter finden.

Die Videoüberwachung soll an Brennpunkten ausgeweitet werden, wobei die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben soll. An Grenzübergängen ist eine regelmäßige, vollautomatische Erfassung von Kennzeichen und Gesichtern vorgesehen. Für Ermittlungen im Internet und besonders im Darknet sollen Polizisten die beste verfügbare Hard- und Software bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„An den Grenzübergängen setzen wir auf regelmäßige, vollautomatisierte Kennzeichen- und Gesichtserkennung zur Optimierung von Fahndungsmaßnahmen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Automatische Gesichtserkennung an Grenzübergängen und mehr Videoüberwachung führen neue Überwachungsinstrumente ein.

Kommunale Stadtpolizei als Pilotprojekt einführen

Die AfD will eine kommunale Polizei ermöglichen, um den Mangel an Polizisten kurz- bis mittelfristig auszugleichen. Ein Pilotprojekt soll in Frankfurt (Oder) starten.

Die AfD will eine Polizei für Städte und Kreise schaffen. Mitarbeiter vom Ordnungsamt sollen dafür eine Weiterbildung machen. Zuerst soll es das in Frankfurt (Oder) geben. Diese Stadt-Polizisten sollen keine Schusswaffen tragen.

Das Land soll die rechtliche Grundlage schaffen, damit Außendienstkräfte der Ordnungsämter zu Stadt- oder Kreispolizisten weitergebildet werden können. Diese sollen Aufgaben der Gefahrenabwehr und ergänzend einzelne weitere Polizeiaufgaben übernehmen. Schusswaffen sollen nicht zu ihrer Ausrüstung gehören.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Als Pilotprojekt soll eine solche Stadtpolizei in Frankfurt (Oder) eingerichtet werden.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine zusätzliche kommunale Polizei mit Aufgaben der Gefahrenabwehr erweitert die Ordnungskräfte, zunächst als Pilotprojekt.

Amt des Polizeibeauftragten abschaffen

Die AfD will die Stelle des Polizeibeauftragten in Brandenburg wieder streichen. Aus ihrer Sicht schreibt das Amt ein dauerhaftes Misstrauen gegenüber Polizisten fest und ist unverhältnismäßig.

In Brandenburg gibt es einen Polizei-Beauftragten. Bei ihm können sich Menschen über Polizisten beschweren. Die AfD will dieses Amt abschaffen. Sie sagt: Das Amt zeigt Misstrauen gegen die Polizei.

Das Programm bezeichnet den Posten als überflüssig. Kritisiert wird, dass der Beauftragte Beschwerden über Polizisten und vermutete Missstände prüft, statt sich um die Anliegen der Beamten zu kümmern. Eingerichtet wurde die Stelle mit den Stimmen der Regierungskoalition.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Wir werden den überflüssigen Posten des Polizeibeauftragten wieder abschaffen.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine Beschwerde- und Kontrollstelle gegenüber der Polizei fiele weg, ohne dass die Befugnisse der Polizei selbst wachsen.

Nationalität von Tatverdächtigen stets nennen

Die AfD will, dass bei Tatverdächtigen Nationalität und Migrationshintergrund bekannt gegeben werden. Die Bürger hätten ein Recht zu erfahren, welche Gruppen in der Kriminalstatistik über- oder unterdurchschnittlich vertreten sind.

Die AfD will: Die Behörden sollen immer sagen, aus welchem Land ein Verdächtiger kommt. Sie sollen auch sagen, ob er aus einer Einwanderer-Familie stammt. Die AfD sagt: Die Bürger haben ein Recht auf diese Information.

Das Programm fordert eine nach eigenen Worten ungeschönte Darstellung der Kriminalität in Brandenburg. Die bisherige Zurückhaltung bei Angaben zur Herkunft soll enden. Genaue Statistiken seien zudem für die Ermittlungs- und Präventionsarbeit der Polizei wichtig.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„dass die bislang bei Tatverdächtigen praktizierte Zurückhaltung hinsichtlich der Bekanntgabe der Nationalität oder eines Migrationshintergrundes aufgegeben wird“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die regelmäßige Nennung von Herkunft und Migrationshintergrund rückt Zugewanderte in der Kriminalstatistik stärker in den Blick als heute.

Strafrecht und Strafvollzug verschärfen

Die AfD will über den Bundesrat härtere Strafen, schnellere Verfahren und leichtere Untersuchungshaft erreichen. Lockerungen im Strafvollzug sollen sich Gefangene verdienen müssen, Opfer sollen mehr Rechte erhalten.

Die AfD will strengere Strafen. Wer Polizisten oder Rettungskräfte angreift, soll härter bestraft werden. Straf-Verfahren sollen schneller gehen. Gefangene sollen Erleichterungen nur bekommen, wenn sie mitarbeiten. Opfer sollen einen Anwalt bekommen.

Die Mindeststrafe für Angriffe auf Amtsträger und Rettungskräfte soll steigen. Rausch durch Alkohol, Cannabis oder andere Mittel sowie außereuropäische kulturelle oder religiöse Prägungen sollen nicht mehr ohne Weiteres strafmildernd wirken. Verfahren sollen gestrafft werden, etwa durch mehr Strafbefehle oder den Verzicht auf die Revision in geeigneten Fällen. Aus Straftaten stammendes Vermögen soll konsequent eingezogen werden, auch bei späteren Erkenntnissen. Untersuchungshaft soll bei Gewalttaten leichter möglich sein, und vor Vollzugslockerungen soll in der Regel die Staatsanwaltschaft zustimmen. Opfer sollen Anspruch auf einen Anwalt und mehr Mitwirkung im Verfahren bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„So streben wir beispielsweise eine Erhöhung der Mindeststrafandrohung bei Angriffen auf Amtspersonen und Rettungskräfte an.“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Höhere Mindeststrafen, leichtere Untersuchungshaft und weniger Rechtsmittel verschieben das bestehende Strafrecht in Richtung Sicherheit und Ordnung.

Katastrophenschutz mit Polen und Notfallvorsorge stärken

Die AfD will das gemeinsame deutsch-polnische Zentrum für Polizei und Zoll um Feuerwehr und Zivilschutz erweitern. Außerdem soll das Land die Bevölkerung über private Vorsorge für Notfälle informieren.

Deutschland und Polen arbeiten bei Polizei und Zoll schon zusammen. Die AfD will, dass auch die Feuerwehren und der Zivilschutz dort mitmachen. So sollen beide Länder schneller von Umwelt-Schäden erfahren. Die Menschen sollen außerdem lernen, wie sie für Notfälle vorsorgen.

Als Anlass nennt das Programm die Umweltkatastrophe an der Oder mit dem Fischsterben. Vertreter von Feuerwehr und Zivilschutz beider Länder sollen sich täglich austauschen, um früh über grenzüberschreitende Verschmutzungen zu informieren. Ziel sind gemeinsame Strategien und gemeinsame Einsätze zur Schadensbegrenzung. Zusätzlich will die AfD zusammen mit Feuerwehr und Rettungsdiensten landesweit für Selbstvorsorge, etwa Vorräte, werben, so wie es das Bundesamt für Bevölkerungsschutz auf Bundesebene tut.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Wir fordern die Erweiterung des Gemeinsamen Zentrums der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit um den Bereich Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz.“
Seite 48 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Einheitliche Aufwandsentschädigung für Feuerwehrleute einführen

Die AfD will Feuerwehrleuten eine landesweit einheitliche Aufwandsentschädigung zahlen und für einheitliche Ausrüstung sowie regelmäßige Lehrgänge sorgen. Jugendfeuerwehren sollen mehr Geld und Werbung erhalten, um Nachwuchs zu gewinnen.

Die AfD will den Dienst bei der Feuerwehr attraktiver machen. Feuerwehrleute sollen im ganzen Land die gleiche Entschädigung bekommen. Sie sollen gute Ausrüstung und Schulungen erhalten. Auch die Jugend-Feuerwehren sollen mehr Unterstützung bekommen.

Dafür sollen das Brandenburgische Katastrophenschutzgesetz und das Kommunale Abgabengesetz geändert werden, damit die Entschädigung klar geregelt ist. Zur Ausrüstung zählt das Programm leichte Einsatzkleidung und flexibel nutzbare leichte Löschfahrzeuge. Der Schutz von Menschen, Wäldern und Heidelandschaften dürfe aus Sicht der AfD nicht an Sparvorgaben scheitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir wollen die Attraktivität des Dienstes in den Feuerwehren erhöhen, indem wir eine angemessene landeseinheitliche Aufwandsentschädigung einführen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Entschädigung, Ausrüstung und Nachwuchsförderung der Feuerwehren sollen mit mehr öffentlichem Geld ausgebaut werden.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Brandenburg im Vergleich